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  1. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Eine gesetzliche Regelung hat den Vorteil, dass es eben so ist. Wenn ich nun eine abweichende Regelung treffen möchte, muss ich mich in die Niederungen des Vertragsrechts, der Ansprüche usw. begeben. Das ist etwas anderes als das Akzeptieren der gesetzlichen Regelung.
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Ein Ehevertrag schützt immer vor dem Partner? Wie kommst du darauf? Kann ich mir nur vorstellen, wenn man von Haus aus unterstellt, der Ehevertrag würde immer einseitig zum Vorteil einer Partei abgefasst werden.
    Nein. Das geht nur davon aus, dass die allermeisten Eheverträge in irgendeiner Form das "man ist füreinander verantwortlich, komme was da wolle" abmildern.
    Ein Heiratsvertrag am Standesamt behandelt eben den Normalfall, passt sicher auch für viele Leute. Besonders für die, die bei Heirat ähnliche finanzielle Verhältnisse haben. Würde ich morgen einen steinreichen Industriellen heiraten (nur ein Beispiel) wäre das nicht so und der Vertrag, den man automatisch durch Heirat eingeht, würde ihn im Falle einer Scheidung womöglich unverhältnismäßig benachteiligen.
    Und wäre ich der steinreiche Industrielle, würde ich keine Frau heiraten wollen, bei der ich nicht damit leben könnte, dass sie im Falle einer Scheidung einen großen Teil meines Vermögens bekommt.


    Wie gesagt, ich finds albern zu behaupten ein Ehevertrag wäre unromantisch, wenn doch eine Heirat genau das ist. Der Abschluss eines Ehevertrags. Okay, das Standesamt hat Blümchen, dafür gibt’s beim Notar immer Kekse ;-) Wer keinen Ehevertrag will, der darf eben nicht heiraten.

    Beim Notar gibts Kekse?

    Gut zu wissen.

    Ok, was gibts in der standesamtlichen Ehe:
    -vor dem Gesetz Familie
    -man muss füreinander sorgen, ggf. auch nach einer Scheidung noch, während der Ehe quasi automatisch Bedarfsgemeinschaft
    -ein paar Steuervorteile
    -gesetzliche Erbfolge
    -Angehöriger mit allem was dazugehört (Zeugnisverweigerungsrecht, rechtlicher Status "nächster Angehöriger", kleine Witwenrente etc.)
    -Zugewinngemeinschaft, heißt bei Scheidung Teilung des Zugewinns und der Rentenpunkte, in manchen Fällen nachehelicher Unterhalt



    Das ist überwiegend gar nicht gar nicht auf Scheidung ausgerichtet, wohingegen ein Ehevertrag ja meist genau den Scheidungsfall regelt und nur den.


    Und an den Stellen, wo das "normale" Eherecht Scheidung berücksichtigt, ist es darauf ausgerichtet, die Partner finanziell immer noch möglichst weitläufig füreinander verantwortlich zu machen.

    Ein Ehevertrag läuft dem üblicherweise eher entgegen.





    Die Unterschiede siehst Du nicht?




    Bei der TE glaube ich, dass eben zwischen den beiden nicht alles gründlich überlegt und durchdacht wurde, bevor man dem Notar gesagt hat, was man will. Das muss jetzt nachgeholt werden, das ist natürlich unangenehm.
    Überlegt und durchdacht wurde vermutlich schon, aber nicht unbedingt erfolgreich miteinander kommuniziert.

  3. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Ich habe es nicht so verstanden, dass es um den Ehevertrag an sich ging/geht.

    Der Wurm war doch schon drin, als sie ihre 65.000 zum Renovieren dazugeben sowie sich am Abtrag beteiligen sollte (wenn ich es recht verstehe), ohne dass aus dem Haus ein gemeinsames werden sollte.
    that was the river - this is the sea


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  4. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Und wäre ich der steinreiche Industrielle, würde ich keine Frau heiraten wollen, bei der ich nicht damit leben könnte, dass sie im Falle einer Scheidung einen großen Teil meines Vermögens bekommt.
    Das sagt sich leicht, wenn man nichts hat.

  5. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Ich denke auch, der Ehevertrag ist nur das äußere woran sich das ungute Gefühl fest macht.

    Das Ungleichgewicht besteht seit der Renovierung ohne Absicherung und gerade jetzt während der Elternzeit, weil immer noch in "meins" und "deins" unterschieden wird und das zulasten der TE als Betreuungsperson.

    Und ob nach der Elternzeit tatsächlich hälftig aufgeteilt wird ..... ich sehe das noch nicht, aber da traut die TE sich eventuell nicht ran gefühltsmäßig.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
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  6. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Die TE schreibt im ersten Beitrag ganz deutlich, dass sie ein Problem damit hat, "verheiratet mit Ehevertrag" zu sein.

    Von daher denke ich schon, dass es ihr primär darum geht.


    Dass das ganze vermutlich ein Symptom für ein größeres Problem ist, steht auf einem anderen Blatt.



    Macani, Du verstehst offensichtlich nicht was ich sagen möchte.

  7. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    OT: sich auf die gesetztliche Situation verlassen kann dann schief gehen, wenn sich Gesetze oder Rechtsprechung ändern (siehe Ehegattenunterhalt in den letzten Jahren) oder wenn sich die wirtschaftliche Situation anders entwickelt, als es vom Gesetz als Standard angesehen wird zb bei Selbständigen.

    Aber das Thema Ehevertrag ist hier gar nicht das eigentliche Thema.
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  8. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Richtig - nur scheint die TE ja die für mich sehr nachvollziehbare Position zu haben, ein Ehevertrag sei unromantisch.

  9. Inaktiver User

    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von serotonina Beitrag anzeigen
    Dass wir uns die Elternzeit nicht aufteilen haben wir gemeinsam beschlossen, deshalb ist das auch ok für ihn, dass mein Beitrag aktuell geringer ausfällt.

    Aktuell ist da ein großes Ungleichgewicht. Natürlich hat er weit mehr Geld für sich. Frühere Hobbys fallen bei mir sowieso weg, da bräuchte ich eine Betreuungsmöglichkeit für die Kinder. Mit Stillkind wäre das auch schwierig. Insgesamt war ich aber schon immer recht bescheiden und sparsam was persönliche Ausgaben betrifft.
    Und wo sind da Liebe und Gemeinschaftlichkeit?

    Du finanzierst sein Haus, ziehst seine Kinder groß, und vielleicht ist er so nett und spendiert Dir ein Taschengeld? Er kann sein Leben leben, und Du bräuchtest eine Betreuung für die Kinder?

    Sorry für grob, aber: Ich würde den gordischen Knoten einfach zerschlagen. Ihr habt die Scheidung doch gerade so schön geregelt. Ich sehe nicht, wie das anders wieder gut werden sollte. Und dann aber auch Beziehungsende. Er zahlt Dir das Geld zurück, was Du bisher in sein Haus investiert hast - und Du tust, was Du eigentlich wolltest: Du kaufst DIR ein Haus. Vielleicht gemeinsam mit einem Mann, der Dich liebt.


  10. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von schlaucher Beitrag anzeigen
    Also dein Kapital ist "eures" und sein Kapital ist "seins".

    Diese Basis ist Gift für eine Ehe und Familie. Kein Wunder, dass du dich schlecht fühlst.

    Da ihr Kinder habt, würde ich noch eine Heilung der Beziehung versuchen und in einer Paartherapie das Thema aufarbeiten.
    Das wäre sein Wunsch gewesen vor der Eheschließung. Aber wie gesagt, das kam für mich nicht in Frage und als ich ihm vorgerechnet habe, was das in der Praxis bedeutet, wenn „nur die Immobilie aus dem Zugewinn genommen wird“, schien es ihm einleuchtend.

    Paartherapie machen wir bereits.

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