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  1. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Das heißt aber nicht, dass jeder sein Vermögen behält.
    In vielen Ländern ist es so, dass ziemlich schnell "alles beiden gehört".
    In der Schweiz gehört das Vermögen, dass vor der Ehe da war auch demjenigen der es hat. Nicht dem Ehepartner. Genau wie Erbschaft...die gehört dem der sie bekommt.


  2. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Vielleicht bin ich auch einfach zu nüchtern für die romantische Seite der Ehe.

    Ich gehe aufs Standesamt und unterschreibe dort die Regelungen. Und dann unterschreibe ich ggf noch alle zusätzlichen Regelungen, von denen wir sicher sind, dass wir sie einhalten wollen (kann übrigens auch ein Erbvertrag oder ein Satz von Vollmachten sein) beim Notar.
    Sehe ich keinen Unterschied.

    Und dass wir explizit darüber reden, was wir wie regeln wollen, kann ich auch nicht falsch finden.

    Wieso ist dann eine der Unterschriften romantisch und die andere prinzipiell eheschädlich?
    Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt....
    Da liegt eben der Hase schon im Pfeffer - du kannst eine Ehe auch über-regelmentieren.

    Romantik halte ich für eine große Stärke.
    Weshalb wird sonst geheiratet? Schön - wenn sich die Romantik für immer erhält.
    Das hält letzten Ende mehr zusammen als alle Häuser und Geld.
    Der Mensch ist nichts
    anderes, als wozu
    er sich macht
    Jean Paul Sartre


  3. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Saetien, diese Argumentation klingt ... mystisch... für mich.

    Wenn ich absolut sicher bin und alles komplett vereinbart ist und ganz klar ist, dass ich keinen Vertrag brauchen werde - dann schadet es doch nicht, einen zu unterschreiben?

    Nein, das Unterschreiben schadet nicht. Aber auf so einem Vertrag zu bestehen sagt für mich eben aus, dass man sich doch nciht so sicher ist.

    Das zerstört nicht die "perfekte Beziehung", es beweist, dass das Vertrauen nie so absolut war wie oben dargestellt.


    Ich kann die TE da schon verstehen, von einem Partner, der das fordert, würde ich mich auch nicht mehr geliebt fühlen.

    Tragisch, wenn das erst in der Ehe passiert.

  4. Inaktiver User

    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Ich verstehe Saetien. Ich würde gar nicht erst heiraten wollen, weil ich Liebe nicht vertraglich regeln möchte - mich aber auch nicht vertraglich und vor allem staatlich (!) zur Liebe und zum Zusammenleben mit einem bestimmten Menschen verpflichten lassen möchte.

    Andererseits, wenn man schon heiratet, dann erscheint mir auf Basis alldessen, was ich bisher bei anderen Leuten mitbekommen habe, eine vertragliche Absicherung für den Trennungsfall nicht das Verkehrteste. Denn nach der Ehe wird aus Wir ja wieder Du und Ich.

    Aber völlig egal, ob verheiratet oder nicht: Großzügigkeit dem Partner gegenüber ist für mich eine der Grundlagen in der Beziehung. Ab dem Moment, wo das nicht gegeben ist...

    Ich verstehe auch, den Gedanken von "meins" und "deins" nicht aufgeben zu wollen. Würde ich tatsächlich auch nicht wollen. Jeder arbeitet ja für sein Geld (im Normalfall). Aber wenn der Partner Geld braucht bzw. wir gemeinsam etwas unternehmen wollen, wird ihm bzw. uns trotzdem all mein = unser Geld zur Verfügung stehen. Wenn das gutläuft, kann man es auch vertraglich regeln - nimmt dem Ganzen für mich aber die Freiwilligkeit und das gute Gefühl von gegenseitiger Großzügigkeit.


  5. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen

    [/COLOR]Du begehst hier einen entscheidenden Denkfehler:
    der Zwang, sich an Absprachen zu halten, kommt eben im Trennungsfall nach der Ehe
    zum Tragen.
    Richtig. Und (gesprungene Schallplalte) wenn ich dem Partner zutraue sich im Trennungsfall nicht mehr an Absprachen zu halten, warum bin ich dann mit ihm zusammen?

    Für mich wäre das zu wenig Vertrauen.

    Wenn er grundsätzlich ein anständiger Kerl ist, verliert er den Anstand ja nicht plötzlich, wenn sich einer trennt.

    Verliert er ihn doch, war der Anstand wohl nie wirklich Persönlichkeitsmerkmal.

  6. Avatar von Mambi
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Lara55 Beitrag anzeigen
    In der Schweiz gehört das Vermögen, dass vor der Ehe da war auch demjenigen der es hat. Nicht dem Ehepartner. Genau wie Erbschaft...die gehört dem der sie bekommt.
    Das ist hier auch so.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"


  7. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Lara55 Beitrag anzeigen
    Ich finde ein Ehevertrag grad bei Zweitehen sehr sinnvoll.
    Ich war schon mal verheiratet und hab mit meinem Exmann ein Kind und Eigentum. ICH war nicht im Grundbuch eingetragen..ich könnt mich heute mich ohrfeigen. Hatte keinen Vertrag. Mein Ex war bis zur Trennung grosszügig...danach nicht mehr. Inbert 2 Monaten musste ich mit Kind und Kegel aus dem Haus ausziehen. Er verkaufte das Haus 1 Jahr später...ich bekam nix davon.
    Mit meinem jetzigen Mann keine Kinder und er hat keine Kinder aus früheren Beziehungen. Aber Ehe und Erbvertrag. Frau lernt😁
    Vielleicht ist dir da auch so manches erspart geblieben.
    Nämlich ein Rosenkrieg.

    Gerade um Häuser wird ja wohl am meisten gestritten.
    Käme für mich aber nur infrage wenn es das zusammen gebaute oder gekaufte Haus ist.

    Um Häuser ranken sich regelrecht Mythen, das kenne ich aus eigener Erfahrung.

    Vermutlich würde ich gar nicht im Grundbuch eines Hauses stehen wollen was ich nicht selber mit erworben habe.
    Da würde ich aber auch keine Vermögen einschiessen. Wozu? Dann müsste mir das Haus ja nun überhaupt nicht gefallen.

    Dann übernimmt eben der Eigner des Hauses alle Kosten für eventuelle Umbauten.
    Ein fremdes Haus hat was Fremdes, das hat keine Historie, da wurden keine Kirschbäume von Hand gepflanzt etc....

    Also - ich wäre da grundsätzlich zurückhaltend oder verweigernd.
    Die Zugezogenen bleiben auch immer Fremde, so hart das klingen mag.

    Vielleicht hat die TE auch gemeint - sie könnte das alles durch das eingeschossene Vermögen übertünchen
    In alten Häusern steckt meist altes Geld.

    Da kann man sich nicht so einfach einkaufen.
    Der Mensch ist nichts
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    er sich macht
    Jean Paul Sartre


  8. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Das Haus hier gehörte dem Mann erst 3 Jahre, als die TE einzog.....das kann man kaum "altes Haus durch altes Geld" nennen.

  9. Avatar von Prilblume
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Nein, das Unterschreiben schadet nicht. Aber auf so einem Vertrag zu bestehen sagt für mich eben aus, dass man sich doch nciht so sicher ist.

    Das zerstört nicht die "perfekte Beziehung", es beweist, dass das Vertrauen nie so absolut war wie oben dargestellt.
    Das stimmt, das ist ein Knackpunkt, den du nicht wegbekommst: Mit dem Ehevertrag denkst du das Ende der Ehe automatisch mit. Er zeigt also, dass es kein absolutes Vertrauen in die Haltbarkeit der Ehe gibt.

    Als ich noch jünger war, hätte das für mich auch die Ehe in Frage gestellt - oder eigentlich jede Liebesbeziehung: Entweder total oder gar nicht.
    Mittlerweile sehe ich das anders, entspannter/pragmatischer. Das absolute, totale Vertrauen ins Immerdar, oder besser: die Erwartungshaltung, das Klammern daran, ist weg. Das ist aber nicht schlimm, ich vermisse es gar nicht. Die Liebe ist trotzdem nicht weniger geworden. Die Angst aber schon, die ist im Laufe der Jahre deutlich weniger geworden.
    Ich könnte meinem Mann oder mir heute eine Trennung bzw. Scheidung verzeihen, und ich könnte sie auch verkraften. Das hätte ich früher nicht gekonnt. In dem Maße, in dem mir das möglich wurde, wurde auch ein Ehevertrag möglich. (Sinnvoll wäre er natürlich immer schon gewesen.) Darum haben wir jetzt einen.
    >>Auf die Bitte seiner Frau, ihr doch ein wenig beim Abwasch zu helfen, nahm Werner Hubschmidt unverzüglich und außerordentlich konzentriert die Yogaposition „Bogenschütze“ ein, um so seiner Liebsten für die schwere Hausarbeit möglichst viel geistige Kraft zu schicken.<< (Bernd Pfarr)

  10. Avatar von schafwolle
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    wenn ich dem Partner zutraue sich im Trennungsfall nicht mehr an Absprachen zu halten, warum bin ich dann mit ihm zusammen?
    Da Du hier wohl die vorher erwähnten mündlichen Absprachen meinst:

    komplexe finanzielle Verhältnisse (zB gemeinsames Unternehmen etc.) lassen
    sich schlichtweg nicht mündlich absprechen.

    Und die wenigsten Laien wissen auch um sehr langfristige, in der Zukunft liegende, Folgen
    (zB steuerrechtlicher Natur) ihrer vermeintlich fairen Absprachen Bescheid.

    Es hat schon seine Richtigkeit, finanzielle Anliegen mit Hilfe eines Fachmann zu regeln.

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