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  1. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen
    Das stimmt, das ist ein Knackpunkt, den du nicht wegbekommst: Mit dem Ehevertrag denkst du das Ende der Ehe automatisch mit. Er zeigt also, dass es kein absolutes Vertrauen in die Haltbarkeit der Ehe gibt.
    Ich habe nicht ganz das gemeint:
    Es zeigt, dass es kein absolutes Vertrauen in den Partner gibt. Denn, hätte man das, ginge man ja sicher davon aus, dass er sich auch bei Eheende anständig (= so wie abgesprochen) verhält.


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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Das Haus hier gehörte dem Mann erst 3 Jahre, als die TE einzog.....das kann man kaum "altes Haus durch altes Geld" nennen.
    Trotzdem hat es eine Historie.

    Ich bleibe schon dabei - die TE kauft sich ein.
    Oder hängt sich an.

    Um ein Haus kaufen zu können gehört meist sogar ne Geschichte dazu.
    So einfach mal ein paar Euros dazu geben - ist eben was Anderes.

    Entweder hat der Mann lange gespart - oder ist ein Risiko eingegangen - oder hat lange gesucht - etc....

    Das hat schon alles einen Wert für sich.
    Der Mensch ist nichts
    anderes, als wozu
    er sich macht
    Jean Paul Sartre


  3. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Da Du hier wohl die vorher erwähnten mündlichen Absprachen meinst:

    komplexe finanzielle Verhältnisse (zB gemeinsames Unternehmen etc.) lassen
    sich schlichtweg nicht mündlich absprechen.

    Und die wenigsten Laien wissen auch um sehr langfristige, in der Zukunft liegende, Folgen
    (zB steuerrechtlicher Natur) ihrer vermeintlich fairen Absprachen Bescheid.

    Es hat schon seine Richtigkeit, finanzielle Anliegen mit Hilfe eines Fachmann zu regeln.

    Ok, dann kann man es schriftlich machen, mit Hilfe eines Fachmannes, und die Unterschrift weglassen.


    Wäre für mich auch ok.


    Mein Problem geht da los, wo es rechtlich bindend wird.

  4. Avatar von VanessaB
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Scheherezade Beitrag anzeigen
    Gerade um Häuser wird ja wohl am meisten gestritten.
    Käme für mich aber nur infrage wenn es das zusammen gebaute oder gekaufte Haus ist.

    Um Häuser ranken sich regelrecht Mythen, das kenne ich aus eigener Erfahrung.

    .
    Um Häuser ranken sich nicht Mythen, sondern da ist ein Haufen Geld im Spiel, das kann für ein stinknormales Reihenhaus in der richtigen Lage locker 700000 Euro sein.
    Dann hat sie Essen und Möbel bezahlt, und er bekommt die Immobilie.

    TE, du kannst deinen Mann nicht ändern, aber du kannst deine Einstellung zu den Dingen ändern. Rede mit ihm und versucht gemeinsam, die Romantik und die Liebe wieder in die Ehe zu holen. Das ist natürlich schwer mit einem kleinen Kind, aber nur wegen deiner schlechten Gedanken sollte die Ehe nicht den Bach runter gehen.

    Vielleicht kannst du es als Liebesbeweis deines Mannes sehen??Du bist gut abgesichert, auch wenn du mal einen anderen kennenlernen solltest oder aus der Ehe ausbrechen willst. Es muss ja nicht dein Mann der "fiese" sein.
    nicht verzweifeln

    Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart
    ( Goethe )

  5. Avatar von Prilblume
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ich habe nicht ganz das gemeint:
    Es zeigt, dass es kein absolutes Vertrauen in den Partner gibt. Denn, hätte man das, ginge man ja sicher davon aus, dass er sich auch bei Eheende anständig (= so wie abgesprochen) verhält.
    Ja, aber Menschen ändern sich, und auch das, was man zum Zeitpunkt der Eheschließung, oder solange die Ehe noch harmonisch läuft, unter anständigem Verhalten versteht, kann sich ändern. OHNE dass dies mich selbst oder den Partner zu einem weniger anständigen Menschen macht.
    Man kann neue Loyalitäten oder Verantwortung ggü. anderen Menschen aufbauen, z.B. falls man bei einer Trennung noch für gemeinsame Kinder sorgen will und muss, oder für andere Familienangehörige, oder sogar für neue Partner oder Kinder mit anderen Partnern.
    Nur weil der eine Partner sich dem anderen gegenüber nicht an Absprachen hält, heißt das nicht, dass er sich nicht anständig verhält. Außerdem ist es gut möglich, dass man bei den Absprachen wichtige Punkte vergisst oder mehrdeutig lässt.
    "Bei Dynamit Müller hatte sich Gott mit den nötigen Utensilien für den Weltuntergang versorgt." (Bernd Pfarr)


  6. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Ich sehe auch das Problem in der ungleichen finanziellen Aufteilung, Eine Lohnforderung für die Kinderbetreuung würde in das schräge Arrangement passen

    Zum Ehevertrag: Ganz nüchtern betrachtet macht man Verträge, solange man sich noch verträgt.
    Zum Tragen kommen sie nur nach Meinungsverschiedenheiten die sich nicht auflösen lassen, zum Beispiel weil Verletztheit auch grundsätzlich faire Menschen zu Ekeln werden lassen kann.
    (Ich hab diese Gefühle für meinen Mann in einer Krise an mir selber mit sehr viel Entsetzen festgestellt.)

    Dass ich damit kein Einzelfall bin, zeigen ja die vielen üblen Geschichten, wo niemand seinem Partner, seiner Partnerin solche Handlungsweisen zugetraut hätte, weit im Voraus.


  7. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von VanessaB Beitrag anzeigen
    Um Häuser ranken sich nicht Mythen, sondern da ist ein Haufen Geld im Spiel, das kann für ein stinknormales Reihenhaus in der richtigen Lage locker 700000 Euro sein.
    Dann hat sie Essen und Möbel bezahlt, und er bekommt die Immobilie.

    TE, du kannst deinen Mann nicht ändern, aber du kannst deine Einstellung zu den Dingen ändern. Rede mit ihm und versucht gemeinsam, die Romantik und die Liebe wieder in die Ehe zu holen. Das ist natürlich schwer mit einem kleinen Kind, aber nur wegen deiner schlechten Gedanken sollte die Ehe nicht den Bach runter gehen.

    Vielleicht kannst du es als Liebesbeweis deines Mannes sehen??Du bist gut abgesichert, auch wenn du mal einen anderen kennenlernen solltest oder aus der Ehe ausbrechen willst. Es muss ja nicht dein Mann der "fiese" sein.
    Doch - das ist schon so.
    Bist du in einem Haus aufgewachsen?

    Ich schon - und das Haus als solches spielte eine Rolle - der Garten auch.
    Man lebt ganz anders zusammen als in einer Wohnung.

    Man muss seine Reparaturen selber bezahlen, sein Wassergeld, und auch die Müllabfuhr

    Das Haus wurde mal verkauft.
    Aber, es lebt in uns allen weiter. Das Geld nicht . Das ist weg.

    Geld spielt viel weniger eine Rolle als man denkt.
    Der Mensch ist nichts
    anderes, als wozu
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    Jean Paul Sartre

  8. Avatar von schafwolle
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Es zeigt, dass es kein absolutes Vertrauen in den Partner gibt. Denn, hätte man das, ginge man ja sicher davon aus, dass er sich auch bei Eheende anständig (= so wie abgesprochen) verhält.
    Mit zunehmender Lebenserfahrung wirst Du, vielleicht in Deinem Umfeld, leider
    zu der Erkenntnis kommen, dass Ideale und Realität sehr von einander abweichen können.

    Hierzulande werden immerhin rund 40% aller Ehen wieder geschieden - was ja erstmal
    nichts mit einem Ehevertrag zu tun hat. Aber ich bin überzeugt davon, dass jeder dieser
    Ehepartner das Versprechen "bis dass der Tod Euch scheidet" überaus ernst gemeint hat.

    Circa 12% aller Scheidungen verläuft nicht einvernehmlich, sondern strittig. Hier geht es
    in erster Linie um die Vermögensaufteilung, die eben per Vertrag nicht im Vorfeld geregelt wurde.
    Eine solcher Scheidungsprozess kann sich erheblich in die Länge ziehen, von den Kosten und der
    psychischen Belastung ganz zu schweigen.

  9. Avatar von jofi2
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ich habe nicht ganz das gemeint:
    Es zeigt, dass es kein absolutes Vertrauen in den Partner gibt. Denn, hätte man das, ginge man ja sicher davon aus, dass er sich auch bei Eheende anständig (= so wie abgesprochen) verhält.
    Ein absolutes Vertrauen in einen Menschen, das für alle Situationen gilt, wäre völlig unrealistisch.
    Außerdem wäre es auch unrealistisch zu glauben, dass man so ein Vertrauen in sich selbst haben könnte.
    Geld macht nicht glücklich, aber einen größeren Fernseher kann man immer brauchen (Weisheit aus einem Schüleraufsatz).


  10. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Wenn er grundsätzlich ein anständiger Kerl ist, verliert er den Anstand ja nicht plötzlich, wenn sich einer trennt.

    Verliert er ihn doch, war der Anstand wohl nie wirklich Persönlichkeitsmerkmal.
    Zwei Punkte:

    1. die Ehe ist ja ihrer Natur nach gerade ein explizit machen von Vereinbarungen.
    Anders gefragt: hätte der Gesetzgeber in diesem Land nun als „default“ etwas anderes als Zugewinn (zB Gütertrennung): hättest du dann einen Ehevertrag?

    2. und mehr philosophisch:
    Ich glaube - und mE beweist das auch die Geschichte, gerade in unserem Land- das menschliche Gehirn ist einfach sehr gut darin, im Kleinen wie im Grossen stets einen Referenzrahmen zu stricken, in dem der Mensch als anständig wegkommt.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

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