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  1. Registriert seit
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    Mit dem Baby ging das Sexleben flöten

    Hallo, ich weiß nicht, in welchem Forum ich richtig bin.
    Babyjahre, Sexualität, Beziehung?
    Ist wohl von allem ein bisschen .

    Unser Baby kam vor gut 9 Monaten zur Welt.
    Seit dem habe ich überhaupt kein sexuelles Verlangen mehr, weder nach meinem Mann, noch nach anderen Männern (wenn ich es mir im Kopf vorstelle) und auch nicht nach Selbstbefriedigung.
    Es ist, als würde es in meinem Gehirn kein Sexuelles Zentrum mehr geben
    Wir hatten 8 Wochen nach der Geburt das erste mal wieder Sex, auch recht regelmäßig, so 1mal die Woche.
    Inzwischen hat es sich auf 1-2 mal im Monat eingependelt. Ehrlich gesagt bin ich froh, wenn es vorbei ist. Ich tue es nur meinem Mann zur Liebe und kann mich auch schlecht dabei verstellen.
    Aber selbst kuscheln ist mir schon zu viel. Es tut mir ja leid, ich würde es gerne ändern, aber ich weiß nicht wie .

    Unser Baby ist ein Sonnenschein. Klar, auch mal anstrengend, aber schlaflose Nächte sind eher selten der Fall. Also müde bin ich nicht, weswegen ich keine Lust haben könnte. Am liebsten liege ich abends im Bett mit meinem Handy und möchte einfach mal für mich sein. Ich ertrage dann keinen Mann, der auch noch an mir klebt und sein Bedürfniss bedfriedigt haben möchte.
    Seit unser Baby da ist, habe ich plötzlich auch eine andere Vorstellung von Liebe bekommen. Es ist so eine tiefe, innige, bedingungslose Liebe zu meinem Baby, die ich noch nie für irgendwen empfunden habe.
    An meinem Mann habe ich immer irgendwas zu meckern oder er nervt mich .
    So habe ich mir inzwischen die Frage gestellt, ob ich ihn überhaupt noch liebe? Mein Baby kann machen was es will und ich bin ihm nie böse und es ist immer noch süß.

    Was unsere Beziehung angeht, muss ich sagen, dass ich 90% der Zeit alleine bin. Mein Mann arbeitet sehr viel, ist unter der Woche oft nicht zu Hause und auch am Wochenende ist er samstags nicht da. Das ärgert mich alles sehr, da ich gehofft hatte, er legt seine Prioritäten um, wenn das Baby da ist. Ich habe eher das Gefühl, er flüchtet sich mehr in die Arbeit.
    Wenn ich mit ihm spreche, rede ich gegen eine Wand . Es ändert sich nichts, dabei würde ich mir gerne mehr Familienzeit wünschen.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann den ein odere anderen Tipp geben?

    Herzlichen Dank .

  2. Avatar von Sneek
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    AW: Mit dem Baby ging das Sexleben flöten

    Wo ist er denn am Samstag?


  3. Registriert seit
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    AW: Mit dem Baby ging das Sexleben flöten

    Du wünschst dir, er würde sich mehr Zeit nehmen. Wenn er aber da ist, kannst du ihn kaum ertragen. Ich denke, er spürt diese Ablehnung und geht dir deswegen aus dem Weg. Weißt du, als Mann hat man nicht unbedingt Lust auf Familienzeit, wenn man ständig angemeckert wird.

    Wie sieht es denn mit seiner Arbeit und euren Finanzen aus. Wäre es überhaupt möglich, dass er kürzer tritt. Hat er das selbst in der Hand? Wie sieht es bei dir mit Arbeit aus? Könntest du die Einbußen beim Familieneinkommen durch eine Arbeitsstelle kompensieren, wenn er kürzer tritt?

    Und wenn er mehr Zeit für dich hätte, würdest du sie dann auch mit ihm verbringen wollen, so dass sie für euch drei schön ist?

    Ich sehe bei dir die Gefahr, dass du ihn über die sehr einseitige Zuwendung zum Baby verlieren könntest.

    Versuche dich doch mal in seine Rolle hineinzudenken.

    Hast du schon mal über professionelle Hilfe nachgedacht?
    Geändert von Wolfgang11 (27.04.2019 um 19:14 Uhr) Grund: Korrektur

  4. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Mit dem Baby ging das Sexleben flöten

    Deine Unlust ist völlig im Rahmen des normalen.

    Manche Frau hat wenige Wochen nach der Geburt schon wieder Lust, andere haben zwei Jahre komplette Unlust.
    Bei mir war es jeweils ein Jahr nach der Geburt, komplette Unlust.
    Man hätte mir genauso gut Sex mit meiner Mutter vorschlagen können - allein der Gedanke an Sex war völlig absurd.
    Stillst du noch?

    Mehr Sorgen macht mir, was du sonst schreibst. Sowohl, dass dein Mann meist weg ist - wie auch, welch große Priorität du auf das Baby legst. Die Liebe zu einem Kind und die Liebe zum Mann kann und sollte man nicht vergleichen.
    Dass sich ein Paar in der anstrengenden Baby- und Kleinkindzeit ein Stückweit verliert, ist oft so. Aber da kann man gemeinsam etwas machen.

    Du erträgst deinen Mann nicht, wenn der auch noch an dir klebt und seine Bedürfnisse betont - verständlich.
    Wichtig wäre, dass ihr auch Paarzeit miteinander verbringt, die nicht vom Kind dominiert wird.
    Und was Wolfgang schrieb - du müsstest ihm schon signalisieren, dass er dir willkommen ist - dass eben nur Sex noch nicht wieder geht (und dass er die Dinge immer schlimmer macht, wenn er dich bedrängt).


  5. Registriert seit
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    AW: Mit dem Baby ging das Sexleben flöten

    Danke für eure Antworten.
    Samstags ist er auch arbeiten.
    Er hat das mit der Arbeit selbst in der Hand, aber es war schon vor dem Baby so, dass die oberste Priorität seine Arbeit ist.
    Da hat es mich aber nicht so gestört, da ich gerne auch mal alleine war oder Sport gemacht habe, Freunde besucht etc.
    Er ist ein Workaholic, ein Erfindergeist, er braucht immer was zu tun. Leider nicht unbedingt etwas, was die Familie angeht.
    Anfangs war ich noch nicht so genervt, dass hat sich jetzt die letzten Monate so hoch geschaukelt, da ich durch Gespräche nicht an ihn ran komme und er sein Verhalten nicht ändern und ich dann auch nicht mehr nett sein kann.
    Ich vergleiche uns dann immer mit anderen Familien/Vätern und bin enttäuscht, dass er nicht so ist.

    Was unsere Gespräche/Kommunikation angeht, habe ich auch schon mal über profesionelle Hilfe nachgedacht.
    Aber da kenne ich ihn, dass würde er ablehnen, da es in seinen Augen "nicht schlimm" ist.


  6. Registriert seit
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    AW: Mit dem Baby ging das Sexleben flöten

    Marta-Agata
    Danke für deine Antwort.
    Ich habe nur kurz gestillt, aber schon rasch die Pille wieder genommen. Weiß nicht, ob es auch daran liegen könnte. Davor die Jahre hatte ich aber keine Probleme mit der Pille.

    Paarzeit ohne das Kind hatten wir bisher nicht. Außer, dass das Baby geschlafen hat, als wir mal zusammen Essen waren.
    Ja, ich habe den Begriff "Liebe" in Frage gestellt. Was ist Liebe? Aber gut, ich sollte wohl bedenken, dass es unterschiedliche Arten von Liebe gibt.


  7. Registriert seit
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    AW: Mit dem Baby ging das Sexleben flöten

    Vermisst du deinen Mann als Familienvater oder als Partner?

    @Wolfgang hat es auf den Punkt gebracht.
    Wo soll er sich willkommen fühlen, wenn du seine Nähe und Anwesenheit kaum ertragen kannst?

    Im Regelfall sind Menschen vieles in einem; Eltern, Partner,...

    Momentan scheinst du ausschließlich Mutter zu leben und ausschließlich Vater von deinem Mann zu wollen, doch deinen Mann bekommst du nur als Gesamtpaket. Kannst du das aushalten?

    Umgekehrt bekommt dein Mann momentan Mutter und keine Partnerin, vermutlich macht ihn das auch nicht glücklich.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.

  8. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Mit dem Baby ging das Sexleben flöten

    Zitat Zitat von Nagellack Beitrag anzeigen
    Ich habe nur kurz gestillt, aber schon rasch die Pille wieder genommen. Weiß nicht, ob es auch daran liegen könnte. Davor die Jahre hatte ich aber keine Probleme mit der Pille.
    Natürlich kann es an der Pille liegen - aber das kannst du nur durch Ausprobieren erfahren.

    Paarzeit ohne das Kind hatten wir bisher nicht. Außer, dass das Baby geschlafen hat, als wir mal zusammen Essen waren.
    Das Baby schläft ja auch sonst abends mal. Und wenn es nicht gestillt wird, kann es auch schon mal zur Großmutter oder zum Babysitter.
    Man kann auch mit Kind "Erwachsenensachen" machen - zusammen kochen, vernünftige Gespräche führen, etwas spielen oder für die Wohnung bauen oder ...
    Klar wird man dann immer mal wieder unterbrochen - aber es muss und sollte sich nicht immer alles ums Kind drehen.

    Ja, ich habe den Begriff "Liebe" in Frage gestellt. Was ist Liebe? Aber gut, ich sollte wohl bedenken, dass es unterschiedliche Arten von Liebe gibt.
    Wiegesagt - so manche Frau übertreibt mit der Priorität auf dem Kind. (Was jetzt natürlich nicht heißt, dass man/frau sich nicht gut um das Kind kümmern soll).

    Und die Liebe zum Partner kann in anstrengenden Zeiten (und die Babyzeit ist anstrengend, auch wenn du schreibst, dass es bei dir jetzt nicht extra-anstrengend ist) mal weniger zu spüren sein. Aber sie kann auch wieder aufflammen.

    Wie sprichst du denn mit deinem Partner - wenn du Gespräche versuchst, bei denen du dann nicht an ihn herankommst.


  9. Registriert seit
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    AW: Mit dem Baby ging das Sexleben flöten

    Einerseits schreibst du, dass du abends am liebsten mit deinem Handy zurückziehen würdest.

    Gleichzeitig wünschst du dir mehr Paarzeit mit ihm.

    Wie darf ich mir das vorstellen? Was glaubst du, wie kommt das, was du ihm sagst und wie du ihn behandelst, bei ihm an.

    An seiner Stelle käme ich mir wahrscheinlich ziemlich überflüssig vor.

    Bin ich da, ist es nicht recht. Bin ich arbeiten, wird auch gemeckert. Alles dreht sich nur noch ums Baby und ich fühle ich mich nicht wahrgenommen und nicht willkommen.

    Wenn der Sex leidet, ist das für eine gewisse Zeit verkraftbar. Was ich bei euch aber schon jetzt für kreuzgefährlich halte ist, dass du ihn momentan regelrecht vertreibst.

    Wenn schon kein Sex, dann sollte er sich doch wertgeschätzt und willkommen fühlen. Dann ist er auch sicher gerne bei dir.


  10. Registriert seit
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    AW: Mit dem Baby ging das Sexleben flöten

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen

    Wenn der Sex leidet, ist das für eine gewisse Zeit verkraftbar. Was ich bei euch aber schon jetzt für kreuzgefährlich halte ist, dass du ihn momentan regelrecht vertreibst.

    Wenn schon kein Sex, dann sollte er sich doch wertgeschätzt und willkommen fühlen. Dann ist er auch sicher gerne bei dir.
    Volle Zustimmung.

    Obendrein wird er nicht nur abgelehnt, sondern noch angegiftet, weil er so viel arbeitet.

    Das ist total widersprüchlich - Verhalten und Worte - und beides feindselig.

    Ich würde unter solchen Umständen auch Abstand halten.

    Gehe in dich und überlege dir genau, was du brauchst und was du deinerseits geben willst.
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