Macht er diese Unternehmung, was immer es sein wird, als "Gegenaktion"?
Im gleichen Muster, wie sein propagierter Männerurlaub?
Wenn das der Fall sein sollte, brauchst du kein dickeres Fell.
Stattdessen hinterfragst und bearbeitest du deine eigenen Muster und merkst eben jetzt und wohl Stück für Stück noch stärker, mit was für einem Menschen du zusammen bist.
Für die Beziehung kämpfen, wäre eine gemeinsame Aufgabe. Einseitig geht das nicht.
Was diese Taufe anbelangt, könntest du dem kirchlichen Akt beiwohnen und es dabei bewenden lassen. In Anbetracht der unerquicklichen Verhältnisse, gehst du zum Anlass der ganzen Festivität und damit ist deine Pflicht getan.
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27.09.2019, 18:53Inaktiver User
AW: Urlaub - getrennt, zusammen verbringen?
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27.09.2019, 19:33
AW: Urlaub - getrennt, zusammen verbringen?
Josiena ... auch wenn Du das als Konzession an Dich empfindest ... ich sehe
das anders.
Seinem Sohn (!) gegenüber ist das nämlich grob unhöflich.
Es ist schließlich eine Tauf-Feier - und keine Housewarmingparty.
Mich würde es wahnsinnig machen, dass der Mann sich anscheinend
nicht verbindlich positionieren kann oder möchte.
Dass Du gewisse Vorbehalte hast, zB wegen der dort anwesenden Ex,
das ist ein separates Thema.
Aber auch Du musst klare Kante zeigen:
"Ich möchte wegen xxx nicht bei der Feier dabei sein, aber zur Zeremonie
in der Kirche werde ich da sein."
Eure halbseidenen Kompromisse sind auf Dauer aufreibend.
Ich nehme mal an, er ist nicht erst seit gestern so ...??Er wird "irgendwas" unternehmen, weil er "wenn Du weg bist, hier nicht zu Hause rumhängen werde"...
Du wirst ihm die Art und Weise einer Reaktion, wie Du sie Dir wünschst,
wohl nicht anerziehen können. Er IST so.
Take it ("Dann viel Spaß bei dem, was Du machen wirst" ... or leave HIM.
Ja, bleib unbeirrbar dabei.
Im Grunde hast Du auch keine Alternative.
Wegen dieser Schuldgefühle seinerseits - gibt es einen speziellen Grund
für die Ausprägung?
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27.09.2019, 20:23
AW: Urlaub - getrennt, zusammen verbringen?
Nun ja, vorher habe ich immer nachgegeben. Ich habe schlichtweg nichts allein unternommen an den Tagen, an denen wir zusammen frei haben und abends auch nie. Bin ja 4/10 Abenden regulär weg durch die Arbeit.
Bzgl der Schuldgefühle kann ich nur vermuten, dass es sich um so Gefühle handelt, wie sie bei Eltern mit Scheidungen hind und wieder vorkommen.
Ich denke nach allem was er selbst erzählt hat und was ich über ihn gehört habe von Verwandten und Freunden, dass er selbst nicht so richtig hinter dem Kinderwunsch stand. Er hat einfach sein eigenes Ding durchgezogen in den Jahren ohne Rücksicht auf Frau und Kinder....
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27.09.2019, 20:28Inaktiver User
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29.09.2019, 13:55
AW: Urlaub - getrennt, zusammen verbringen?
Zunächst einmal entschuldige ich mich für die verspätete Antwort.
Nun ja, es war ja anfangs noch so wie ich vorher beschrieben hatte, dass ich selbst auch sehr eifersüchtig war.
Wir hatten vereinbart, dass wir keine längere Abwesenheit voneinander unternehmen (ich reiste nicht allein zu meiner Schwester und er hat sein jährliches Männerwochenende im Ausland ausgesetzt).
Desweiteren war vereinbart, dass keine getrennten abendlichen Besuche von Partys, Discos, Nachtclubs usw stattfinden.
Irgendwann entwickelte es sich so, dass meine Schwester mich einlud, sie mal wieder zu besuchen und mein Mann wiederum wollte da nicht so schnell wieder hinfahren, weil es für ihn natürlich keine hohe Priorität hat, meiner Schwester wegen ans andere Ende der Republik zu reisen.
Das Thema habe ich mit meinem Therapeuten beacktert und somit verstärkte sich der Wunsch, alleine hinzufahren und auch damit im Austausch sein Männerwochenende "hinzunehmen".
Mittlerweile ist das gar kein Problem mehr.
Ich habe wirklich einen großen Schritt gemacht, was meine eigene Problematik angeht.
Ich möchte nicht mehr zurückstecken und möchte ihn aber auch nicht mehr behindern, das zu tun, was ihm Spaß macht.
Man kann also sagen, dass ich einen gewaltigen Schritt hin zu "normalem" Verhalten gemacht habe.
Das Thema, das immer wiederkehrt ist mein Selbstwert und wie ich ihn stärken kann.
Ich habe einerseits z.B. große Probleme mit meinem Gewicht, wo jetzt jeder sagt, herrje, er hat Dich ja so geheiratet, entspann Dich doch. Aber das Thema "Gewicht" begleitet mich schon so lange ich denken kann und ich hatte für unsere Hochzeit ca 6kg abgenommen, die jetzt wieder drauf sind.
Das ist für mich so ein stetiger Kampf, ich hab mich mit dem geringeren Gewicht so viel wohler gefühlt. Dafür hab ich aber auch mehrmals die Woche Sport gemacht. Dazu hab ich im Moment keine Kraft.
Freitag Abend haben wir auch noch alles besprochen, denn mein Mann hat gemerkt, dass ich wütend war. Er hat mir gesagt, dass er es verstehen kann, wenn ich nicht mitgehen möchte, sich aber freuen würde, wenn ich ihn begleite. Wir haben auch noch ganz viel über die Situation gesprochen mit seinen Söhnen. Er weiß das alles, für ihn ist es auch schwer, nur erkennt er nicht seine Beteiligung nicht oder er will es nicht erkennen.
Ich habe beschlossen, nachher mitzugehen.
Gestern war ich endlich wieder Reiten und es war so toll, es hat mir so viel Abstand gegeben zu dieser Gesamtsituation. Man ist im Wald und beim Tier und alles andere ist so weit weg.
Ich werde jetzt auf jeden Fall wieder regelmäßig gehen zumindest zum Ausreiten. Hab der Besitzerin ehrlich gesagt, dass es mir unter der Woche zu anstrengend ist, noch zum Unterricht in die Halle zu fahren, wenn ich morgens früh raus muss.
Diese Dinge für mich zu tun, die mir gut tun, das fällt mir so schwer. In mir ist immer so viel Pflichtgefühl, dass ich immer zuerst die "wichtigen" Sachen erledigen muss, dann erst kann ich entspannen. Und meistens ist der Tag vorbei und ich hatte keine Zeit für die schönen Aktivitäten. Da kommt der Sport wieder ins Spiel.
Letztes Jahr bin ich morgens vor der Spätschicht oder Nachtschicht zum Sport, in Spitzenzeiten sogar nachmittags nach der Frühschicht, obwohl ich da meistens total k.o. bin.
Heute gehe ich vor der Spätschicht ins Büro. Und an den Tagen, an denen ich zwar nicht im Büro bin, liege ich einfach länger im Bett, statt pünktlich zum Kurs aufzustehen. Mache den Haushalt und trinke eine Stunde Kaffee beim BriCom-Surfen oder vor Netflix. Ich bin dann zwar eigentlich entspannter, habe aber gleichzeitig ein schlechtes Gewissen. Fitness ist bezahlt, muss "abgearbeitet" werden und für meinen Körper ist es auch gut.
Viel Druck mach ich mir selbst, weil ich ständig an mir selbst innerlich Kritik übe. Kann diese Stimme trotz Therapie irgendwie nicht ausschalten.
Die inneren Kritiker sind immer noch so laut. Da hat die ganze Therapie bis jetzt nichts geholfen.
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29.09.2019, 14:54
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29.09.2019, 14:59
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29.09.2019, 17:51Inaktiver User
AW: Urlaub - getrennt, zusammen verbringen?
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29.09.2019, 17:53Inaktiver User
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29.09.2019, 18:28
AW: Urlaub - getrennt, zusammen verbringen?
Was mir auffällt, ist das Ungleichgewicht. Kompromisse finden gar nicht statt. Ich finde es sehr wichtig, etwas mit Familie/Freunden zu machen. Und Urlaub sollte doch möglich sein, dass Beide etwas davon haben. Aber ich lese heraus, dass Dein Mann nur sich selbst durchsetzen möchte, d.h.,Du hast nur das zu tun, was er will. Wenn er die Option hat, mitzugehen und er es nicht machen möchte, dann ist das wirklich sein Problem.
Vor allem musst Du schon Deine Grenzen aufzeigen, weil es sich sonst verschlimmert. Denn er lotet ja aus wie weit er gehen kann.
Mache die Dinge, die Dir gut tun. Bei Deinem Stress ist das auch wichtig. Warum musst Du mitgehen, wo seine Ex ist? Würde ich nicht machen, er kommt ja zu Deiner Familie auch nicht mit. Im Gegenteil, er stresst Dich sogar...




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