Ich vermute mal, dass der Zukünftige ihr die 300.000 Euro sofort zur Verfügung stellen wollte, um eine Ehe auf (finanzieller) Augenhöhe zu ermöglichen.
Oder anders: Das zugesagte Geld hätte die TS in die Lage versetzt, auch mal die Musik zu bezahlen und so bestimmen zu können, was gespielt wird.
Und das ist ja eigentlich der Punkt, der wirklich vor der Eheschließung geklärt werden musste, genau so, wie der Verzicht auf Zugewinnausgleich.
Dann hätte man noch eine Regelung für den Todesfall treffen müssen (kein Recht auf Unternehmen, aber das gemeinsam bewohnte Haus und den entsprechenden Hausrat, ggf. noch Betrag x)
Alles andere hätte man tatsächlich zur gegebenen Zeit neu besprechen können.
Es ist in Lebensgemeinschaften durchaus üblich, die jeweiligen Spielregeln immer wieder den Gegebenheiten anzupassen.
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16.05.2019, 19:16
AW: Mein Verlobter will einen Ehevertrag
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16.05.2019, 19:22
AW: Mein Verlobter will einen Ehevertrag
Ich hatte das dementiert. Wurde gelöscht- wohl, weil mein Text nicht verstanden wurde.
Ja, dass er mehr als fair zu ihr war, das hat sie leider erst ganz zum Schluss geschrieben.
Das konnte man dem Anfangsbeitrag und den Beiträgen kurz danach gar nicht entnehmen. Da kann man mal sehen, was es ausmacht, wenn der wichtigste Teil fehlt.
Ich habe jetzt auch einen ganz anderen Eindruck gewonnen. Ich denke von ihrer Seite aus ist es keine Liebe. Sonst wäre das so nicht passiert.
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16.05.2019, 19:38
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16.05.2019, 20:47
AW: Mein Verlobter will einen Ehevertrag
Und wenn das Vertrauen nicht da ist, daß er sie damit nicht kaufen, bevormunden, oder ihr mit Klauseln Fallstricke legen will, ist das alles nichts.
Ich finde es auch schwer, jemandem zu trauen, der viel Geld hat. Der hat das nicht zusammenbekommen, indem er was hat von Tisch gehen lassen.
Nach meinem Eindruck hat conneco getan, wozu sie glaubte, aufgefordert zu sein (mein erster Gedanke hier im Strang war, "geh mit einem Anwalt drüber, stell sicher, daß das so gut ist, wie es klingt", und ihr Verlobter hat das ebenfalls von ihr erwartet), und das nicht auf eine Art und Weise gemacht, die zu einem guten Ergebnis führte. Traurig, aber wer mit 27 in solchen Dingen souverän und erfahren genug ist, um die Balance zwischen geschäftlichem Eigneinteresse und persönlichem Wohwollen in eine gute Verhandlungsstrategie umzusetzen, ist meist Profi in Geldsachen, und nicht Beamter.
Deswegen finde ich es echt unangemessen, ein mehrere hundert Postings langes Rudelhacken zu inszenieren, und bedaure schon, daß meine Widerrede gewiß den Anlaß für die nächste Runde geben wird.Geändert von wildwusel (16.05.2019 um 20:58 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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16.05.2019, 21:07
AW: Mein Verlobter will einen Ehevertrag
Ich wusste zwar, dass deutsche Paare sich häufig über Geld streiten, aber dass das selbst gilt, wenn es im Überfluss vorhanden ist, finde ich schon tragisch.
Mir ist auch aufgefallen, dass für die TS das Geld, bzw. das verlorene Geld wohl wichtiger sind, als der Verlust ihrer großen Liebe.
Ich hoffe einfach, dass das einfach falsch rüber kommt und es der TS nur leichter fällt über Fakten zu schreiben, als über Gefühle.
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16.05.2019, 23:36
AW: Mein Verlobter will einen Ehevertrag
Das sehe ich auch so, und sie wurde auch noch von den beiden Familienrechtlerinnen beeinflusst, die im Fokus haben, für ihre MandantInnen möglichst viel rauszuschlagen.
Bei den Scheidungen, ihrem Hauptarbeitsfeld, ist ja auf der Beziehungsebene sowieso schon alles kaputt, da muss man ja keine falschen Rücksichten mehr pflegen...
Dass es Frauen waren, mag für sie besonders vertrauenswürdig gewesen sein, der einzige Mann unter den Anwälten riet zur Unterzeichnung des Vertrags.
Ich sehe jedenfalls auch ihre Jugend und Unerfahrenheit, sowie den selbstverschuldeten Zeitdruck als entscheidend für diese Entwicklung der Dinge.
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17.05.2019, 07:01
AW: Mein Verlobter will einen Ehevertrag
Wenn MandantIn statt "sehen Sie mal drüber, ob das so in Ordnung ist" lieber "Wie kann ich da mehr für mich rausholen" beauftragt, dann machen RA das.

Da haben nicht die beiden Familienrechtlerinnen "schuld", die haben das gemacht, was ihnen angeschafft wurde.
Sie wiesen wohl auch auf das Risiko hin! Das machen gute RA eher selten, wenn ihnen ganz wohl bei der Sache ist. ME ist die TE nicht "naiv" auf die RA "hereingefallen", sie wußte genau, was sie wollte.
Ich glaube dennoch nicht, dass das der finale Auslöser war, sondern die untergürtelige Bemerkung. Da muss ich nicht wissen, was das war. Fakt, dass es den Ex-Verlobten bis ins Mark getroffen hat.Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.
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17.05.2019, 07:17Inaktiver User
AW: Mein Verlobter will einen Ehevertrag
Anscheinend gibt es bei "Mehr Geld" auch "Mehr zum Streiten".....Ich habe im Norden Millionärsverwandte, unglücklichere und unzufriedenere Personen habe ich selten erlebt....In diesem Familienteil wird alles über Geld definiert, Geschenke, Zuwendung und leider auch Liebe....Das größte Problem meiner Großcousine war, dass sie nur wegen des Geldes geheiratet wird...Die Beziehung /Ehe endete dann auch hochexplosiv und unglücklich....
Hier kommt bei mir auch an, dass die TE das "warme, weiche Nest" verloren hat und der Mann an sich nur als Beiwerk agierte....
Im RL würden ihm hier viele gratulieren, dass er bestimmte Mechanismen rechtzeitig erkannt hat....Nicht umsonst wird über das "was ihn erstarren ließ" eisern geschwiegen....
Was ich mich die ganze Zeit frage, findet Ihr 27 als jung? Wann sind die Leute dann erwachsen? Mit 50?
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17.05.2019, 07:38
AW: Mein Verlobter will einen Ehevertrag

Es geht aber nicht um das Geld per se, sondern - wie hier bereits mehrfach
erwähnt wurde - um das Ungleichgewicht. Dass daraus Probleme resultieren
liegt für mich in der Natur der Sache.
Das liegt aber nicht an dem Vorhandensein des Geldes, sondern an den
Persönlichkeitsstrukturen der Betreffenden.
Und ich sehe mich außerstande, die zurückhaltenden Informationen derHier kommt bei mir auch an, dass die TE das "warme, weiche Nest" verloren hat und der Mann an sich nur als Beiwerk agierte....
TE als Grundlage für eine derartige Einschätzung heranzuziehen.
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17.05.2019, 07:51
AW: Mein Verlobter will einen Ehevertrag
Was tatsächlich beauftragt wurde, wissen wir nicht. Ich denke aber auch, dass die TE mit 27 Jahren und ihrem Bildungsstand durchaus in der Lage gewesen ist, den Anwälten die Richtung vorzugeben.
Zur Beurteilung wäre natürlich hilfreich, was da wirklich gesprochen wurde. Wir dürfen aber davon ausgehen dass, es etwas war, was dem Vorwurf von Geiz nochmal getoppt hat. Faktisch hat die TE damit schon das Ende der Beziehung selbst eingeläutet. Seine Reaktion war die folgerichtige Konsequenz daraus.



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