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  1. Avatar von Unendlichkeit
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    AW: Ehrlichkeit - wirklich immer alles sagen?

    Zitat Zitat von overknee Beitrag anzeigen
    Ich bin bei wichtigen Dingen für Ehrlichkeit.
    Unwesentliches aber, was der andere gar nicht ändern kann, sollte man für sich behalten.
    Ganz genauso sehe ich das auch.
    "...es gibt höchstens hoffnungslose Menschen, aber nie hoffnungslose Situationen..."
    Sprichwort auf Oxtorne

  2. Avatar von Opelius
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    AW: Ehrlichkeit - wirklich immer alles sagen?

    Ich teile mit meiner Frau mehr als vierzig Jahre lang Tisch und Bett.
    Dinge, die uns gemeinsam betreffen sprechen wir immer an. Das ist manchmal sehr kontrovers.

    Aber weder sie noch ich hat einen Anspruch darauf, alles zu wissen, was der andere denkt.

    Wenn ich aber die gefühlten 1.000 Stränge hier in der Bricom lese, wird von den meisten unter "Ehrlichkeit" ausschließlich partnerschaftliche Treue verstanden, häufig genug auch voreheliche Partnerbeziehungen. Und da wird es fatal.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
    Geändert von Opelius (16.09.2019 um 09:58 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: Ehrlichkeit - wirklich immer alles sagen?

    Zitat Zitat von KreteVonHachen Beitrag anzeigen
    Für mich ist Schweigen daher nicht dasselbe wie Unehrlichkeit.

    Für eine Beziehung finde ich Ehrlichkeit (oder vielleicht lieber: Offenheit) wichtig, wenn Schweigen oder Lügen negative Auswirkungen auf die Beziehung hätte.
    Ich finde deinen Beitrag sehr gut gelungen.

    Allerdings möchte ich einen Punkt etwas stärker beleuchten.

    Schweigen als Unehrlichkeit.

    Schweigen, weil ich etwas Belangloses oder Privates nicht teilen will, halte ich für legitim und keineswegs unehrlich.

    Schweigen, weil ich etwas beziehungsrelevantes verheimlichen und den Partner damit in einem falschen Glauben lassen will, ist nicht ehrlich und würde ich mit aktivem Lügen gleichsetzen.


  4. Registriert seit
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    AW: Ehrlichkeit - wirklich immer alles sagen?

    Nein, ich habe momentan keinen Partner.
    Habe aber in meiner vergangenen Ehe viel Unehrlichkeit erfahren und schweigen.
    Ich bin selber auch nicht gut mit reden und mich öffnen.
    Wenn ich jetzt jemanden kennenlerne, weiß ich nie so richtig, wieweit ich was erzählen soll. Oder was ich fragen darf.
    Was ist wichtig und was nur nebensächlich.
    Mir fehlt einfach nach so langer Zeit wo ich das nicht gehabt hab in der Beziehung die Erfahrung überhaupt und ich will es ja gern besser machen nächstes Mal.
    .
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    ------------------

    liebe Grüße, Feli

  5. Avatar von Loop1976
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    AW: Ehrlichkeit - wirklich immer alles sagen?

    Zitat Zitat von Rainey Beitrag anzeigen
    Was ist wichtig und was nur nebensächlich.
    Mir fehlt einfach nach so langer Zeit wo ich das nicht gehabt hab in der Beziehung die Erfahrung überhaupt und ich will es ja gern besser machen nächstes Mal.
    das ist doch individuell.
    was für dich wichtig ist, ist für mich unwichtig.

    du musst dir im klaren sein, was für dich wichtig ist und was du wissen möchtest.
    das solltest du dem künftigen partner so mitteilen.
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

  6. Avatar von overknee
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    AW: Ehrlichkeit - wirklich immer alles sagen?

    Jetzt also der Hintergrund.
    Ich denke, man sollte am Anfang einer Beziehung noch nicht die schweren Geschütze auffahren.
    Wenn es um die Vergangenheit geht, würde ich mich dezent zurückhalten und sagen, dass man darüber noch nicht reden mag.
    An der Stelle hat es noch nichts mit "Ehrlichkeit" zu tun.
    Kinder verschweigen dann schon eher.
    Fragen kannst Du ja alles, aber ob Du Antworten bekommst auf alles?
    Vielleicht sollte man dem anderen auch freistellen, zu sagen, dass er auch noch nicht darüber reden will. Ehe der andere in versuchung gerät, die Unwahrheit zu sagen.
    Generell finde ich es nicht so prickelnd, zuviel von alten Beziehungen zu hören.
    Das ergibt sich dann später meist von allein.


  7. Registriert seit
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    AW: Ehrlichkeit - wirklich immer alles sagen?

    Zitat Zitat von Rainey Beitrag anzeigen
    Nein, ich habe momentan keinen Partner.
    Habe aber in meiner vergangenen Ehe viel Unehrlichkeit erfahren und schweigen.
    Ich bin selber auch nicht gut mit reden und mich öffnen.
    Wenn ich jetzt jemanden kennenlerne, weiß ich nie so richtig, wieweit ich was erzählen soll. Oder was ich fragen darf.
    Was ist wichtig und was nur nebensächlich.
    Mir fehlt einfach nach so langer Zeit wo ich das nicht gehabt hab in der Beziehung die Erfahrung überhaupt und ich will es ja gern besser machen nächstes Mal.
    Ich glaube, sowas kann man nicht pauschalisieren. Das muss man in jeder Beziehung individuell verhandeln.
    Ich würde, wenn du jemanden kennenlernst, relativ frühzeitig genau das thematisieren. Also offen ansprechen, wie er dazu steht. Was ihm wichtig ist. Was er vllt. auch nicht wissen möchte. Ihm entsprechend deinen Standpunkt mitteilen. Und dann einfach darüber im Austausch bleiben.
    Ich bin ja grad in einer frischen Beziehung und es war jetzt einige Male so, dass ich gemerkt habe, dass mich bestimmte Dinge, die er getan oder gesagt hat getriggert haben. Mir war rational klar, dass das bei ihm etwas ganz anderes zu bedeuten hatte. Dennoch hat es mich "verletzt". Ich habe ihm dann z.B. gesagt, dass das ein Trigger für mich ist, aufgrund vergangener Beziehungen, und ich ihm gern erklären würde, warum das so ist, damit er besser verstehen kann wie ich ticke, und ob es in dem Zusammenhang ok ist, wenn ich von einer vergangenen Beziehung erzähle. Das hat gut funktioniert. So weiß er es und kann jetzt Rücksicht darauf nehmen. Andersrum genauso. Alles was uns direkt betrifft teilen wir eh miteinander.
    Bei anderen Dingen, gehen wir nicht ins Detail, wenn sie eindeutig irrelevant für die Beziehung sind.

    Aber wie gesagt, dass muss individuell verhandelt werden. Ich persönlich präferiere dabei von Anfang an so viel Offenheit wie möglich in der Kommunikation, sofern man sich zugewandt ist, ergibt sich das.


  8. Registriert seit
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    AW: Ehrlichkeit - wirklich immer alles sagen?

    overknee - nein, es geht mir weniger um Vergangenheit, mehr um das, was man vom Leben will zukünftig.

    Mein exMann hat mir im Streit immer wieder vorgeworfen, ich hätte immer alles geplant und er hätte immer nur alles gemacht, weil ich das ja unbedingt so wollte, zb. Heirat, Haus und Kind.
    Ich weiß nicht ob er recht hat, denn für mich war das eben immer das, was ich wollte und ich hab das auch von Anfang an gesagt immer.

    Das hat er mir als Druck machen vorgeworfen.
    Den Fehler will ich nicht wieder machen, aber ich muss doch sagen, was ich mir vorstelle von der Beziehung?

    bliblablupp - damit kann ich was anfangen, danke.
    .
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    liebe Grüße, Feli

  9. Avatar von overknee
    Registriert seit
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    1.911

    AW: Ehrlichkeit - wirklich immer alles sagen?

    Da hat dich dein Ex ja ganz schön geprägt. Er war eben nicht der Richtige.
    Aber ehrlich: das gehört für mich zu den wichtigen Dingen, die ich auch in der Anfangsphase thematisieren sollte.
    Nicht mit dem Hammer, aber ehrlich über die Ziele im Leben reden.
    Man hat ja keinen genauen Fahrplan im Kopf, aber dass man für die Ehe ist, dass man Kinder möchte und ähnliches, muss doch von vornherein geklärt sein?
    Wenn da Welten aufeinanderprallen und sich kein Konsenz finde würde, wäre doch alle Mühe umsonst?


  10. Registriert seit
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    AW: Ehrlichkeit - wirklich immer alles sagen?

    Zitat Zitat von Rainey Beitrag anzeigen

    Das hat er mir als Druck machen vorgeworfen.
    Den Fehler will ich nicht wieder machen, aber ich muss doch sagen, was ich mir vorstelle von der Beziehung?
    Musst du, ja. Und letztlich hatte dein Ex doch vermutlich die Gelegenheit, zu äußern, wenn er das anders sieht, oder?
    Ist sicherlich eine Typsache.
    Wenn du da aber sicherer sein willst, kehrst du das in einer zukünftigen Beziehung vllt einfach um. In dem du den Partner erst einmal fragst und danach deinen Standpunkt mitteilst.
    Wenn jemand z.B. sagt: "Ich möchte gern heiraten", dann ist es einfach, dass stillschweigend hinzunehmen oder mit "Ja ok" zuzustimmen, vllt auch, weil man eine Diskussion vermeiden möchte. Natürlich ist es dann eigentlich nicht fair, dem anderen das vorzuwerfen. Vllt. waren diese Vorwürfe aber auch nur vorgeschoben, weiß man nicht.
    Wenn du aber fragst: "Wie stehst du zum Thema Heiraten?" dann "muss" er ja von sich aus seine Meinung äußern. Da bekommst du vermutlich ein realistischeres Bild der Meinung, als andersherum. Denn ich befürchte, stillschweigend zustimmen um Diskussionen zu vermeiden, kommt leider relativ häufig vor....

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