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  1. User Info Menu

    AW: Frau benötigt Freiraum

    Gigandi,

    gut dass Du eine Therapie machst und sie schon Erfolge zeitigt. Bleib da weiter dran.

    Du schreibst, deine Frau sieht Euch momentan als „beste Freunde“. Dass sagt für mich schon sehr viel.
    Klar ein bester Freund ist etwas Schönes ABER es ist halt nicht „mein Ehepartner“ mit dem ich trotz beidseitiger Arbeitsbelastung, Zärtlichkeiten und Nähe erleben WILL und diese auch BRAUCHE.
    .
    Ich hatte einen sehr anspruchsvollen Job mit Wochenendeinsötzen, sehr vielen Auslandsreisen über Wochen und locker 60 Stunden, mein Mann hatte den gleichen Job, Also monatelang gaben wir uns oft Klinke in die Hand. Trotzdem fanden wir Zeit uns irgendwo auf der Welt zu treffen und UNSERE Zeit miteinander zu verbringen.

    Es gibt doch noch viele andere Jobs in denen es stressig ist, in wechselnden Schichten gearbeitet werden muss.
    Trotzdem gibt es gute und glückliche Ehen, noch dazu mit Kindern, auch bei Ärzten. Oder?
    Ich finde dass ist hier eine Entschuldigung.

    Auch dieses „Dich loben“ für Besserung, seitens deiner Frau, finde ich irgendwie schräg.
    Ist dass aus deiner Sicht eine Beziehung auf Augenhöhe, die ihr führt?

    Ihr seid jetzt mal in einer Belastungsprobe für eure Beziehung und was passiert?
    Ihr zieht nicht an einem Strang.
    Geändert von Beachnoodle (08.11.2018 um 09:15 Uhr)
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer

  2. User Info Menu

    AW: Frau benötigt Freiraum

    Du hast ihr ein Jahr lang die Luft zum atmen genommen.

    Und nun soll sie nach 4 Wochen denken, das alles wieder wie (ja wie genau eigentlich) vorher wird?
    Du selber sagst, das du schnell wieder in "alte Muster" verfällst.
    Wieso sollte sie anders darüber denken?
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Frau benötigt Freiraum

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vienna, was ich als normales Arbeitspensum von Klinikassistenzärzten kenne, ist heftiger als so ziemlich jeder andere fordende Job. Nicht zuletzt wegen der ständig wechselnden Schichten - mal früh, dann spät, dann nacht.
    Nee, wir malen und basteln da nur und trinken brav unseren Kaffee. Was denkt ihr denn?

    Also ich bin letzte Woche, nachdem ich 17h intensiv durchgearbeitet habe, echt soweit gewesen, dass ich zur Pflege gesagt habe, dass ich jetzt echt mal ein paar Stunden schlafen muss, weil es sonst gefährlich wird und ich nicht mehr gut denken kann.Aber wir sind ja nur nicht belastbar.

    Was ich damit sagen will: ist ein anderes Thema und gehört hier nicht her, aber solche Arbeitsbedingungen machen schon etwas mit einem.
    Und ich hab es noch gut mit meiner Teilzeitbeschäftigung und den durchschnittlich 45h - mehr geht doch gar nicht.

    Zum Thema: eine Therapie dauert eben, lange und länger, für wirklich gute vernünftige Veränderungen würde ich mal so ab einem Jahr aufwärts rechnen.

  4. Inaktiver User

    AW: Frau benötigt Freiraum

    Zitat Zitat von Beachnoodle Beitrag anzeigen
    Es gibt doch noch viele andere Jobs in denen es stressig ist, in wechselnden Schichten gearbeitet werden muss.
    Trotzdem gibt es gute und glückliche Ehen, noch dazu mit Kindern, auch bei Ärzten. Oder?
    Ich finde dass ist hier eine Entschuldigung.
    Na ja, glückliche Beziehungen ohne Zeit füreinander? Für einen begrenzten Zeitraum mag das gehen, aber dauerhaft glaube ich nicht. Da findet die Beziehung wohl eher im Kopf statt, so als Vorstellung von etwas und jemanden.

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    AW: Frau benötigt Freiraum

    Die beiden sind 8 Jahre zusammen. Dass weiss man doch auch nicht erst seit einem Jahr wie stressig der Job ist. Sowas weiss ich in dem Moment, wo ich mich dafür entscheide z.B. Arzt zu werden, ist ja nicht so dass es völlig unbekannt ist, was da auf mich zukommt.

    Ich glaube da ist die Luft raus bei ihr und dass spürt er, daher klammert er.
    Sie fühlt sich eingeengt und zieht sich noch mehr zurück von ihm.
    Der Satz mit dem „Besten Freund“ und die „Ehe ist belastend“, dass
    würde mich als Ehepartner ziemlich alarmieren.
    Vor dem Hintergrund dass keine Zörtlichkeiten mehr ausgetauscht werden passt es gut ins Bild. Sie gehen zwar mal nen Wein trinken, nachen Ausflüge, kochen.
    Nunja wie gute Freunde halt.

    Sie sagt dann noch, er könne sich an ihrer Seite nicht entwickeln.
    Aha jetzt nach 8 Jahren stellt sie dass erst fest?
    Merkwürdig, er macht doch grade ein grosses internationales Projekt. Ist dass keine Entwicklung?

    Alles irgendwie komisch. für mich ist sie auf dem Absprung, beim TE,
    Hat ggf. nen anderen kennengelernt?Kollegen, der dass Ganze berufliche Engagement besser versteht...
    Geändert von Beachnoodle (08.11.2018 um 15:38 Uhr)
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer

  6. Inaktiver User

    AW: Frau benötigt Freiraum

    Zitat Zitat von Gigandi Beitrag anzeigen

    Sie sehe uns derzeit auch nur als Art beste Freunde, da wir beide sehr angespannt seien.

    Meine Frau fühlt sich von mir so eingeengt und sah die Ehe als Belastung,


    Meine Frau lobt mich auch sehr. Sie sagt, dass doch derzeit alles gut laufe,

    Das hört sich nicht wirklich gut an, und eine Beziehung auf Augenhöhe stelle ich mir anders vor.

    Ihr Lob dir gegenüber hat für mich einen unangenehmen Beigeschmack, ich kann das nicht so einordnen, es kommt mir aber so vor, als ob die "Mama mit dem Sohnemann spricht", und das wäre echt fatal, wenn es sich so darstellt.

  7. Inaktiver User

    AW: Frau benötigt Freiraum

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ihr Lob dir gegenüber hat für mich einen unangenehmen Beigeschmack, ich kann das nicht so einordnen, es kommt mir aber so vor, als ob die "Mama mit dem Sohnemann spricht", und das wäre echt fatal, wenn es sich so darstellt.
    Vielleicht wollte er auch nur eine Bestätigung für seine Fortschritte. Ohne den Zusammenhang zu kennen, würde ich diese Bemerkung nicht überhöhen.

  8. User Info Menu

    AW: Frau benötigt Freiraum

    Nunja, vom Partner zu hören dass man sich bessert, ähem, ihn weniger nervt..sowas baut echt auf. Ja, Schöne Einzelleistung, Gigandi.
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer

  9. User Info Menu

    AW: Frau benötigt Freiraum

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das hört sich nicht wirklich gut an, und eine Beziehung auf Augenhöhe stelle ich mir anders vor.
    Ja, empfinde ich auch so.

    Aber trotzdem gänzlich anders.
    Er entwickelt Ängste, das er sie verlieren könnte. Und statt sich zu fragen, was ER tun kann, um damit umzugehen, muss sie dafür die Konsequenzen tragen.

    Mich würde interessieren, wie die Beziehung VOR der Krise war und was da anders war.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

  10. User Info Menu

    AW: Frau benötigt Freiraum

    Erst einmal „Danke“ für ganzen Antworten. Ich komme jetzt erst dazu, wieder zu schreiben, da ich sehr viel zu tun habe und auch mein Eingangspost war etwas verkürzt, da ich ihn nebenher auf der Arbeit geschrieben habe, wenn ich mal etwas Zeit hatte.

    *

    Zunächst erst einmal zu dem „Loben“: Das war natürlich nicht so, wie es sich manche hier vorstellen, dass da die „Mama“ den Sohnemann lobt. Meine Frau und ich haben offen darüber gesprochen, wie wir die letzte Zeit wahrgenommen haben und in diesem Zusammenhang meinte sie eben, dass es ihr gut tue, dass ich viel weniger klammere und sie eben auch ihre Freiräume habe, die sie auch brauche. Auch mir tut es im Übrigen gut, Abende allein oder mit Kumpels ohne Frau zu verbringen. Ich war eigentlich immer jemand, dem Freiraum sehr wichtig war. Das Ganze ist in der letzten Zeit bei mir jedoch auf Grund meines Zustandes verloren gegangen. Mir geht es jetzt schon deutlich besser, weil ich einfach in der Lage bin, mich auch alleine mit mir zu beschäftigen, einfach ein gutes Buch zu lesen oder Musik zu hören.

    *

    Was meine Frau besonders gestört hatte, war der Umstand, dass ich sie immer fragte, wann sie abends nach Hause kommt. Das hat sie wahnsinnig gemacht, da sie das nie genau sagen konnte (kann ja immer was dazwischen kommen) und sie sich dann mir gegenüber verpflichtet fühlte, auch tatsächlich um 19 Uhr zu Hause zu sein, wenn sie diese „Zielzeit“ angegeben hatte. Das haben wir komplett abgeschafft. Ich weiß nun oft nicht, wann sie nach Hause kommt, ob um acht, neun oder zehn. Das macht mich zwar immer noch ab und an wahnsinnig, aus Angst, sie könnte einen Verkehrsunfall gehabt haben, aber ich arbeite daran. Auch das tägliche zu großen Teilen sinnlose WhatsAppen haben wir eingestellt. Auch das tut uns gut, da wir uns so um „real life“ einfach mehr zu erzählen haben. Vor zwei drei Monaten war meine Frau auf Fortbildung und sie schrieb mir sehr oft und ich ihr auch, einfach, weil ich immer Angst um sie hatte. Das haben wir jetzt auch abgestellt. Sie war letzte Woche auf Fortbildung und wir haben nur Kontakt gehabt, wenn wirklich was wichtiges war, wobei der Kontakt dann mehr von ihr ausgegangen ist und ich mich zurückgenommen habe.

    *

    Zwei Dinge noch: Meine Frau hat einen Doppelnamen mit zwei relativ einfachen Einzelnamen. Gegenüber Patienten, die Schwierigkeiten haben, sich den Doppelnamen zu merken, stellt sie sich immer noch mit „meinem“ Nachnamen vor. Zudem spricht sie bei Dritten über mich von „ihrem Mann“. Und sie hat letztes WE auch nach Weihnachtsgeschenken für mich geschaut.

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