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  1. Inaktiver User

    AW: Weiter - wenn ja, wie?

    Wenn ich mir das durchlese, habe ich das Gefühl, dass Dein Mann ein Energieräuber ist. Der abzieht und abzieht, bis man leer zurückbleibt.
    Das Initiativen von Dir ausgehen, sehr ich gar nicht als schlimm an, dass ist ja in vielen Beziehungen so, dass einer der Motor ist.
    Aber dieses ständige "hochziehen", diese bei Laune halten finde ich sehr anstrengend.
    Hatte ich auch.
    Nach 33 Jahren habe ich mich getrennt. Und bereue es nicht.
    Aber das muss natürlich jeder selbst wissen. Man macht ein Stück weit die "heile" Familie kaputt. War jedenfalls bei mir so.
    Alle Höhepunkte der Kinder müssen strikt getrennt werden, weil er eine Zusammenkunft mit mir seelisch nicht erträgt.
    Auch nicht einfach.

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    AW: Weiter - wenn ja, wie?

    Ich sehe das Problem da, wo die TE 30 Jahre lang alles allein gestemmt hat, was eigentlich in einer guten Partnerschaft auf 4 Schultern gestemmt werden sollte.

    Klar ist, dass der Mann sich zuruecklehnt und nichts in Angriff nimmt, die Frau wirds schon richten, und siehe da, sie tut es ja auch, er kann sich in Ruhe fortbilden, studieren, neue Freunde suchen, sie arbeitet, schafft Geld ran, kuemmert sich um die Kinder, den Haushalt, die Beziehung, welch ein Leben fuer den Mann. Warum sollte er das freiwillig aufgeben?

    Und wenn sie aufmuckt, dann ist er der Hilflose, derjenige, der nichts dafuer kann, der ja vor 25 (!) Jahren ihretwegen von seinen Kumpels weggerissen wurde, des wegen muss sie das jetzt alles ertragen, dass ist noch lange nicht abgebüsst!

    Du kannst die Beziehung nur retten, wenn du jetzt mal die gemeinsamen Aufgaben gleichmaessig verteilst, und nicht alles allein machst. Geh erst mal zur REHA, aber nicht "vorkochen, vorbereiten, vorarbeiten....."lass ihn selbst klarkommen, ein Mann von 50 wird ja wohl einkaufen und waschen koennen? Schalte das Telefon aus, regle nicht alles fuer ihn. Er wirds nicht freiwillig machen, dich vielleicht blockieren, das Leben vorher war ja soviel bequemer!!!

    Und nach der Reha werden die Aufgaben neu verteilt, und dann machst du nur deinen Kram, es wird sich ja zeigen, ob er dann bereit ist, seinen Teil der Beziehung zu machen, und ob er es ueberhaupt wert ist, dass du bei ihm bleibst.
    Liebe Gruesse aus dem sonnigen Sueden
    Youtas

    Das Schönste an mir bin ich.

  3. Inaktiver User

    AW: Weiter - wenn ja, wie?

    Zitat Zitat von die_Unentschlossene Beitrag anzeigen
    Bei den bisherigen zwei Gelegenheiten (einer Auszeit und einer psychosomatischen Reha vor 11 und vor 8 Jahren) habe ich das nicht konsquent gemacht, weil es bei meinem Mann immer Themen gab, die für ihn dringlich waren, in denen er meinen Beistand eingefordert hat.
    Du, es gibt immer zwei...
    Wie fordert er das? Waffengewalt? Und was ist ein unterschwelliger Vorwurf?
    Wann stehst Du mal für Dich ein? Hast Du das mal gelernt oder bist Du nur für andere da?
    Grenzen setzen, kannst Du das?
    Ich finde Du schiebst viel Schuld Deinem Mann zu.

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    AW: Weiter - wenn ja, wie?

    "Energieräuber" habe ich auch gedacht...

    Eine traurige Geschichte.

    Die TE ist die Allround-Servicekraft für den Herrn und wird dann noch (emotional) betrogen, als ein Kind lebensbedrohlich erkrankt!

    Spätestens da wäre für mich absolut Schluss gewesen.

    Falls Du nicht Masochistin bist, würde ich diese unselige "Beziehung" schleunigst beenden.

    Denn Du glaubst doch nicht wirklich, dass sich Dein Mann, der offensichtlich alle Psycho-Tricks und manipulativen Kniffe beherrscht, nach 30 Jahren noch grundlegend ändert und plötzlich ein faires, partnerschaftliches Verhalten auf Augenhöhe an den Tag legt?! Wohlgemerkt - Dir gegenüber, und nicht einem weiteren Gschpusi…

    Und mach nicht den Fehler, die Auszeit im Kloster "nur" zum Aufladen Deiner Batterien zu nutzen und danach zuhause wie bisher weiterzumachen, also letztlich nur die für Dich ausbeuterische, kraftraubende Situation zu verfestigen!

    Ich lese auf seiner Seite nur Egoismus, Empathielosigkeit, Gefühlskälte, Bequemlichkeit und infantile Larmoyanz.

    Wenn Du Dich aus dieser unguten Konstellation verabschiedet haben solltest, wirst Du Dich im Rückblick schon bald fragen, warum Du diese leidvolle Geschichte überhaupt so lange mitgemacht hast.


    Alles Gute für Dich - roll den roten Teppich ein!

  5. Inaktiver User

    AW: Weiter - wenn ja, wie?

    .
    Geändert von Inaktiver User (22.11.2021 um 19:23 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Weiter - wenn ja, wie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    für mich liest sich das, was du geschrieben hast, als hätte Mutter Teresa einen unerträglichen, nutzlosen Taugenichts an ihrer Seite. Und das seit 30 Jahren. Wenn dein Mann wirklich so ein Hanswurst ist, wie du ihn uns hier so dargestellt hast, wieso hast du vier (!) Kinder mit ihm und bist noch nicht gegangen?
    Das habe ich mich beim Lesen genauso gefragt?? Klar, kommt der Mann nicht gut weg und hat sich oft der Verantwortung entzogen. Dies ging ja aber nur, weil die TE diese übernommen hat und nie so richtig eingefordert. Jetzt nach 30 Jahren dann alles aufzurechnen, finde ich dann doch etwas spät

    Der Mann konnte sich alles leisten, sogar eine emotionale Affäre, ohne Konsequenzen, weil er daheim eine Frau hat, die alles tapfer erträgt.

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    AW: Weiter - wenn ja, wie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kann mit dieser Sichtweise wenig anfangen.
    Wer hat denn die TE dazu gemacht?
    Wurde sie gezwungen?
    Ist sie ein armes Weib, welches dem Manne ausgeliefert ist??

    solche Sichtweisen sind genau das, was ich schon schrieb: eine Einteilung in Opfer und Täter, was doch überhaupt nicht stimmt!
    "Zwingen" geht ja nun nicht nur mit der sprichwörtlichen Pistole auf der Brust...

    Zwischen Partner läuft jede Menge nonverbale Kommunikation ab, von Taten und dem gesprochenen Wort mal ganz zu schweigen.

    Wenn ein Partner sich beständig "rauszieht" und nicht "macht", sich nicht an Absprachen hält und querschießt... was bleibt dann anderes, als dass frau auch diese Parts übernimmt?

    Ganz lebenspraktisch betrachtet, ohne Theorie-Überbau "Täter/Opfer".

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    AW: Weiter - wenn ja, wie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das habe ich mich beim Lesen genauso gefragt?? Klar, kommt der Mann nicht gut weg und hat sich oft der Verantwortung entzogen. Dies ging ja aber nur, weil die TE diese übernommen hat und nie so richtig eingefordert. Jetzt nach 30 Jahren dann alles aufzurechnen, finde ich dann doch etwas spät

    Der Mann konnte sich alles leisten, sogar eine emotionale Affäre, ohne Konsequenzen, weil er daheim eine Frau hat, die alles tapfer erträgt.
    Dafür muss man ihr jetzt aber nicht noch die Leviten lesen, wenn sie hier um gedankliche Hilfe anfragt.

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    AW: Weiter - wenn ja, wie?

    Zitat Zitat von Gedankentiefe Beitrag anzeigen
    "Zwingen" geht ja nun nicht nur mit der sprichwörtlichen Pistole auf der Brust...

    Zwischen Partner läuft jede Menge nonverbale Kommunikation ab, von Taten und dem gesprochenen Wort mal ganz zu schweigen.

    Wenn ein Partner sich beständig "rauszieht" und nicht "macht", sich nicht an Absprachen hält und querschießt... was bleibt dann anderes, als dass frau auch diese Parts übernimmt?

    Ganz lebenspraktisch betrachtet, ohne Theorie-Überbau "Täter/Opfer".
    Was auch immer gerne vergessen wird, ist dass es ein Prozess ist, das entwickelt sich ja peu a peu über einen langen Zeitraum. Wenn man in dem Prozess drinsteckt ist es schwer das in seiner Gesamtheit zu realisieren, das passiert erst, wenn gar nichts mehr geht.

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    AW: Weiter - wenn ja, wie?

    Und - es gibt ja auch das Prinzip "Hoffnung"...

    Frau hofft, dass es besser wird, dann gibt es eine Phase mit positiven Anzeichen und Entwicklungen, dann stockt das wieder - und verschlechtert sich letztlich.


    Ausserdem die "sunk-cost"-Theorie... "Nun habe ich schon so viel in diese Ehe/Familie an Energie & Kraft hineingesteckt, die Kinder sind aus dem Gröbsten raus, nun wird alles bestimmt leichter gehen und es wäre Verschwendung, jetzt alles hinzuwerfen."

    So hangelt man sich halt durch die Jahre.

    Und mit 4 (gemeinsamen!) Kindern trennt man sich auch nicht einfach so...

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