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  1. Registriert seit
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    Es kam, wie es wohl so oft kommt

    Hallo!
    Einige werden sich ja noch an meinen ersten Thread erinnern, da bin ich ja nicht so gut weg gekommen: Für viele war ich ein schrecklicher und egoistischer Mensch, der nur seine Befriedigung braucht und dem seine Frau egal ist. Da dachte ich mir, dass ich euch da mit einem Update noch mehr Futter geben kann und das kommt jetzt.

    Ich hatte noch einige Male versucht mit meiner Frau zu sprechen, das klappte nicht. Warum? Sie hat einfach gute Strategien abzulenken: „Gestern? Ja gestern ging nicht, weil du am Anfang der Woche den Müll nicht rausgebracht hattest. Ich muss immer...“ Jaja, ich mache ja auch gar nichts, aber sie greift halt jede Gelegenheit auf und wenn ich nichts liefere, dann die Nachbarn oder die Arbeit. Aber egal, das war ja Thema des letzten Threads.

    Irgendwann war ich dann so gefrustet, da bin ich zu einer Prostituierten gegangen. Die Anzeige war gut bewertet, da habe ich einen Termin gemacht. Sie war sehr nett, als ich da war, hat sie erklärt, was sie nicht macht und mich gefragt, was ich haben möchte und dann ging’s zur Sache. Als ich dann wieder zuhause war und meine Frau sah, ging mir nur durch den Kopf „Ich hatte Sex und du nicht! Wir hätte zusammen Sex haben können, aber du willst nicht. Pech!“ - das war schon eine Genugtuung muss ich sagen. Aber der Sex? So richtig gut ging es mir mit dem nicht. Die Frau war nett und sah toll aus und konnte vor allem was sie anbot, aber schon die Absprache war ein bisschen wie bei Subways ein Sandwich zu bestellen: „Willste so oder so? Ich kann aber auch noch so oder so“ und dann lief das auch so. Kein „Ach ne, so nicht“ oder „Dazu habe ich jetzt keine Lust“ oder so, sondern das lief wie besprochen. Handwerklich gut, aber irgendwie fehlte mir da die Frau, für die ich das mache. Ich meine ist ja klar, dass ihr relativ egal ist, ob ich sie nun da oder dort anfasse.

    Für den Sex würde ich es nicht nochmal machen. Aber das Gefühl meiner Frau gegenüber „Dein Problem mit Sex ist nun nicht mehr meins“, das hat mich echt befreit und locker gemacht.

    Ich habe dann mein Fitnessprogramm wieder hochgefahren, Laufen und Studio. Da habe ich dann eine Frau kennengelernt, also nein, eigentlich hat sie mich angequatscht. Sie hätte mir meinen Frust angesehen. Sie ist in meinem Alter und mit einem über 25 Jahre älteren Mann verheiratet. Es lief alles gut, aber dann war es bei ihm mit dem Sex vorbei, bei ihr aber nicht. Er wollte, dass sie ihn im Alter nicht verlässt und dafür darf sie ihre Lust auf Sex ausleben. Sie hat eine kleine Wohnung, wo sie das macht, ohne, dass er was mitbekommt. Ja und so sind wir beim Thema Sex zusammengekommen. Sie sieht ziemlich gut aus und hat viel Spaß am Sex. Sie ist für mich nicht der Typ Frau zum Verlieben, aber das soll ja auch nicht sein. Ich bin nicht der einzige, aber das ist mir egal und ich weiß, dass wenn es ihr mal langweilig wird, sie das beenden wird, ist auch gerade egal. Wir treffen uns bei ihr und gehen danach noch Laufen oder ins Studio.

    Ich habe kein schlechtes Gewissen, ich nehme meiner Frau ja nichts weg. Ich sage es ihr nicht, würde aber nicht lügen, wenn sie fragen würde. Es fällt aber nicht auf, weil ich halt beim Sport bin und entweder geduscht aus dem Studio komme oder nach dem Laufen gleich dusche. Das interessiert meine Frau alles nicht.

    Im Moment ist alles viel entspannter muss ich sagen. Das Thema Sex spreche ich bei meiner Frau nicht mehr an, ich bin auch nicht mehr ewig neben ihr wach, weil ich mich darüber ärgere, dass wir wie Geschwister nebeneinander liegen. Es gibt keinen Streit aktuell, weil sie nicht jede kleine Verfehlung von mir zu „Oh ist das schlimm, wir können deshalb keinen Sex haben!“ aufbauschen muss.

    Optimal wäre natürlich, wenn ich eine Beziehung mit einer Frau hätte, die ich liebe und in der es erfüllenden Sex für beide gäbe. Die Welt scheint aber nicht optimal zu sein. So führe ich eine Ehe mit einer Frau, die ich liebe und habe Sex mit einer anderen, die ihn mit mir ganz offensichtlich genießt. Das ist finde ich nicht so weit weg vom Optimum, gerade wenn man den Zustand von vor ein paar Monaten betrachtet.

  2. Avatar von AweSomeOne
    Registriert seit
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    AW: Es kam, wie es wohl so oft kommt

    Also, meinen Segen hast du.

    Auch wenn ich es nicht verstehe. Hab ich schon im ersten Strang nicht.

    Wie kann man sich einreden/schönreden, jemanden zu lieben, der einen derart behandelt?
    Und was ist von der Liebe übrig, wenn man fremdgeht?

    Woher nimmst du das Recht entscheiden zu dürfen, was deine Frau wissen darf und was nicht?
    Vielleicht wäre sie ja erleichtert und ihr könnt eure "Beziehung" so weiterleben.

    Sag es ihr doch einfach und lass sie dann entscheiden, wie es weitergeht.

    Ich hoffe einfach nur, dass du für deinen wohlverdienten Sex nicht mal an eine Frau gerätst,
    die sich tatsächlich in dich verliebt und mehr von dir will.

    Denn das würde ja nicht gehen, weil du ja deine Frau "liebst" ...
    'Every saint has a past, and every sinner has a future.'
    — Oscar Wilde —


  3. Registriert seit
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    AW: Es kam, wie es wohl so oft kommt

    Was genau liebst du an deiner Frau?

  4. Inaktiver User

    AW: Es kam, wie es wohl so oft kommt

    Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass deine Frau völlig ahnungslos ist.
    Wenn du es ihr sagst, wird sie wahrscheinlich weniger überfordert sein, als du es hier vermutest. Wieso versuchst du es nicht oder kannst du über längere Zeit ohne Probleme mit deiner Lüge leben?


  5. Registriert seit
    26.02.2019
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    AW: Es kam, wie es wohl so oft kommt

    Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es gar keine Gelegenheit gibt klar anzusprechen, dass Sex fehlt. Wie kommt es, dass dieser Gedanke sich in Deinem Kopf festgesetzt hat und ja, der Rest Deiner Schilderung wirkt provokant und das an uns gerichtet, wieder anstatt Deiner Frau. Warum schreibst Du uns das so ausführlich, was soll das? Deine Frau dagegen wirkt auf mich hier wie so ein Schatten, wenig real, mit wenig echtem Bezug. Was ist das für eine komische Ehe in der Du nichts ansprichst, in der Deine Partnerin eher wie ein meckerndes Möbelstück rüberkommt und die unbedingt fortzuführen ist? Muss man das nachvollziehen können?
    Und auch Deine anderen Schilderungen von Sex wirken auf mich nicht liebevoll, eher wie Nutzen ziehen aus anderen Objekten? Kannst Du überhaupt lieben und echten Bezug herstellen zu anderen?


  6. Registriert seit
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    AW: Es kam, wie es wohl so oft kommt

    Lutz, im Endeffekt ist das die Standardlösung.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.

  7. Avatar von luftistraus
    Registriert seit
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    AW: Es kam, wie es wohl so oft kommt

    Zitat Zitat von Lutz-P Beitrag anzeigen
    Ich habe kein schlechtes Gewissen, ich nehme meiner Frau ja nichts weg.
    Dir ist schon klar das dies ein "hindrehen" ist?

    --------

    Klar, mit deiner Frau ist es kacke und du würdest es nicht machen, wenn deine Frau willig wäre.
    Aber es dir schön zu reden weil sie nicht willig ist - auch kein guter weg.
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.


  8. Registriert seit
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    AW: Es kam, wie es wohl so oft kommt

    was soll das denn für eine ehe sein, wo man so lügt?

    wenn die frau keinen sex will und man die ehe öffnet, ist das sicher eine gute lösung.

    aber dauerhaft lügen - da geht die liebe kaputt.

    warum trennt ihr euch nicht einfach.


  9. Registriert seit
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    AW: Es kam, wie es wohl so oft kommt

    Warum schreibst Du nicht in Deinem alten Strang?

  10. Inaktiver User

    AW: Es kam, wie es wohl so oft kommt

    Zitat Zitat von fromanotherplanet Beitrag anzeigen
    Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es gar keine Gelegenheit gibt klar anzusprechen, dass Sex fehlt. Wie kommt es, dass dieser Gedanke sich in Deinem Kopf festgesetzt hat und ja, der Rest Deiner Schilderung wirkt provokant und das an uns gerichtet, wieder anstatt Deiner Frau. Warum schreibst Du uns das so ausführlich, was soll das? Deine Frau dagegen wirkt auf mich hier wie so ein Schatten, wenig real, mit wenig echtem Bezug. Was ist das für eine komische Ehe in der Du nichts ansprichst, in der Deine Partnerin eher wie ein meckerndes Möbelstück rüberkommt und die unbedingt fortzuführen ist? Muss man das nachvollziehen können?
    Und auch Deine anderen Schilderungen von Sex wirken auf mich nicht liebevoll, eher wie Nutzen ziehen aus anderen Objekten? Kannst Du überhaupt lieben und echten Bezug herstellen zu anderen?

    Auf mich wirkt es auch sehr provokant und ich kann mir gut vorstellen wie anpassungsfähig und konfliktscheu der TE durchs Leben gehen muss, wenn er auch noch eine Art Schadenfreude seiner Frau gegenüber nach dem Sex mit einer anderen verspürt. Von Liebe keine Spur, dafür viele Gemeinheiten.

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