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  1. Avatar von Kambara
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    AW: Komplizierte Situation

    Zitat Zitat von Walderemitin Beitrag anzeigen
    Ja, er weiß, wie es mir geht. Dass ich kaputt bin weiß er schon seit ein paar Wochen. Er hat auch Verständnis dafür, wenn ich nicht fahren könnte. Da erwartet er einfach nichts. Was mich traurig macht ist, dass er dann nicht mal fährt.
    Verstehe...er hat (gnädigerweise) Verständnis dafür, dass du nicht kommst, aber er vermisst dich auch nicht sonderlich. Jedenfalls nicht genug um sich selbst mal auf den Weg zu machen. Oder wenigstens zu erkennen, dass du seine Zuwendung jetzt brauchst.


    Naja...es ist für mich auch mal nicht so nebenbei "gewuppt" und ich hätte mich einfach darüber gefreut, wenn mal ein "ich schätze es, was Du auf Dich nimmst, damit ich bei meinen Eltern sein kann und wir uns sehen können" gekommen wäre.
    [...]
    Die Pflegerin ist herzlich und kompetent und bescheiden und Pflege ist eine echte Leistung. Mein Partner sagte dann, dass er froh sei, dass ich sie auch mag, denn er würde sie richtig gerne mögen, sie von der Art her niedlich finden und sie richtig bewundern für das, was sie auf sich nimmt und so weiter. Ich sagte dann, ja, Ihr habt schon viel Glück mit ihr gehabt. Machte dann den Fehler, zu relativieren - sie macht schon einen guten Job...wird aber auch dafür bezahlt - das ist ihre Arbeit. Und sie hat zu Hause Mann, Kinder, Eltern, Schwester, ein großes, schönes Haus...das ist für sie ein Zubrot, hat sie mir erzählt. Ich denke, ich habe sie da schon mit mir verglichen...ich habe mich einfach übersehen gefühlt. Er reagierte etwas ungehalten auf meine Relativierung und das war für mich wie eine Ohrfeige. Gerade spüre ich, wie ich mich wieder gestresst und ungerecht behandelt fühle und es tut weh.
    Und die niedliche Pflegerin lobt er über den grünen Klee während du und dein Einsatz als selbstverständlich hingenommen werden. Mag ja sein, dass er durch die monatelange Belastung durch die Pflege der Eltern erschöpft ist und nicht mehr so ganz klar sieht. Das ist allerdings kein Grund sich dir gegenüber so wurschtig zu verhalten.

    Ich glaube nicht, dass du eifersüchtig sein musst, in der Art von "er fängt vielleicht was mit der Pflegerin an", aber die mangelnde Wertschätzung dir gegenüber sollte schon ein Thema sein.

    Sprecht ihr miteinander, am Telefon, Skype oder dergleichen? Dann würde ich ihm mitteilen, dass dich seine Haltung verletzt hat. Vielleicht wird er ja wach und bewegt sich in deine Richtung.

    Ansonsten konzentrier dich auf dich selbst und deine eigene Familie. Glückwunsch zum Enkel übrigens!
    People are so crackers.
    John Lennon

  2. Inaktiver User

    AW: Komplizierte Situation

    Liebe TE,

    ich check irgendwie auch nicht, warum der Mann ach so ein Armer sein soll mit seinem Vollzeitjob und seinen pflegebedürftigen Eltern.
    Gute Sache, dass er die Pflegekraft angestellt hat, gar keine Frage.

    Aber wieso muss man die Eltern auch noch ständig besuchen, wenn sie dann mal im Krankenhaus sind und somit gut betreut werden? Und, vor Allem: wieso musst Du da mit??? Bzw. wieso entscheidest Du Dich, da mitzugehen?
    Theoretisch wäre das z.B. das optimale Zeitfenster gewesen, um Zweisamkeit zu leben. Aber Dein "Partner" hat sich dagegen entschieden.
    Ich denke, da stecken keine Sachzwänge dahinter, sondern eine aktive Entscheidung Deines Partners. Er hat für nix Anderes einen Kopf, könnte es aber theoretisch anders händeln. Aber dafür müsste er erstmal die Spielräume in seinem Kopf erweitern.

    Was ich erst recht nicht verstehe, ist, warum Du Dich so reinhängst.
    Wenn es eine Anleitung gäbe: "wie katapultiere ich mich am Effizientesten und Schnellsten ins burnout und habe am Schluss nichts, aber auch garnichts, für mich selbst geregelt oder erreicht", dann muss man nur Deine Geschichte posten.

    Ich denke, was Du möchtest, ist, Deinem Partner gefallen und endlich von ihm wertgeschätzt werden für Deine Hilfe- und Unterstützungsleistungen. Klar, dass Du dann die Krise schiebst, wenn Du das nicht bekommst und stattdessen die bezahlte!! Pflegekraft die Wertschätzung bekommt!

    Der nächste Schritt wäre eigentlich, dass Du ihm mal ne Rechnung schreibst... in Deinem Kopf entsteht vielleicht so ein Bild: "Mensch, die bezahlte Pflegekraft ist in seinem Wertesystem noch besser gestellt als ich Riesenkamel, das alles umsonst macht..."

    Du bist zu einem Kampf angetreten, den Du zu 99,9% nur verlieren kannst. Du wirst mit Deiner ach so tollen Unterstützung nicht das Wohlwollen Deines Partners erringen, sondern wirst als Gratis-Dreingabe mit der totalen Erschöpfung belohnt. Dafür kann Dein Partner nix, denn Du bist es ganz alleine, die extrem schlecht für sich sorgt.
    Heisst Dein Zweitname Mutter Theresa? Oder bist Du vielleicht doch nur eine ganz normale Frau mit normalen Bedürfnissen in einer Partnerschaft?
    Die da z.B. lauten: Zweisamkeit, Lachen, gemeinsame Unternehmungen, sich gut verstehen und austauschen, das Leben geniessen? Wo bleibt denn das alles? Glaubst Du ernsthaft, Du wirst es in absehbarer Zeit oder jemals mit diesem Mann erleben?

    Glaubst Du jemals, dass dieser Mann Dich unterstützen wird?
    Ich denke, nein, und ich denke, das ist auch nicht sein Job. In einer Partnerschaft, vor Allem am Anfang, ist es nicht der Job der Partner, für den jeweils Anderen den Lebensretter zu spielen. Sondern es geht vor Allem darum, dass zwei souveräne Menschen, die ihre Schwierigkeiten im Griff haben, sich kennen und lieben lernen.

    Ich entschuldige mich, wenn mein posting ein wenig provokant rüberkommt. Mich nervt Dein Verhalten und Deine Geschichte, und zwar deshalb, weil ich auch "so eine" (mit Helfersyndrom, die meinte, sich Wertschätzung "erarbeiten" zu müssen) bin/war.
    Allerdings nicht ganz so schlimm, denke ich.

    Ich wünsche Dir, dass Du so bald wie möglich die Kurve kriegst und zu einem gesunden Selbstbild und einem gesunden Verhalten findest.
    Du bist eine tolle Frau, die ihren Sohn grossgezogen hat, gerade umgezogen ist und die Herausforderungen in einem neuen Job stemmt.

    Du BIST schon wer und musst Dich nicht erst noch beweisen, indem Du anderer Leut`s Eltern pflegst. Gehts noch?!!
    Das geht ausserdem sowieso schief, denn Du wirst die Wertschätzung Deines Partners auf die Tour nicht bekommen. Just my 2 cents.

    Nebenbei-Bermerkung: Es heisst Flimmerskotom, ohne "r"
    Skotom – Wikipedia
    Geändert von Inaktiver User (09.12.2019 um 18:35 Uhr)

  3. Avatar von Sneek
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    AW: Komplizierte Situation

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber wieso muss man die Eltern auch noch ständig besuchen, wenn sie dann mal im Krankenhaus sind und somit gut betreut werden?
    Boah, der besucht seine kranken Eltern im Krankenhaus. Wer macht denn sowas?


  4. Registriert seit
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    AW: Komplizierte Situation

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Boah, der besucht seine kranken Eltern im Krankenhaus. Wer macht denn sowas?
    Jo, die Krankenschwestern machen doch alles.
    Lizzy 27.11.2019

    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

  5. Avatar von Hair
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    AW: Komplizierte Situation

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    ... - Weihnachten mit dir kann er noch viele Jahre feiern.
    Oder auch nicht.
    ich will jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, aber die
    Todesanzeigen sind voll mit Floskeln wir „ und wir hatten noch so viel vor“

    So was würde ich wirklich nur im aller, allergrößten Zeitdruck sagen.

    Gut, mir persönlich sind solche Feste nicht mehr wichtig, aber den allermeisten Leuten doch sehr.

  6. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Komplizierte Situation

    Eine schöne Zeit kann man jederzeit miteinander verbringen - unabhängig von Feiertagen.
    Das gilt natürlich sowohl für die Eltern als auch für die TE.

    Aber wenn es tatsächlich so wäre, dass meine Mutter eine rasch fortschreitende Demenz hat, würde ich auch die wache Zeit, die noch bleibt nutzen .... ja ich würde dafür einen Beziehungspartner auch "zurückstellen".

    Und die Wahrscheinlichkeit, dass seine Eltern vor der TE sterben scheint hoch zu sein - und ein "Kind" dass bis in höhere Alter im gleichen Haus wie die Eltern lebt, hat sich vermutlich nie so ganz abgenabelt und wird es jetzt in den letzten Monaten auch nicht mehr tun. Und wir wissen hier nicht, wie das Wohnarrangement in den letzten dreißig Jahren gelebt wurde.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  7. Avatar von Kambara
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    AW: Komplizierte Situation

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Aber wenn es tatsächlich so wäre, dass meine Mutter eine rasch fortschreitende Demenz hat, würde ich auch die wache Zeit, die noch bleibt nutzen .... ja ich würde dafür einen Beziehungspartner auch "zurückstellen".
    Das stellt die TE ja auch gar nicht in Frage. Ich denke, dass sie eine Menge Verständnis dafür aufbringt.

    Was ihr ausstößt ist die Art und Weise wie er ihr als seiner Partnerin, die sie ja nun mal ist, vermittelt wie unwichtig sie für ihn offenbar ist. Wenn in dieser Zeit für ihn kein Raum für eine Beziehung ist, dann soll er das klar machen, aber sie nicht einfach unausgesprochen vor sich hin dümpeln lassen. So geht man auch in schwierigen Zeiten nicht mit seinem Partner um.

    Und die Begeisterung über die Person der Pflegerin, während er gleichzeitig für Walderemitin kein einziges wertschätzendes Wort übrig hat - das ist unnötig verletzend.
    People are so crackers.
    John Lennon

  8. Avatar von Kleiner_Vogel
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    AW: Komplizierte Situation

    Zitat Zitat von Walderemitin Beitrag anzeigen
    Danke für diese Erläuterung - das beruhigt mich doch sehr. Die Ärztin hat wohl Sorge geäußert, weil ich nach dem Vorfall müde und erschöpft war. Sollte es nochmal vorkommen habe ich die Anweisung, ins Krankenhaus zur Beobachtung zu fahren.
    Wenn es im Rahmen einer Migräne auftritt- ja die gibt es selten auch ohne Kopfschmerzen_

    ist man danach bestimmt erschöpft. Ich habe Migräne mit Kopfweh und das haut den ganzen Körper um.


  9. Registriert seit
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    AW: Komplizierte Situation

    Ich gebe zu Bedenken, dass, wenn die Eltern mal nicht mehr sind, die Trauerphase beginnt.
    Ich habe hier sehr oft gelesen, dass die jeweiligen Partner/innen dann völlig überflüssig wurden, lästig sogar ...
    sie standen dann hilflos daneben und warteten auf einen Neuanfang, der nicht stattfand.
    Jedenfalls hat keine/r davon berichtet.
    Ich selbst habe auch alles abgeschüttelt, was mir eigentlich nur "helfen" wollte ...es war mir zuviel und ausserordentlich lässtig.
    Es ist immer JETZT


  10. Registriert seit
    17.08.2016
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    AW: Komplizierte Situation

    Ich stehe auf dem Standpunkt, dass man sich trennen sollte aus Beziehungen, die einen körperlich und seelisch so kaputt machen.

    Kümmere dich um dich und deinen Sohn und nimm dir ein Beispiel an ihm: Er kümmert sich um seine Lieben und das hat höchste Priorität. Du hast auch viel zu tun und brauchst jetzt deine Kraft für dich und deinen Sohn und nicht für seine Eltern.

    Und: Es sind nicht deine Schwiegereltern und das will er alles doch auch offensichtlich gar nicht. Er nutzt die Hilfe, die du ihm bietest und du trittst auch noch in Konkurrenz zur Pflegerin.

    Manometet. Das ist doch kein Leben so.

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