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  1. Registriert seit
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    AW: Bringt uns eine REHA eine Verbesserung im Alltag???

    Natzke, liebst du deinen Mann?

    Ich bin ehrlich gesagt etwas erstaunt über

    a) deine Wortwohl teilweise
    b) darüber, dass du recht wenig Verständnis zu haben scheinst



    Ich lese das so:

    Dein Mann:

    hat ein massives Trauma durch die "Verschüttung" davon getragen + weiterer Unfall, der ja beträchtlich gewesen zu sein scheint, wenn er so lange Krank war.

    hat ein massives Problem mit Verkehrslärm (da ist er nicht der einzige auf Gottes Erden...).
    Ist der LKW-Lärm schon mal objektiv gemessen worden?

    ist er willig und in der Lage sich einer psych. Reha zu unterziehen (da gibts auf Gottes Erde nicht soviele )

    DU:

    bist genervt.
    wirfst ihm vor (latent und schätze ich, auch offen), dass er nicht mehr funktioniert
    dass er euer schönes Leben im schönen von anderen beneideten Aussiedlerhof madig macht. Durch seine "Spinnerei" (sic!)
    ziehst euer Kind hinein in einen massiven Loyalitätskonflikt, in dem du deinen Sohn dazu bringst Partei für dich zu ergreifen.
    Conclusio: Dein Mann soll nicht so spinnen/anstellen/rein steigern damit DEIN schönes Leben problemlos weiter läuft.

    Tu ich dir sehr unrecht?

    Aus deiner Sicht hast du sogar Recht. Das alles macht DEIN Leben kaputt. DU hast diese ganzen Probleme nicht.
    Nur, das alles trägt null zur Verbesserung oder gar Lösung bei.

    Hoffst du, dass ihm in der Reha beigebogen wird, sich zusammen zureißen? Dass er nach Vollzug der REHA wieder "normal" ist?
    Das könnte sich als Trugschluss herausstellen...

    Was machst du, wenn er die Situation einfach nicht mehr aushält? Warum auch immer?

  2. Avatar von Spadina
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    AW: Bringt uns eine REHA eine Verbesserung im Alltag???

    Ich glaube, die Antworten kommen hier sehr laut aus einer Richtung, die auch störend wirken....
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.


  3. Registriert seit
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    AW: Bringt uns eine REHA eine Verbesserung im Alltag???

    Ich denke auch das dem Mann erstmal ein klinik Aufenthalt gut tun würde.
    Dort könnte er an allem arbeiten. An dem Trauma, und auch daran sich von seinen Eltern abzugrenzen wenn sie ihm auf die nerven gehen.
    Die Reha würde ich als sinnvoll ansehen wenn man sie als Anschlussheilbehandlung nimmt.
    Gut das er schon im Bekanntenkreis mit jemanden gesprochen hat, der psychologe ist. Vielleicht kann er den auch nochmal zu rate ziehen.
    Vor allem aber muss er selbst leidensdruck verspüren und selbst was tun wollen. Nur so unter dem Motto : Na gut, dann mach ich das ebend......wird es nicht funktionieren.
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können


  4. Registriert seit
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    AW: Bringt uns eine REHA eine Verbesserung im Alltag???

    Oh ja, ich liebe meinen Mann.

    Und ja, du tust mir sehr unrecht.
    Ich unterstütze ihn wo es nur geht und nein, mein Sohn muss keine Partei ergreifen und schon gar nicht für mich.
    Er ruiniert nicht MEIN Leben, denn wir haben nur ein GEMEINSAMES Leben. Und das runinert er auch nicht.
    Ich unterstütze ihn bei dem Gedanken ein neues Haus zu bauen. Dieses liegt schon fix und fertig geplant auf dem Tisch und der Vertrag muss nur noch unterschrieben werden. Selbst ein Bauplatz ist schon reserviert. MIR gefällt der Platz mittlerweile sehr gut. ER hat ihn ausgesucht. Nur leider ist dort meiner Meinung nach das Problem mit dem Lärm nicht gelöst, weil es dort nicht leiser ist. Wenn ich egoistisch wäre, dann würde ich mir darüber sicher keine Gedanken machen. Denn wer ist nicht gerne in einem neuen Haus, komplett geplant nach seinen Vorstellungen auf einem Grundstück in Standardgröße mit wenig Arbeit ums Haus rum und um so mehr Freizeit. Das habe ICH jetzt alles nicht....

    ... und trotzdem gefällt es mir zu Hause sehr gut und wir haben sehr viel aufgebaut und ich bin mehr als bereit das aus Liebe alles aufzugeben. ABER: Ich glaube nicht, dass ein Ortswechsel seine Probleme löst.

    Wenn ich so egoistisch wäre, wie manche mir hier vorwerfen, hätte ich sicher nicht einen REHA-Antrag in die Wege geleitet. Die nächsten vier Wochen oder auch länger verlangen von mir auch einiges ab. Wir haben wie gesagt ein großes Anwesen, das gepflegt werden will. Allein das Rasen mähen dauert bei uns 3-4 Stunden pro Woche. Ganz abgesehen von den ganzen Tieren ums Haus rum, die morgens und abends gefüttert werden möchten. Und ja, ich arbeite auch noch 90 %.

    Ich hoffe nur, dass er es schafft in der Reha etwas "runter" zu kommen. Zu Hause findet er absolut keine Entspannung mehr. Er arbeitet auch eindeutig zu viel. Vielleicht denkt er dann einmal darüber nach, welche Vorzüge das Leben außer Arbeit noch zu bieten hat.

    Ich weiß nicht, wie ich es formulieren soll, aber vielleicht versteht der eine oder andere was ich meine.


  5. Registriert seit
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    AW: Bringt uns eine REHA eine Verbesserung im Alltag???

    Ich versteh dich wohl.
    Aber wenn du meinst das mit dem neuen Haus bringt nichts dann lasst das erstmal.
    Er hat seine psychischen Problemen, an denen er am besten arbeitet.
    Und der Hof, wenn ihr das nur mit Mühe schafft.....überlegt euch was ihr ändern könnt.
    Hilfe dazu nehmen oder Tiere reduzieren ?
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
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  6. Registriert seit
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    AW: Bringt uns eine REHA eine Verbesserung im Alltag???

    Die Arbeit ums Haus schaffen wir gemeinsam sehr gut. Die Tiere werden auch nach und nach abgebaut. Die dürfen alle sterben und werden nicht mehr ersetzt. Das ist eine Frage der Zeit bis alle weg sind.

    Das Haus möchte er unbedingt bauen und da auch sehr viel selber machen. Er hat sich bisher immer zur Problemlösung in Arbeit gestürzt anstatt sich den Problemen zu stellen. Daher auch das Haus, vermute ich zumindest...

    Ein Beispiel vielleicht von vor ein paar Jahren: Er hatte kurzfristig einen Job, der ihm gar keinen Spaß gemacht hat. Er ist nach 25 Jahren in einem Familienbetrieb in eine größere Fabrik, wo man nur eine Nummer ist. Damals hat er mit Joggen angefangen bis hin zum Marathon. Damals habe ich ihm schon gesagt, dass das "Wegrennen" nichts bringt und er etwas an seiner Arbeissituation ändern muss. Das hat er dann auch getran und ist seit 5 Jahren wieder glücklich im Job, hat geregelte Arbeitszeiten und auch sonst ist alles geklärt. Nur leider arbeitet er noch nebenher... :-(


  7. Registriert seit
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    AW: Bringt uns eine REHA eine Verbesserung im Alltag???

    Es geht im Grunde doch immer noch um das Trauma.
    Da wird es immer wieder einen Trigger geben.
    Er kann sich jetzt mit Hausplanung und Bau beschäftigen. Damit blendet er Alles andere vielleicht aus.
    Danach kann es wieder auftauchen. Du kannst sowieso nichts machen. Aber du kannst dich mit dem Gedanken vertraut machen: wenn er seine Probleme verdrängt stehen sie schnell wieder da.
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  8. Registriert seit
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    AW: Bringt uns eine REHA eine Verbesserung im Alltag???

    @farfalle61

    Du sprichst mir aus der Seele. Genau diese Befürchtung habe ich auch... Ein Umzug in eine andere Gegend ändert meiner Meinung nach absolut gar nichts, außer, dass er die nächsten drei Jahre ein Bauprojekt hat in das er sich stürzen kann... und körplich macht er sich dabei noch ganz kaputt...

  9. Avatar von Spadina
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    AW: Bringt uns eine REHA eine Verbesserung im Alltag???

    Wenn ich so egoistisch wäre, wie manche mir hier vorwerfen, hätte ich sicher nicht einen REHA-Antrag in die Wege geleitet. Die nächsten vier Wochen oder auch länger verlangen von mir auch einiges ab. Wir haben wie gesagt ein großes Anwesen, das gepflegt werden will. Allein das Rasen mähen dauert bei uns 3-4 Stunden pro Woche. Ganz abgesehen von den ganzen Tieren ums Haus rum, die morgens und abends gefüttert werden möchten. Und ja, ich arbeite auch noch 90 %.

    Ich hoffe nur, dass er es schafft in der Reha etwas "runter" zu kommen. Zu Hause findet er absolut keine Entspannung mehr. Er arbeitet auch eindeutig zu viel. Vielleicht denkt er dann einmal darüber nach, welche Vorzüge das Leben außer Arbeit noch zu bieten hat.

    Ich weiß nicht, wie ich es formulieren soll, aber vielleicht versteht der eine oder andere was ich meine.
    Doch, ich finde es sehr egoistisch, dass du einen Antrag auf Reha gestellt hat, nicht ER.

    ER muß tief im Innern wollen, dass er sich mit seinen Lebensdramen auseinandersetzt. Du erhoffst dir, dass ER runterkommt.

    Du erfaßt das Problem meines Erachtens nicht so richtig, dass ER aktiv werden muß.

    Und wenn es an der geplanten Baustelle für dich gefühlt nicht ruhiger ist, würde ich das doch technisch mal ausplotten lassen. Das wäre doch ein schlagkräftiges Argument, schwarz auf weiß..... Hier xxx Dezibel, dort yyy Dezibel....

    Sonst löst ein Neubau mit seinen ganzen Unkosten doch das Problem NULL....

    Deine Erwartungshaltung dürfte total zu hochgegriffen sein, du hast auch keine Vorstellung, wie das in einer psychosomatischen Klinik real abläuft. Wenn er da nicht mitspielt, von der 1. Stunde an, bringt das gar nichts.
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    Ich bin die, die ich bin.


  10. Registriert seit
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    AW: Bringt uns eine REHA eine Verbesserung im Alltag???

    Nein. Egoistisch sehe ich sie da gar nicht. Eher hilflos dastehend.
    Die Reha: sport, kreatives gestalten, 1 Stunde Therapie die Woche. Mit der Stunde ist gerade mal ein kleiner Anfang gemacht.
    Aber gross was bringen tut das nicht.
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    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

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