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  1. Avatar von brighid
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    AW: Hilfe, mein Partner sympathisiert mit der AfD

    Zitat Zitat von Pepperoni22 Beitrag anzeigen
    .... ich sehe da ganz viel Verbitterung, Engstirnigkeit und auch ein bisschen Dummheit
    ...
    ich möchte mit niemanden das bett und die küche teilen, denn ich für dumm halte.

    egal bei welcher partei er/sie ihre kreuzchen machen. da bin ich ganz bei ullala
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  2. Avatar von silberklar
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    AW: Hilfe, mein Partner sympathisiert mit der AfD

    Ich kann mir theoretisch schon vorstellen das eine Beziehung mit unterschiedlichen Sichtweisen gelebt werden kann. Ich kann mir nicht vorstellen das man die unterschiedlichen Punkte ständig umschifft und immer auf rohen Eiern rumschleicht um nicht aus versehen etwas aufzutrampeln.

    Ich würde es im Gegenteil für wichtig halten darüber miteinander im Gespräch zu sein, den Standpunkt des anderen wertschätzen können, für die Argumente offen zu sein. Ich nehme an man ist mit niemandem zusammen den man für einen Deppen hält der Quatsch denkt und Quatsch sagt. Wenn ich den Mann also für schätzenswert und klug halte, kann ich natürlich immer noch in der Sache anders denken, aber man kann sich auch gegenseitig neue Sichten eröffnen und den Blick weiten.
    Durchsage:

    "Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."


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    AW: Hilfe, mein Partner sympathisiert mit der AfD

    Ich finde es eigenartig, dass dich das erst jetzt stört, nach 7 Jahren.


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    AW: Hilfe, mein Partner sympathisiert mit der AfD

    Ich schon: Die Lucke-AFD von vor 7 Jahren war noch nicht dieses Feindbild, wie sie es heute ist und sie war auch noch nicht so stark geprägt von Gestalten wie Höcke und anderen Nazis. Damals war die Partei eine Kreuzung aus FDP, CDU und Anti-Euro-Bewegung....und vom Zuspruch her eher ein Randprodukt.


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    AW: Hilfe, mein Partner sympathisiert mit der AfD

    Zitat Zitat von Pepperoni22 Beitrag anzeigen
    Mein Partner sagt seine Meinung nicht "öffentlich" zu diesem Thema, also im Freundeskreis oder bei Bekannten, Kollegen. Jedoch bei Familienfeiern kommt es schon vor, dass er über die einfach Parolen der AdF mit denen sie Wähler fängt, auch mal vehement auftritt. Seine Eltern und er können sich da wunderbar reinsteigern :-(((

    Gleichzeitig ärgert er sich darüber, dass man hierzulande nicht mehr seine freie Meinung sagen darf....
    Hat er denn jemals versucht, seine Meinung mit Freunden und Bekannten zu diskutieren?
    Und dabei die Erfahrung gemacht, dass seine Meinung abgelehnt wurde?
    Wäre schon ein Unterschied für mich ob da jemand schweigt mit der Begründung, er "dürfe ja nichts sagen" oder ob es da Erfahrungswerte gibt.

    ....und will sich (zumindest zwischen uns beiden) nicht den Mund verbieten lassen.
    Wie reagierst du denn tatsächlich: diskutierst du mit ihm oder brichst du das eher ab und sagst sowas wie: "Davon will ich nix hören"?

    Wenn bei dir halt eine Grenze erreicht ist, dann hat das mit "Mund verbieten" nix zu tun.
    Niemand ist verpflichtet, sich immer wieder Dinge anzuhören die die eigenen Grenzen des erträglichen überschreiten.
    Mittel- und langfristig wird's dann aber schwierig mit der Kommunikation. Kann man das so ausklammern?
    Ist wohl Typsache, ich könnte das nicht. Es geht ja nicht nur um eine Meinung an sich, da steckt ja grundlegendes drin wie: was für ein Welt- und Menschenbild man hat.
    Das musst du dir überlegen, wie viel Grundkonsens dir da wichtig ist und wo unterschiedliche Meinung vielleicht sogar spannend und bereichernd sein kann. Es hört sich leider nicht so an als wäre es das für dich.

    Er sagt dazu, mein "Gutmenschentum" geht Ihm auch manchmal auf die Nerven. Und er lässt mir meine Meinung, also will er auch seine Einstellung behalten. Punkt, Ende der Diskussion...... ich sehe da ganz viel Verbitterung, Engstirnigkeit und auch ein bisschen Dummheit. Diese Kombination macht mir mehr und mehr zu schaffen..........
    Also bricht er dann eher mal ab?
    Hm.
    Ich kann dir nur raten, in Gesprächen bei "Ich-Botschaften" zu bleiben und nicht über ihn zu urteilen.
    Also: "Ich sehe das so...." statt: "Deine Einstellung ist furchtbar..."
    Allerdings.... wenn du es tatsächlich furchtbar findest ist es auch ehrlich, das zu sagen.
    Das entfremdet ja irgendwie auch, oder?

    Schwierige Sache.

    Ich habe einen guten Freund verloren, weil er irgendwann auch nur noch Parolen von sich gegeben hat.
    Für mich war es am schlimmsten weil nur noch Schlagworte aneinander gereiht wurden, er hat sich gar nicht (mehr) inhaltlich auseinander gesetzt und jedes Gegenargument empfand er als persönlichen Angriff.
    Das ging dann für mich nicht mehr, obwohl ich versuchte auf das zu schauen was uns verbunden hat. Für mich war er auch kein "Nazi", aber so weit weg von einer gemeinsamen Basis. Und immer endete es im Streit, egal was ich sagte....
    Think before you print.


  6. Registriert seit
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    AW: Hilfe, mein Partner sympathisiert mit der AfD

    Du sagst Du seist kein politischer Mensch? Was meinst Du damit? Interessiert Dich Tages/Innen/Sicherheitspolitik eh nicht die Bohne? Dann wird es aber auch schwierig zu diskutieren, man kann ja nicht immer nur sagen: ja nee also AfD ist böse und alle ihre Wähler brunzdumm. Inhaltlich musst Du ihn dann eben stellen, das kann ja durchaus interessant sein, auch in einer Partnerschaft 😬.
    Aber das erlebe ich so ähnlich mehrfach momentan im Bekanntenkreis, das Dilemma 😉

  7. Avatar von swim_again
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    AW: Hilfe, mein Partner sympathisiert mit der AfD

    Zitat Zitat von Pepperoni22 Beitrag anzeigen
    Gleichzeitig ärgert er sich darüber, dass man hierzulande nicht mehr seine freie Meinung sagen darf und will sich (zumindest zwischen uns beiden) nicht den Mund verbieten lassen.
    edit: Hervorhebung durch swim_again


    Aarrgh!

    Oh Mann, Pepperoni, du tust mir echt leid! Ich wüsste nicht, was ich mit so einem Mann noch teilen wollte...
    Diese fatale Mischung aus martialischer Aggression gegen alle(s) Fremde(n) bei gleichzeitiger Überempfindlichkeit gegen jegliche Kritik ist für mich DAS Merkmal der AfD und ihrer Anhänger schlechthin.

    Ob es Weidel ist, die hochbeleidigt aus einer Talkshow rauscht, weil ein FDP-Mensch ihr Kontra gegeben hat, oder Höcke, der einerseits "Deutschlands Männlichkeit wiederfinden" will, aber zu sensibel für ein Interview ist, so dass sein Pressesprecher selbiges abbrechen muss - diese Partei ist so unerträglich, dass ich mit niemandem etwas zu schaffen haben möchte, der mit ihr sympathisiert.

    Von der Linken bis zur CSU (hm, na ja) könnte ich einen Partner akzeptieren, denn auch wenn unsere Werte sich nicht deckten, teilten wir doch zumindest die Form der demokratischen Auseinandersetzung: Schlagabtausch der Argumente mit offenem Visier! Aber dieses Opfergejaule in Kombination mit Hartherzigkeit und Menschenverachtung geht für mich gar nicht.

    Ehrlich? Schieß ihn in den Wind. Das ist keine politische Überzeugung, das ist ein Charakterfehler.
    Geändert von Sternenfliegerin (08.11.2019 um 19:07 Uhr) Grund: Zitatveränderung zugeordnet

  8. gesperrt
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    AW: Hilfe, mein Partner sympathisiert mit der AfD

    Zitat Zitat von Jule211 Beitrag anzeigen
    Du sagst Du seist kein politischer Mensch? Was meinst Du damit? Interessiert Dich Tages/Innen/Sicherheitspolitik eh nicht die Bohne? Dann wird es aber auch schwierig zu diskutieren, man kann ja nicht immer nur sagen: ja nee also AfD ist böse und alle ihre Wähler brunzdumm. Inhaltlich musst Du ihn dann eben stellen, das kann ja durchaus interessant sein, auch in einer Partnerschaft ��.
    Aber das erlebe ich so ähnlich mehrfach momentan im Bekanntenkreis, das Dilemma ��
    So ist es.
    Ich finde es brunzdumm, wenn sich der Partner NICHT für politische Fragen interessiert, der Partner der TE hätte aus meiner Sicht auch gute Gründe für eine Trennung.


  9. Registriert seit
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    AW: Hilfe, mein Partner sympathisiert mit der AfD

    Zitat Zitat von print Beitrag anzeigen
    Hat er denn jemals versucht, seine Meinung mit Freunden und Bekannten zu diskutieren?
    Und dabei die Erfahrung gemacht, dass seine Meinung abgelehnt wurde?
    Naja, zwei Seiten vorher hat alleine der Hinweis der TE, dass ihr Partner AFD wählt, gereicht, dass ihr empfohlen wurde, ihn doch bitte nach 7 Jahren direkt zu verlassen. Die Möglichkeit, dass das Transparentmachen seiner Parteienpräferenz unmittelbar Folgen für ihn hat, ist also nicht völlig aus der Luft gegriffen.


  10. Registriert seit
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    AW: Hilfe, mein Partner sympathisiert mit der AfD

    Zitat Zitat von silberklar Beitrag anzeigen
    Ich kann mir theoretisch schon vorstellen das eine Beziehung mit unterschiedlichen Sichtweisen gelebt werden kann. Ich kann mir nicht vorstellen das man die unterschiedlichen Punkte ständig umschifft und immer auf rohen Eiern rumschleicht um nicht aus versehen etwas aufzutrampeln.
    Sehe ich auch so.

    Ich würde es im Gegenteil für wichtig halten darüber miteinander im Gespräch zu sein, den Standpunkt des anderen wertschätzen können, für die Argumente offen zu sein. Ich nehme an man ist mit niemandem zusammen den man für einen Deppen hält der Quatsch denkt und Quatsch sagt. Wenn ich den Mann also für schätzenswert und klug halte, kann ich natürlich immer noch in der Sache anders denken, aber man kann sich auch gegenseitig neue Sichten eröffnen und den Blick weiten.
    Was wäre denn dein Ziel?

    Manchmal muss man ja auch einfach was stehen lassen können - die Meinungen sind verschieden.

    Was aber wenn es ans Eingemachte geht?
    Auch intelligente Menschen können Ansichten haben, die schwer zu ertragen oder eben: unerträglich sind.
    Da finde ich es bei intelligenten Menschen sogar schlimmer wenn in Diskussionen nur noch abgelenkt oder verdreht wird... weil ich denke: der andere könnte das besser - wenn er wollte....

    Ein kluges Gegenüber könnte sich einlassen, nimmt dich ernst. Oder gibt sich wenigstens Mühe.
    Ehrlich gesagt - ich kenne ein paar wenige AfD-Wähler bzw. -sympathisanten (genau genommen 3) im RL, die sind alle mehr oder weniger intelligent, mein ehemaliger Freund war sogar sehr intelligent. So überraschend war das nicht.
    Aber als klug würde ich keinen bezeichnen, zur Klugheit gehörten auch soziale Fähigkeiten, die fehlen da ziemlich: Einfühlungsvermögen, mal die Perspektive wechseln können.
    Je überzeugter, desto mehr fehlt es da.

    Ist jetzt meine persönliche Erfahrung und soll keine pauschale Aussage sein.
    Think before you print.

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