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  1. Registriert seit
    04.08.2018
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    Frage Halbwegs unglücklich in der Ehe, definiere mich zu sehr über Beziehung

    Hallo,
    Ich bin nun schon seit Wochen (Monaten) gestresst wegen meiner Beziehung und kann nicht aufhören darüber nachzudenken und schaffe es nicht Abstand zu gewinnen.

    Wo soll ich anfangen? Ich habe ziemlich jung geheiratet und damals hatte ich einen Mann der aktiv war, voller Selbstvertrauen... und auch lieb und freundlich. Lieb und freundlich ist er meistens noch immer... aber er hat eine psychische Erkrankung. Es geht im im Moment nicht gut und ich habe das Gegühl, dass ich ihn ein bisschen wie ein Baby behandele. Er hat zugenommen, worüber er todunglücklich ist. Er mag momentan nicht viel raus gehen, an einige Plätze gar nicht und an die anderen nur nach Überredung (wobei es ihm aber dann gefällt). Er arbeitet aber.
    Ich sagte ja, dass er meistens freundlich ist... aber manchmal auch von oben herab, was mich aufregt.
    Momentan zeigt er seine Liebe mehr den Hunden als mir oder seinen Kindern.

    Er ist aber nicht furchtbar schrecklich und schlimm. Ich habe ihn lieb. Er hat immer zu mir gestanden, wenn ich ihn brauchte. Ich weiß auch, dass er ein gutes und mutiges Herz hat und ein Kämpfer ist. Im Moment muss er wegen seiner Krankheit sehr kämpfen und ich sehe das und weiß es auch zu schätzen... aber ich glaube mich stört momentan, dass er nicht so der Prinz auf dem weißen Pferd ist, den man sich als junges Mädchen so erträumt.

    Gleichzeit mache ich mir große Sorgen um ihn wegen seiner Krankheit. Freunde sagten mir wiederum, dass sie sich Sorgen um mich machen, weil ich von dem ganzen so gestresst bin.

    Wie komm ich da raus?

  2. Inaktiver User

    AW: Halbwegs unglücklich in der Ehe, definiere mich zu sehr über Beziehung

    Hallo liebe TE,

    Du klingst momentan ziemlich durcheinander.

    Worüber machst du dir denn genau Gedanken?

    Wovor hast du Angst?

    Angehörige von psychisch Kranken haben es oft nicht leicht.

    Manchen helfen Selbsthilfegruppen, die gibt es in jeder größeren Stadt. Sonst können evtl. auch die psychiatrischen Kliniksambulanzen Kontakte zu solchen Gruppen vermitteln.
    Andere Angehörige gehen selbst zu einer Gesprächstherapie, um gut für sich selbst zu sorgen.

    Vielleicht hilft dir fachliche Hilfe mehr als ein anonymes Forum?


  3. Registriert seit
    04.08.2018
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    AW: Halbwegs unglücklich in der Ehe, definiere mich zu sehr über Beziehung

    Ich mache mir ganz konkret darüber Gedanken, dass ihm etwas passiert, wenn ich nicht gut auf ihn aufpasse. Gleichzeitig, aber brauche ich mal Abstand, fühle mich zum Teil auch manchmal ungeliebt in der Ehe.

    Ich bin in einer Selbsthilfegruppe von Angehörigen und weiß in diesem Fall ganz konkret nicht, ob es gut für mich ist, da wir dort sehr viel über die Erkrankung unserer Männer reden.


  4. Registriert seit
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    AW: Halbwegs unglücklich in der Ehe, definiere mich zu sehr über Beziehung

    Zitat Zitat von Hiphiphurray Beitrag anzeigen
    ....aber ich glaube mich stört momentan, dass er nicht so der Prinz auf dem weißen Pferd ist, den man sich als junges Mädchen so erträumt.

    Wie komm ich da raus?
    Erwachsen werden! Und endlich aus Deinen Kleinkinderträumen aufwachen (übrigens bitte nicht auf andere Mädchen/Frauen schließen, sind glücklicherweise nicht alle so weltfremd!).


  5. Registriert seit
    10.07.2015
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    AW: Halbwegs unglücklich in der Ehe, definiere mich zu sehr über Beziehung

    @Nurzugast
    Ich empfinde Dein Zitat aus dem Zusammenhang gerissen und dadurch vollkommen unpassend...
    Der Mann der TE ist psychisch krank- wenn man das aus eigener Erfahrung kennt, versteht man sehr gut, was die TE damit aussagen möchte.
    Es hat nichts mit "erwachsen werden" zu tun, wenn man das Gefühl hat, alles für den Erkrankten mitstemmen zu müssen, weil dieser einfach teilweise am Alltag verzweifelt.
    Liebe TE, fühl Dich gedrückt, ich kann Deine Aussagen sehr gut nachvollziehen und wünsche Dir viel Kraft.
    Alles Liebe, Leny

  6. gesperrt
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    AW: Halbwegs unglücklich in der Ehe, definiere mich zu sehr über Beziehung

    Wird diese Krankheit, eine Depession wohl, richtig behandelt? ist er medikamentös richtig eingestellt? Kriegt er zusätzlich Therpie (Gesprächs-/Verhaltenstherapie?), bei einem Therapeuten, dieder zu ihm passt?


  7. Registriert seit
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    2.317

    AW: Halbwegs unglücklich in der Ehe, definiere mich zu sehr über Beziehung

    Zitat Zitat von Hiphiphurray Beitrag anzeigen
    Im Moment muss er wegen seiner Krankheit sehr kämpfen und ich sehe das und weiß es auch zu schätzen... aber ich glaube mich stört momentan, dass er nicht so der Prinz auf dem weißen Pferd ist, den man sich als junges Mädchen so erträumt.
    Ich weiß nicht, wer dieser ominöse "man" ist. Ich hab nie, auch nicht als junges Mädchen, vom Prinzen auf dem weißen Pferd geträumt. Was genau soll der überhaupt sein? Ein solches Bild von jungen Mädchen zu haben, ist einfach nur peinlich.

    Ich denke, dich stört dieser ganze Stress momentan. Und dass du offenbar damit allein bist. Gibt es in deiner Nähe Gruppen oder Ansprechpartner für Angehörige von psychisch Kranken?

  8. Inaktiver User

    AW: Halbwegs unglücklich in der Ehe, definiere mich zu sehr über Beziehung

    Zitat Zitat von Hiphiphurray Beitrag anzeigen
    Ich mache mir ganz konkret darüber Gedanken, dass ihm etwas passiert, wenn ich nicht gut auf ihn aufpasse.
    Liebe Hiphip, da willst du Verantwortung übernehmen, die zu schwer für dich ist und die du niemals stemmen kannst. Kein Wunder, dass dich das überfordert.
    ER ist der einzige, der auf sich aufpassen kann und muss. In manchen Fällen noch die Therapeuten - aber die Hauptverantwortung für IHR Leben liegt bei den Patienten. Oder hat jemand anderes für DICH Verantwortung?

    Es gibt nur zwei Ausnahmen: Kinder - für die haben die Eltern die Verantwortung. Und gesetzlich Betreute - da hat der Betreuer die Verantwortung, aber auch nur in den Fällen, wenn der Patient durch seine Krankheit unfähig ist, selbst für sich zu entscheiden.
    Also: hast du die Betreuung für deinen Mann, bzw. bist du die Bevollmächtigte für ihn?

    Gleichzeitig, aber brauche ich mal Abstand, fühle mich zum Teil auch manchmal ungeliebt in der Ehe.
    Verständlich.
    Und nicht das alleinige „Privileg“ einer Beziehung zu psychisch Kranken. Ungeliebt fühlt sich wohl jede/r mal. Im besten Fall kann man mit dem Partner darüber reden... Könnt ihr das? Hat er Verständnis dafür?

    Und Abstand zu brauchen ist oft auch einfach nur ein gesunder Selbsterhaltungstrieb. Kannst du das in die Tat umsetzen? Dir Urlaub nehmen? Zeitliche „Inseln“ jede Woche, jeden Tag schaffen, wo du nur für dich selbst Kraft tanken kannst?

    Habt ihr gemeinsame Kinder?

    Ich bin in einer Selbsthilfegruppe von Angehörigen und weiß in diesem Fall ganz konkret nicht, ob es gut für mich ist, da wir dort sehr viel über die Erkrankung unserer Männer reden.
    Nun, das ist schon mal gut, dass du da Anschluss hast. Und wenn du mal das Thema „Verantwortung für den Partner“ dort diskutierst? Du wirst dann erkennen, dass das ein ganz großes Problem ist für so gut wie jeden Angehörigen. Und alle kreisen immer nur um den Patienten, vergessen dabei aber sich selbst.
    Sprich es doch dort in der Gruppe mal an. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich viele dort in der Gruppe genau nach diesem Thema sehnen, weil es dann mal um sie selbst geht - das hilft sehr, über sich selbst zu reden, statt den Fokus immer nur auf der Krankheit und dem Patienten zu haben.

    Viel Kraft wünsche ich dir!
    Geändert von Inaktiver User (05.08.2018 um 08:41 Uhr)


  9. Registriert seit
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    135

    AW: Halbwegs unglücklich in der Ehe, definiere mich zu sehr über Beziehung

    Liebe TE,

    ich kann mir meinen Vorposterinnen nur anschliessen und denke, es ist ganz wichtig für Dich, dass Du aus dem Verantwortungs-knoten für Deinen Mann herauskommst. Dein Mann ist selbst verantwortlich für sich.

    Falls es sich um eine Depression handelt, dann ist es auch kein Wunder, dass Du Dich ungeliebt fühlst in Deiner Partnerschaft. Gefühle von Zuneigung können Depressive nicht empfinden, das ist ja gerade das Wesen dieser Erkrankung und es ist auch eines der Symptome, das die Erkrankten selbst furchtbar finden. Es hat aber nichts mit Deiner Person zu tun!
    Das hilft Dir aber auf Dauer auch nicht weiter und es wäre wahrscheinlich hilfreich für Dich, wenn Du lernen könntest, Dich selbst liebevoll zu behandeln, zu schauen, was Du gerade brauchst und es Dir auch zu organisieren, und zwar unabhängig von Deinem Mann.
    (z.B. Ausflug mit Freundin, Nachmittag mit befreundeter Familie, Kurzurlaub am Strand, Mädels-Kinoabend...)

    Alles Gute für Dich!

  10. gesperrt
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    AW: Halbwegs unglücklich in der Ehe, definiere mich zu sehr über Beziehung

    Zitat Zitat von step3 Beitrag anzeigen
    Liebe TE,

    ich kann mir meinen Vorposterinnen nur anschliessen und denke, es ist ganz wichtig für Dich, dass Du aus dem Verantwortungs-knoten für Deinen Mann herauskommst. Dein Mann ist selbst verantwortlich für sich.
    Das sehe ich fundamental anders! Der Mann ist krank und braucht Unterstützung. Die TE natürlich auch, Sozialdienste, Selbsthilfegruppen können ihr sagen, wo sie welche kriegen kann.

    Frage an die, die hier das Lied "jeder ist für sich selbst verantwortlich" singen: wäre euer Rat derselbe, wenn der Mann der TE posten würde, dass sie sich verändert und er das manchmal einfach satt hat, weil seine Frau an Brustkrebs erkrankt ist?

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