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    AW: Ertrage seinen Sohn nicht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Stimmt alles. Gleichzeitig geht genau damit die wichtigste Frage einher: weshalb stört das 'fremde' Kind? Ich würde umschreiben wollen mit 'das nicht eigene Kind', denn fremd ist es nur, weil es fremd bleiben soll. Es könnte auch nahe kommen dürfen. Und damit weniger fremd werden.

    Sich dieser Frage zu stellen, bedarf einigem Mut, wäre aber für alle Beteiligten der ehrlichste und gangbarste Weg. [
    Das ist sicherlich richtig.

    Die Größe ermitteln und umtauschen, was nicht passt. Wenn es so einfach wäre, gäbe es wohl nur noch glückliche, perfekt optimierte Beziehungen. Wegrennen ist zwar eine Alternative, aber wir nehmen uns bekannterweise mit. Und auch ein Kind ist kein Heilsbringer, sondern genau dann wird wiederum die Paarebene geprüft.
    Klar ist es nicht so einfach. Aber wenn man dringend ein leibliches Kind will, kann man diese Option erwägen. Ich würde es tun. Wie die Abwägung ausgehen würde, ist eine andere Frage.

    Wie kommen wir außerdem dazu, andere Menschen verachten zu wollen, wenn diese offenbar nicht einmal bekannt sind, es keine Gespräche gab, das Drama dieser Person nicht bekannt ist.
    Manche menschliche Handlungen sind verachtenswert. Ich muss einen mehrfachen Vergewaltiger nicht näher kennenlernen, um mich von seiner Seele überzeugen zu lassen, sondern erlaube mir, ihn zu verachten für das, was er getan hat. So dieses erwiesen ist. Und ich bin mir sicher, dass es vielen so geht bei Themen wie z.B. sexuellem Kindsmissbrauch. Irgendwo hört das menschliche Verständnis auf. Es gibt m.E. Fälle, wo Menschen nicht mehr Teil einer Gemeinschaft sein sollten. Natürlich ist das überspitzt und trifft sicherlich nicht auf die Mutter des Jungen zu, aber vom Grundgedanken her geht es mir darum, dass manche Handlungen eindeutig sind und Raum für Abscheu geben.

    Wer andere verachtet, verachtet auch sich selbst, zumindest Teile des eigenen Selbst.
    Welche Teile meines selbst verachte ich, wenn ich einen Mann wie o.g. verachte, der z.B. Kinder missbraucht?
    Nur die eigenen Kinder lieben zu können, das halte ich für eine Hypthose, die ich so nicht teilen kann.
    das ist doch okay. :) jeder ist unterschiedlich. Nein, ich habe kein Kind. Aber vielleicht bekomme ich in einigen Jahren eines, ich schließe das nicht aus. Ich bin da noch unschlüssig. Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass ich mein eigenes Kind sehr lieben würde. Egal was es tut. Auch wenn es mich nervt oder anstrengend ist. Aber bei einem nicht leiblichen Kind kann ich mir das nicht vorstellen. Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach kein von Natur aus kinderlieber Mensch bin.

    Du wiederholst das immer wieder, ich glaube, wir haben dich alle verstanden. Eisblume ist dir vielleicht auch nahe. Doch es ist die Frage, ob ihr Bestätigung hilft oder Herausforderung.
    Das stimmt :) ich wollte nur darstellen, dass ich die Gefühle der Te verstehen kann, da doch massiver Widerspruch von anderen userinnen kam. Aber die Te schreibt eh nichts mehr, ich denke, wie jemand anders schon anmerkte, es war ihr Zuviel der Herausforderung.

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    AW: Ertrage seinen Sohn nicht

    Ich würde Eisblume raten, sich scheiden zu lassen. Und dem Mann zum Abschied ein Auto zu schenken, damit er seinen Sohn öfters sehen kann.

    Ich finde, mit ihrem Mann hat sie so einen Griff getan - wo er nicht so total lebenstüchtig ist aber vielleicht an der Aufgabe wachsen kann.

    Und zur Not gibt es Pflegefamilien die älter Kinder nehmen und auch Pflegeheime, wo die Kinder in "Familiengrösse" zu bestimmten Pflegern dazu gehören und auch wie eine Familie funktionieren sollen.

    So schlimm sich ein Heim anhört, so hört sich das zu Hause des Jungen noch schlimmer an. Er braucht Aufmerksamkeit und jemand, der sich um seine Entwicklung und um seine Seele Gedanken macht. Gute Erzieher und Sozialarbeiter machen das und nicht nur beruflich, das wird dann zu einer Lebensaufgabe.

    Ich habe auch schon versucht, eine Pflegemutter für ein älteres Kind zu sein und da könnten sich die Regeln auch etwas lockern. Denn da ist oft noch so viel zu tun. Gerade das Erwachsenwerden ist sehr schwierig wenn man keine guten Vorbilder hat.

  3. Inaktiver User

    AW: Ertrage seinen Sohn nicht

    @annakathrin
    guter Beitrag von Dir stimme Dir voll zu .

    Ich wünsche den beiden Kindern jedenfalls dass sich in ihrem Leben noch alles zum Guten wenden lässt und sich jemand findet der bereit ist ihnen die Fürsorge zu geben die sie so dringend benötigen .

    Man kann auch bei grösseren Kindern durchaus noch einiges wieder gut machen wenn man ihnen Stabilität Wärme und Zuwendung zukommen lässt .
    Zwar müssen sie erst wieder lernen vertrauen zu können aber es lohnt sich allemal sich um sie zu bemühen .

    So weit zu gehen zu sagen die TE solle sich von ihrem Mann trennen würde ich jetzt nicht denn ich finde wenn der " Störenfried Kind " nicht mehr da ist und ihr Leben erschwert können doch beide wieder glücklich und zufrieden miteinander leben.
    Sie ergänzen sich doch gut - was er der etwas unsichere und wenig entscheidungsfreudige nicht hinbekommt kann sie doch für ihn übernehmen
    Und wie ich sie hier nach den kurzen Beiträgen einschätze wird sie dies gerne wieder tun - Spekulation out

  4. Inaktiver User

    AW: Ertrage seinen Sohn nicht

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Ich würde Eisblume raten, sich scheiden zu lassen. Und dem Mann zum Abschied ein Auto zu schenken, damit er seinen Sohn öfters sehen kann.
    Äh, super Idee, Problem gelöst.

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    AW: Ertrage seinen Sohn nicht

    Zitat Zitat von silberklar Beitrag anzeigen
    Ganz dringend anzuraten. Und zwar in alle Richtungen. Wenn mensch es mit einem schwierigen entwicklungsverzögerten Kind zu tun hat, das noch dazu fremd ist, dann braucht niemand den Anspruch an sich haben es lieben zu müssen. Sowas kann sehr verstören und es kann auch Ekel vor körperlichen Defiziten auftreten. Das finde ich ganz normal. Das sollte in einer Therapie bearbeitet und auch offen ausgesprochen werden.

    Ein wichtiger Schritt ist auch, anzuerkennen, dass dieses Kind größere Rechte an dem Mann besitzt, schutzwürdiger ist. Und das es nicht angeht das ich mit dem Gefühl der Abneigung diesen Platz neben dem Mann besetze und damit dem Kind die Chance auf Hilfe nehme.
    Das heißt entweder entwickle ich die Skills mit der Situation in der Art umzugehen das ich für niemanden eine Belastung darstelle oder ich muß schauen das ich weg komme. Wer sonst als die Erwachsenen im Setting sollten erwachsen reagieren und agieren?
    Sehr gut.

    Die Bereitschaft muss da sein, sich auf das Kind einzulassen, sonst klappt gar nichts. In meinem Fall hat mich das Kind oder die Jugendliche motiviert. Ja, sie konnte sehr garstig sein. Ihre Manöver habe ich durchschaut und ein Grinsen habe ich mit oft nicht verkneifen können. Oft war es ein Test, wie weit kann ich gehen, wie reagiert sie (ich) und durchschaut sie meine Absichten. Ja, habe ich und diese Absichten habe ich nicht bedient. Dadurch konnte ich ihr zeigen, kannst machen was Du willst, ich gebe Dich nicht auf. Ich bin zwar manchmal angepieselt, aber meine Zuneigung zu dir, derer kannst du dir immer sicher sein. Und das finde ich, ist ein ganz wichtiger Punkt. Ich mag oder liebe Dich, nur Deine Aktion heisse ich nicht gut. Das Mädchen ist hochintelligent, aber ich konnte gut mithalten. (Schmunzel)

    Um zu dem kleinen Jungen zu kommen, wenn ein Kind einnässt, zeigt es, dass das Kind in höchster seelischer Not ist. Keiner pullert freiwillig in's Bett. Meiner Meinung nach hat er überhaupt keinen Halt und das finde ich nur traurig. An das Kind denken, alles andere ist zweitrangig.
    Geändert von skirbifax (24.04.2019 um 13:40 Uhr) Grund: Zitat repariert
    Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis unsere Seelen uns wieder eingeholt haben.

    indianische Weisheit

  6. Inaktiver User

    AW: Ertrage seinen Sohn nicht

    Zitat Zitat von Dyami Beitrag anzeigen
    Die Bereitschaft muss da sein, sich auf das Kind einzulassen, sonst klappt gar nichts. In meinem Fall hat mich das Kind oder die Jugendliche motiviert. Ja, sie konnte sehr garstig sein. Ihre Manöver habe ich durchschaut und ein Grinsen habe ich mit oft nicht verkneifen können. Oft war es ein Test, wie weit kann ich gehen, wie reagiert sie (ich) und durchschaut sie meine Absichten. Ja, habe ich und diese Absichten habe ich nicht bedient. Dadurch konnte ich ihr zeigen, kannst machen was Du willst, ich gebe Dich nicht auf. Ich bin zwar manchmal angepieselt, aber meine Zuneigung zu dir, derer kannst du dir immer sicher sein. Und das finde ich, ist ein ganz wichtiger Punkt. Ich mag oder liebe Dich, nur Deine Aktion heisse ich nicht gut. Das Mädchen ist hochintelligent, aber ich konnte gut mithalten. (Schmunzel)

    Um zu dem kleinen Jungen zu kommen, wenn ein Kind einnässt, zeigt es, dass das Kind in höchster seelischer Not ist. Keiner pullert freiwillig in's Bett. Meiner Meinung nach hat er überhaupt keinen Halt und das finde ich nur traurig. An das Kind denken, alles andere ist zweitrangig.[/COLOR][/SIZE][/FONT][/I]

    Da bekomme ich Gänsehaut beim Lesen.

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    AW: Ertrage seinen Sohn nicht

    Hallo @Dyami

    Du schreibst sehr schön über Dein Verhalten und wie es auch funktionieren kann.

    Wie hat sich Dein Mann verhalten ? Magst Du das ein bißchen näher beschreiben?

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    AW: Ertrage seinen Sohn nicht

    Zitat Zitat von Dyami Beitrag anzeigen
    ... meine Zuneigung zu dir, derer kannst du dir immer sicher sein. Und das finde ich, ist ein ganz wichtiger Punkt. Ich mag oder liebe Dich ...
    Das ist schön, wenn es bei Dir tatsächlich so war, dass Du
    echte Zuneigung zu dem Kind empfunden hast.

    Aber seitens der TE ist dies nun mal nicht gegeben.

    Das macht für mich schon einen entscheidenden Unterschied,
    was die Ausgangslage betrifft.

    Nur vom Vater würde ich, um es etwas pathetisch auszudrücken,
    diese Art bedingungslose Liebe erwarten.

  9. Inaktiver User

    AW: Ertrage seinen Sohn nicht

    @ Dyami
    Sehr guter Beitrag von Dir - Danke dafür .

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    AW: Ertrage seinen Sohn nicht

    Scheinbar hält das Mitleid mit dem Jungen diesen Thread am Leben.

    Da sich die TE bereits länger nicht mehr einbringt, vermute ich, dass alles "bequatschen" nichts bringen wird.

    Was hilft es, wenn alle etwas anderes wollen wie sie? - und was sie will und fühlt, hat sie anfangs doch klar zum Ausruck gebracht.

    Respektieren wir doch, was die TE zuletzt formuliert hat.

    Der Junge hat seinen Weg, und niemand von uns wird ihm sein Schicksal abnehmen können.

    lg

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