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  1. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ich kenne ein Paar, um die 60, vom Ausbildungsstand her war im Grunde klar dass er viel mehr verdienen wird als sie. Tut er auch heute, er ist in einem Konzern weit aufgestiegen, sie ist seit Jahrzehnten Hausfrau. Das ging auch nicht sehr anders, da er von seinem Konzern alle paar Jahre weltweit versetzt wird.
    Nun hat sie ja ihren Job gerade deshalb nicht ausüben können, weil er den Job hat, der ihm soviel Geld einbringt.

    Würden die sich nun scheiden lassen, fände ich es fair, wenn sie einiges von dem Vermögen bekommt, das er erarbeitet hat.
    Diese Ehefrau bekäme nicht "einiges" vom Vermögen, sondern die Hälfte. Denn nicht "er" hat es "erarbeitet" sondern beide gemeinsam.

    Genau SO regelt es die gesetzliche Ehe.

  2. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ich kenne ein Paar, um die 60, vom Ausbildungsstand her war im Grunde klar dass er viel mehr verdienen wird als sie. Tut er auch heute, er ist in einem Konzern weit aufgestiegen, sie ist seit Jahrzehnten Hausfrau. Das ging auch nicht sehr anders, da er von seinem Konzern alle paar Jahre weltweit versetzt wird.
    Nun hat sie ja ihren Job gerade deshalb nicht ausüben können, weil er den Job hat, der ihm soviel Geld einbringt.

    Würden die sich nun scheiden lassen, fände ich es fair, wenn sie einiges von dem Vermögen bekommt, das er erarbeitet hat.
    Naja, jetzt hast du als Beispiel die klassische Zugewinngemeinschaft gewählt, kein Wunder dass dann der gesetzliche Ehevertrag super passt. Manchmal passt er aber nicht, wie in meinem Beispiel des Industriellen, gibt noch viele mehr.

    Die Absicherung zu regeln ist super - das über einen Notarvertrag zu machen finde ich persönlich schräg.
    Vielleicht, weil du nicht genau weißt was ein Notar in Deutschland macht und wofür er da ist? Für mich hört sich das jetzt so an, als kennst du einen Ehevertrag hauptsächlich von amerikanischen Anwaltsserien. (nicht böse gemeint). Dort bekriegen sich zwei Parteien und der mit dem besseren Anwalt „gewinnt“ und irgendein armes Hascherl geht leer aus.

    Ein Notar ist zwar auch ein Jurist, ist aber neutral. Von Rechts wegen, gemäß der Notarordnung ein unabhängiger und unparteiischer Betreuer der Beteiligten. Der erklärt auch eventuelle Fallstricke und fragt, ob man das wirklich so haben will, denn im Falle, dass X, bedeutet das Y. Stichwort „Schutz des Unerfahrenen“.
    Gute Nachricht: ich bekomme den obersten Knopf meiner Jeans wieder zu.
    Schlechte Nachricht: ich habe sie nicht an
    .
    Geändert von BlueVelvet06 (20.02.2020 um 22:48 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von schlaucher Beitrag anzeigen
    Warum schräg? Wo soll man es sonst machen? Absicherung regeln = Ehevertrag = Notar
    Auf die "wie sonst" Frage:

    Nun, über monatliche feste Zahlungen in irgendeine Form von Absicherung, wenn das Geld dafür da ist, oder, wenn das z.B. während er Elternzeitphase gerade nicht da ist, über feste Abmachungen zwischen den Ehepartnern, die dann auch eingehalten werden.


  4. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von schlaucher Beitrag anzeigen
    Diese Ehefrau bekäme nicht "einiges" vom Vermögen, sondern die Hälfte. Denn nicht "er" hat es "erarbeitet" sondern beide gemeinsam.

    Genau SO regelt es die gesetzliche Ehe.
    Finde ich grundsätzlich auch richtig.

    Trotzdem hat es meiner Ansicht nach in erster Linie er erarbeitet, das liegt aber an der Konstellation bei diesem speziellen Paar.


  5. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen


    Vielleicht, weil du nicht genau weißt was ein Notar in Deutschland macht und wofür er da ist? Für mich hört sich das jetzt so an, als kennst du einen Ehevertrag hauptsächlich von amerikanischen Anwaltsserien. (nicht böse gemeint). Dort bekriegen sich zwei Parteien und der mit dem besseren Anwalt „gewinnt“ und irgendein armes Hascherl geht leer aus.
    Ich weiß ja, dass Du gerne mal vermutest, ich wüsste einfach nicht wovon ich rede.
    Aber nein, es geht da nicht um amerikanische Anwaltsserien - mein Problem ist, dass da so etwas rechtlich bindend geregelt wird.
    Im Grunde: Kommt es so weit, dass
    a) eine Trennung ansteht und
    b) der Partner sich nicht an mündliche Absprachen zu Ehezeiten hält
    schützt mich der Ehevertrag bzw. andersherum.

    Wenn ich aber b für möglich halte, heirate ich gar nicht erst. Umkehrschluss: Wer einen Ehevertrag möchte, hält es nicht für völlig unmöglich, dass der Partner im Trennungsfall mündliche Absprachen in den Wind schlägt.

    Das alleine wäre für mich ein Zeichen für eine Form von Liebe, die ich nicht leben will.

    Ein Notar ist zwar auch ein Jurist, ist aber neutral. Von Rechts wegen, gemäß der Notarordnung ein unabhängiger und unparteiischer Betreuer der Beteiligten. Der erklärt auch eventuelle Fallstricke und fragt, ob man das wirklich so haben will, denn im Falle, dass X, bedeutet das Y. Stichwort „Schutz des Unerfahrenen“.
    Wir haben demnächst selbst einen Notartermin, um Vollmachten etc. zu regeln, ich habe also nicht grundsätzlich etwas gegen schriftliche Abmachungen beim Notar.


    Ich wollte nur nichts über einen Notar regeln, was genauso gut auch über Vertrauen funktionieren kann.
    Man kann ja all das, was man im Ehevertrag festschreibt, auch mündlich absprechen.

    Das einzige, was der Vertrag dann noch tut, ist doch, die Beteiligten zwingen, sich an die Absprache auch zu halten.

    Diesen Zwang wollte ich in meiner Ehe nicht.

  6. Avatar von Sugarnova
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Finde ich grundsätzlich auch richtig.

    Trotzdem hat es meiner Ansicht nach in erster Linie er erarbeitet, das liegt aber an der Konstellation bei diesem speziellen Paar.
    Bezüglich der Kredittilgung fürs Haus stimme ich dir zu - aber wurde die Erziehungsarbeit der Mutter berücksichtigt? Wissen wir ja nicht.

    Irgendwas scheint ja im Argen zu sein.

    (Und wenns nur der hektische Zeitpunkt war.)


  7. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Der Wunsch nach einem Ehevertrag kann aber die Einstellung zur Ehe "signalisieren".
    Ich finde ein Ehevertrag grad bei Zweitehen sehr sinnvoll.
    Ich war schon mal verheiratet und hab mit meinem Exmann ein Kind und Eigentum. ICH war nicht im Grundbuch eingetragen..ich könnt mich heute mich ohrfeigen. Hatte keinen Vertrag. Mein Ex war bis zur Trennung grosszügig...danach nicht mehr. Inbert 2 Monaten musste ich mit Kind und Kegel aus dem Haus ausziehen. Er verkaufte das Haus 1 Jahr später...ich bekam nix davon.
    Mit meinem jetzigen Mann keine Kinder und er hat keine Kinder aus früheren Beziehungen. Aber Ehe und Erbvertrag. Frau lernt😁


  8. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Saetien, diese Argumentation klingt ... mystisch... für mich.

    Wenn ich absolut sicher bin und alles komplett vereinbart ist und ganz klar ist, dass ich keinen Vertrag brauchen werde - dann schadet es doch nicht, einen zu unterschreiben?

    Das klingt bei dir so, als sei der Vertrag selbst eine schwarze Katze oder verschüttetes Salz oder so und würde auf magische Weise diese perfekte Beziehung zerstören.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer


  9. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Vielleicht bin ich auch einfach zu nüchtern für die romantische Seite der Ehe.

    Ich gehe aufs Standesamt und unterschreibe dort die Regelungen. Und dann unterschreibe ich ggf noch alle zusätzlichen Regelungen, von denen wir sicher sind, dass wir sie einhalten wollen (kann übrigens auch ein Erbvertrag oder ein Satz von Vollmachten sein) beim Notar.
    Sehe ich keinen Unterschied.

    Und dass wir explizit darüber reden, was wir wie regeln wollen, kann ich auch nicht falsch finden.

    Wieso ist dann eine der Unterschriften romantisch und die andere prinzipiell eheschädlich?

  10. Avatar von schafwolle
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    - nur scheint die TE ja die für mich sehr nachvollziehbare Position zu haben, ein Ehevertrag sei unromantisch.
    Ja, ein Ehevertrag ist unromantisch.
    Die Ehe selbst ist auch nicht non-stop Romantik.


    Zitat Zitat von serotonina Beitrag anzeigen
    Paartherapie machen wir bereits.
    Ich hoffe sehr, Ihr habt einen entsprechend guten Therapeuten, der die Dinge
    (hier diesen Ehevertrag in seinen Details) beim Namen nennt.


    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ich wollte nur nichts über einen Notar regeln, was genauso gut auch über Vertrauen funktionieren kann.
    Man kann ja all das, was man im Ehevertrag festschreibt, auch mündlich absprechen.

    Das einzige, was der Vertrag dann noch tut, ist doch, die Beteiligten zwingen, sich an die Absprache auch zu halten.

    Diesen Zwang wollte ich in meiner Ehe nicht.
    (hervorgehoben von mir)

    Du begehst hier einen entscheidenden Denkfehler:
    der Zwang, sich an Absprachen zu halten, kommt eben im Trennungsfall nach der Ehe
    zum Tragen.

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