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  1. Inaktiver User

    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Ich hab ja mit diesem ganzen Romantikgedöns des Heiratens so gar nix am Hut ... ich kann dich aber gut verstehen.

    Du wolltest das erbrechtliche regeln und hast eine Scheidung geregelt ... so dein Gefühl.

    Es stimmt ja aber eigentlich nicht ganz, weil du ja - wenn auch nur zum Teil - das bekommen hast, was du wolltest, nämlich im Grundbuch eingetragen zu sein.

    Jetzt müsst ihr nur noch die anderen Dinge angehen: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, notariell Paten und dann eben noch das Testament ...

    Dann passt es doch wieder, oder?

  2. Avatar von Rowellan
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von na_ich Beitrag anzeigen
    Idealerweise ja. Wenn sie ihm gegenüber ihre Gefühle genau so wenig wie hier rüberbringen kann, dann wird es schwierig.
    Ich finde, sie bringt ihre Gefühle ganz klar rüber und ich kann sie völlig nachvollziehen. Ich habe auch keinen Ehevertrag und hätte mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt. Wenn ich mit dem Gedanken in die Ehe gestartet wäre "aber schon mal planen für den Fall, daß es schiefgeht", das hätte sich für mich von grundauf falsch angefühlt.

    Wahrscheinlich braucht es eine gewisse Rationalität, die mir (und der TE, aber das ist natürlich nur Vermutung) in diesem Punkt einfach abgeht. Für mich ist meine Ehe auch kein Vertragswerk... es ist ein Versprechen für den Rest meines Lebens, ein Bund. Da ist - bei mir - für "und was, wenn es nicht funktioniert" einfach kein Platz; es würde sich einfach anfühlen, als wäre da von vorneherein eine Sollbruchstelle einkalkuliert.
    Überhaupt nicht rational, aber ganz tief in mir drin.


    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Was mich angeht, jemanden heiraten bei dem ich auch nur in Betracht ziehe dass es irgendwann unfair werden kann wäre für mich nichts gewesen.
    Genau das. Einen Mann, von dem ich angenommen hätte, da gäbe es in einem potentiellen Trennungsfall Fiesigkeiten hätte ich niemals geheiratet. Vertrauen ist absolut.
    *lost in the woods*
    Geändert von Rowellan (20.02.2020 um 10:52 Uhr) Grund: zwei wichtige Worte vergessen

  3. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Ja, da bin ich vermutlich anders.
    Ich halte es durchaus für vernünftig wesentliche Grundlagen zu einem Zeitpunkt zu regeln, wenn man sich liebt bzw. gut versteht (Firmenverträge) und am Wohlergehen des anderen interessiert ist.

    Im Idealfall braucht man den Vertrag dann nie wieder - sollte wider Erwarten der weniger ideale Fall eintreten, dann hat man den Vertrag aus guten Zeiten.

    Das gilt für mich genauso für Eheverträge wie für andere Verträge, zB von BGB-Gesellschaften.


    Und wenn ich nur romantisch sein will und keinen Vertrag will - dann sollte ich eigentlich auch nicht heiraten, sondern mir meine Liebe bei Mondenschein unter dem Apfelbaum schwören. Einen staatlichen Vertragsschluss auf dem Standesamt als Akt romantischer Verklärung zu betrachten, ist weder rational noch romantisch.

    Und wenn ich doch meinem Partner 100% vertraue, dann brauche ich doch keinen Trauschein .... den brauche ich doch eher für die finanziellen Vorteile, die sich daraus mal ergeben können und die anderen Dinge, die dann gesetzlich zu meinem Vorteil geregelt sind ....
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  4. Moderation Avatar von Sternenfliegerin
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Und mal ganz pragmatisch:

    Sie hat "ganz romantisch" ohne jede Sicherheit 65000 Euro in sein Haus geballert und ihm soweit vertraut - aber er vertraut er nicht genug, um sie jetzt "einfach so" mit im Grundbuch stehen zu haben.

    Ist das, was Dich stört?
    Leider reagiert Serotonina hierauf nicht, ich fand diesen Gedanken aber recht nachvollziehbar.

    Vor allem irritiert mich die Haltung Vieler hier, daß eine Miete ja sowieso gezahlt werden müßte, also wäre es ok, die Tilgung - hälftig (!) - mitzutragen bei gleichzeitig von ihm so geplanter und gewollter null eigentlicher Absicherung und Besitzveränderung.

    Ich empfinde das anders, wenn zwei Partner beide Miete zahlen, ist die damit eben einfach "abgewohnt", ok.
    Keiner hat einen Vor- oder Nachteil, keiner baut mit den Jahren ein Immobilienvermögen auf.

    Wenn aber jemand, dessen Kredit über 25 Jahre (!) läuft, nur 3 Jahre allein getilgt hat (bei gleichzeitigem Renovierungszuschuß über praktisch dieselbe Summe (!) von Serotonina, dann finde auch ich es einen Hammer, daß dieser Mann der Meinung ist, das wäre auch nach jahrelanger gemeinsamer gleicher Tilgung berechtigterweise weiterhin allein seine Immobilie.

    Diese gewollte Einseitigkeit zu seinen Gunsten finde ich fast unvorstellbar - und ziemlich unverzeihlich.
    Diese Haltung ist für mich kein bißchen partnerschaftlich und liebevoll.

    Bei mir wäre bei so einer Denke und Haltung da auch ein Knacks in die Beziehung geraten und ich hätte so einen Mann dann weder geheiratet noch Kinder mit ihm bekommen.

    Denn Familiengründung ist für mich (!) eben genau der Wunsch und das Versprechen, sich etwas gemeinsam aufzubauen, was beiden gehört und vor allem fair für beide ist.

    Meinen Partner hälftig alle Kosten mittragen zu lassen (ich gehe jetzt von der fortbestehenden Ehe aus) ist dann mit den Jahren immer unfairer, für mich geradezu dreist.

    Ich bin gar nicht gegen sinnvolle Eheverträge, man könnte z.B. auch alle x Jahre gemäß der vollzogenen Tilgung die Anteile am Haus - intern oder offiziell - prozentual verändern und das schriftlich und fair.
    Dann würde so ein Vertrag auch wirklich nur bei Scheidung zum Tragen kommen.

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Oder anders: Du wolltest ins Grundbuch wegen der Rechtssicherheit bei Todesfall, nicht aus Misstrauen ihm gegenüber - und er vertraut Dir nicht genug, das ohne Vertrag der im Falle eines Falles ihn vor Dir schützt zuzulassen.

    Ist es das=


    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Wie viel hast du "verhandeln" müssen, dass dieses Ergebnis herauskam?
    Fände ich auch wichtig zu wissen, denn ich vermute, der - emotionale - Knacks, den beide nun scheinbar empfinden, der ist in dieser Phase schon entstanden.

    Ich könnte mir sogar vorstellen, daß Du, Serotonina, unbewußt gespürt hast, daß da ein "entscheidender" emotionaler Bruch entsteht und genau deshalb den Ehevertrag wider eigenes Bedürfnis doch unterschrieben hast.

    Wieso seid Ihr vor allem dann an dieser Stelle stehen geblieben, wenn Du doch eigentlich auch andere wichtige Dinge geregelt haben wolltest wie Patientenverfügung etc.
    Weil Du/Ihr gespürt habt, daß die Vertragsverhandlungen schon einen massiven Keil reingetrieben haben in Eure Partnerschaft, die sich jetzt leider scheinbar wie eine Gegnerschaft anfühlt?
    Weil Du befürchtet hast, daß weitere Regelungen zu dem Zeitpunkt die Ehe dann tatsächlich komplett sprengen?

    Ich finde "unter aller Kanone", dass er ursprünglich das Haus aus dem Zugewinn herausnehmen wollte
    Danke, ich kam mir schon wie ein Alien vor, weil so viele das offensichtlich für völlig normal halten.
    Wie geschrieben, unter dem Aspekt der hälftigen Tilgung von jetzt an solange die Ehe besteht fand ich diese Haltung auch erschütternd und sehr sehr befremdlich.

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Dass er das Haus behandeln wollte, als sei das ein geerbtes, schuldenfreies Haus, das schon seit 3 Generationen in seiner Familie ist und mit dem sie nichts zu tun hat (sondern gnädigerweise dort mit wohnen darf, wenn sie Miete bezahlt) und das vom Zugewinn ausgeschlossen werden sollte, finde ich wirklich einen Hammer.
    Für mich ist/wäre der Knacks schon vor der Eheschließung entstanden.

    Sehe ich absolut genau so.

    Für mich denkt so ein Mensch dann auch nicht familien-perspektivisch.
    Das ist die Mutter seiner Kinder, seine Ehefrau, die alle Kosten gleichhoch trägt.
    Das ist kein "nur" Geschäftspartner.

    Ich wäre sehr enttäuscht von so einer Haltung.
    I don´t know where I´m going- but I´m on my way... Carl Sagan

    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
    Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind,
    so daß wir das sein können, wofür wir bestimmt sind.
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    Geändert von Sternenfliegerin (20.02.2020 um 09:53 Uhr)

  5. Avatar von schafwolle
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    Genau das. Einen Mann, von dem ich angenommen hätte, da gäbe es in einem potentiellen Trennungsfall Fiesigkeiten hätte ich niemals geheiratet. Vertrauen ist absolut.
    In diesem Zusammenhang vielleicht interessant:

    es gibt bei Zweitehen weitaus mehr Eheverträge als bei Erstehen.
    Da hat dann das Leben für einen (unromantischen) Lerneffekt gesorgt.

    (Zu meiner Aussage habe ich weder einen Link noch eine Quelle, aber ich
    habe das schon öfter gelesen.)

  6. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    In diesem Zusammenhang vielleicht interessant:

    es gibt bei Zweitehen weitaus mehr Eheverträge als bei Erstehen.
    Da hat dann das Leben für einen (unromantischen) Lerneffekt gesorgt.

    (Zu meiner Aussage habe ich weder einen Link noch eine Quelle, aber ich
    habe das schon öfter gelesen.)
    Ich denke ein wesentlicher Aspekt dabei ist aber auch, dass bei der Zweiehe oft bereits mehr Vermögen vorhanden ist oder eine Firma und gegebenenfalls auch Kinder, so dass der Regelungsbedarf höher ist, als bei der Ehe zwei Studenten in den Zwanzigern, wo es nix zu regeln gibt mangels Vermögen.


    Aber ja, wenn man die Endlichkeit einer Ehe schon mal erlebt hat, ist sie einem vermutlich bewusster.

    Und hier wurde ja auch offenbar recht schnell geheiratet nach eher kurzem Kennen.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
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  7. Avatar von Mambi
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Irgendwie mal wieder ein schöner Strang, der zeigt, dass es nicht gut ist, wenn einer beim anderen einzieht und das auch noch in dessen Eigentum.
    Für mich ein NoGo.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"


  8. Registriert seit
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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Den Vertrag durch Scheidung aufzulösen ist eine Option, das stimmt. Da für mich die Ehe einen hohen Stellenwert hat, würde ich dies aber gerne vermeiden und meinen inneren Frieden mit dem Ehevertrag schließen.
    Deshalb habe ich die kognitive Dissonanz angesprochen. Wenn man als Vergleich das Beispiel "Rauchen" nimmt. Obwohl ein Raucher weiß, dass es der Gesundheit schadet, schafft er es, das Rauchen positiv zu besetzen, indem er Dinge zuschreibt: "Genuss", "Auszeit", "schmeckt gut zum Glas Wein", "Lungenkrebs kann man auch aus anderen Gründen bekommen", etc. Er könnte aber auch aufhören zu Rauchen, wenn die Dissonanz zu groß ist. Und da stimme ich zu, wenn ich es nicht schaffe, meinen Frieden damit zu finden, dann ist ein Fortbestand der Ehe sinnlos. Deshalb versuche ich eben, den Vertrag für mich auch positiv zu besetzen und der Versicherungsvergleich ist ein guter Ansatz.

    Mir scheint, ich muss doch ein wenig weiter ausholen. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber ich lese hier aus einigen Beiträgen heraus, dass mir eine gewisse Geldgier unterstellt wird. Übrigens steht mir weder durch den Vertrag noch durch den Grundbucheintrag ein anderer Zugewinn als gesetzlich zu (Wertsteigerungen fließen immer in den Zugewinn). Lediglich die Frist wurde im Vertrag geändert und der Ausgleich muss nicht am Tag der Scheidung erfolgen, sondern spätestens nach 10 Jahren (mit Stundung, also jährlich 10%). Einen gesetzlichen Unterhaltsanspruch habe ich nach dem 3. LJ des jüngsten Kindes nicht, der wurde im Vertrag aber hochgesetzt bis zu 10. LJ des jüngsten Kindes.

    Schon Jahre bevor ich meinen Mann kennengelernt habe, war für mich klar, dass ich irgendwann Eigentum erwerben möchte, welches ich auch selbst bewohne. Da ich beruflich damals nicht an einen Ort gebunden war, wollte ich damit warten, bis dies so ist (war absehbar, nur nicht der genaue Standort). Lediglich 2008 habe ich kurz über ein reines Anlageobjekt zur Altersvorsorge nachgedacht.
    Dann habe ich meinen Mann kennengelernt, der eben schon das Haus besaß. Mein ursprüngliches Ziel des Eigentumserwerbs für mich fand mein Mann nicht so toll, ihm war es wichtig, gemeinsame Sache in Bezug auf die Immobilie zu machen. Also haben wir uns (noch vor der Eheschließung) genau darauf geeinigt, dass mein Eigenkapital dann in "unser" Haus fließt. Was für mich auch völlig in Ordnung war. Deshalb hat mich auch damals schon hart getroffen, dass dann trotz dieser Abmachung das Haus (Tilgung und Wertsteigerung) aus dem Zugewinn ausgeschlossen werden sollte. Das hätte ich nicht als fair empfunden.
    Meinen Wunsch nach einer Eintragung ins Grundbuch habe ich erst geäußert, nachdem bereits einige Renovierungsarbeiten stattgefunden haben. Es ging in einem rein sachlichen Gespräch darum, wie wir weiter vorgehen wollen mit meinem Eigenkapital. Ob der Kredit abgelöst werden soll, eine Kernsanierung, Teilsanierung etc.
    Ja, ich bin davon ausgegangen, dass nach all den Planungen es selbstverständlich wäre, auch mit im Grundbuch zu stehen und meinte "vermutlich hast du daran noch nicht gedacht, aber wäre es nicht an der Zeit, dass ich auch mit ins Grundbuch eingetragen werde?". Die Antwort: "im Grundbuch wirst du nie stehen, das war nie angedacht."

    Erst dann im Laufe der nächsten Wochen und einiger Argumentation beiderseits (hier wurde auch der erbrechtliche Teil angesprochen und das "Gesamtpaket") wurde mir klargemacht, dass das nur in Verbindung mit einem Ehevertrag überhaupt anzudenken ist. Übrigens habe ich dem lange nicht zugestimmt, eben aufgrund meiner o.g. inneren Einstellung dazu.
    So haben sich dann die Dinge ergeben und das "Gesamtpaket" hat keine Rolle mehr gespielt. Es wurde lediglich über Scheidung geredet und diese durchgeplant.

    Ob es mir besser gehen würde, wenn diese Regelungen nun noch zusätzlich getroffen werden würden? Ja, allerdings wenn das von ihm initiiert werden würde. Das wird es aber vermutlich nicht. Ich habe vor einiger Zeit angesprochen, dass es mich hart trifft, eigentlich ein Gesamtpaket geregelt gehabt wollte, aber dafür nun die Scheidung geplant in der Schublade liegt. Er meinte, das andere eilt ja auch nicht, da gibt es noch genug Zeit.

    So, ich hoffe, dass ich den zeitlichen Ablauf etwas strukturierter darstellen konnte!


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    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Zitat Zitat von serotonina Beitrag anzeigen
    Ich habe vor einiger Zeit angesprochen, dass es mich hart trifft, eigentlich ein Gesamtpaket geregelt gehabt wollte, aber dafür nun die Scheidung geplant in der Schublade liegt. Er meinte, das andere eilt ja auch nicht, da gibt es noch genug Zeit.
    gekürzt von roderic

    Ich greife mal diesen Satz heraus: Da einen Krankheit und Tod vollkommen überraschend treffen kann, finde ich die Regelungen für diesen Fall (Vorsorgevollmachten, Testament etc.) viel dringender als eine Scheidung, der ja meist ein längerer Prozess der Entfremdung oder Fremdverliebung vorausgeht.

    Ich an deiner Stelle würde die Sache mit Hilfe eines Mediators oder einer Mediatorin klären. Denn die Aussage deines Mannes, es sei nie angedacht gewesen, dich ins Grundbuch einzutragen, aber sehr wohl, dein Kapital in das (sein) Haus einzubringen, also kein echtes gemeinsames Familieneigentum zu schaffen, enthält doch eine Menge Klärungsbedarf.


  10. Registriert seit
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    46

    AW: Ehevertrag - ich komme damit nicht klar

    Ich beantworte noch mal ein paar Dinge, ohne direkt die Ursprungsposts zu zitieren.

    Ja, es stört mich sehr, dass es nicht eine Selbstverständlichkeit war/ist, diese Dinge geregelt zu haben, sondern das Druckmittel "nur mit Ehevertrag" ins Spiel kam.

    Mein ursprünglicher Wunsch wäre gewesen, gemeinsam in ein "neues" Haus zu ziehen. Das wollte er auf keinen Fall. Nein, hier liegt nicht der Knackpunkt. Wieso drauf beharren, wenn er sich hier so wohl fühlt.

    Danke @Sternenfliegerin, genau das trifft es. Wobei er (glaube ich) die Unfairness bei "Immobile aus Zugewinn herausnehmen" nach einem kurzen Rechenbeispiel auch eingesehen hat.

    Letztendlich habe ich unterschrieben, da es so ein großer Wunsch seinerseits war, einen Ehevertrag zu haben und ich auch gesehen habe, dass er rational betrachtet gut ist. Mir war es wichtig, sein Bedürfnis nach Absicherung zu erfüllen. Was bringt es mir, einen Mann zu haben, der unglücklich ist, weil sein Bedürfnis nicht erfüllt ist?
    Ich weiß auch, dass er darin eine Aufwertung der Ehe sieht und nicht wie ich eine Abwertung. Und dennoch wird mir schon dezent übel, wenn ich das Teil aufschlage und die Überschrift sehe.

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