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  1. Registriert seit
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    Normalität nach zwei Jahren Beziehung?

    Hallo liebe Community :)

    Nach längerem mitlesen habe ich entschlossen, mich auch hier anzumelden und um euren Rat zu fragen. Es würde mich vor allem auch interessieren, was die dazu meinen, die schon etwas mehr Erfahrungen mit Beziehungen haben.

    Nun zu mir, ich bin 22 Jahre alt und nach einigen Jugendaffären und -beziehungen wohl nun seit zwei Jahren in der ersten richtigen Beziehung. Wir führen mehrheitlich eine schöne Beziehung und wir passen eigentlich auch gut zusammen. Es gab noch nie jemand, bei dem ich mich so wohl und geborgen fühlte. Allerdings gibt es einen Haken und das ist unser unterschiedliches Nähe-Distanz-Bedürfnis. Ich bin von Natur aus jemand der viel Nähe benötigt, jemand der gerne Dinge unternimmt, in die Ferien verreist und ab und zu noch Party machen möchte. Mein Freund ist diesbezüglich gegenteilig, er möchte sich nicht so oft treffen wie ich, benötigt manchmal Zeit für sich, bleibt am Wochenende gerne zuhause und schaut fern und hat selten Lust, etwas zusammen zu unternehmen. Oftmals führt dies zu Konflikten, ich empfinde es, weil von mir aus gesehen zu wenig kommt und er ist oft genervt, weil ich ihn nach seiner Sichtweise manchmal einenge. Auf der anderen Seite muss ich auch sagen, dass unsere Beziehung schon ziemlich vertraut ist, er lässt mir dann dafür auch sehr viele Freiheiten, ich kann mein Ding so machen wie ich möchte, ohne dass er sich daran stört. Oftmals läuft es drauf raus, dass ich Dinge die ich eigentlich mit ihm machen wollte dann mit Freundinnen machen darf.

    Für mich fühlt sich die Beziehung so nicht vollständig an, es fehlt das gewisse etwas daran. Ich vermisse es, mal zusammen Essen oder ins Kino zu gehen, mehr miteinander zu unternehmen und auch etwas das aufregende an einer jungen Beziehung. Mir fehlen die täglichen Telefonate und Nachrichten, das innige gegenseitige Vermissen, die gegenseitigen Überraschungen und so. Ich habe das Gefühl, unsere Beziehung ist viel zu schnell zur Normalität geworden, ich hätte mir eine solche Beziehung nach vielleicht 20 Jahren Ehe vorgestellt aber nicht nach solch kurzer Zeit.

    Ein weiterer Punkt ist, dass wir beide an komplett unterschiedlichen Punkten in Leben stehen. Ich bin am Studieren und habe mehr Zeit, noch etwas lieber im Ausgang, an Parties und mich am finden. Er arbeitet, ist ein paar Jahre älter und hat sich schon mehr gefunden.

    Was denkt ihr, wie soll eine Beziehung nach zwei Jahren aussehen? Wie viel «Normaliät» ist normal? Ich denke diese Problematik kommt noch in vielen Beziehungen irgendwann auf, wie geht ihr damit um? Wie fest darf ich erwarten, dass mich die Beziehung diesbezüglich erfüllt? Da ich selber noch nicht wirklich erfahren bin, fällt es mir schwer, diese Fragen für mich zu beantworten, ich würde mich um eure Gedankenanstösse freuen!

    Vielen Dank und liebe Grüsse

  2. Avatar von Rotweinliebhaberin
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    AW: Normalität nach zwei Jahren Beziehung?

    Zitat Zitat von sonnen23blume Beitrag anzeigen
    Ich habe das Gefühl, unsere Beziehung ist viel zu schnell zur Normalität geworden, ich hätte mir eine solche Beziehung nach vielleicht 20 Jahren Ehe vorgestellt aber nicht nach solch kurzer Zeit.
    Du langweilst dich mit ihm nach 2 Jahren, er selbst ist zufrieden auf seinem Sofa.
    Liest sich nicht so prickelnd.
    Hält vielleicht noch ein Jahr und dann geht es nicht mehr ohne totales Verbiegen oder Entfremdung, weil euch nichts mehr verbindet.

    Was liebst du an ihm? Wie ist euer Sex?
    ************************************************** ******************

    „Nimm Dein Leben ein bisschen in die Hand. Wenn Du es gut behandelst, dann beisst es auch nicht! “
    [Geschenkt von Gustave]

  3. Avatar von Klecksfisch
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    AW: Normalität nach zwei Jahren Beziehung?

    Ihr habt völlig unterschiedliche Interessen. Entweder du akzeptierst deinen Freund mit seinen Interessen so wie er ist oder du trennst dich.
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)



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    AW: Normalität nach zwei Jahren Beziehung?

    Ich sehe da eher eine andere Fragestellung als deine.
    Es ist völlig normal, dass man mit 22 noch nicht unbedingt mit dem Partner zusammen ist, mit dem alles und vor allem mit dem es perspektivisch passt. Du veränderst dich noch, nicht nur aufgrund deines Alters, sondern auch der Umstände (Studium). Doch davon abgesehen: Habt ihr denn gemeinsame Zukunftspläne? Zusammen wohnen/leben?


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    AW: Normalität nach zwei Jahren Beziehung?

    Zitat Zitat von sonnen23blume Beitrag anzeigen
    Oftmals läuft es drauf raus, dass ich Dinge die ich eigentlich mit ihm machen wollte dann mit Freundinnen machen darf.
    Darfst du? Liest sich sehr sehr eigenartig. Brauchst du seine Erlaubnis dafür?

    Für mich fühlt sich die Beziehung so nicht vollständig an, es fehlt das gewisse etwas daran. Ich vermisse es, mal zusammen Essen oder ins Kino zu gehen, mehr miteinander zu unternehmen und auch etwas das aufregende an einer jungen Beziehung. Mir fehlen die täglichen Telefonate und Nachrichten, das innige gegenseitige Vermissen, die gegenseitigen Überraschungen und so. Ich habe das Gefühl, unsere Beziehung ist viel zu schnell zur Normalität geworden, ich hätte mir eine solche Beziehung nach vielleicht 20 Jahren Ehe vorgestellt aber nicht nach solch kurzer Zeit.
    Was sagt ER denn dazu? Schon mal in Ruhe mit ihm darüber geredet?

    Ein weiterer Punkt ist, dass wir beide an komplett unterschiedlichen Punkten in Leben stehen. Ich bin am Studieren und habe mehr Zeit, noch etwas lieber im Ausgang, an Parties und mich am finden. Er arbeitet, ist ein paar Jahre älter und hat sich schon mehr gefunden.
    Wahrscheinlich der alles entscheidende Punkt, liebe Sonnenblume. Als Studentin wollte ich damals auch was erleben, die Welt entdecken, Abenteuer... Ich hätte mich nicht an eine Couch ketten lassen. Ich hätte mir Flügel wachsen lassen und wäre davon geflogen. Also nicht hätte und wäre - sondern ich hab meinen Couchpotato damals verlassen.

    Was denkt ihr, wie soll eine Beziehung nach zwei Jahren aussehen? Wie viel «Normaliät» ist normal? Ich denke diese Problematik kommt noch in vielen Beziehungen irgendwann auf, wie geht ihr damit um? Wie fest darf ich erwarten, dass mich die Beziehung diesbezüglich erfüllt? Da ich selber noch nicht wirklich erfahren bin, fällt es mir schwer, diese Fragen für mich zu beantworten, ich würde mich um eure Gedankenanstösse freuen!
    Du bist jung und schön und 22!!! Die Welt ist dein Spielplatz! Schnapp sie dir! Erkunde sie! Lass dich nicht aufhalten!
    Wenn er mitmachen will, umso besser. Wenn nicht, sein Bier.


    Und „normal“ gibt es nicht!
    Geändert von _ThirdThought (15.01.2020 um 14:30 Uhr)


  6. Registriert seit
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    AW: Normalität nach zwei Jahren Beziehung?

    Ihr seid langfristig vermutlich nicht kompatibel.
    Und du bist, mit 22, ja noch am Anfang vom Kalibrieren. Du findest grade raus, wie du tickst - und auch, wie ein Partner ticken sollte.
    Aber lass es mal noch etwas laufen und in ein paar Monaten wirst du wahrscheinlich klarer sehen

  7. Avatar von Loop1976
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    AW: Normalität nach zwei Jahren Beziehung?

    Zitat Zitat von sonnen23blume Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Community :)
    willkommen in der bri

    und wir passen eigentlich auch gut zusammen.
    mhm, kann es sein, dass ihr eigentlich gar nicht zusammen passt?

    ihr habt völlig unterschiedliche bedürfnisse. ich kenne paare, die haben sich arrangiert damit. ich denke es ist typsache. meines wäre es nicht.

    du solltest dir ganz ernsthafte gedanken machen, ob die beziehung für euch das richtige ist.

    ihr wohnt nicht zusammen?

    was ist dein ziel für die nächsten 5 jahre? und seins?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht


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    AW: Normalität nach zwei Jahren Beziehung?

    Ich denke es liegt nicht daran, wie lange ihr bereits zusammen seid, sondern dass ihr einfach ganz unterschiedliche Typen seid.
    Ich bin mit ü30 auch immer noch ein unternehmungslustiger Mensch, während mein Partner oft die Couch Potato ist. Ich mach dann gewisse Dinge eben lieber mit ner Freundin, manches mit ihm zusammen, aber ich kann genauso gut auch mit ihm zu Hause auf dem Sofa entspannen. Er erdet mich sozusagen.

    Aber das die Intensität eurer Telefonate oder Nachrichten abgenommen hat, finde ich auch blöd.
    Das wirkt so "Am Anfang hab ich mir Mühe gegeben, aber jetzt habe ich sie ja sicher und brauch ihr keine schönen Nachrichten mehr schicken."
    Das muss ausgeglichen sein, finde ich.

  9. AW: Normalität nach zwei Jahren Beziehung?

    Zitat Zitat von sonnen23blume Beitrag anzeigen
    Auf der anderen Seite muss ich auch sagen, dass unsere Beziehung schon ziemlich vertraut ist, er lässt mir dann dafür auch sehr viele Freiheiten, ich kann mein Ding so machen wie ich möchte, ohne dass er sich daran stört. Oftmals läuft es drauf raus, dass ich Dinge die ich eigentlich mit ihm machen wollte dann mit Freundinnen machen darf.
    Hervorhebung von hawaiianstarline

    Das liest sich eher nach Erziehungsberechtigtem, als nach Partner.

    Dass man unterschiedliche Bedürfnisse hat und nicht alles zusammen unternimmt, ist ja klar, aber diese Formulierung: lebt ihr das wirklich so, dass du Sachen machen "darfst"?

    Ansonsten: nein, das wird auf die Dauer nicht funktionieren.
    *** live as if you were to die tomorrow - learn as if you were to live forever. (Gandhi) ***
    Geändert von skirbifax (16.01.2020 um 00:01 Uhr) Grund: Zitatveränderung gekennzeichnet

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