Was soll diese Abmachung, wenn sie nicht umgesetzt werden kann? Für ein Zimmer in einer WG wird er schon das Geld zusammen kratzen können. Und "die andere Frau" will ihm offenbar keinen Obdach gewehren. Nix wird er dir sagen, sondern weiter das Leben leben, das IHM angenehm ist. Er will überhaupt nicht gehen. Ihm geht es so gar nicht schlecht. Er hat seinen gewöhnten Alltag und eine Affäre nebenbei als Kirsche auf der Torte. Warum sollte er an der Situation etwas ändern wollen und die Strapazen und die Kosten des Umzugs auf sich nehmen?
Ich verspreche dir, dass mit 99% Wahrscheinlichkeit es dir besser gehen würde, wenn du deinem Mann nicht ständig um dich haben würdest. Nicht ständig von ihm enttäuscht würdest und dir nicht ständig den Kopf zermartern würdest, wo er wohl gerade war und was er da getrieben hat.
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Thema: KriseKriseKrise
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12.09.2018, 08:28
AW: KriseKriseKrise
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12.09.2018, 08:37Inaktiver User
AW: KriseKriseKrise
Auch von mir mein Beileid zum Tod deines Vaters.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es schwer für dich war. Aber mit dem Tod der Eltern werden wir alle konfrontiert.
Es klingt so, als ob dein Mann sich in dieser Zeit vernachlässigt gefühlt hätte. Insofern kann ich sein Verhalten ein Stück weit nachvollziehen. Du schreibst, du warst völlig auf deinen Vater konzentriert, dein Mann fühlte sich wohl zurück gestoßen.
Du schreibst, du trauerst stark. Vielleicht zu stark?
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12.09.2018, 08:38
AW: KriseKriseKrise
Im Moment ist doch nicht die richtige Zeit um an der Beziehung zu arbeiten.
Du musst deine Trauer wohl erstmal alleine verarbeiten, dein Mann kann oder will die offenbar nicht dabei helfen, die Gründe kennen wir nicht.
Den Rat mit der Selbsthilfegruppe finde ich gut. Gib euch beiden doch noch Zeit und kümmere dich nur um dich.
Vielleicht könnt ihr wieder zusammen kommen, wenn es dir besser geht.
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12.09.2018, 08:43Inaktiver User
AW: KriseKriseKrise
mein herzliches beileid zum verlust deines vaters und willkommen in der bri

juli, besteht nicht die möglichkeit die paartherapie fortzusetzen?
ihr habt sie gemacht, als du deinen vater beim sterben begleitest hast.
ich finde ein sehr unglücklicher zeitpunkt.
das ist ja sicher sehr belastend und eine menge arbeit eine solche therapie.
wenn dein mann die therapie nicht möchte, dann solltet ihr euch räumlich trennen.
vielleicht kannst du auch mal deine verletzungen aus dem tod deines vaters mit einem profi verarbeiten?
ich finde man sollte hier zwei dinge betrachten und dies nicht vermischen.
du hast was schlimmes durch gemacht. bist sicher sehr sehr dünnhäutig. und brauchst im moment dinge, die dir dein mann nicht geben kann oder will oder erahnt, dass du sie brauchst.
es hilft auch nicht, ihm eine affaire zu unterstellen. bleibe bei dem was du hast.
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12.09.2018, 11:41
AW: KriseKriseKrise
Hallo Juli,
auch von mir zuerst mal: Mein Beileid zu deinen Verlust.
Was heißt denn, du warst nur auf deinen Vater konzentriert? Was war mit eurem Kind, eurem Privatleben? Hast du dich da komplett rausgenommen? Ich finds schön, wenn man sich um die Familie kümmert, aber man kann eben nur machen, was möglich ist und wenn du keine ausgebildete Pflegekraft bist, hast du dich vielleicht einfach übernommen, gerade weil es um deinen Vater ging und du dich wahrscheinlich nicht gut abgrenzen konntest. Sterbebegleitung kann man eben nicht nebenbei machen und es hat schon Sinn, dass es dafür qualifizierte Menschen gibt.
Wie schauts in den anderen Bereichen aus? Arbeit, Kind, Freizeit, Sport? Natürlich kann es sein, dass sich dein Mann anders orientiert hat und es dir nicht gerade während deiner Trauer sagen möchte, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass er einfach auf Abstand geht, weil du vorher dich schon losgelöst hast.
Ich würde während einer großen Veränderung und Ausnahmesituation keine folgendreiche Entscheidung treffen, nehmt euch einfach Zeit.Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists
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12.09.2018, 11:56
AW: KriseKriseKrise
Hm. Frag ihn mal, wie er sich vorstellt, daß das weitergehen soll. Nicht "wer hat schuld" (das ist völlig sinn- und fruchtlos) sondern, was will er und was davon sieht er im Rahmen des Möglichen. Gleich das mit deinem ab. Mach dir vorher klar, was du willst und was du im Rahmen des für dich Möglichen und Aktzeptablen siehst, damit du dich nicht mit BlahBlah ablenken oder abbügeln läßt. Im Moment überläßt er dir die ganze emotionale Arbeit und schleicht, scheint mir nach deiner Beschreibung, umher wie eine mißgelaunte Katze.
Klar, kann sein er fühlt sich vernachlässigt. Kann sein, er findet, du hättest ihm mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen sollen als deinem sterbenden Vater. Kann sein, er findet, du hättest seine Unterstützung deiner Situation sichtbarer annehmen sollen. Kann sein, ein gesunder erwachsener Mann sollte imstande sein, sich kurzzeitig mal weniger wichtig zu nehmen als Leben und Tod. Kann alles sein. Kann man drüber reden, oder kann man vergessen und weitermachen. Kann man sogar ein Jahr Trauerzeit drüber brüten. Könnt ihr?
Habt ihr in der Paartherapie Methoden gelernt, miteinander besser zu kommunizieren, oder Abläufe, um einen "hängenden" Konflikt anzugehen? Könnt ihr jetzt darauf zurückgreifen? Vielleicht ist das, worauf ihr euch einigen könntet, eine Zeitspanne von "respektvoll nebeneinander her leben" ehe ihr in der Verfassung seid, etwas zu reparieren.
Mir ist der zeitliche Ablauf auch nicht ganz klar, muß er aber auch nicht. Das ist kein Krimi, wo der Detektiv den Ablauf der Ereignisse rekonstruieren muß, um den Fall zu lösen. Du hast keinen "Fall", sondern ihr habt die Situation, in der ihr seid, und die läßt sich nur in der Gegenwart und für die Zukunft lösen.
Seine Geldprobleme, die du andeutest, würde ich allerdings als relevanten Teil der Gegenwart betrachten. Genau wie deine nicht unerwartet angeschlagene emotionale Verfassung.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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12.09.2018, 12:13
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12.09.2018, 13:40
AW: KriseKriseKrise
Danke für Eure vielen Meinungen und Anregungen, da ist auf alle Fälle viel Hilfreiches dabei.
Ja, in der Zwischenzeit glaube ich auch, es ist Quatsch, ihm eine Affäre zu unterstellen. Wenn er sie dann doch hat, was ich nicht ausschliesse, werde ich das schon irgendwann eindeutig sehen, ich verschliesse eher nicht meine Augen,....
Ich habe ihm gesagt, eine Verheimlichung in dieser Situation und so wie ich ihn frage und wie er drauf ist, würde für mich überhaupt nicht gehen, das wäre das absolute zu viel,....
Über alles andere kann man reden oder eben auch mal nicht reden, wie eine Schreiberin sagte, uns Zeit geben, mir vor allem auch, ja, ich fordere das.
In unser gemeinsamen Zeit habe ich schon desófteren seine Kohlen aus dem Feuer geholt, ich bin eher die Alleswupperin und habe von ihm eben sehr viel mehr Verständnis und Rückhalt erwartet, viel mehr, nun ja, es ist wie es ist, und man soll ja nicht von sich auf andere schließen
Zu dem Hintergrund, mein Vater wurde Opfer. er brauchte mich in dieser Situation total auch als Schutz, ich habe ihn betreut, seine Rechte durchgesetzt, beste Betreuung und Unterbringung und dann auf ein sanftes Sterben und so weiter,
es gibt extreme Extremsituationen, die einen keiner glaubt, aber glaubt mir, es war so eine....
Nein es war kein anderer da, der das hätte machen können. Wenn er sich erholt hätte, hätte der Aufwand ja nachgelassen, hat er aber nicht und so war es eine recht kurze, aber hoch intensive Zeit, und logisch war da Pflegepersonal, aber meine Liebsten begleite ich in den Tod, wenn ich kann, und ja mit Palliativmedizinern und - Pflegern zusammen, aber auch die muss jemand ranholen, sonst passiert nichts.... Und das heißt leiden, leiden, leiden
Klar, hätte mein Mann wohl besser gefunden, wenn ich mich weniger gekümmert hätte, aber nein, mein Vater brauchte wirklich Hilfe und da war keiner,... Das ist so und darüber diskutiere ich nicht.
Ja, ich trauere, nein, ich denke nicht zu stark, habe Kontakt zu Trauergruppe, und hole mir Hilfe, wo es möglich ist.
Arbeitstechnisch habe ich viel Verständnis erfahren, in der akuten Zeit, ebenso von unserem Kind, das war und ist klar, und das Kind war natürlich versorgt.
Das Problem ist wirklich meine Beziehung zu, mit meinem Mann.
Aber, wenn ich es richtig verstehe, will er uns nicht aufgeben und ich muss schauen, wie es wird...
Die Situation war so heftig, dass ich zeitlich einiges durcheinanderbringe. Ich glaube, wir haben erst nach dem Tod diese Paartherapie gemacht, was sie mir gebracht hat? Darüber muss ich nacheenken....
Danke und Gruß
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12.09.2018, 13:49
AW: KriseKriseKrise
Klar will er euch nicht aufgeben. Sonst müsste er ja seinen Kram selbst regeln und sich vermutlich deutlich finanziell verschlechtern.
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12.09.2018, 14:01
AW: KriseKriseKrise
Und was würdest du mir raten?
Ich habe auch mancham die Gedanken, aber es könnte auch sein, dass ich ihm Unrecht tue.
Ich bin auch eher misstrauisch als gutgläubig, aber auch eher zu lieb als zu fordernd,
manchmal habe ich das Gefühl, dass es Machtkämpfe sind.
Wenn er mich anlugt, wo ich doch explizit frage, dann würde ich aussteigen aus der Beziehung...
ABER soll ich ihn jetzt überprüfen? Dafür habe ich keine Energie und ein bisschen Vertrauensvorschuss kann ich schon noch geben, glaube ich. Allerdings brauche ich auch Plan B, ich glaube so muss ich es machen und dann abwarten, wir hatten heute durchaus ein etwas positives Gespräch... Ob sich das dann so bewahrheitet, werde ich wohl abwarten müssen.
Quintessenz, er übt sich in Geduld, bis ich wieder da bin, emotional usw,...
Nun ja, so richtig gefallen tut mir nicht, dass er damit wieder mir die Verantwortung zuschiebt, finde ich...



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