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  1. Registriert seit
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    AW: Unterschiedliche politische Einstellung in der Partnerschaft

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    Das mit dem Aussparen wird aber schwierig, wenn jemand grundsätzlich abwertend über "Minderheiten" redet (in "", weil es ja auch einfach gegen "Andere" gehen kann, die nicht so sind, wie man selbst).
    Ja, mir wäre es peinlich, wenn mein Partner so reden würde, daher wäre das Zusammenbleiben für mich keine Option.
    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Im familiären Umfeld mag das funktionieren.

    In einer Beziehung kann ich mir das nicht wirklich vorstellen. Da möchte ich eigentlich nichts aussparen. Vor allem nicht Dinge, die mir sehr zuwider sind.
    Das "Aussparen" war auch explizit als Antwort auf Paraplumeau gemeint und bezog sich auf schon länger bestehende Freundeskreise oder familiäre Verhältnisse. Im Fall der TE sehe ich das - wie Ihr - natürlich nicht als Lösung an. Schon eine Seite vorher schrieb ich:

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    Da kann man in diesem Alter leider gar nichts mehr machen, fürchte ich. Und spätestens wenn durch das Verhalten des eigenen Partners das Verhältnis zu den eigenen Freunden in dieser Form mehrfach bzw. dauerhaft auf die Probe gestellt wird, gibt es ein echtes Problem.

  2. Avatar von brighid
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    AW: Unterschiedliche politische Einstellung in der Partnerschaft

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Wer über meine Freunde abwertend und beleidigend redet und zB Schwule als eine Randgruppe betrachtet könnte weder mein Freund noch mein Partner sein und zwar völlig egal, wo er politisch steht.

    Eine abweichende Meinung kann ich aushalten, Abwertung und Beleidigungen nicht.



    aus leidvoller erfahrung habe ich als die beziehung zu meinem jetzigen lebensgefährten anfing genau diese "einstellungen" abgeklopft. eben weil so einige meinungen, einstellungen, ansichten für mich nicht tragbar sind. und ja, ich hätte mich dann auch wieder von ihm getrennt.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  3. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Unterschiedliche politische Einstellung in der Partnerschaft

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    Das mit dem Aussparen wird aber schwierig, wenn jemand grundsätzlich abwertend über "Minderheiten" redet (in "", weil es ja auch einfach gegen "Andere" gehen kann, die nicht so sind, wie man selbst).
    Ja, mir wäre es peinlich, wenn mein Partner so reden würde, daher wäre das Zusammenbleiben für mich keine Option.
    Es geht in unseren politischen Diskussionen nicht um irgendwelche Minderheiten sondern um die Unzufriedenheit mit der Politik, die unsere Regierung abliefert, um anstehende Wahlentscheidungen, um das Leben in seiner prallen Fülle, das eben oft Überschneidungen zu aktuell-politischen Ereignissen hat.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  4. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Unterschiedliche politische Einstellung in der Partnerschaft

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Es geht in unseren politischen Diskussionen nicht um irgendwelche Minderheiten sondern um die Unzufriedenheit mit der Politik, die unsere Regierung abliefert, um anstehende Wahlentscheidungen, um das Leben in seiner prallen Fülle, das eben oft Überschneidungen zu aktuell-politischen Ereignissen hat.
    Damit könnte ich auch umgehen. Bedingt durch die bei uns anstehende Wahl im Oktober, gibt es reichlich Diskussionsstoff.
    Klar wäre ich gerne die, die vor dem Frühstück Yoga macht oder joggt.
    Ich bin aber die, die halb bewußtlos Kaffee macht und atmet.


  5. Registriert seit
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    AW: Unterschiedliche politische Einstellung in der Partnerschaft

    Ja, das ist ja aber auch eine ganz andere Baustelle. Die TE sprach von abwertendem Verhalten gegenüber "Minderheiten".


  6. Registriert seit
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    AW: Unterschiedliche politische Einstellung in der Partnerschaft

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Das Konzept "Positives Denken" darf zurecht hinterfragt werden, da
    es nicht selten zu Realitätsverzerrung führt.

    Oder meinst Du lediglich eine positivere Grundeinstellung?
    Wortklauberei ....

    Optimismus, Vertrauen, Vertrauen in Selbstwirksamkeit, Zuversicht, Hoffnung, so Zeugs als "positives Denken + Fühlen" im Gegensatz zu Misstrauen, Hoffnungslosigkeit, Gefühl von Ausgeliefertsein, Angst, Schwarzsehen, zu bezeichnen ist okay und verbreitet.

    Und deine "Grundeinstellung" wird sich bei den meisten im "denken" zeigen.

    @Toffyfee

    Ist der Herr verbittert, hat er das Gefühl, im Leben zu kurz gekommen zu sein, immer der Depp v D gewesen zu sein, währden "die Anderen" den goldenen Löffel bekommen.?

    Doch das ist das Grundproblem. Es zeigt sich halt an so Sermonen über "die Anderen". Hat mit denen aber nix zu tun.

    @Topic
    Ich suche mir weder Freunde noch Männer nach deren Parteibüchern aus.
    Oft lebt und liebt man in seiner Kohorte.
    Manchmal kommt frisches Blut ins Leben.

    In D herrscht Meinungs- und Wahlfreiheit. Was zur Folge hat, dass man auch Idioten wählen kann und Schwachsinn reden. Schwachsinn denken kann und tut man eh

    Ich finde es auch sehr strange, dass die Freundin einerseits den Traummann am Start hat, andererseits dann solche Bedenken wegen Politik. Sie hat sich doch in den verliebt, oder? Also so unrecht wird er ja nicht sein...

    Spielen die da daheim Bundestag? Ich kann mir das alles nicht vorstellen. Ich habe z. B. auch politische oder gesellschaftliche Ansichten (Tierschutz, Kinderschutz, Feminismus), die sicher nicht mainstream sind. Ich erwarte!!!, dass die Menschen, die ihr Leben mit mir teilen wollen, da tolerant sind. Im Wortsinne. Sie müssen meine Ansichten zu Fleisch z. B. nicht teilen. Sie dürfen auch Fleisch essen und bisweilen brate ich ihnen ein totes Tier - aber ich erwarte da Toleranz.

    Jetzt kannst sagen, "Vegetarismus" und "Feminismus" sind ja so toll. Da muss man doch eh dafür sein bzw. Toleranz fällt da leichter.

    Kann sein.

    Meinungsfreiheit bedeutet aber nicht, dass die Meinung, die sich toll und edel anhört frei ist.
    Meinungsfreiheit bedeutet, dass man finden kann, das Schwule Randgruppen sind. Ja. Tut weh. Muss man selber auch nicht so sehen.
    Aber aushalten, dass andere es so sehen, muss man. Sonst hat die Meinungsfreiheit schnell ein Loch. Dann ist sie nur noch "MEINE Meinungsfreiheit".

    Grenzen gibts. Klare: Da wo es verboten ist (SS-Runen, Horst Wessel Lied beim Frühstück, um mal ein paar Highlights des ganz Rechten Randes zu nennen)

    Aber das, was du bisher schreibst, muss man aushalten als Demokrat.
    Ob man es in einer Beziehung aushalten muss - keine Ahnung.

    Ich habe immer Fleischesser im Bett. Klassische süddeutsche/österr. Fleischesser. Rest kannst dir vorstellen
    "Darüber" habe ich noch niemals mit einem Mann gestritten. Er mit mir auch nicht.

    Und glaub mir, ich könnte es - sofort und aus dem Stand

  7. Avatar von brighid
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    AW: Unterschiedliche politische Einstellung in der Partnerschaft

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Es geht in unseren politischen Diskussionen nicht um irgendwelche Minderheiten sondern um die Unzufriedenheit mit der Politik, die unsere Regierung abliefert, um anstehende Wahlentscheidungen, um das Leben in seiner prallen Fülle, das eben oft Überschneidungen zu aktuell-politischen Ereignissen hat.
    das ist für mich völlig ok.

    bei grundeinstellungen zu verschiedenen dingen- da scheiden sich bei mir, mittlerweile, schon ziemlich zu anfang, die geister.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern


  8. Registriert seit
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    AW: Unterschiedliche politische Einstellung in der Partnerschaft

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    ...Und glaub mir, ich könnte es - sofort und aus dem Stand
    Das weiß er mit Sicherheit und hat garantiert eine zusätzliche Gasflasche für den Grill auf der Terrasse in der Garage und im Kühler ein bis fünf ordentliche Dry Age T-Bone-Steaks.

  9. Avatar von ja-aber
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    AW: Unterschiedliche politische Einstellung in der Partnerschaft

    Zitat Zitat von ToffeeFee50 Beitrag anzeigen
    Die politische Einstellung klafft um Welten auseinander, ja quasi das ganze Weltbild.
    Das Weltbild ist die Krux, die politische Einstellung quasi das Sahnehäubchen.

    Ich schätze mal, mit einem AfD-Wähler, der überzeugt Nazi-Parolen schwingt, wäre sie nicht zusammengekommen. Zumindest, wenn sie ernsthaft für all das steht, was sie ausmacht. Das widerspricht sich einfach total in der Grundhaltung, das kann nicht zusammengehen. Von Atomkraft und Kohle über Ausgrenzung von "Nichtbiodeutschen" bis hin zur Verunglimpfung Armer, Kranker und Andersdenkender.

    (Ich habe gerade auch eine Gottseidank weitläufige Bekannte, die sich mit so einem Rechten eingelassen hat, und leider ist sie dermaßen naiv, dass sie nun schon sein Zeug bei Facebook teilt. Furchtbar. Sie ist auch frisch verliebt und so froh, jemanden zu haben. Aber wie kann man seine Überzeugung deshalb über Bord werfen, gruselig. Seine Timeline ist voll von Hetze und Verunglimpfung und "negatives Denken" wäre noch eine beschönigende Wortwahl dafür. Für mich bedeutet das ganz eindeutig Rückzug von ihr, mit solchen Parolen will ich definitiv und eindeutig nichts zu tun haben. )

    Zitat Zitat von ToffeeFee50 Beitrag anzeigen
    dazu kommt das er generell ein negatives Weltbild hat, Randgruppen ( Homosexuelle, Punks oder Rocker usw uvm) ablehnt...ja nicht nur ablehnt sondern auch beleidigend und abwertend über sie redet.
    Man kann auch linksgrünversifft sein und ein negatives Weltbild haben. Das geht überhaupt nicht nur von Rechten aus. Wer sich über die Klimaveränderungen, die politische Lage, die Weltwirtschaft, den Umgang mit Flüchtlingen weltweit (und deren konsequente Vermischung mit Migranten!) auf dem Laufenden hält, wird auch nicht fröhlich wie ein Blumenkind durch die Wiesen hopsen. Gerade WEIL solche Meschen wie der Freund Deiner Freundin beleidigend und abwertend über andere reden, ist die Welt so ein Moloch.

    Er übernimmt keinerlei Verantwortung für sich und sein Umfeld. Er weiß, dass sie Kontakte pflegt mit Leuten, die er verabscheut. Er hält Umweltschutz für eine politische Einstellung. Er beleidigt Menschen, die er für Randgruppen hält. So ein Blödsinn. Obendrein vermischt er Lebenseinstellungen mit Eigenschaften. Ein Homosexueller ist nicht homosexuell, weil er das gerade hip findet. Er ist einfach so. Wie ein anderer braune Augen oder eine dunkle Hautfarbe hat.

    Das ist wieder diese rassistische Einstellung, nur weil man zufällig als weißer Europäer zur Welt gekommen ist und gesund und den Frauen zugewandt, sei man irgendwie besser als andere.

    Über Atomkraft ja oder nein kann man von mir aus diskutieren (obwohl es absurd ist, meiner Meinung nach), aber über solche Einstellungen doch nicht. Da schwingt doch ständig mit, der liebt mich jetzt, weil ich ein blondes deutsches hetero Mädel bin. Hurra.

    Zitat Zitat von ToffeeFee50 Beitrag anzeigen
    er anderseits ein liebevoller, humorvoller und charmanter Mensch ist, den man grundsätzlich schnell mag.
    Außer wenn er halt anfängt über Politik zu reden.
    Das ist doch nicht "Politik". Politik ist viel viel weniger als man denkt. Kleine Stellschrauben darüber, wie man das Geld ausgibt, was man von seinen Bürgern und Ausländern, die hier arbeiten/leben/Geld ausgeben, kassiert. Definition von Regeln des Zusammenlebens als Gemeinschaft. Die ablehnende Einstellung zu Punks/Rockern/Umweltschutz ist keine politische Einstellung. Wikipedia: Politik bezeichnet die Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen. Und zu dem "Gemeinwesen" gehören definitiv auch Punks, Rocker, Homosexuelle, Ausländer und all die Leute, die der Mann noch ablehnt. Er redet also nicht über Politik. Er redet über seine ganz private (!) Geisteshaltung.

    Und die kann man nicht ausklammern. Er ist nicht Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Das ist alles er. Und deshalb könnte ICH mit so einem Man niemals zusammen sein. Jemand, der meine Freunde beleidigt und ablehnt. Jemand, der Leute ausgrenzen will, die IHM (!) nichts getan haben. Jemand, der Umweltschutz für ein Hobby hält übrigens auch nicht.

    Sie wird sich entscheiden müssen, ihn oder ihre Einstellung zum Leben über Bord zu werfen. Er wird ihr Sozialgefüge massiv verändern, je länger sie bei ihm bleibt.
    Geändert von ja-aber (17.09.2019 um 09:51 Uhr)


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    AW: Unterschiedliche politische Einstellung in der Partnerschaft

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