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  1. Registriert seit
    11.10.2019
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    Kann ich noch mehr erwarten?

    Hallo ihr, ich bin ganz neu hier und benötige Hilfe bei meiner Beziehung.
    Ich mit Anfang 50, mein Freund Anfang 60 und wir sind seit 2 Jahren zusammen.
    Wir führen gute Gespräche, machen schöne Reisen, sind finanziell unabhängig und teilen ein intensives Hobby miteinander.
    Wir sind beide in. Frührente.
    Jedoch hab ich in letzter Zeit starke Zweifel, ob er tatsächlich der Mann ist, mit dem ich meine Seniorenzeit bis ans Lebensende verbringen möchte.
    Denn das Problem ist: er bindet sich irgendwie nicht „richtig“ und das zweite Problem ist: er hat das sein Leben lang auch noch nie gemacht.
    Ich schildere mal kurz: bis Ende 30 hat er nur Affären und lockere Geschichten gehabt, bedingt wohl auch dadurch, das er beruflich durch die Welt gejettet ist und sehr Karriere orientiert.
    Ok passiert ja oft.
    Dann kam seine bis dato einzige feste Beziehung, das war aber eine merkwürdige Geschichte: erstmal war es eine Fernbeziehung, wo man sich wohl sowieso nur 2 Tage die Woche gesehen hat und dann war er in der Zeit wohl auch noch monatelang im Ausland, mehrfach.
    Na hat knapp 20 Jahre gehalten und ging dann doch auseinander.
    Danach hat er noch mal ein 3 jährige Beziehung gehabt, das war aber wohl extrem auch von Abstand geprägt, es hat keine Urlaube, keine Wochenendausflüge, ja selbst noch nicht mal „ganze Tage“ gegeben, sondern eher Sodas man sich ca 2 mal die Woche für 2-3 h am Abend traf und das war’s.
    Ist dann kurz vor mir gescheitert, mich hat er intensiv erobert.
    Angeblich waren in seinen Beziehungen immer alle glücklich, auch in dieser 20 jährigen Beziehung war laut seinen Aussagen immer alles ok.
    In keiner seiner Beziehungen hat es eine gemeinsame Haushaltsführung gegeben, dh er hat noch niemals mit einer Frau zusammen gewohnt, maximal 2-3 Tage am Stück und 2 mal im Jahr im Urlaub.
    Ich war auch schon paar mal mit ihn verreist , da spürte ich keinerlei Distanz.
    Nun ist das Problem, das ich eigentlich eine Beziehung wünsche, wo man zusammen wohnt.
    Wir haben das Thema angesprochen, er scheint auch nicht unbedingt etwas dagegen zu haben.
    Aber: erstmal ist er das null gewöhnt und zum anderen merke ich, wenn ich bei ihn schlafe, das alles so seine Ordnung haben muss und ich nicht das Gefühl habe, es könnte Gemeinsamkeit entstehen, bzw... es wäre wahnsinnig viel Arbeit.
    Hat jemand Erfahrungen mit so einer Situation?


  2. Registriert seit
    02.04.2017
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    5.562

    AW: Kann ich noch mehr erwarten?

    Die Erfahrungen Anderer werden dich hier kaum weiterbringen.

    Es stellt sich wirklich die Frage, ob ihr zusammen gemeinsamen Alltag aushaltet.

    Was du schreibst, deutet schon auf ein gewisses Bedürfnis nach Distanz seinerseits hin. Wenn ihr im Ruhestand seid, macht doch einfach mal 4 Wochen Probewohnen.


  3. Registriert seit
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    AW: Kann ich noch mehr erwarten?

    Genau. Ohne Ausprobieren wird das nicht zu beantworten sein.

    Ich würde ein paar Monate bei ihm einziehen und sehen, wie es funktioniert, zumal er es ist, der Schwierigkeiten mit dem Zusammenleben hat ("alles muss seine Ordnung haben").

    Dann sieht man ja, ob es geht oder ob du dir lieber jemand anderen suchen solltest.


  4. Registriert seit
    11.10.2019
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    AW: Kann ich noch mehr erwarten?

    Das mit dem Probewohnen hatte ich auch schon gedacht.
    Im Urlaub hat es ja gut geklappt, aber das war ja auch nicht sein Haus.
    Das Problem ist: ich weiß nicht, wie ich dann mein Haus und Garten pflegen soll. Es wäre ziemlich aufwendig, da ich bestimmt 2-3 mal die Woche zu mir fahren müsste, Garten und Haus machen, dann wieder zu ihn und dort auch quasi meinen Anteil machen, das wäre schon so dermaßen anstrengend, das ich evtl Sorge hätte es könnte alleine daran scheitern


  5. Registriert seit
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    AW: Kann ich noch mehr erwarten?

    Bist Du denn sicher, dass DU das willst?

    Du sprichst in Deinem Beitrag sehr viel über Deinen Partner. Das Einzige, das Du über Dich preis gibst, ist, dass Du Dir das Zusammenleben wünschst und dass Dich im Zusammensein stört, wie Dein Freund sich organisiert, wenn Du bei ihm bist.

    Für mich ergeben sich daraus spannende Fragen. U.a. die, was Du eigentlich konkret vom Zusammenleben erwartest?

    Was stellst Du Dir vor und wie realistisch sind diese Vorstellungen, wenn Du einbeziehst, dass hier zwei Erwachsene zusammen in einen Alltag finden, die 50 bzw. 60 Jahre Zeit hatten, sich als Individuen zu entwickeln?

    Wie steht es denn mit Deiner Konsensfähigkeit, wenn Dich bereits wenige Tage bei Deinem Freund - immerhin auf SEINER Scholle - irritieren können?

    Wie stellst Du Dir Konsens im Zusammenleben vor?

    Was brauchst Du, was braucht Dein Freund, wie bekommt Ihr das auf einen gemeinsamen Nenner? Wie muss beispielsweise ganz konkret eine Wohnung aussehen, damit das klappen kann? Könnt Ihr das überhaupt diskutieren? Entstehen dabei Pläne?

    Warum ist es für Dich wichtig, mit Deinem Freund zusammen zu leben?

    Warum ist es so wichtig, hier zu locker 75% auf seine Vergangenheit, die Du nicht erlebt hast, aber in Deinem Sinne interpretierst, einzugehen? Was hat die von Dir interpretierte Vergangenheit Deines Freundes mit Dir zu tun?


  6. Registriert seit
    11.10.2019
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    AW: Kann ich noch mehr erwarten?

    Ich würde gern mit ihn zusammen leben. Jedenfalls möchte ich im Alter nicht alleine sein.
    Hat zwar noch bisschen Zeit, aber grundsätzlich bin ich nicht der Typ für alleine. Bin jetzt zwar fast 8 Jahre alleine im Haus, aber das sollte keine Dauerlösung sein.
    Außerdem wird mir mein Haus zu groß, er hat das gleiche Problem.
    Also wäre es schon recht praktisch sich ein Haus zu teilen. Er mag meins allerdings nicht.
    Deswegen fällt ein wohnen bei mir weg, ich mag sein Haus auch lieber als meins, deswegen wäre es kein Problem, meines zu verkaufen.
    Auf seine Vergangenheit bin ich nur zur Erklärung hier jetzt eingegangen, damit ihr wisst wie schwierig es so ist

  7. Avatar von schafwolle
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    AW: Kann ich noch mehr erwarten?

    Zitat Zitat von Biggi58 Beitrag anzeigen
    Nun ist das Problem, das ich eigentlich eine Beziehung wünsche, wo man zusammen wohnt.
    ... er scheint auch nicht unbedingt etwas dagegen zu haben.
    Zwischen "nichts dagegen haben" und etwas ausdrücklich wollen liegen
    mE schon Welten.

    Du sprichst von Deinem Haus.
    Würdest Du das aufgeben wollen?
    Oder sollte er zu Dir ziehen?

    Oder Du zu ihm?


    Edit:
    habe gerade Deinen Beitrag # 6 gesehen ...

  8. Avatar von schafwolle
    Registriert seit
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    AW: Kann ich noch mehr erwarten?

    Zitat Zitat von Biggi58 Beitrag anzeigen
    Ich würde gern mit ihn zusammen leben. Jedenfalls möchte ich im Alter nicht alleine sein.

    Also wäre es schon recht praktisch sich ein Haus zu teilen.

    ich mag sein Haus auch lieber als meins, deswegen wäre es kein Problem, meines zu verkaufen.
    Da es hier um eine Beziehung geht und nicht um eine WG, finde
    ich Deine Argumente zu einseitig und "praktisch" orientiert.

  9. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Kann ich noch mehr erwarten?

    Biggi, jetzt im Herbst und Winter, was ist da so aufwändig im Garten zu erledigen, dass du mehrfach in der Woche nach dem Rechten sehen musst? Das wäre doch jetzt die ideale Zeit, ein Zusammenleben auszuprobieren. Hast du nicht eine Nachbarin, die regelmäßig im Haus nach dem Rechen/der Post sehen kann?
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
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  10. Avatar von ja-aber
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    AW: Kann ich noch mehr erwarten?

    Ich würde das anders angehen.

    Dein Haus ist Dir zu groß und macht viel Arbeit. Für mich klingt durch, als würdest Du "Arbeitsteilung" anstreben, damit auch weniger Arbeit eben an Haus und Garten. Kann ich nachvollziehen. Aber Dir gefällt nicht, wie er sich organisiert, ihm gefällt nicht, wie Du das machst. Ich sehe da also keine Option, aus zwei Häusern einfach eins zu machen und dann sind beide entspannt.

    Meine Lösung für Deinen Fall wäre also: mach das unabhängig von ihm. Wenn Du niemanden hast, der Dein Haus erben oder übernehmen könnte (bei mir könnten das z.B. meine Kinder sein), dann plane für Dich. Suche Dir etwas Kleineres, eine Erdgeschosswohnung mit einem Stück Garten z.B. - und verkaufe Dein Haus und lege das Geld für Deine eigene Altersversorgung in die EG-Wohnung plus ein Polster für Deine Versorgung oder Hilfe an. Dein Haus belastet Dich doch. Vielleicht findest Du etwas Schönes in seiner Nähe.

    Weitläufigere Bekannte von mir haben das, was Dich umtreibt, so gelöst: beide haben sie ihr Eigentum verkauft und gemeinsam ein Haus gekauft, das zwei Wohnungen hat. Er wohnte oben, sie wohnte unten, er hatte einen Balkon, sie den Garten. Sie haben viel zusammen gemacht, aber jeder hat allein gewirtschaftet mit seiner Ordnung und seinem Krempel. Gemeinsam hatten sie nur den Eingangsbereich und das Treppenhaus. Diese Beziehung ist leider nach zehn Jahren durch Fremdgehen seinerseits gescheitert (die Protagonisten waren allerdings auch 20 Jahre jünger als Du bei ihrem Start in dieses Projekt). Das Haus wurde dann wieder verkauft, mit ordentlichem Gewinn, und so konnten sie sich beide wieder etwas Eigenes leisten.

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