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  1. Moderation Avatar von maryquitecontrary
    Registriert seit
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    AW: Zusammengezogen - Differenzen, Wohnung, Kind

    @Colour: unabhängig von der Wohnfrage, könnt ihr gut miteinander reden?

    Mich würde ja interessieren, welche Vorstellungen und Erfahrungen er von/mit Beziehung hat, wenn er - scheinbar in einer Art "psychic equivalence"-Modus - das räumliche nicht-gemeinsam-Leben für das Ende der Beziehung hält.

    Das klingt - mag allerdings bei mir berufsbedingt sein und absolut auch irrtumsanfällig - nach einem Subtext, der ihm vermutlich auch nicht so klar ist.

    Ich finde da etwas sehr unausgegoren. Kann aus eigener Erfahrung beitragen, da ich mich auch mit einem Mann zusammengetan habe und dann auch in seine Stadt gezogen bin (die ich allerdings liebte und wo ich auch Freunde hatte), der lange für sich gelebt, sich eingerichtet und so weiter hatte. Aber da war Bereitschaft und Platz für "uns" und mich, für Neues und auch für kreative Lösungen. Auch mit zusammen wie getrennt wohnen, die Beziehung wurde davon nicht tangiert. Wobei ich da noch kein Kind hatte, was ja schon eine andere Dynamik mit sich bringt.
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"


  2. Registriert seit
    21.04.2014
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    AW: Zusammengezogen - Differenzen, Wohnung, Kind

    Kann es sein, dass ihr auch eine völlig unterschiedliche Auffassung von "unordentlich" habt?
    Klingt für mich etwas danach.

    Mit diesem Problem leben wir seit 30 Jahren. Mein Mann kann alles gebrauchen, es steht und liegt einfach viel herum. Ich kann es nicht leiden, fühle mich dann irgendwie beengt, fühlt sich an wie Luftnot.

    Das war früher ein bisschen so wie in der Ikea Werbung....

  3. Avatar von schafwolle
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    17.09.2008
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    19.722

    AW: Zusammengezogen - Differenzen, Wohnung, Kind

    Zitat Zitat von Colour Beitrag anzeigen
    … er möchte (noch!) nicht umziehen, will immer dies nicht und das nicht.
    Kann es sein, dass er sich vor dem Grad der Verbindlichkeit ängstigt,
    die eine neue gemeinsame Wohnung in seinen Augen mit sich bringen würde?

    Und dass er diesen Punkt in Gesprächen umgeht, indem er andere
    Gründe vorschiebt?

    Ich glaube, der Ordnungs-Aspekt ist nicht das Ausschlaggebende, denn
    er wäre lösbar.


  4. Registriert seit
    11.09.2015
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    751

    AW: Zusammengezogen - Differenzen, Wohnung, Kind

    Zitat Zitat von Colour Beitrag anzeigen
    J
    Um es noch mal zu konkretisieren; ich bin jetzt nicht jemand, der nicht aktiv wird und keine Konsequenzen zieht, ich bin auch sehr gut in der Lage die Verantwortung zu übernehmen und danach zu handeln. Das bedeutet hier auch, dass ich mir das nicht ewig (nicht noch mehrere Monate) ansehen werde, gerade im Hinblick auf meine Tochter.
    Aber - ich kann sehr gut aushalten, sehr gut ertragen und bin in der Lage sehr flexibel auch auf schwierige Situationen zu reagieren, und da ich das weiß, habe ich hier im Forum gefragt, was ihr mir raten würdet. Nicht, dass ich mich total verrenne, da jetzt zu absolut reagiere. (Morgen ausziehen, sofort alles wieder ummodeln).
    Es ist sehr hilfreich, dass viele von euch auch für eine Deadline sind.
    :-)
    Hm, ich habe hier einen etwas anderen Gedanken... ich kann den Mann ein Stück weit verstehen. Du hast den Kernsatz in einem vorherigen Post gesagt: er sieht eure Bindung nicht gefesstigt und rechnet damit, dass die Beziehung kaputt gehen könnte. Dadurch ist es für mich komplett verständlich, dass er nicht umziehen will, da er nicht doppelten Stress haben will, wenn es zerbröckelt.

    Frage ist eher, wieso sieht er eure Sache so instabil. Vielleicht bewirkt gerade deine Sprunghaftigkeit bei ihm so etwas. Du wirkst sehr selbstsicher, sehr klar und strukturiert im Kopf, voller Pläne, Visionen, ich vermute einfach, er kommt da gar nicht hinterher. Er hatte wohl ein bequemes solo Leben, wo er gelebt hat wie er wollte, und fragt sich jetzt, wo die Reise hingeht. Mit diesen deadlines bewirkst du nur eins: er wird sich stur stellen und sagen: ja, ich hatte recht. Sie will gehen.

    Ich würde viel mehr da ansetzen, dass wir nun mal sehr unterschiedliche Menschen sind. Ihr könnten zB gemeinsam "ausmisten". Besprechen, wer was behalten will. Erinnerungsstücke tatsächlich in den Lagerraum fahren, Möbel, die ihr nicht mehr wollt, weggeben, verkaufen. Ich war gerade bei Ikea, es gibt richtig tolle Packmöglichkeiten, wie man Schränke und Räume besser verwenden kann. Ich würde erstmal da ansetzen, wo ich bin, und versuchen da das beste draus zu machen. Und wenn das nach Monaten nicht klappt, kann man immer noch weiter denken.

    Er soll sich halt einfach nicht so in die Ecke getrieben fühlen. Ich bin auch eher so, wie Du. Aktiv, voller Pläne, ich weiß schon jetzt, wo ich 2020 hin will. Mein Partner ist nicht so. Ich muss ihm das immer vorher schmackhaft machen :-)

    Wenn du diesen Mann liebst, versuche ihn näher zu dir zu bringen und deinen Plänen, und ihm zu zeigen, wie toll das sein kann. Aber, bad news, du musst auch bisschen näher zu ihm rücken, und ihn verstehen. Wieso er so tickt, wovor er Angst hat, wieso er denkt, es wird mit euch zu Ende gehen etc. Es ist halt so, als würde eine Schnecke und eine Katze sich treffen, und sich beschnuppern und "befühlen". Und dann ein gemeinsames Tempo finden, womit beide glücklich sind: Schnecke schliddert bequem auf der Straße, Katze spielt drumrum und springt im Gras umher, aber immer um die Schnecke rum :-) Blödes Bild vielleicht, aber es trifft es ein bisschen... :-)


  5. Registriert seit
    30.10.2015
    Beiträge
    179

    AW: Zusammengezogen - Differenzen, Wohnung, Kind

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    @Colour: unabhängig von der Wohnfrage, könnt ihr gut miteinander reden?

    Mich würde ja interessieren, welche Vorstellungen und Erfahrungen er von/mit Beziehung hat, wenn er - scheinbar in einer Art "psychic equivalence"-Modus - das räumliche nicht-gemeinsam-Leben für das Ende der Beziehung hält.

    Das klingt - mag allerdings bei mir berufsbedingt sein und absolut auch irrtumsanfällig - nach einem Subtext, der ihm vermutlich auch nicht so klar ist.

    .
    An der Berufskrankheit leide ich doch auch, also alles gut.
    Zuerst - ja, wir können miteinander reden, ziemlich gut sogar, wenn wir uns die Zeit nehmen und es auch wirklich wollen. Das ist oftmals nicht der Fall, weil eben auch Alltag und Zeit mit Kind und er eben auch nicht so die Bereitschaft in sich trägt, sich akut mit Problemen auseinanderzusetzen. Er wartet lieber ab.

    Seine Beziehungsvorstellungen - die kann ich nur zum Teil erläutern, da ich natürlich nur mit ihm das besprechen kann, was ihm auch bewusst ist. Er möchte halt sehr viel (alles) teilen, ist da eher abhängiger von der Struktur her, möchte eben auch zusammen leben, zusammen einkaufen, viel besprechen, einfach wirklich zusammen sein. Das geht soweit, dass er ein bisschen *beleidigt* war, dass ich mir kurzerhand ein Fahrrad gekauft habe, ohne das mit ihm abzusprechen. Er wäre halt gern mitgekommen.

    Unbewusst, vorbewusst ist er durch die sehr enge, in meinen Augen auch eher abhängigem Beziehung seiner Eltern geprägt. Die machen alles, wirklich alles, zusammen und seine Mutter ist auch nie arbeiten gegangen, hat sich immer um Haus, Garten und Kinder gekümmert. (Ich werte das nicht ab, aber ich bin eben nicht so.)

    Ich bin da anders, ich entscheide Dinge selbst, bin aktiv, sehr unabhängig, auch selbst beruflich ganz gut aufgestellt, meine Eltern sind auch schon ewig verheiratet, sehr glücklich, fahren aber auch mal allein in den Urlaub und haben viele eigene Interessen. Bin da anders geprägt.
    Ich möchte auch ein echtes in Beziehung gehen, mit Kommunikation, Vertrauen und so weiter, aber ich muss halt nicht alles gemeinsam machen.

    Ja, das spielt auch eine Rolle. In seinen vorherigen Beziehungen hatte er auch eher Frauen, die von ihm abhängig waren.
    Und ja, er macht Platz, aber vermutlich brauche ich noch mehr Platz, als er machen kann, im übertragenen Sinne damit vermutlich auch mehr Unabhängigkeit, als er gewohnt ist und will.

    Noch mal zum Thema Platz für uns - er macht Platz. Und er nimmt uns auch an und schätzt uns, liebt meine Tochter auch sehr. Und von seinen Kollegen und seiner Familie habe ich auch diverse Rückmeldungen bekommen, dass es wunderbar ist, dass er uns jetzt hat und wie sehr er sich verändert, wie gut wir ihm tun.

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass ihr auch eine völlig unterschiedliche Auffassung von "unordentlich" habt?
    Klingt für mich etwas danach.

    Mit diesem Problem leben wir seit 30 Jahren. Mein Mann kann alles gebrauchen, es steht und liegt einfach viel herum. Ich kann es nicht leiden, fühle mich dann irgendwie beengt, fühlt sich an wie Luftnot.
    .
    Ja. Genau so.

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass er sich vor dem Grad der Verbindlichkeit ängstigt,
    die eine neue gemeinsame Wohnung in seinen Augen mit sich bringen würde?
    Na ja, das ist auch wahr - aber er war eigentlich derjenige, der mehr von absolut gemeinsamer Zukunft gesprochen hat, mit gemeinsamen Kindern, als ich. Für mich ist Vieles in Ordnung und gut. Aber ja, er hat auch Angst vor der absoluten Verbindlichkeit. Er soll mich aber nicht gleich heiraten. Ich habe da auch Verständnis für, er ist halt auch in einer anderen Situation als ich.

    Zitat Zitat von louise8 Beitrag anzeigen

    Frage ist eher, wieso sieht er eure Sache so instabil. Vielleicht bewirkt gerade deine Sprunghaftigkeit bei ihm so etwas. Du wirkst sehr selbstsicher, sehr klar und strukturiert im Kopf, voller Pläne, Visionen, ich vermute einfach, er kommt da gar nicht hinterher. Er hatte wohl ein bequemes solo Leben, wo er gelebt hat wie er wollte, und fragt sich jetzt, wo die Reise hingeht. Mit diesen deadlines bewirkst du nur eins: er wird sich stur stellen und sagen: ja, ich hatte recht. Sie will gehen.

    Ich würde viel mehr da ansetzen, dass wir nun mal sehr unterschiedliche Menschen sind. Ihr könnten zB gemeinsam "ausmisten". Besprechen, wer was behalten will. Erinnerungsstücke tatsächlich in den Lagerraum fahren, Möbel, die ihr nicht mehr wollt, weggeben, verkaufen. Ich war gerade bei Ikea, es gibt richtig tolle Packmöglichkeiten, wie man Schränke und Räume besser verwenden kann. Ich würde erstmal da ansetzen, wo ich bin, und versuchen da das beste draus zu machen. Und wenn das nach Monaten nicht klappt, kann man immer noch weiter denken.

    Er soll sich halt einfach nicht so in die Ecke getrieben fühlen. Ich bin auch eher so, wie Du. Aktiv, voller Pläne, ich weiß schon jetzt, wo ich 2020 hin will. Mein Partner ist nicht so. Ich muss ihm das immer vorher schmackhaft machen :-)

    Wenn du diesen Mann liebst, versuche ihn näher zu dir zu bringen und deinen Plänen, und ihm zu zeigen, wie toll das sein kann. Aber, bad news, du musst auch bisschen näher zu ihm rücken, und ihn verstehen. Wieso er so tickt, wovor er Angst hat, wieso er denkt, es wird mit euch zu Ende gehen etc. Es ist halt so, als würde eine Schnecke und eine Katze sich treffen, und sich beschnuppern und "befühlen". Und dann ein gemeinsames Tempo finden, womit beide glücklich sind: Schnecke schliddert bequem auf der Straße, Katze spielt drumrum und springt im Gras umher, aber immer um die Schnecke rum :-) Blödes Bild vielleicht, aber es trifft es ein bisschen... :-)
    Nein, gar nicht blöd, vielen Dank für deine Gedanken. Ja, so ist das auch. Er hat auch das Gefühl, dass er bei mir nicht hinterherkommt. Und ich erwarte von ihm vermutlich auch, dass er mein Tempo mitgeht. Und das funktioniert natürlich so nicht. Und mir geht das dann alles zu langsam. Da ist wirklich etwas dran.
    Er ist übrigens jetzt auch nicht der Langsamste und auch kein echter Trödler, oder so. Er hat auch gute Ideen, ist fit und kommunikativ, aber eben nicht so eine, eben auch manchmal sehr impulsive, Rakete wie ich.

    Danke für die wertschätzenden Antworten. Hilfreich noch mal auf eure Fragen zu antworten, bringt mich noch mal mehr in die Reflektion.

  6. Avatar von Sugarnova
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    18.879

    AW: Zusammengezogen - Differenzen, Wohnung, Kind

    Wie lange würde es denn dauern, eine Grundordnung reinzubringen?


  7. Registriert seit
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    4.168

    AW: Zusammengezogen - Differenzen, Wohnung, Kind

    Liebe Colour, WOLLTE er überhaupt mit Euch zusammenziehen?

    Du hast alles aufgegeben: Job, Wohnung, Nähe zum Kindsvater, Deine Freunde, etc.
    Und er? NICHTS. Er hat tatsächlich nichts dafür getan, mit Euch zu leben. Nicht mal Platz gemacht.

    Du schreibst, Ihr habt Euch gemeinsam Wohnungen angeschaut, es waren schöne Wohnungen dabei aber nichts passte ihm.

    Sei mir nicht böse aber für mich klingt es danach, dass er überhaupt nicht mit Dir zusammenziehen wollte. An jeder potentiellen Wohnung hatte er etwas auszusetzen. Klingt nach Taktik "finden wir keine Wohnung, ziehen wir auch nicht zusammen".
    Eventuell hat er nicht damit gerechnet, dass Du irgendwann sagst "na gut, dann ziehen wir halt erstmal zu Dir und suchen in Ruhe weiter".

    Ich würde an Deiner Stelle wieder in meine alte Heimat ziehen.


  8. Registriert seit
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    AW: Zusammengezogen - Differenzen, Wohnung, Kind

    Doppelt


  9. Registriert seit
    10.04.2018
    Beiträge
    169

    AW: Zusammengezogen - Differenzen, Wohnung, Kind

    Hallo,
    ich habe verstanden, daß es dem Kind gut geht und es genug Platz hat,
    und daß eigentlich Du ein eigenes Zimmer für Dich allein brauchst.
    Und daß er aber so zufrieden ist, weil er mehr Nähe zu Dir will,
    und daher mit einem gemeinsamen Zimmer vollauf zufrieden ist.

    Und, daß Du zusätzlich die Wohnung zu vollgepackt findest.
    Ich würde an diesem Punkt ansetzen.
    "Seine teure Sammlung" würde ich ins Schlafzimmer packen,
    und das meiste andere einlagern lassen,
    mit dem Argument, daß die Wohnung insgesamt kindgerecht sein muß.
    Zusätzlich überall Hello-Kitties, Rosa Einhörner und Prinzessin-Lilifee-Deko anbringen.
    Und Steckdosensicherungen. Und Nachtlichter. Und Sterne an die Decke kleben.
    Und kleine Bänkchen. Und eine niedrige Garderobe. Und einen großen Kaufladen.

    Dabei sollte insgesamt so viel Platz freiwerden, daß Du Dir zumindest erstmal einen eigenen Schreibtisch ins Wohnzimmer stellen kannst.
    Bleib dran,
    Gruß, S12
    Geändert von Silvia12 (15.04.2019 um 19:14 Uhr)

  10. Avatar von Rotweinliebhaberin
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    AW: Zusammengezogen - Differenzen, Wohnung, Kind

    Zitat Zitat von Silvia12 Beitrag anzeigen
    Zusätzlich überall Hello-Kitties, Rosa Einhörner und Prinzessin-Lilifee-Deko anbringen.
    ************************************************** ******************

    „Nimm Dein Leben ein bisschen in die Hand. Wenn Du es gut behandelst, dann beisst es auch nicht! “
    [Geschenkt von Gustave]

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