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  1. Registriert seit
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    Das liebe Geld...

    Hallo liebe Bri-Com,

    nach längerer Zeit bin ich mal wieder online, um ein Thema mit euch „durchzuackern“.
    Es brennt mir jetzt nicht unter den Nägeln und es brennt auch nicht der Hut, aber dennoch würden mich eure Meinungen dazu interessieren.

    Ich bin seit zweieinhalb Jahren mit meinem Partner zusammen, seit Juli 2017 wohne ich bei ihm. Er hat eine Eigentumswohnung, die – bis auf die Wohnbauförderungsrückzahlung – abbezahlt ist.
    Bei meinem Einzug haben wir einvernehmlich vereinbart, dass ich ihm 400 € im Monat anteilsmäßig an Miete, Betriebskosten und Auto(benützung) überweise. Ich hatte zwar ein eigenes Auto, dieses habe ich aber weggegeben und wir haben gemeinsam beschlossen, uns ein „Spaßauto“ zuzulegen, für das ich eben über diese 400 € auch anteilsmäßig bezahle. Entgegen der ursprünglichen Vereinbarung, dass ich immer und zu jeder Zeit ein Auto zur Verfügung haben werde (ob nun seinen Firmenwagen oder das Spaßmobil), haben wir nun das Privatauto nur in den Sommermonaten/wärmeren Monaten angemeldet. In der restlichen Zeit kann ich – sofern mein Partner es natürlich nicht selbst benötigt – mit seinem Firmenwagen fahren bzw. holt und bringt er mich auch mal zu Terminen.

    So weit, so gut. Nun bin ich schon seit langer Zeit richtig unglücklich in meinem Job, da ich in dem Thema, das ich bearbeite, einfach keinen Sinn sehe. Mein Freund weiß das natürlich. Jetzt würde sich eventuell eine Chance auf einen neuen Job auftun, der zu 100% meinen Interessen und Kompetenzen entspricht und ich wäre Feuer und Flamme dafür, wenn es nicht einen Haken gäbe:

    Er ist auf 30 Wochenstunden beschränkt. Aktuell arbeite ich Vollzeit, also 40 Stunden, und das (gute!) Geld, das ich verdiene, brauche ich einfach, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

    Ja, ich gebe zu, wir leben gut, sind viel unterwegs, gehen Skifahren, machen Kurzurlaube, gehen essen, kaufen uns teure Klamotten. Das sage ich nicht deswegen, um zu demonstrieren, was wir für Luxusmenschen sind, sondern weil dies wirklich absolut meiner Wunschvorstellung von einem erfüllten Leben entspricht.

    Reduziere ich meine Stunden, kann ich mir sicherlich nicht mehr den Lebensstandard leisten, den ich aktuell habe, bin aber vielleicht allgemein ausgeglichener und glücklicher, da ich nicht mehr mit einem Thema zu tun haben muss, das mich anwidert.

    Ich habe mich noch nicht entschieden, was ich mache, habe aber sehr wohl natürlich mit Freundinnen darüber gesprochen und da kam ich drauf, dass zwei Freundinnen unabhängig voneinander ziemlich – wie soll ich sagen – überrascht waren, als sie gehört haben, dass ich meinem Freund 400 € im Monat überweise UND auch noch für die Lebensmittel und Haushaltsartikel aufkomme. Mein Freund im Gegenzug bezahlt dafür größtenteils Essen und Getränke, wenn wir unterwegs sind, was sicherlich auch nicht wenig ist…. Beim Urlaub bezahlt allerdings jeder seinen Anteil selbst und auch meine Klamotten kaufe ich mir selbst.

    Bisher hatte ich nicht großartig über diese Aufteilung nachgedacht, nun aber, wo es um die Jobentscheidung geht und eben zwei Freundinnen der Meinung sind, dass das nicht fair ist, frage ich mich, wie ihr das seht.

    So, ich denke, das ist nun mal genug Info fürs Erste, schießt los, fragt mir Löcher in den Bauch. ;-)

    Liebe Grüße,
    roter_veltliner


  2. Registriert seit
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    AW: Das liebe Geld...

    Ich würde verhandeln - und zwar in alle Richtungen. Zum einen mit dem potentiellen neuen Arbeitgeber, damit da vielleicht etwas mehr rausspringt als angedacht, so dass der Sprung runter auf eine 30-Stunden-Woche nicht zu drastisch ist. Zum anderen mit Deinem Partner. Ich würde ihm vorschlagen, die Betriebskosten für das Wohnen (also Nebenkosten, die Du ja auch verursachst) zu bezahlen und den Mietanteil soweit zu streichen oder zumindest drastisch zu kürzen. Zumal die Wohnung ja weitgehend abbezahlt ist.
    Ansonsten würde ich mir überlegen, ob das Wunschleben mit einem 30 Stundenjob überhaupt vereinbar ist und deshalb einfach jobmäßig erst mal weitersuchen, bis der passende einträgliche Job gefunden ist. Vielleicht gibt es ja einen lachenden Dritten.


  3. Registriert seit
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    AW: Das liebe Geld...

    Verhandeln mit dem Arbeitgeber ist nicht drin. Es ist und bleibt definitiv eine 30-Stunden-Stelle.

    Das Job-Problem ist zwar ein großes Problem, das mich schon länger bedrückt, aber der Nebenschauplatz, der sich nun aufgetan hat, sprich: dass Freunde von mir meinen, es sei nicht fair von meinem Partner, mir quasi 400€ im Monat abzuknöpfen, beschäftigt mich aktuell auch.

  4. Avatar von Loop1976
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    AW: Das liebe Geld...

    Zitat Zitat von roter_veltliner Beitrag anzeigen
    dass Freunde von mir meinen, es sei nicht fair von meinem Partner, mir quasi 400€ im Monat abzuknöpfen, beschäftigt mich aktuell auch.
    wieso glauben die, es sei nicht fair?
    die wohnen alle umsonst?
    hast du vorher umsonst gelebt?
    du hast ein spaßauto und wohnen für 400 euro. wo soll das unfair sein?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


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  5. Moderation Avatar von ganda55
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    AW: Das liebe Geld...

    Hallo veltliner! Schön, mal wieder von dir zu lesen.

    400 Euro samt Autoanteil sowie Hol- und Bringdienste fände ich für meine Unabhängigkeit keineswegs zu viel bezahlt. Du hast hoffentlich einen gültigen Mietvertrag für die Wohnung und ein eigenes Zimmer. Dass du für deinen Eigenverbrauch auch selber aufkommst, halte ich auch für selbstverständlich in einer Partnerschaft auf Augenhöhe.

    Was meinen denn die Freundinnen, wo dir zu viel abverlangt wird?

    Zum Job: Bekämst du das gleiche Gehalt, nur ein Viertel weniger (bei 4000 Euro vorher jetzt 3000 in etwa)? Da liegt die Rechnung bei dir. Ein Viertel weniger Luxus muss ja nicht keinen Luxus bedeuten. Du überlegst halt deine Ausgaben sorgfältiger und greifst mal bei einem Stück nicht zu. Ein Job, auf den du dich freust und den du dann gern machst wiegt das psychisch wieder auf. Aber diese Wertigkeiten musst du selbst herausfinden.

    Ansonsten freu ich mich riesig, dass es dir gutgeht. Du machst jedenfalls momentan diesen Eindruck.
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    John Malkovich über Social Media und Co, Interview Augsburger Allgemeine Zeitung, 15.12.2018

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  6. Registriert seit
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    AW: Das liebe Geld...

    Zitat Zitat von roter_veltliner Beitrag anzeigen
    Verhandeln mit dem Arbeitgeber ist nicht drin. Es ist und bleibt definitiv eine 30-Stunden-Stelle.

    Das Job-Problem ist zwar ein großes Problem, das mich schon länger bedrückt, aber der Nebenschauplatz, der sich nun aufgetan hat, sprich: dass Freunde von mir meinen, es sei nicht fair von meinem Partner, mir quasi 400€ im Monat abzuknöpfen, beschäftigt mich aktuell auch.
    Abgesehen davon, dass es niemanden etwas angeht: rechne doch selbst: Miete eigene Wohnung, Versicherungen, und Auto und KFZ Versicherung etc. pp - ich wette du liegst bei weit mehr als 400 Euro.


    Und - 30 Stunden sind nicht zwingend sooo viel weniger netto. Rechne es dir mal aus. Du gewinnst viel - neben der Zufriedenheit im Job auch Zeit. Unbezahlbar!!

  7. Avatar von Loop1976
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    AW: Das liebe Geld...

    Zitat Zitat von roter_veltliner Beitrag anzeigen
    Reduziere ich meine Stunden, kann ich mir sicherlich nicht mehr den Lebensstandard leisten, den ich aktuell habe, bin aber vielleicht allgemein ausgeglichener und glücklicher, da ich nicht mehr mit einem Thema zu tun haben muss, das mich anwidert.
    die stunden reduzieren bedeutet weniger lebensstandard. bedeutet auch weniger geld in die rentenkasse.

    was, wenn du irgendwann alleine da stehst? verdienst du dann genug, um dein leben zu finanzieren?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

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  8. Registriert seit
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    AW: Das liebe Geld...

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    wieso glauben die, es sei nicht fair?
    die wohnen alle umsonst?
    hast du vorher umsonst gelebt?
    du hast ein spaßauto und wohnen für 400 euro. wo soll das unfair sein?
    Sie finden, es sei nicht fair, da er eine abbezahlte Wohnung hat und ich im Falle einer Trennung dann mit nichts dastehe. Außerdem verdiene er viel mehr als ich (was auch stimmt) - wie gesagt, ich gebe nur deren Meinung wieder.
    Und nein, ich habe natürlich vorher nicht gratis gelebt, ich habe mit meinem Ex zu gleichen Anteilen eine Mietwohnung bezahlt.
    Finde es aber gut, dass du es anders siehst als die zwei Mädels, ich hatte nach diesen Gesprächen mit ihnen fast schon ein wenig Ärger meinem Freund gegenüber verspürt...


  9. Registriert seit
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    AW: Das liebe Geld...

    Auch wenn die Wohnung abgezahlt ist, kostet sie Wohngeld und Instandhaltungsrücklage, Hausratversicherung, Telefon, Internet, Strom, Gas. Obendrauf kommt noch das Spaßauto. Das für 400 € finde ich nicht teuer - ohne Zahlen zu kennen.

    Vielleicht geht er mit dem Preis runter und dafür werden die Rechnungen für das auswärtsessen und Ausgehen geteilt. Wäre ein guter Deal für ihn.

  10. Avatar von Kitty_Snicket
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    AW: Das liebe Geld...

    Wie seid ihr damals auf die 400 Euro gekommen?
    Habt ihr schon mal ein gemeinsames Budget erstellt?
    Sind die Ausgaben für Lebensmittel und Haushaltsartikel ungefähr gleichviel wie die für Essengehen/Getränke?

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