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  1. Registriert seit
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    Beitrag Der nächste Schritt (Ehe), oder Ende...?

    Hallo zusammen!

    Zu erst: Ich bin hier gelandet, weil ich nach Erfahrungen von Menschen gesucht habe, die in einer ähnlichen Situation sind, bzw. waren. Ich habe auch einige Beiträge hier im Forum gefunden, doch es spiegelt logischerweise nicht genau meine Situation wieder. Daher dieser Post.

    Entschuldigt bitte den vielleicht zu reisserischen Themen-Namen, ich werde es erklären. (Sorry, ist viel Text geworden)

    Aktuell bin ich emotionales Frack und gehe auch nicht davon aus, dass hier mein Problem gelöst wird, denn das kann ich nur selbst. Dennoch erhoffe ich mir vielleicht Denkanstöße und Einsichten anderer zu bekommen, die vielleicht in einer ähnlichen Situation waren.

    Kurz zu den Personen. Wir sind beide etwas Mitte dreissig. Sie etwas davor, ich etwas drüber. Wir sind seid 7,5 Jahren zusammen in einer Beziehung und davon wohnen wir seit drei Jahren zusammen.
    Meine Freundin liebt mich sehr, was sie sowohl durch Worte, als auch Taten zeigt. Ich liebe sie ebenfalls, was ich zwar durch Worte nicht immer so gut ausdrücken kann, aber durch Taten.
    Es mangelt nicht an Gegenseitigen Zärtlichkeiten, würde ich behaupten.

    Wir führen eine harmonische Beziehung, in der es selten zu Streitereien kommt. Wirklichen Krach, in dem die Fetzen fliegen gibt es eigentlich nicht (und ich denke wir sind auch einfach nicht die Typen dafür... Allerdings scheint das ja für viele wohl schon ein schlechtes Zeichen zu sein, warum auch immer.)
    Wir haben gerne Sex, wenn auch (deutlich) weniger als früher. Das Thema haben wir jedoch angesprochen und waren uns einstimmig einig, dass es definitiv wieder mehr Sex geben muss. (Das nur am Rande, das ist hier eigentlich garnicht das eigentliche Problem).
    Auch haben wir schon mehrere handfeste Krisen zusammen durchgestanden, es ist nicht so, dass ich/wir nur die Friede-Freude-Eierkuchen-Zeit kennen würden.

    Die eigentliche Krux ist, dass Sie sehr gerne heiraten würde. Es bedeutet Ihr sehr viel und ich kann das ansich auch verstehen. Es ist nur leider so, dass sich bei diesem Gedanken bei mir leider Schweissperlen auf der Stirn bilden... Ich habe einfach eine sau Angst. Und ich habe Angst, weil ich leider Zweifel bekomme, wenn ich ans heiraten denke. Und ich verstehe nicht wirklich warum, bzw. fehlt mir diebezüglich irgendwie die Gabe meine eigenen Gefühle und Motive richtig zu verstehen.
    Gedanken fangen an zu kreisem um "ist Sie wirklich die Partnerin fürs Leben?", "...die Mutter meiner Kinder?", "will ich Sie heiraten?". Und wo vorher fast kein Zweifel Bestand (an Partnerin und Beziehung) ist nun alles voller Zweifel. (Sie scheint allerdings nicht den geringsten Zweifel zu haben, was mir jedoch noch mehr Zweifel verpasst. Ich bin gelähmt.)

    Das Thema (Heirat), kam in letzter Zeit häufig vor und endete stehts in Tränen auf beiden Seiten. Immer ausgelöst davon, dass ich keine wirkliche Antwort auf meine Heiratspläne-/Willigkeit geben konnte. Es ist nicht so, dass ich die Ehe ablehne. Garnicht. Ich würde mir nur gerne sicher sein, das Richtige zu tun.

    Nun ist das letze was ich eigentlich möchte, die Lebenszeit eines anderen -geliebten- Menschen verschwenden mit dieser Haderei, denn selbst eklige Gedanken wie "bin ich nur in dieser Beziehung, weil ich nicht alleine sein will?" und "...tue ich das nur, weil es vielleicht die 'letze Chance' ist(*)", sind in mir hochgekrochen... (*= hierzu gleich noch etwas mehr Kontext)

    Ok, hier ist er, der Mehr-Kontext. Ich bin mit meiner Partnerin zusammen gekommen, etwa kurz vor dem ich dreissig war. Und es ist meine erste Beziehung. In Sachen Frauen und Beziehung habe ich also keine Erfahrung vorher. In Wirklichkeit hatte ich eigentlich nie wirklich Kontakt zu Frauen, sieht man von ein, zwei (platonischen) Freundinnen in der Schulzeit ab. Ich habe mich immer danach gesehnt, es versucht, aber nie bekommen. Ich schätze die Gründe hierfür sind mannigfaltig... (In den Teenagerjahren eine extreme Schüchternheit; ein leicht gestörtes Verhältnis zu meinen Körper, etc.)

    Daraus ergeben sich für mich zwei bescheurte Punkte. Der eine ist, dass ich das Gefühl habe, etwas verpasst zu haben, was für viele Menschen selbstverständlich ist (das Erfahrungen sammeln in der Jugend), der andere ist, dass ich meine Berechtigten Zweifel habe, ob es nach dieser Beziehung jemals wieder eine andere geben wird.
    Gut, den ersten Punkt kann ich fast schonwieder streichen, das ist wohl gelaufen, wenn man mit strammen Schritten auf die vierzig zugeht und das ist wohl mittlerweile auch ok...
    Der zweite Punkt, jedoch, beschäftigt mich.
    Das muss sich jetzt so anhören, als sei das der einzige Grund weswegen ich in dieser Beziehung bin, aber bitte glaubt mir, das ist nicht so!!!

    Achja, für den Kontext oben gibt es leider noch einen Bonuspunkt, der vielleicht schwer zu verstehen ist für manche. Ich musste im Leben bisher eigentlich fast immer zu meinem Glück "gezwungen" werden. Fast egal welcher Lebensbereich. Ich scheine ein Talent dafür zu haben meine Chancen nicht zu sehen, bis man mich hinzerrt. Paradoxerweise ist das hier schon fast wieder ein Punkt der mir Hoffnung macht.

    Abschließend die Frage die mir keiner beantworten kann und die fast den gesamten Text zusammenfasst: Liebe ich Sie so sehr und ohne Zweifel, dass ich Sie heirate? (und wieviel Zweifel vor dem Eheversprechen sind "normal"...)

    Feuer frei.
    Seid hart, seid ehrlich. (und vielleicht ein kleines bisschen positiv, wenn ihr es wirklich so meint)


  2. Registriert seit
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    AW: Der nächste Schritt (Ehe), oder Ende...?

    Willkommen

    Wenn sie dich verlassen würde, weil du zauderst und haderst und nicht in die Puschen kommt und sie scheinbar nicht genug liebst, um dir dein Leben mit ihr gemeinsam vorstellen zu können - treibt dir das auch den Angstschweiß auf die Stirn? Oder wäre es dir egal?

    Ich an ihrer Stelle würde bestimmt an Trennung denken, wenn ich mitbekäme, dass mein Mann glaubt, er fände ne Bessere. Stimmt nicht, ich würde mich trennen!

    Watch what you wish for!

  3. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Der nächste Schritt (Ehe), oder Ende...?

    Was ist das schlimmste, was passieren kann, wenn ihr heiratet?
    Was ist das schlimmste, was passieren kann, wenn ihr nicht heiratet?

    Bist du so stark religiös, dass eine Scheidung keine Option wäre, falls sich herausstellt, dass die Hochzeit ein Fehler war?
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"


  4. Registriert seit
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    AW: Der nächste Schritt (Ehe), oder Ende...?

    Wie ist es denn mit Kindern?
    Sind die geplant oder oder spürst du da dasselbe?

    Davon abgesehen ist eine Ehe ja kein Gefängnis, nie wieder auflösbar😉.
    Vielleicht käme ja eine gute Dynamik in eure Beziehung durch eine Heirat.
    Versuch es doch mal so rum zu sehen.

    Und 100% Sicherheit gibt es nie, in keinem Lebensbereich.


  5. Registriert seit
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    AW: Der nächste Schritt (Ehe), oder Ende...?

    Ich kann dir hier nur meine persönliche Sicht der Dinge aufzeigen.

    Ich weiß nicht, du vermittelst ziemliche Unsicherheit. Wie stehst du denn zum Thema Kinder?

    Aus meiner Sicht macht eine Heirat nur dann Sinn, wenn Kinder geplant sind.

    Es muss nicht unbedingt etwas heissen, dass sie deine erste Beziehung ist. Darüber würde ich nicht so sehr nachdenken.

    Größere Gedanken mache ich mir darüber, dass ich beim Lesen eine gewisse Verlustangst spüre.

    Sowohl bei dir, als auch bei ihr. Ist das so?


  6. Registriert seit
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    Beiträge
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    AW: Der nächste Schritt (Ehe), oder Ende...?

    Warum ist deiner Freundin heiraten so wichtig?
    Geht es tatsächlich darum oder hat sie einen stärker werdenden Kinderwunsch?

    Sie liebt dich sehr, du liebst sie ebenfalls - was sagt die unterschiedliche Formulierung für dich?

    Dein Gefühl, etwas verpasst zu haben, finde ich verständlich. Wie es für dich zu gewichten ist, kann dir niemand sagen.
    Brauchst du Zeit um nachzuholen, was du vor dieser Beziehung nicht erlebt hast? Selbst wenn das bedeuten kann, dass du nicht nur deine jetzige Beziehung aufgeben müsstest, sondern möglicherweise nie wieder eine haben könntest?

    Hochzeit hieße auch Verantwortung zu übernehmen. Kinder hieße Verantwortung zu übernehmen. Entscheidungen zu treffen. Mit den Konsequenzen zu leben.

    Hast du mal darüber nachgedacht, weshalb du - wie du es ausdrückst - bisher fast immer zu deinem Glück gezwungen werden musstest?

    Du musst laut deiner Beschreibung zum jagen getragen werden, möchtest also, dass sich Dinge von selbst lösen oder andere dir Entscheidungen abnehmen. So möchtest du dich vor Verantwortung drücken. Ein bequemer Weg, sich dem eigentlichen Problem nicht zu stellen.
    Ich behaupte:
    Es geht nicht um Bequemlichkeit, Entscheidungen, Verantwortung. Es geht um Ängste.
    Du möchtest so vermeiden, dich deinen Ängsten zu stellen, dich wirklich mit ihnen auseinanderzusetzen.
    Angst vor den Konsequenzen deiner Entscheidungen.
    Angst vor der Zukunft, in Wahrheit nur vor Befürchtungen, denn die Zukunft könnte auch Wunderbares bereithalten.


    Was du schreibst, löst in mir folgenden Eindruck aus:

    Du möchtest eine Beziehung haben.
    Das ist dir wichtig.
    Nicht unbedingt mit dieser Frau, deiner Freundin. Sie wollte und will dich halt. Und du liebst sie ja auch. Aber...
    Was du hast möchtest du ungern verlieren, da du das vorher nie hattest und befürchtest, es nie wieder haben zu können.
    Gäbe es die Garantie, dass du nach einer Phase des Sich-Ausprobierens wieder eine Beziehung haben könntest, vielkeicht sogar eine innigere, wärst du weg.


  7. Registriert seit
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    AW: Der nächste Schritt (Ehe), oder Ende...?

    Auch ich lese bei dir diese "Eine ist besser als Keine-Mentalität".

    Dazu passt auch deine Passivität, wenn die Umstände und etwas Druck auf dich ausgeübt werden, machst du mit und stellst dann oft fest, ja - das gefällt mir eigentlich ganz gut.
    Aktiv gestaltest du dagegen dein Leben nicht, dazu bist du vllt. zu bequem. Immerhin kannst du ja die Verantwortlichkeit bei Ergebnissen, die dir ggf. nicht zusagen, dann nicht auf andere Menschen schieben.
    Du bist dann selbst verantwortlich für eine Entscheidung und die Folgen, müsstest bei einer unpassenden Entscheidung zu den Konsequenzen stehen und sie auch tragen - ganz eigenverantwortlich.

    Eine Eheschließung ist dafür ein typisches Paradebeispiel und jetzt fällt dir eben deine bisherige, passive, verantwortungsabgebende Mentalität auf die Füße.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.


  8. Registriert seit
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    37

    AW: Der nächste Schritt (Ehe), oder Ende...?

    Für mich liest sich das tatsächlich so, als müsstest Du wirklich zu Deinem Glück gezwungen werden.
    Du hast eine funktionierende Beziehung, bist im heiratsfähigen Alter, alles passt soweit. Und nun zweifelst Du.

    Ich glaube, dass Deine Gedanken vor so einem Schritt vollkommen normal sind. Man betrachtet sein Leben, sieht seine Defizite und eine gewisse Endgültigkeit in der Heirat. Hat wahrscheinlich jeder.

    Aber Deine Haderei bedeutet Stagnation. Damit wirst Du nicht weiterkommen, außer dass ihr Euch daran aufreibt und dabei immer älter werdet.

    Es wird Dir nichts nützen, wenn Du Dich immer nur in der Spirale Deiner Zweifel bewegst. Gibt es bei Euch Zukunftspläne? Habt ihr eine gemeinsame Vision, Hausbau oder Familie? Ich würde an Deiner Stelle meine gedankliche Energie in die Zukunftspläne investieren und überlegen, ob ich die mit dieser Frau umsetzen möchte. Dann kommst Du weiter mit Deiner Entscheidung.


  9. Registriert seit
    08.01.2014
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    AW: Der nächste Schritt (Ehe), oder Ende...?

    Zitat Zitat von Lichtjahr Beitrag anzeigen

    Es ist nur leider so, dass sich bei diesem Gedanken bei mir leider Schweissperlen auf der Stirn bilden... Ich habe einfach eine sau Angst. Und ich habe Angst, weil ich leider Zweifel bekomme, wenn ich ans heiraten denke. Und ich verstehe nicht wirklich warum, bzw. fehlt mir diebezüglich irgendwie die Gabe meine eigenen Gefühle und Motive richtig zu verstehen.
    Gedanken fangen an zu kreisem um "ist Sie wirklich die Partnerin fürs Leben?", "...die Mutter meiner Kinder?", "will ich Sie heiraten?". Und wo vorher fast kein Zweifel Bestand (an Partnerin und Beziehung) ist nun alles voller Zweifel. (Sie scheint allerdings nicht den geringsten Zweifel zu haben, was mir jedoch noch mehr Zweifel verpasst. Ich bin gelähmt.)

    Lass es sein!

    Eine Ehe ist schwer genug zu leben, wenn da bereits solche Zweifel bestehen, dann wird das nicht gut ausgehen können.

    Zudem zeigt euch ja auch euer Sexualleben auf, dass offenbar augenblicklich etwas nicht rund läuft.
    Schaut euch doch erst mal das genauer an und bringt das wieder in einen für Beide erfreulicheren Zustand.

    Vielleicht ändert sich dann auch deine Denke, wenn ihr dieses Problem miteinander lösen könnt.

    lg jaws
    Es gibt keinen Weg zum Glück -

    glücklich sein ist der Weg.

  10. Avatar von Spadina
    Registriert seit
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    AW: Der nächste Schritt (Ehe), oder Ende...?

    Ja, der Zweifel ist mir auch ins Auge gestochen.

    Zweifel sagt es ja wortwörtlich: es sind 2 Gedanken vorhanden. Sie ist es, sie ist es nicht.

    Wäre sie es, wäre dieser eine Gedanke eben glasklar. D i e Frau ist es, da taucht gar nicht der Gedanke auf, ob sie nun die Richtige ist, weil - sie wäre es. ja.

    Da gäbe es nicht die gedankliche Hampelei.

    Ich würde das auch klar formulieren: Ich bin mir nicht sicher über meine Gefühle, ich möchte im Moment nicht heiraten.

    Setz dir einen angemessenen Zeitraum, vielleicht ein halbes oder auch ganzes Jahr, dies für dich zu klären, dann aber auch so, dass du die Konsequenzen einleitest. Heirat oder Trennung. Es ist ihr gegenüber ja nicht fair. Sie möchte heiraten, Kinder kriegen, je mehr du rumeierst, umso mehr Zeit wird verplempert.

    Diesen Zeitraum würde ich ihr im Moment nicht mitteilen. Entscheidest du dich für sie, für die Heirat, wäre das furchtbar, sie damit zu belasten.

    Aber wenn du dich insgesamt gegen eine Heirat entschieden hast, wäre es ehrlich, ihr mitzuteilen, dass du in 6 oder 12 Monaten die Klarheit erlangt hast, dass.... Das es nicht mal nur so eine Laune ist, sondern reiflich überlegt....
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

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