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  1. Moderation Avatar von izzie
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    AW: Probleme mit der sexuellen Vergangenheit der Freundin

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Nein - Toleranz würde insbesondere bedeuten, dass unterschiedliche Ansätze und unterschiedliches Empfinden akzeptiert und für gleichwertig erachtet wird.
    OT
    Akzeptanz und Toleranz sind zwei Begriffe, die im alltäglichen Gebrauch gerne als Synonyme eingesetzt werden. Doch betrachten wir die beiden Worte einmal genauer ..., dann stellen wir fest, dass doch eine große Lücke dazwischen klafft. Dann nämlich ist Toleranz eher „Gleichgültigkeit“ oder sogar „Überheblichkeit“, Akzeptanz dagegen ein Akt der Wertschätzung und der Integration.

    Toleranz und Akzeptanz sind, einmal nur ihrer sprachlichen Gehalte nach, nicht das Gleiche: Betrachten wir beide Begriffe einmal mit der Lupe: Akzeptanz kommt vom lateinischen „accipere“, was so viel bedeutet wie „gutheißen“ oder „annehmen“. Der deutsche Germanist Günther Drosdowski definierte die Akzeptanz als die Bereitschaft, etwas oder jemanden zu akzeptieren, ein fremdes Gedankengut also im reinen Wortsinne „gutzuheißen“. Toleranz stammt ebenfalls aus dem Lateinischen. Das Verb „tolerare“ bedeutet soviel wie „erdulden“ oder „ertragen“. Hier tut sich bereits ein Unterschied der Bedeutungen auf: Während etwas „gutzuheißen“ ein aktiver Vorgang ist, erscheint das „erdulden“ eher passiv, so als könne man sich ohnehin nicht dagegen wehren, was da auf einen zukommt.

    Da enden die Unterschiede aber noch nicht. Auch die Konnotation spielt eine gewichtige Rolle. Wenn wir sagen, wir „dulden“ etwas oder irgendjemand sei „geduldet“, ist das selten etwas Gutes. Vielmehr nehmen wir dabei eine Wertung vor, die Ausgrenzung schwingt bereits im gesprochenen Wort mit. So sagen wir also nicht: „Ich stehe hinter dir und befinde deine Anwesenheit für gut“, sondern: „Ich weiß, dass du nicht hierher gehörst, aber da ich nichts dagegen tun kann, dulde ich es.“ Möglicherweise sprechen wir auch von oben herab, mit Mitleid oder einem falschen Gefühl von Großzügigkeit: „Ich weiß, dass du nicht hierher gehörst, aber ich dulde dich dennoch. Bin ich nicht barmherzig?“ Letzten Endes muss der Geduldete dem Duldenden dann auch noch dankbar sein.
    Quelle, sehr interessant zum Weiterlesen.

    OT Ende
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    Moderation von:
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    AW: Probleme mit der sexuellen Vergangenheit der Freundin

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Gehe ich mit.
    Einholen von Stimmen/Zustimmung aus Frauen- und Männersicht...hier halt primär Frauenmeinungen.
    Solche Leute gibt es ja immer wieder.
    Oder halt banale Bestätigung...die nie vollumfänglich stattfindet....
    Na wenn das mal keine Wertung ist.

  3. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Probleme mit der sexuellen Vergangenheit der Freundin

    Ist es wirklich so schwer sich sachlich zum Thema zu äußern und die Spitzen zu unterlassen?
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern


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