+ Antworten
Seite 6 von 7 ErsteErste ... 4567 LetzteLetzte
Ergebnis 51 bis 60 von 68
  1. Avatar von marylin
    Registriert seit
    27.03.2007
    Beiträge
    5.435

    AW: Mein Mann will arbeitslos sein

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Das ginge rein rechtlich nicht.

    Es dürfte aber inzwischen allgemein bekannt sein, dass man den
    Ehe(!)partner nicht eben mal so der Wohnung verweisen kann.
    Man kann überhaupt niemanden einfach so der Wohnung verweisen, der dort mit Mietvertrag oder halt im (hälftigen) Eigentum wohnt. Muss nicht unbedingt der Ehepartner sein... Solange der Partner sich adäquat an den laufenden Kosten beteiligt, kann er doch arbeiten oder auch nicht... hauptsache es geht nicht auf Kosten der TE... Wenn ihr das nicht gefällt, kann sie sich ja trennen. Aber man kann einem erwachsenen Menschen ja schlecht zu irgendwas zwingen... Wie denn auch?
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?



  2. Registriert seit
    10.06.2016
    Beiträge
    19

    AW: Mein Mann will arbeitslos sein

    Ich danke Euch für alle Eure Antworten. Ich wollte nur wissen, ob ich zu engstirnig in meinem Denken bin, da ich selbst sehr diszipliniert bin und eine sehr hohe Arbeitsmoral habe. Deshalb ist es manchmal schwierig zu erkennen, was "normal" ist und was nicht, d.h. ob ich nur von mir ausgehe, und nicht auch andere Seiten berücksichtigen kann. Ich wollte und werde nicht die Beziehung zu meinem Mann hier diskutieren. Und wenn ich hier lese, dass manche denken, dass dieses Problem nicht echt wäre: Ich kann Euch versichern, dass es das ist. Ich habe leider keine Zeit damit zu verschwenden, mir irgendwelche "Geschichten" aus den Fingern zu saugen, um Diskussionen anzufeuern. Dafür ist mir meine wenige Freizeit zu schade.
    Ich wollte nur wissen, ob auch andere Leute ein Problem damit haben, dass jemand keine Lust mehr auf eine Arbeit hat und sich auch keine neue suchen will.
    Ich kann Euch im übrigen versichern, dass auch wenn ich alle Kosten für unser Kind zahle, sich mein Mann nett um unser Kind kümmert und dass nicht zahlen nicht gleichbedeutend mit nicht kümmern ist.


  3. Registriert seit
    15.06.2007
    Beiträge
    68

    AW: Mein Mann will arbeitslos sein

    Ich möchte mal eine andere Sichtweise reinbringen.

    Erstens, zum Schmarotzertum. Wenn der Mann 1000€ / Monat ALG bekäme, hat er entsprechend eingezahlt. Das Sozialsystem ist hier überhaupt nicht gerecht, denn egal ob man 2 oder 22 Jahre einzahlt, erhält man lediglich 12 Monate lang ALG1, bzw. wenn über 55 Jahre alt, 18 Monate lang. Ich würde nicht ohne weiteres den Schluss ziehen, dass er auf "unser aller" Kosten leben würde. Wir wissen doch gar nicht, wie lange er bereits eingezahlt hat, sprich einer versicherungspflichtigen Tätigkeit nachgegangen ist.

    Zweitens, ich kann dieses draufhauen und verurteilen, weil er aus dem Job aussteigen will, nicht nachvollziehen. Ehe bedeutet doch, sich gegenseitig zu unterstützen. Wenn er nun mal was anderes machen will und finanziell dazu in der Lage ist, ist er nicht automatisch faul und auch nicht automatisch ein schlechtes Vorbild. Es kommt für mich hier ganz drauf an, ob er finanziell ausreichend beiträgt und was er mit seiner Entscheidung bezweckt. Sich aus einer Situation zu befreien, die man nicht will, ist mutig und kann durchaus zum Vorbild taugen. Das Leben ist kurz!

    Drittens, die Probleme der Absprache, dass er zu wenig zum Haushalt und auch finanziell beiträgt, bestehen offenbar unabhängig von der Jobsituation und müssen in jedem Fall geklärt werden.

    Ich bin vor einigen Jahren selbst "ausgestiegen", aufgrund einer Krankheit, und bin dann nicht mehr zurück in meinen ersten Beruf. Ja, bei mir ist ein Teil "konnte nicht" dabei, aber das sind doch alles Lebensentscheidungen, die man trifft, weil man so nicht weitermachen will oder kann. Wir haben uns in allen Entscheidungen unterstützt. Bis da war ich Hauptverdiener, jetzt kommen wir mit weniger aus, dafür mehr Zeit / Freiheit für andere Projekte, wo ich auch wieder Geld rein bringe, und die eine alternative Alterssicherung darstellen.

    Es scheint eher Thema zu sein, wie und wo der Mann der TE diese ebenfalls unterstützt, wenn er von ihr Unterstützung erwartet.

  4. Avatar von Mediterraneee
    Registriert seit
    21.04.2009
    Beiträge
    3.116

    AW: Mein Mann will arbeitslos sein

    feddy, ich würde Dir recht geben, hätte die TE ihren Mann als jemanden geschildert, der gemeinsam mit ihr Lösungen sucht, dem seine Verantwortung auch für die anderen wichtig ist und der sich über die Umsetzbarkeit seiner Pläne in der Familie Gedanken macht.
    Vielleicht tut er das ja auch. Allerdings hat die Darstellung der TE bei mir eher den Eindruck erweckt, als sei ihm das alles ziemlich egal, Hauptsache ihm geht´s fein.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.


  5. Avatar von BlueVelvet06
    Registriert seit
    26.03.2017
    Beiträge
    6.628

    AW: Mein Mann will arbeitslos sein

    Zitat Zitat von feddy Beitrag anzeigen
    Ich möchte mal eine andere Sichtweise reinbringen.

    Erstens, zum Schmarotzertum. Wenn der Mann 1000€ / Monat ALG bekäme, hat er entsprechend eingezahlt. Das Sozialsystem ist hier überhaupt nicht gerecht, denn egal ob man 2 oder 22 Jahre einzahlt, erhält man lediglich 12 Monate lang ALG1, bzw. wenn über 55 Jahre alt, 18 Monate lang. Ich würde nicht ohne weiteres den Schluss ziehen, dass er auf "unser aller" Kosten leben würde. Wir wissen doch gar nicht, wie lange er bereits eingezahlt hat, sprich einer versicherungspflichtigen Tätigkeit nachgegangen ist.
    Wir wissen aber aus dem Eingangsbeitrag
    In den letzten 10 Jahren hat er das schon 2 mal gemacht und war drei Jahre arbeitslos. Auf meinen Druck und weil das Geld vom Amt irgendwann eingestellt wurde, hat er sich dann irgendwann mal wieder um eine Arbeit bemüht. Während er arbeitslos war, hat er allerdings im Haushalt fast nichts gemacht. Das konnte ich abends nach meinem Vollzeitjob noch erledigen. Er hat seine Zeit mit der Playstation verdaddelt.
    Das nenne ich sehr wohl „auf Kosten anderer leben“. ALGI wurde entwickelt, damit man sozial nicht abstürzt, wenn man arbeitslos wird, wobei man davon ausging, dass niemand freiwillig seinen Job aufgibt, um zu daddeln, schon gar kein Familienvater.

    Hast du ja auch nicht, du warst krank. Das ist für mich ein großer Unterschied.
    Klima? Läuft bei uns. Schließlich haben wir den ersten CO2 neutralen Flughafen der Welt gebaut.

  6. Avatar von schafwolle
    Registriert seit
    17.09.2008
    Beiträge
    22.254

    AW: Mein Mann will arbeitslos sein

    Zitat Zitat von Paula1805 Beitrag anzeigen
    Ich wollte nur wissen, ob auch andere Leute ein Problem damit haben, dass jemand keine Lust mehr auf eine Arbeit
    hat und sich auch keine neue suchen will.
    (Hervorhebung von mir)

    Ich greife diesen Punkt nochmal auf.

    Das impliziert für mich, dass er ohne Probleme - mit 56 und bei Kündigung
    durch den AG - eine andere Arbeit finden würde.

    Woher nimmst Du diese scheinbare Zuversicht?


  7. Registriert seit
    13.09.2013
    Beiträge
    585

    AW: Mein Mann will arbeitslos sein

    Zitat Zitat von Paula1805 Beitrag anzeigen
    Sein Plan ist jetzt ALG zu bekommen und dann vom ererbten Geld seiner Mutter bis zur Rente zu leben. Er würde dann ca. 1000 Euro im Monat haben. Mein Mann verdient im Moment sehr gut und lebt auf großem Fuss.
    Das passt für mich nicht wirklich zusammen. Wenn er aktuell sehr gut verdient, dann müsste er erheblich mehr als 1.000€ ALG bekommen.

    Generell finde ich in keinster Weise verwerflich, wenn man früher aussteigen möchte. Ich bin noch keine 40, könnte mir aber vorstellen mit etwa 50 auszusteigen und dann evtl. nur noch einen kleinen Job mit geringem Umfang zu machen. Einerseits für die Krankenversicherung, andererseits könnte man so auch einfach noch verschiedene Dinge ausprobieren.
    Ich bin allerdings sehr diszipliniert, habe meine Finanzen auch in Hinblick auf solch langfristige Pläne absolut im Griff und plane schon seit dem Studienabschluss zumindest grob meine finanzielle Situation bis zur Rente. Der "Exemplar" um das es hier geht scheint da eher das genaue Gegenteil zu sein. Unter diesen Umständen finde ich das ziemlich problematisch.


  8. Registriert seit
    15.06.2007
    Beiträge
    68

    AW: Mein Mann will arbeitslos sein

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Wir wissen aber aus dem Eingangsbeitrag


    Das nenne ich sehr wohl „auf Kosten anderer leben“. ALGI wurde entwickelt, damit man sozial nicht abstürzt, wenn man arbeitslos wird, wobei man davon ausging, dass niemand freiwillig seinen Job aufgibt, um zu daddeln, schon gar kein Familienvater.

    Hast du ja auch nicht, du warst krank. Das ist für mich ein großer Unterschied.
    Er ist 56, hat also mit 46 mit zeitweisen "Ausstiegen" angefangen. Wir wissen nicht, ob er nicht bis dahin bereits 20 Jahre in die Sozialkassen eingezahlt hat. Bei dem wenigen, was wir wissen, gehobener Lebensstil und guter Verdienst, könnte es ein aufreibender Job gewesen sein, der zu einem Burnout geführt haben könnte. Ich wäre hier zurückhaltend mit Verurteilungen.

    Zitat Zitat von Slipperman Beitrag anzeigen
    Das passt für mich nicht wirklich zusammen. Wenn er aktuell sehr gut verdient, dann müsste er erheblich mehr als 1.000€ ALG bekommen.

    Generell finde ich in keinster Weise verwerflich, wenn man früher aussteigen möchte. Ich bin noch keine 40, könnte mir aber vorstellen mit etwa 50 auszusteigen und dann evtl. nur noch einen kleinen Job mit geringem Umfang zu machen. Einerseits für die Krankenversicherung, andererseits könnte man so auch einfach noch verschiedene Dinge ausprobieren.
    Ich bin allerdings sehr diszipliniert, habe meine Finanzen auch in Hinblick auf solch langfristige Pläne absolut im Griff und plane schon seit dem Studienabschluss zumindest grob meine finanzielle Situation bis zur Rente. Der "Exemplar" um das es hier geht scheint da eher das genaue Gegenteil zu sein. Unter diesen Umständen finde ich das ziemlich problematisch.
    So sehe ich das auch. Aussteigen ist nicht per se verwerflich. Und selbst wenn man nicht alles von jungen Jahren an durchgeplant hat (ich zB nicht), geht es, wenn man mit den Konsequenzen leben will. Die TE will das nicht. Vielleicht liegt da aber was anderes im Argen.

    Ich habe übrigens auch auf der Couch gehockt, und TV geschaut. Einige Monate lang. Es ging einfach nix mehr. Ich hatte zu Hause volle Unterstützung, es würde eingekauft, geputzt und gekocht. Danach ging es wieder und ich bin heute wieder leistungsfähig, nicht wie vorher aber genug. Über die Umstände schreibt die TE nichts. Wir hören nur den materiellen Aspekt. Wie geht es ihm denn? Der Tod der Mutter ist ja auch kein Pappenstiel. Vielleicht möchte er seine Zeit einfach anders nutzen als bisher, wo er offenbar viel Zeit in den Job investiert hat. Hätte er dann mehr Zeit fürs Kind? Das wäre doch toll, denn diese Zeit kommt nicht zurück.


  9. Registriert seit
    12.11.2016
    Beiträge
    1.073

    AW: Mein Mann will arbeitslos sein

    ??? Du ignorierst komplett was die TE über vergangene arbeitslose Zeiten geschrieben hat und vergleichst das mit Deiner eigenen Situation, die nun völlig anders ist.

    Der Mann hat eine Familie mit zu versorgen, das kann man nicht völlig außer Acht lassen, es geht nicht nur um ihn selber.

    Nebenbei bemerkt ist das Arbeitslosengeld keine Sparbuch-Auszahlung, klingt so als verwechselst Du da was. Ob Du das gerecht findest oder nicht, irgendwann hört diese Zahlung auf. Ich verstehe gut dass die TE das nicht einfach nur hinnehmen will, denn es geht auf ihre Kosten.


  10. Registriert seit
    15.06.2007
    Beiträge
    68

    AW: Mein Mann will arbeitslos sein

    Zitat Zitat von Copic Beitrag anzeigen
    ??? Du ignorierst komplett was die TE über vergangene arbeitslose Zeiten geschrieben hat und vergleichst das mit Deiner eigenen Situation, die nun völlig anders ist.
    Ich gebe lediglich ein Beispiel, dass die wenigen Infos die wir haben, auch andere Hintergründe haben könnten als "Faulheit".

    Der Mann hat eine Familie mit zu versorgen, das kann man nicht völlig außer Acht lassen, es geht nicht nur um ihn selber.
    Natürlich, aber wir kenne wie gesagt nur die Seite der TE. Sie schreibt nichts davon, wieviel Geld sie monatlich jetzt zur Verfügung haben oder brauchen. Das ist alles Gestocher im Nebel. Vielleicht hat die TE bisher auch auf großem Fuß gelebt durch ihn, und sieht nicht ein, darauf zu verzichten?

    Nebenbei bemerkt ist das Arbeitslosengeld keine Sparbuch-Auszahlung, klingt so als verwechselst Du da was.
    Das hast du missverstanden. Ich gab lediglich zu bedenken, dass jemand nicht gleich ein kompletter Sozialschmarotzer ist, wenn er ALG1 bezieht wie der Mann der TE, über dessen lebenslange Sozialversicherungszahlungen wir nichts wissen. Er mag mehr beigetragen haben als hier genannt wurde.

+ Antworten
Seite 6 von 7 ErsteErste ... 4567 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •