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  1. Registriert seit
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    AW: Entfernt er sich von mir?

    Zitat Zitat von Hermitia Beitrag anzeigen
    Hallo bliblablupp84,

    ja, ich hätte es definitiv vorher ansprechen müssen. Ich hatte einfach meinen eigenen Plan und wie gesagt, ich hab mich ja dann auch geschämt und nächstes mal will ich’s besser kommunizieren oder halt sein lassen, dass ich Anforderungen/ Vorstellungen habe.
    Es ist ein Lernprozess. Es ist jeweils eure erste Beziehung. Wichtig ist, dass man aus solchen Situationen etwas mitnimmt. Dazu gehört auch, hinterher zu reflektieren, was eigentlich los war. Warum war man so verletzt? Was hat einen gestört? Erst für sich, aber dann sollte man auch gemeinsam noch mal darüber sprechen, es dem Partner "erklären" und gemeinsam schauen, wie man das in so einer Situation beim nächsten Mal besser machen kann. Das kannst du nicht allein, da seid ihr beide gefragt, Und da kann auch er sich nicht rausziehen mit: ich bin aber nicht so der große Redner.

    Zitat Zitat von Hermitia Beitrag anzeigen
    Dass ich Sex wollte, merkte er glaube ich schon. Man hat ja so seine Zeichen, mit denen man ja eigentlich den Sex einleitet :) also wir zumindest. 100%ig garantieren kann ich’s aber natürlich nicht. Ich hatte aber auch wieder Angst mir wiederholt ne Abfuhr abzuholen, wenn ich den Anfang mache und er dann wieder “zu müde” ist weil mich das (siehe erster Post) ziemlich runterzieht und ich mich nicht immer “anbiedern” mag. Ich denke mir halt, dass ein junger Mann Mitte zwanzig schon ganz gerne 2-3 Sex im Monat hat und wenn nicht, das stimmt vielleicht irgendwas nicht. Um mal seine Einstellung dazu zu ergründen, wollte ich jetzt versuchen, mich auf seine “Lieblingsanzahl” einzustellen und nur noch mit ihm zu schlafen, wenn er denn Anfang macht. Dann umgehe ich das Szenario, dass er mit mir nur aus Pflichtgefühl schläft und ich wieder abgewiesen die halbe Nacht wach im Bett liege.

    Klingt so als würde er es verstehen, ja. Ich verstehe auch deinen Gedankenansatz, dass du nicht (ständig) abgewiesen werden willst.
    Wobei ich glaube, dass die wenigsten Männer das tun würden. Und manchmal, ich glaube das stand hier auch schon mal, kommt der Appetit ja auch beim Essen. Kennst du das nicht, dass du nicht unbedingt an Sex denkst und vllt sogar müde bist, aber dann fängt dein Partner an dich zu küssen und auf einmal bekommst du Lust?
    Die Frage ist auch, hat er ein anderes natürliches Bedürfnis was die Häufigkeit des Sex angeht als du? Dann ist es (in seinen Augen) kein Abweisen, zumindest keines, was eine Bedeutung hat. Dann wäre die Frage, ob du damit leben kannst, nicht ganz so häufig Sex zu haben. Oder ist es wirklich gerade so, dass er andere Dinge im Kopf hat? Falls ja, redet ihr darüber? Schafft ihr Verständnis füreinander?

    Zitat Zitat von Hermitia Beitrag anzeigen
    Am nächsten Morgen, als ich meinte dass ich nicht schnell einschlafen konnte sagte er direkt von sich auch “sorry ich war gestern so müde”. Denke also schon, dass er meinen “Code” verstanden hatte.
    Das ist z.B. auch wieder ein passiv aggressives Verhalten. Warum sagst du nicht: Konnte nicht schlafen, ich war so scharf auf dich - mit einem Augenzwinkern. Natürlich versteht er auch so warum, aber das wirkt so ganz anders, also ein bockiges: Schön, dass du so gut geschlafen hast, ich konnte nicht einschlafen (überspitzt formuliert)


  2. Registriert seit
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    AW: Entfernt er sich von mir?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ich wollte dich nicht verletzen mit "bla bla " und spinnen...
    Ich rede hier recht umgangssprachlich

    "schwierig zu fühlen, ob Nähe da ist" - verstehe... DU kannst das nicht gut fühlen bisweilen. Das hat jetzt nicht unbedingt was mit der Nähe zu tun. Wie wenn man nix sieht im Dunkeln.... Die Gegenstände sind dennoch da.

    Was du über deinen Freund schreibst (ich kenne den ja nicht) klingt in meinen Ohren total normal. Nach guter Beziehung.
    Was du über dich schreibst, klingt in meinen Ohren (muss nicht die Wahrheit sein ) anstrengend und total verkrampft.
    So eine Mischung aus "Instagram-Weltbild" und Fernsehfilm. Weniger nach Realität.

    Ich kann mir übrigens nicht vorstellen, dass man dir das nicht angemerkt hat, dass du in Berlin so sauer warst. Das hat der garantiert gemerkt. Das merkt man.

    Wieso redet ihr nicht einfach über das Zusammen ziehen? Also normal? Offen? ohne Taktiererei?
    Du "Jonas, ich möchte gerne zusammen ziehen. Ich schaue zur Zeit schon nach Wohnungen für uns".

    Habt ihr echt eine so fragile, substanzlose Beziehung, dass du da erst fragen müsstest, um seine Haltung zum Zusammenziehen zu erfahren? Also nie ein Thema, nie ein Gedanke und dann: Tatata.... Thema fällt vom Himmel und hinterlässt riesen Krater?

    Dann lass es. Dann stimmt doch eh hinten und vorne nix.
    Das mit dem Fernsehfilm und der Instagramwelt kommt mir bekannt vor. Mein Freund sagte mir mal, dass er das Gefühl hat dass ich unsere Beziehung manchmal vergleiche und dass er das komisch findet. Ich glaube ich hab das nie offen getan aber er scheint es gespürt zu haben. Es ist nun mal so, dass alle Pärchen in unserem Freundeskreis zusammen wohnen und sonst was planen und bei jedem Mädelabend oder Familienessen werde ich (gefühlt bemitleidend) gefragt, wann wir denn eigentlich mal den nächsten Schritt gehen wollen. Dagegen bin ich zugegebenermaßen auch nicht ganz immun.

    Er war damals der erste, der das Thema ansprach, allerdings nach 2 Monaten Beziehung und das kam mir dann etwas zu schnell. Danach kamen 2 Jahre von ihm gar keine Anspielungen mehr an das Thema was auch ok war, weil wir beide mitten im Studium waren und das kein aktuelles Thema war. Als ich dann mal gefragt habe, ob er sich das vorstellen kann, dann meinte er erst ja, dann wieder, dass er lieber noch einige Zeit bei seinen Eltern wohnen möchte nach dem Studium, um mal etwas Geld zu sparen und dann finanziell stabil auszuziehen. Das fand ich nen guten und auch vernünftigen Einwand. Habe ihm das dann ein paar Wochen später gesagt, dass ich das gut finde und wir uns ja eigentlich keinen Stress machen müssen. Darauf antwortet er, dass ich schon recht hätte und ich ihm die Augen geöffnet habe und er doch dann gerne recht zügig ausziehen bzw zusammenziehen möchte. Das hat er aber von sich aus nicht gesagt, das kam dann erst wieder, als ich das Thema mal wieder angesprochen habe. Das ist glaube ich auch so ein Knackpunkt, weil ich das Gefühl habe, dass ich paradoxerweise diejenige bin, die gerne “noch mehr” aus der Beziehung machen würde, aber für ihn halt alles ok so ist. Er lässt sich treiben (ist schön und ich gönne ihm das jetzt auch) aber ich kann mich halt nicht so gut treiben lassen und hätte gerne mehr Verbindlichkeit. Nach 4 Jahren Beziehung haben wir halt immer noch so ne Wochenendbeziehung und ich fühl mich auf seiner Prioritätenliste irgendwo auf Platz 5-6. Andersherum ist mein Partner für mich aber mein Platz 1. Ob das jetzt gut/abhängig/schlecht/verromantisiert ist, lass ich mal offen...

  3. Inaktiver User

    AW: Entfernt er sich von mir?

    Zitat Zitat von Hermitia Beitrag anzeigen
    Da mein Freund niemand ist, der gerne über seine Gefühle redet und schon gar nicht von sich aus, ist’s für mich halt schwierig zu fühlen, ob Nähe da ist.
    Ach, die alte Falle ...
    Gut, das kennen in der einen oder anderen Form schon so ziemlich alle hier und zwar durchaus als Mars-Venus-Problematik

    Vielleicht hilft es dir, wenn du mal ein paar dieser Sache umdrehst:
    z.B. "Warum will sie ständig über Gefühle reden - spürt sie denn nicht, dass wir uns nahe sind?"

    Beim Sex soll er den Anfang machen - und was ist, wenn er sich fragt, ob du dann nur aus Pflichtgefühl mit ihm schläfst? (Wenn du immer die Initiative ergreifst, und dann nicht mehr, sollte es ja an ihm sein, unsicher zu werden - oder auch einfach nur anzunehmen, dass DU keinen Kopf dafür hast.)

    Ich frag mich aber, warum du sowas überhaupt von ihm annimmst ... dass er nur 'dir zuliebe' mitmacht?

    Abgesehen davon, dass ich auch noch keinen Mann getroffen hab, den das sonderlich stört - auch bei denen kommt der Appetit manchmal beim Essen, jedenfalls: dass jemand wirklich nicht will oder kann, ist sehr selten. Und liegt dann hauptsächlich an Stress, Krankheit/Verletzung/Schmerz.
    Oder aber die Beziehung läuft grad ziemlich scheibe, also wirklich mit viel Streit und wenig Harmonie. Was dann aber recht schnell zum Thema bzw. geklärt wurde, denn anders geht's ja nicht.

    Bei euch hakt's aber anscheinend gerade da. Redet keiner von euch offen mit dem anderen?
    Ich stell mir das seltsam und auch anstrengend vor, so umeinander rumzutanzen. (Bei dir noch zusätzlich mit Forensik in allen möglichen Situationen - also wenn ich auf Spotify nachschauen muss, wie es meinem Partner geht, dann brennt der Hut!!!)

    Mach mal Butter bei die Fische. Du willst Sex - dann besteig deinen Freund. Wenn er nicht will oder kann, wird er das schon sagen; er ist schon ein großer Bub ;-)
    Du willst zusammenziehen: dann macht einen Zeitplan und konkrete Pläne. (Kann zugegebenermaßen schwierig sein, wenn es sich nach der Jobsituation richtet.)
    Du willst einen Kurzurlaub an deine Kindheitsstätten oder mit sonstigem special interest Programm? Dann REDE! "Ich möchte gerne mit dir vom 20.-23. November nach Buxtehude, dort muss ich dir unbedingt den Park ABC und das Museum XYZ zeigen, und essen gehen wir im Cafe Blahdeblubb, die haben tollen Lachs. Was magst du denn sonst noch machen?"
    Und dann plant man gemeinsam.

    Gemeinsam. Planen. Reden. Zauberwörter!

  4. Inaktiver User

    AW: Entfernt er sich von mir?

    blibla, hat sich überschnitten, aber große Geister denken gleich!


  5. Registriert seit
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    AW: Entfernt er sich von mir?

    Zitat Zitat von bliblablupp84 Beitrag anzeigen
    Es ist ein Lernprozess. Es ist jeweils eure erste Beziehung. Wichtig ist, dass man aus solchen Situationen etwas mitnimmt. Dazu gehört auch, hinterher zu reflektieren, was eigentlich los war. Warum war man so verletzt? Was hat einen gestört? Erst für sich, aber dann sollte man auch gemeinsam noch mal darüber sprechen, es dem Partner "erklären" und gemeinsam schauen, wie man das in so einer Situation beim nächsten Mal besser machen kann. Das kannst du nicht allein, da seid ihr beide gefragt, Und da kann auch er sich nicht rausziehen mit: ich bin aber nicht so der große Redner.




    Klingt so als würde er es verstehen, ja. Ich verstehe auch deinen Gedankenansatz, dass du nicht (ständig) abgewiesen werden willst.
    Wobei ich glaube, dass die wenigsten Männer das tun würden. Und manchmal, ich glaube das stand hier auch schon mal, kommt der Appetit ja auch beim Essen. Kennst du das nicht, dass du nicht unbedingt an Sex denkst und vllt sogar müde bist, aber dann fängt dein Partner an dich zu küssen und auf einmal bekommst du Lust?
    Die Frage ist auch, hat er ein anderes natürliches Bedürfnis was die Häufigkeit des Sex angeht als du? Dann ist es (in seinen Augen) kein Abweisen, zumindest keines, was eine Bedeutung hat. Dann wäre die Frage, ob du damit leben kannst, nicht ganz so häufig Sex zu haben. Oder ist es wirklich gerade so, dass er andere Dinge im Kopf hat? Falls ja, redet ihr darüber? Schafft ihr Verständnis füreinander?



    Das ist z.B. auch wieder ein passiv aggressives Verhalten. Warum sagst du nicht: Konnte nicht schlafen, ich war so scharf auf dich - mit einem Augenzwinkern. Natürlich versteht er auch so warum, aber das wirkt so ganz anders, also ein bockiges: Schön, dass du so gut geschlafen hast, ich konnte nicht einschlafen (überspitzt formuliert)
    Ich könnte mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, ihn abzuweisen. Einerseits weil ich eigentlich nie keine Lust habe und zweitens hätte ich Bedenken, dass er es persönlich nehmen könnte (Weils bei mir ja so ist). Aber wie gesagt, eigentlich kommt es kaum vor, dass ich mal keine Lust habe. Was sein natürliches Bedürfnis der sexhäufigkeit ist, weiß ich (noch) nicht aber ich habe auch nicht gefragt. Dadurch dass wir die ersten beiden Jahre immer direkt übereinander hergefallen sind, dachte ich, dass das normal sein muss weil es ja bei den meisten nur ein paar Monate in diesem Stil anhält. Aber vielleicht hat sich der “typische Rhythmus” auch verschoben da wir uns nur an Wochenenden sehen, keine Ahnung. Wahrscheinlich gibts da auch keine Regeln...

    Zum Thema “schön dass du gut geschlafen hast, ich nicht” würde ich gerne noch anmerken, dass er mich von sich aus gefragt hat, wie ich geschlafen habe und ich einfach gesagt habe “nicht so gut“ etc. ich glaube unterbewusst hab ich schon wahrgenommen, dass er weniger Sex braucht/möchte und mache daher keine Anspielungen nach dem Motto “war so scharf auf dich” damit sich bei ihm kein “Leistungsdruck” aufbaut. Er ist nämlich auch jemand, der mir immer alles recht machen mag, wo ich ihn dann auch manchmal bremsen muss. In dieser Hinsicht sind wir uns eigentlich recht ähnlich.


  6. Registriert seit
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    AW: Entfernt er sich von mir?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ach, die alte Falle ...
    Gut, das kennen in der einen oder anderen Form schon so ziemlich alle hier und zwar durchaus als Mars-Venus-Problematik

    Vielleicht hilft es dir, wenn du mal ein paar dieser Sache umdrehst:
    z.B. "Warum will sie ständig über Gefühle reden - spürt sie denn nicht, dass wir uns nahe sind?"

    Beim Sex soll er den Anfang machen - und was ist, wenn er sich fragt, ob du dann nur aus Pflichtgefühl mit ihm schläfst? (Wenn du immer die Initiative ergreifst, und dann nicht mehr, sollte es ja an ihm sein, unsicher zu werden - oder auch einfach nur anzunehmen, dass DU keinen Kopf dafür hast.)

    Ich frag mich aber, warum du sowas überhaupt von ihm annimmst ... dass er nur 'dir zuliebe' mitmacht?

    Abgesehen davon, dass ich auch noch keinen Mann getroffen hab, den das sonderlich stört - auch bei denen kommt der Appetit manchmal beim Essen, jedenfalls: dass jemand wirklich nicht will oder kann, ist sehr selten. Und liegt dann hauptsächlich an Stress, Krankheit/Verletzung/Schmerz.
    Oder aber die Beziehung läuft grad ziemlich scheibe, also wirklich mit viel Streit und wenig Harmonie. Was dann aber recht schnell zum Thema bzw. geklärt wurde, denn anders geht's ja nicht.

    Bei euch hakt's aber anscheinend gerade da. Redet keiner von euch offen mit dem anderen?
    Ich stell mir das seltsam und auch anstrengend vor, so umeinander rumzutanzen. (Bei dir noch zusätzlich mit Forensik in allen möglichen Situationen - also wenn ich auf Spotify nachschauen muss, wie es meinem Partner geht, dann brennt der Hut!!!)

    Mach mal Butter bei die Fische. Du willst Sex - dann besteig deinen Freund. Wenn er nicht will oder kann, wird er das schon sagen; er ist schon ein großer Bub ;-)
    Du willst zusammenziehen: dann macht einen Zeitplan und konkrete Pläne. (Kann zugegebenermaßen schwierig sein, wenn es sich nach der Jobsituation richtet.)
    Du willst einen Kurzurlaub an deine Kindheitsstätten oder mit sonstigem special interest Programm? Dann REDE! "Ich möchte gerne mit dir vom 20.-23. November nach Buxtehude, dort muss ich dir unbedingt den Park ABC und das Museum XYZ zeigen, und essen gehen wir im Cafe Blahdeblubb, die haben tollen Lachs. Was magst du denn sonst noch machen?"
    Und dann plant man gemeinsam.

    Gemeinsam. Planen. Reden. Zauberwörter!
    Hm, vieles deutet jetzt darauf hin, dass ICH die Nähe nicht spüren kann und ich das auf ihn projiziere. Da wären wir wieder bei den klassischen Projektionen. Ich sehe jetzt ein, dass es mein Problem ist. Aber wie spürt man, ob man geliebt wird? Inflationär ausgeteilte “ich liebe dich” WhatsApp’s helfen mir nicht. Dass wir uns 2 Tage die Woche sehen, hilft mir nicht. Dass er nach Möbelstücken für unsere Wohnung sucht, hilft auch nix.

    Hat jemand einen Rat, wo ich bei mir bohren muss? Was läuft falsch?


  7. Registriert seit
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    AW: Entfernt er sich von mir?

    Zitat Zitat von Hermitia Beitrag anzeigen
    Hat jemand einen Rat, wo ich bei mir bohren muss? Was läuft falsch?
    Ich denke, Du hast ein sehr gutes Bauchgefühl und solltest einzig und allein darin bohren, ob Du wirklich dauerhaft eine Beziehung führen möchtest, wenn Du Dich unsicher und ungeliebt fühlst und das Gefühl hast, Du muss ständig um Deinen Partner kämpfen und mit potentiellen anderen Frauen konkurrieren.

    Deine Beschreibung erinnert mich unglaublich an meinen Ex-Mann. Mein Bauchgefühl war genauso gut wie Deines, aber alle - allen voran mein Ex-Mann - haben mir eingeredet, ich würde übertreiben, spinnen, etc. pp.
    Heraus kam, dass er mit den Frauen, mit denen ich es vermutet hatte, auch tatsächlich etwas hatte. Er hat in unserer Beziehung zwar nach außen hin ganz viel für mich getan (hat er auch tatsächlich) und ich wurde heiß darum beneidet, aber innerhalb unserer Beziehung habe ich mich so gefühlt wie Du: Unsicher und ungeliebt. Alles und jeder war wichtiger als ich.

    ER musste alles unter Kontrolle haben, ER musste bestimmen. Gab es Widerspruch von mir, rastete er aus und ich musste ihn bittend und bettelnd wieder beruhigen - dabei hätte ich ihn rausschmeißen müssen, bis er wieder einen vernünftigen Umgangston an den Tag legt. Eure Hotelszene hat mich sehr daran erinnert. Dein Freund hätte sich schlicht und einfach vernünftig mit Dir unterhalten können. Hat er nicht.

    Damit konditioniert er Dich: Gibst Du Widerworte, verlässt er Dich. Körperlich und/oder emotional. Irgendwann wirst Du gar nichts mehr sagen, weil Du Angst haben musst, dass er Dich verlässt. Die ganze Zeit wird er Dir erklären, dass Deine Empfindungen falsch, überzogen und anstrengend sind und Du doch einfach mal nur so sein solltest wie er es sich vorstellt. Dann könnte er auch wieder nett zu Dir sein.

    Ich kann Dich nur warnen: Das wird nicht besser werden.

    Schau Dir an, was Du wirklich von einer Beziehung willst und was er Dir realistisch davon auch geben könnte. Dann gleiche es ab und überlege Dir, ob das, was er Dir geben kann, genug ist um Dich glücklich zu machen. Danach kannst Du entscheiden, ob Du die Beziehung für Dich positiv genug bewerten kannst, um sie fortzuführen.

    Als Probe könntest Du auch Folgendes tun: Setze ihm eine ganz klare Grenze. Nächstes Mal. Was auch immer es ist, wenn es Dir wichtig ist, dann fechte es durch und bestehe darauf, dass er jetzt gefälligst mal Rücksicht auf DEINE Befindlichkeiten nehmen soll. An seiner Reaktion wirst Du sehen, was möglich ist. Aber sei darauf gefasst, dass es das Ende Eurer Beziehung sein kann.

    In einer liebevoll zugewandten Beziehung sollte es beiden Partnern wichtig sein, dass es dem anderen gut geht. Es sollte ihm ein Bedürfnis sein, Dir Sicherheit zu geben und es sollte ihm zu denken geben, dass Du unsicher bist.

    Mag sein, dass ich völlig falsch liege, aber es würde mir sehr leid tun, wenn ich Recht hätte und Du Dich verbiegst und verstellst, um Deinen Freund zufrieden zu stellen und Du es nicht getan hättest, wenn Du wüsstest, dass es Dich nur unglücklich macht und Dir nicht weiterhilft.


  8. Registriert seit
    04.06.2015
    Beiträge
    130

    AW: Entfernt er sich von mir?

    Das sehe ich ganz genauso. Bei Dir läuft gar nichts falsch.
    Ganz ehrlich, der Gute ist Mitte 20, wohnt noch zu Hause, hat kein Kind und kein Klacks und kommt nicht aus der Hüfte?! Wie wird das Leben mit ihm in 15 Jahren sein, mit Kleinkindern und irgendwann Teenagern und Stress im Job? Dann brauchst Du gar nichts mehr zu starten. Dann hast Du einen sexmüden, erschöpften Mann, der auch nicht reden will und Dir erzählt Du siehst das alles falsch. Lustig wird es nicht.
    Höre auf Dein Bauchgefühl. Da draußen gibt es Männer mit Feuer und Leidenschaft, die Lust und Zeit haben sich richtig einzulassen. Körperlich und geistig. Weniger sollte Dir nicht genügen!


  9. Registriert seit
    05.09.2018
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    6.338

    AW: Entfernt er sich von mir?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen

    Mich befremdet irgendwie auch, dass ihr (du schreibst von Studi-Zeiten, daher vermute ich dich recht jung....) schon so Zeug wie "Romantik-Wochenenden" braucht. Das ist ein Konzept, das ich irgendwie komplett konträr zu "junger Liebe" halte.

    Weißt, die Romantik-Wochenenden-Industrie lebt davon, dass aus Beziehungen schon komplett die Luft raus ist. Das ist immer eine Art "Auferstehung von den Toten"
    Nein, die "Romantikwochenenden" bei Studenten und Absolventen sind heute total üblich. Da ist sie nicht ungewöhnlich.


    Ich wäre an Deiner Stelle auch sauer gewesen wegen Berlin, Hermitia, es klingt ein wenig als ob er allergisch auf alles reagiert was sich bei Dir nach Eifersucht anhört - was sehr gut daran liegen kann, dass er sich nichts vorzuwerfen hat.


    Ich habe einen Kumpel dessen Freundin es nicht mag wenn er sich mit einer bestimmten Ex von ihm trifft. Da besagte Ex sehr weit weg wohnt, kommt das auch nur alle paar Jahre mal vor.

    Er hielt es vor einer Weile für eine gute Idee (hat das im Freundeskreis diskutiert), von dem Treffen seiner Freundin einfach nichts zu erzählen, denn "dann macht sie sich auch keine Sorgen."

    Aus männlicher Sicht ist das einfach eine sinnvolle Form der Konfliktvermeidung - in dem Fall gerade WEIL die Ex völlig chancenlos geesen wäre, hätte sie Interesse gehabt.

    Auf den Gedanken, das Nichterwähnen könne ein Vertrauensbruch sein, kam er schlicht nicht.




    Was Sex angeht:
    Also, zwei Dinge:
    1. DEUTLICH weniger Sex während der Abschlussarbeit ist vollkommen normal-
    2. Überleg mal - Du bahnst keinen Sex mehr an, weil Du wissen willst wieviel Bedürfnis er eigentlich hat. Er wird merken "oh, sie macht das doch sonst immer und jetzt plötzlich nicht mehr", parallel sprichst Du ihn auf seine Trennungssongs an -nun denkt er, da ist was im Busch (da passt sein "Angst gemacht" dazu).
    Zudem: Es lief ja bei Euch immer so, dass Du öfter Sex angebahnt hast als er - manche von den Jungs sind auch so erzogen, dass sie selbst bitte möglichst wenig Sex anbahnen sollen, denn das überhaupt zu versuchen wäre schon Bedrängen der Frau, gerade dann, wenn sie selbst ja offensichtlich gerade weniger möchte.


    Hauptproblem hier, und man kann es nicht oft genug sagen:



    Redet miteinander!



  10. Registriert seit
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    AW: Entfernt er sich von mir?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ich wäre an Deiner Stelle auch sauer gewesen wegen Berlin, Hermitia, es klingt ein wenig als ob er allergisch auf alles reagiert was sich bei Dir nach Eifersucht anhört - was sehr gut daran liegen kann, dass er sich nichts vorzuwerfen hat.
    Oder daran, dass er sich durchaus etwas vorzuwerfen hat bzw. genau daran arbeitet. Mein Ex hat auch die irrige Theorie aufgestellt, er "müsse" es mir verschweigen, wenn er sich mit Frauen trifft, weil ich so ausrasten würde, wenn er es sagt. Ich habe ihn gefragt, wie er das wissen könne, weil er es noch nie probiert hat. Ich "raste" immer nur aus, wenn ich rausbekomme, dass ich angelogen wurde und wenn es so harmlos wäre wie er behauptet, hätte es ja keinen Grund für eine Lüge gegeben. Hat er nie verstanden. War mein Fehler. Klar.

    Umgekehrt habe ich es übrigens durchaus so gehandhabt, dass ich erzählt habe, mit wem ich mich treffe.

    Ach ja: Er hat es nicht erzählt, weil er schlußendlich doch mit jeder davon etwas hatte. Da er entweder selbst gebaggert hat oder angebaggert wurde, wollte er das Ganze sicherheitshalber von Anfang an geheim halten....

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Aus männlicher Sicht ist das einfach eine sinnvolle Form der Konfliktvermeidung - in dem Fall gerade WEIL die Ex völlig chancenlos geesen wäre, hätte sie Interesse gehabt.

    Auf den Gedanken, das Nichterwähnen könne ein Vertrauensbruch sein, kam er schlicht nicht.
    Diese Ausrede galt bei meinem Ex nicht. Ich hatte es - jedes Mal wieder - erklärt.

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Was Sex angeht:
    Also, zwei Dinge:
    1. DEUTLICH weniger Sex während der Abschlussarbeit ist vollkommen normal-
    2. Überleg mal - Du bahnst keinen Sex mehr an, weil Du wissen willst wieviel Bedürfnis er eigentlich hat. Er wird merken "oh, sie macht das doch sonst immer und jetzt plötzlich nicht mehr", parallel sprichst Du ihn auf seine Trennungssongs an -nun denkt er, da ist was im Busch (da passt sein "Angst gemacht" dazu).
    Zudem: Es lief ja bei Euch immer so, dass Du öfter Sex angebahnt hast als er - manche von den Jungs sind auch so erzogen, dass sie selbst bitte möglichst wenig Sex anbahnen sollen, denn das überhaupt zu versuchen wäre schon Bedrängen der Frau, gerade dann, wenn sie selbst ja offensichtlich gerade weniger möchte.
    Auf Dauer leidet immer der Partner, der mehr Sex in der Beziehung möchte. Handelt es sich nur um vorübergehende Schwankungen, ist das auszuhalten, ist es ein generelles großes Ungleichgewicht, dann ist es schrecklich für denjenigen, der mehr will. Abgesehen davon möchte ich als Frau auch wenigstens hin und wieder das Gefühl haben, begehrt zu werden und nicht, den anderen zu seinem Glück quasi zwingen zu müssen.

    Für jemanden, für den Sex wichtig ist, sollte es etwas Schönes, Beidseitiges, Hingebungsvolles sein, etwas, was BEIDE Beteiligte gern tun.

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