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Thema: Durcheinander


  1. Registriert seit
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    Durcheinander

    Ich versuch mich einigermaßen kurz zusammen zu fassen. Durch Rückfragen ergeben sich bestimmt die Details.
    Mein Leben ist für mich gerade so unglücklich und verworren, dass ich das irgendwie mal sortieren muss.

    Ich bin seit 15 Jahren verheiratet, wir haben zwei Kinder (16 und 18), nicht abbezahltes Haus, arbeiten beide Vollzeit. Halten 5 Bienenvölker und alles könnte toll sein. Mein Mann arbeitet viel und gerne, was ok für mich war und ist!

    Ich arbeite im öffentlichen Dienst etwas entspannter, studiere aber noch nebenberuflich und kümmere mich auch sonst um alles: Haushalt, Bürokram, meine Mutter, meine demente Freundin (da hab ich die Pflegschaft )....

    Seit einiger Zeit hab ich gemerkt, dass wir eigentlich weder einen richtigen Freundeskreis haben, noch etwas anderes machen ausser arbeiten.

    Und dann hab ich mich verliebt! Mit aller Leidenschaft! Nein, es ist nicht viel passiert, aber es ist emotional so viel bei mir passiert, dass ich alles stehen und liegen gelassen hätte wenn mein Wunschprinz nur ein Wort gesagt hätte. Der aber hat den kompletten Rückzug angetreten als er gemerkt hat, dass Nöhe aufkommt. Er will seine Freiheit nicht verlieren.....

    Uns so versuche ich mein Leben, meinen Liebeskummer, alles zu ordnen.....

  2. Avatar von Amelie63
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    AW: Durcheinander

    Vielleicht mal ne Auszeit in Form von Urlaub allein nehmen? Alpenquerung, Südseeparadies, irgendwas komplett anderes halt, wo du Abstand bekommst, zur Ruhe kommen und in dich reinhören kannst.

    Manchmal ist es ja die Alltags-Tristesse, die zu so einem Verlieben führt, auch wenn sie sich gar nicht so trist anfühlt - aber auch ein schönes Leben verläuft meist in endloser Routine. Liebeskummer ist schlimm, aber im besten Fall hilft so ein Erlebnis, seinem Alltag wieder neuen Esprit zu geben - und zwar mit den Menschen um einen rum.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  3. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Durcheinander

    Sei dankbar, dass der Kollege dich nicht will.
    Und sieh das als Chance, mal auf Dein, auf Euer Leben zu schauen, was du dir wünschst und was da geändert werden könnte.

    Ich finde übrigens normal und in Ordnung, wenn man sehr viel arbeitet (Dein Mann im Beruf, Du auch in Haus und im Kümmern um Mutter und demente Freundin). Aber es sollte doch auch etwas dazu geben - und insbesondere muss auch die Beziehung Aufmerksamkeit bekommen. Eine mir liebe Userin hat hier mal geschrieben: Alles ruft, Beruf, Haushalt, Kinder, Ehrenamt, nur die Beziehung, die ruft nicht, die muss man selbst im Auge haben.

    Also - lenke deine Aufmerksamkeit auf deine Ehe. Sprich' mit deinem Mann.
    Ist für dich denkbar, dass du ihm von der Verliebtheit erzählst?
    Könntet ihr mal zu zweit verreisen?

  4. Avatar von Wiesenblume
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    AW: Durcheinander

    Zitat Zitat von Dasty2000 Beitrag anzeigen
    Und so versuche ich mein Leben, meinen Liebeskummer, alles zu ordnen.....
    Guten Morgen liebe Dasty, willkommen!

    Eine andere Userin hier in der Bri hat als Signatur einen Satz, der auf Dich/auf Eure Situation übertragen lauten könnte "auf dem Boden des Alltags liegt eindeutig zu wenig Glitzer".

    Ich denke, Du und Dein Mann - Ihr funktioniert beide, funktioniert auch beide gut - es läuft.

    Und dann kommt da ein Traumprinz in schillernder Rüstung und bringt Dir eben diesen Glitzer, den Nervenkitzel, das Kribbeln im Bauch.

    Das finde ich nicht schlimm, kann es doch für Dich, und damit letztlich für Euch beide (Dich und Deinen Mann) eine Art Weckruf sein: wie durch eine Lupe siehst Du plötzlich, nach was Du Dich sehnst: neben einer funktionierenden gut geölten Partnerschaft, die im Alltag wie 2 Zahnräder ineinander greift, kommt der Überraschungsmoment, das Neue, Unbekannte, Unerwartete, der Kitzel zu kurz.

    Was ich gut finde ist, dass ich hier nichts lese, dass Ihr Euch als Partner "auf den Geist" geht, Euch zankt, erbittert streitet, anzickt. Nein, all das lese ich hier nicht.

    Für mich stellt das eine gute Basis dar, anzusetzen: schnapp Dir Deinen Mann, nimm Deine Wahrnehmung des fehlenden Kitzels mit und sprich mit Deinem Partner: sag ihm, was Du in der Beziehung vermisst. Fehlt ihm vielleicht unausgesprochen auch etwas? Macht einen Plan, nehmt Euch etwas vor, woran Ihr beide Spaß habt - brecht aus dem Alltag aus und schafft Euch bewusst Inseln jenseits des "Trotts" nur für Euch als Paar. Entdeckt vielleicht abhanden gekommene Erotik,...

    Ich sehe da so viel - verstehe Deine Fremdverliebtheit als Weckruf für Eure Partnerschaft.


  5. Registriert seit
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    AW: Durcheinander

    Zitat Zitat von Dasty2000 Beitrag anzeigen

    wir haben zwei Kinder (16 und 18),

    nicht abbezahltes Haus,

    arbeiten beide Vollzeit.

    Halten 5 Bienenvölker

    Mein Mann arbeitet viel

    Ich arbeite im öffentlichen Dienst

    studiere aber noch nebenberuflich

    Haushalt, Bürokram, meine Mutter,

    meine demente Freundin (da hab ich die Pflegschaft )....

    weder einen richtigen Freundeskreis haben,

    noch etwas anderes machen ausser arbeiten.



    Und dann hab ich mich verliebt! .

    Das wundert mich nun keinesfalls, bei den Vorgaben.

    Es gibt Menschen, die arbeiten, um zu leben.

    ihr gehört wohl zu denen, die leben, um zu arbeiten.

    Kann man machen, die Nachteile muss man aber auch in Kauf nehmen.


    lg jaws

  6. Avatar von overknee
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    AW: Durcheinander

    Da erschrickt man sich selbst, ne? Dass man alles aufgegeben hätte, für einen Traum. Ist so hirnlos. Und obwohl man das weiß, gäbe es kein Halten.
    Ich wünsche Dir erst mal viel Kraft, um den Liebeskummer zu überstehen. Auch das ist ja ein intensives Gefühl.
    Das ist Leben.
    Und dann würde ich auch sagen, sprich mit Deinem Mann. Du musst es ihm ja nicht so in der Klarheit sagen, aber auf jeden Fall, dass etwas passieren muss.
    Du brauchst wohl wieder mehr Gefühl, mehr Intensität. Man lebt so vor sich her. Ohne Höhepunkte. Vielleicht bekommt ihr die in Eure Ehe reingepackt.

  7. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Durcheinander

    Zitat Zitat von jaws Beitrag anzeigen
    Das wundert mich nun keinesfalls, bei den Vorgaben.

    Es gibt Menschen, die arbeiten, um zu leben.

    ihr gehört wohl zu denen, die leben, um zu arbeiten.

    Kann man machen, die Nachteile muss man aber auch in Kauf nehmen.


    lg jaws
    Das ist unverschämt.
    Selbst wenn er lügt, lügt er. Irgendwo bei Tucholsky


  8. Registriert seit
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    AW: Durcheinander

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Das ist unverschämt.

    Warum?


  9. Registriert seit
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    AW: Durcheinander

    Danke für die Rückmeldungen!!
    Ja, man erschrickt vor sich selbst, stimmt!

    Nein, mein Mann und ich streiten und zanken nicht. Und ich hab auch mal angefangen, meine ganze Krise ganz vorsichtig anzusprechen. Ich glaub‘ er denkt jetzt erstmal drüber nach...

    Ja, manchmal hab‘ ich auch das Gefühl mehr zu leben um zu arbeiten. Aber leider kann ich mir nicht alles aussuchen und auch nicht einfach abgeben.

    Ich ärger mich auch über mich selbst: warum hänge ich jetzt in so einem sinnlosen Liebeskummer fest. Ich versuch diese Energie irgendwie umzulenken bekomm das aber nicht hin....

  10. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Durcheinander

    Zitat Zitat von Dasty2000 Beitrag anzeigen
    Nein, mein Mann und ich streiten und zanken nicht.
    Nie zu streiten ist auch kein Qualitätsmerkmal einer Ehe.
    Ich denke, das hat Wiesenblume auch nicht gemeint.

    Und ich hab auch mal angefangen, meine ganze Krise ganz vorsichtig anzusprechen. Ich glaub‘ er denkt jetzt erstmal drüber nach...
    Warum vorsichtig?
    Meinst du, dass das bei deinem Mann "angekommen" ist?

    Warum nicht konstruktiv - mit einem Vorschlag, was dein Mann und du zusammen machen könntet?

    Ja, manchmal hab‘ ich auch das Gefühl mehr zu leben um zu arbeiten. Aber leider kann ich mir nicht alles aussuchen und auch nicht einfach abgeben.
    Ihr arbeitet sehr viel - aber ich finde das schon in Ordnung, und wenn man so ein Typ ist, dann kann man auch nicht wirklich anders. Klar hat das Konsequenzen - aber ich würde nicht da ansetzen, Dinge abzugeben oder zu reduzieren. Das ist nicht konstruktiv - und es kommt eher darauf an, sich trotzdem Zeit zu nehmen und sich in der Zeit, die man miteinander hat, wirklich einander zuzuwenden. Wie sieht denn z.B. die morgendliche Verabschiedung aus?

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