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  1. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von Vienna__ Beitrag anzeigen
    Dieser "kleine Aspekt", wie Du es nennst, ist der einzige, der vor Gericht zählt, wenn Du Dich scheiden lassen möchtest oder Dein Mann oder Ihr beide. Um mehr geht es nicht. Wieso nennst Du das "einen kleinen Aspekt"? Das ist die Hauptsache! Weil eine Ehe ist eben nichts anderes, als ein Rechtsgeschäft und vor Gericht zählt eben nur dieses.
    Das mag sein. Dennoch sehe ich es nicht so, ganz einfach.

    Zitat Zitat von Brombeerkatze1 Beitrag anzeigen
    Wie wahr!
    Und es hat auch jeder ein Recht darauf andere Facetten als die rechtliche wesentlicher zu finden.


    Zitat Zitat von Vienna__ Beitrag anzeigen
    Natürlich!

    Aber hier im Strang geht es doch um die Eheverträge, das sind nunmal rechtliche Aspekte. Ein Vertrag ist einfach nur was Rechtliches. Da hat überhaupt keine Emotion Platz.
    Das ist für mich DER Trugschluss schlechthin. Natürlich sind bei Verträgen auch Emotionen dabei - wir Menschen haben Emotionen und wenn wir uns verheiraten, sollten viele, viele Emotionen dabei sein. Warum sollten die bei einem Ehevertrag nun plötzlich keine Rolle mehr spielen? Ob etwas "fair" ist, ist auch immer eine Frage des Standpunkts. Und der kann sich ändern. Zu Zeiten der Ehe sag man es anders als jetzt, wenn es zum Tragen kommt. Denn das Ende einer Ehe hat auch ganz viel mit verletzten Gefühlen zu tun. Kein Vertrag der Welt kann das ausschließen, kein Vertrag der Welt kann davor schützen.
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Natürlich ist die Eheschließung ein Rechtsgeschäft.
    Und es wäre sinnvoll, sich vorher, gerade, wenn man nicht jung und mit einer schwarzen Null auf dem Konto heiratet, völlig ohne Gefühlsduselei hinsetzt und miteinander bespricht, ob ein Ehevertrag nötig, wichtig oder sinnvoll ist.
    Also jetzt mal im Ernst.
    Schau dir mal den Paragraphen 1353 an. Das liest sich gruselig.

    Ich glaube, so mancher lebt da in Scheinehe - und weiß es gar nicht.
    Und ansonsten, wie soll man denn das da einklagen was die Ehe als Rechtsgeschäft ausmacht?

    Rücksichtnahme? Steht ganz oben, ganz am Anfang.
    Oder Intimität? Sprich Sex? Oder Aufteilung der Pflichten?

    Gegenseitige Unterstützung, steht alles da...

    Ich wundere da ehrlich gesagt - dass es dann bei der Scheidung keine Schuldfrage mehr gibt.
    Wozu steht das im Paragraphen?

    Nichts davon kann eingeklagt werden, weder vor oder nach der Scheidung.
    Und das finde ich auch ganz gut so.

    In guten wie in schlechten Zeiten, das ist realistisch - und auch ein gutes Ziel.

    Und ich finde, wenn man solche Zeiten gut überstanden hat, selbst wenn man sich dann irgendwann trennt - hat man gewonnen. Weil man sich sehr, sehr gut kennen gelernt hat.

    Die Ehe ist die beste Therapie die ich mir vorstellen kann.
    Der Mensch ist nichts
    anderes, als wozu
    er sich macht
    Jean Paul Sartre


  3. Registriert seit
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Grundsätzlich verstehe ich nicht, wo emotional ein Unterschied zwischen dem Beibehalten der gesetzlichen Regelungen nach Heirat oder dem Abschluss eines auf individuellen Gegebenheiten oder Wertvorstellungen beruhenden Ehevertrags liegen soll. Beides sind vertragliche Regelungen. Wenn man Widerstand gegen einen Ehevertrag verspürt, dann ist der Vertragsentwurf nicht optimal, würde ich meinen.

    Wer eine Beziehung ausschließlich auf Vertrauenbasis eingehen und führen möchte, diese Vorstellung von Beziehung ist für mich auch genauso nachvollziehbar wie die anderen Formate, sollte dann eben keinen Vertrag eingehen und entsprechend keine Ehe schließen, meine Meinung.

    Bei meiner Trennung/Scheidung war ich froh, dass es (die gesetzlichen) Regelungen gab, zumindest bezüglich des Versorgungsausgleichs waren keinerlei Diskussionen zu führen. Trennungen sind emotionale Ausnahmesituationen im Leben. Es stellten sich damals beim sich verlassen gefühlten Partner völlig irrationale Existenzängste psychischer und materieller Art ein. Dazu kamen auf der anderen Seite Schuldgefühle wegen der vermeintlich einseitigen Aufkündigung der Beziehung. Angst und Schuld sind auch bei ehrlichen, verantwortungsbewussten, zugewandten Menschen als Berater für die Herstellung von Gerechtigkeit völlig ungeeignet, ist meine daraus gelernte Lektion.


  4. Registriert seit
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Richtig, Trennung ist ein emotioneller Ausnahmezustand, Tod auch, Krankheit auch, Arbeitslosigkeit auch etc....
    Der Mensch ist nichts
    anderes, als wozu
    er sich macht
    Jean Paul Sartre


  5. Registriert seit
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Ich kenne den BGB 1353 sehr gut, sowohl in der alten als auch in der neuen Fassung, was liest sich denn daran gruselig?

    Vielleicht geht es mir da ähnlich wie Vienna- wobei es bei mir nur drei Jahre bei einem Anwalt waren. Aber ich habe zu viele "Die kriegt keinen Pfennig" und "Der soll zahlen bis er schwarz wird" Schreiereien gehört.

    Es ist gut, wenn man weiß, dass die Ehe ein Vertragsverhältnis ist und man sollte wissen, was genau dieser Vertrag beinhaltet und auch, ob die gesetzliche Regelung für einen selbst passt.

    Das hat nichts damit zu tun, dass wohl jede Ehe mit romantischen Gefühlen beginnt und alle sicher sind, dass sie ewig halten mag - was ich jedem Paar wünsche.

  6. Avatar von schafwolle
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Angst und Schuld sind auch bei ehrlichen, verantwortungsbewussten, zugewandten Menschen als Berater für die Herstellung von Gerechtigkeit völlig ungeeignet, ist meine daraus gelernte Lektion.


  7. Registriert seit
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen

    Wer eine Beziehung ausschließlich auf Vertrauenbasis eingehen und führen möchte, diese Vorstellung von Beziehung ist für mich auch genauso nachvollziehbar wie die anderen Formate, sollte dann eben keinen Vertrag eingehen und entsprechend keine Ehe schließen, meine Meinung.

    Bei meiner Trennung/Scheidung war ich froh, dass es (die gesetzlichen) Regelungen gab, zumindest bezüglich des Versorgungsausgleichs waren keinerlei Diskussionen zu führen. Trennungen sind emotionale Ausnahmesituationen im Leben. .
    Nur dass man dann bei punkten die der Partner nicht beeinflussen kann schlechter gestellt ist als als ehepartner. Mich wundert immer, das so wenig gesehen wird dass der Trauschein ja dazu gedacht ist, dass der Staat den ehestatus anerkennt.

  8. Avatar von schafwolle
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Mich wundert immer, das so wenig gesehen wird dass der Trauschein ja dazu gedacht ist, dass der Staat den ehestatus anerkennt.


  9. Registriert seit
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    Z.b. beim Aussageverweigerungsrecht und bei der erbschaftssteuer

  10. Avatar von Ullalla
    Registriert seit
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    AW: Sind Eheverträge notwendig, sinnvoll, unromantisch oder beziehungsschädigend?

    und bei der Rente!
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