Hallo zusammen
nun erstelle ich doch mal ein eigenes Thema zur Situation.
Ich bin 34 Jahre alt und habe einen etwas jüngeren Mann kennengelernt (im Internet) anfänglich haben wir nur sehr intensiv geschrieben. Das war schon von Anfang an vertraut. Täglich schrieben wir uns Nachrichten. Nach zwei Monaten haben wir uns dann zum ersten Mal getroffen. Wir beide waren wir geflasht voneinander. Von Anfang an war eine Verbundenheit und Vertrautheit da, die ich so noch nie zuvor erlebt habe.
Es dauerte noch einmal 3 Monate, bis wir endlich die Gefühle füreinander aussprachen.
Nun sind wir "zusammen".
Doch seit dem ist alles so ambivalent, meinerseits. Er schwebt auf Wolke 7.
Es passt alles wie A*** auf Eimer, wie man so schön sagt. Wir verstehen und, haben gleiche Interessen, den gleichen Humor, lachen zusammen, sind tiefgründig zusammen, ich denke an ihn, wenn er nicht da ist, vermisse ihn (jedoch nicht immer), wir haben die gleichen Vorstellungen von Nähe und Distanz auf Beziehungsebene. Es scheint wie eine Seelenverwandtschaft.
Allerdings waren wir noch in keiner Form körperlich miteinander. Ehrlich gesagt kann ich mir das mit ihm auch gar nicht vorstellen.
Doch wenn ich ihn umarme, möchte ich ihn nie wieder los lassen. So fest drücken, wie ich nur kann und am liebsten noch näher sein, und dann wieder nicht.
Einmal habe ich ihm schon sehr weh getan, weil ich das alles nicht einordnen konnte, habe ich alles "beendet", doch dann waren wir uns wieder so nah (ohne Erotik, ohne Küssen), doch spüren wir beide eine enorme Vertrautheit, Verbundenheit. Ich will ihn nicht verlieren. und ich weiß, dass es von den Emotionen mehr, als nur eine Freundschaft sein muss.
Manchmal denke ich, ob ich es einfach darauf ankommen lassen sollte, es einfach ausprobieren. Aber dann denke ich, was wenn es dann nicht klappt? Verletze ich ihn dann nicht noch viel mehr? Er ist so ein verletztes Wesen, das kann und will ich ihm nicht antun.
Ist es meine Angst, mich doch auf was neues einzulassen nach 3 Jahren single sein?
Manchmal scheine ich diese vertraute körperliche Nähe von meinem Ex zu vermissen. Ich wusste, wie er sich anfühlt, wie er riecht und wie er schmeckt. Und nun ist alles neu.
Bitte nicht falsch verstehen, das mit meinem Ex ist wirklich abgeschlossen und verarbeitet. Er hat sogar indirekt gesagt, dass er es nochmal mit mir versucht hätte, nachdem er erfuhr, dass es nun nach 3 Jahren einen neuen Mann in meinem Leben gibt.. Aber ich habe alles so gut reflektiert und verarbeitet, dass ich mir mit ihm keine Zukunft mehr vorstellen kann. Dafür sind unsere Lebensziele und Träume und Vorstellungen vom Leben zu unterschiedlich. Doch mit IHM - passt alles. Fast alles. Auf seelisch-emotionaler Eben eben ALLES.
Und ich frage mich:
So viele Menschen fühlen sich körperlich angezogen, spüren Erotik pur, und hinterfragen nicht einmal, ob es auf menschlicher Ebene überhaupt ebenso passt. ODER sie merken nach einigen Wochen, dass es menschlich eben NICHT passt und trennen sich.
Ich habe es nun umgekehrt. Menschlich, seelisch, lebenspraktisch - alles passt, harmoniert im Einklang, unsere Herzen scheinen im gleichen Beat zu schlagen. Aber Körperlich. Er hat halt auch eine sehr feminine Art an sich. Mein Therapeut sagt: Ihnen fehlt ein männliches Gegenüber". Aber wird Sex und Erotik nicht eh völlig überbewertet? Geht es nicht ehr um zwischenmenschliche Dinge die funktionieren sollten in einer Beziehung? Um Verlässlichkeit, Vertrauen, Verbundenheit und Liebe?
Oder ist mein Denken falsch und ein Fremdgehen (wenn auch nur gedanklich) ist somit schon vorprogrammiert? Was, wenn mir irgendwann ein Mann begegnet, der nur so vor Männlichkeit strotzt und ich mich körperlich mega angezogen fühle? Klar geht dann der Kopf an....Fremdgehen ist ein NoGo.
Ich bin verzweifelt und will keinen Fehler machen. Ich kann kein Hin und Her mit ihm machen. Ich muss herausfinden, was ich will.
Nach dem ersten Mal, wo ich alles in Frage gestellt habe, war er so verständnisvoll und meinte: "ich gehe diesen Weg mit dir, es ist wie eine Reise, und wir wissen nicht, wohin sie führt". Ich weiß nicht, ob ich ihm das antun kann und will. Wieso tut er das? Er will an meiner Seite bleiben, obwohl er weiß, dass ich Zweifel.....
Er weiß nicht, dass ich ihn körperlich nicht anziehend finde. Darüber haben wir nicht geredet. Er weiß und denkt, dass ich allgemein zweifel.
Aber mein Psychologe sagt, ich sollte dafür nicht die Verantwortung übernehmen, das müsse halt er schon allein für sich entscheiden.
Das komische ist, ICH bin diejenige, die nach 5 Monaten zuerst die Gefühle ausgesprochen hat. Ich denke mir, ich kann mir das doch alles nicht eingebildet haben. Diese Verliebtheit. Oder was ist das?
Bin gespannt auf euer Feedback.
LG
Julivee
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14.07.2018, 20:47
ambivalente Gefühle in der PArtnerschaft
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14.07.2018, 23:14
AW: ambivalente Gefühle in der PArtnerschaft
Hallo,
das klingt insgesamt nach einem sehr großen emotionalen Paket.
Für dich zum Nachdenken: bist du sicher, dass du alles, was an Vergangenheit da ist, aufgearbeitet hast in einer Form, die dich wirklich nicht mehr belastet? Ganz sicher?
Warst du möglicherweise zu voreilig mit deinen emotionalen Geständnissen, deinen Gedanken, deinen Erwartungshaltungen? Ein bisschen erinnert mich deine Beschreibung an eine Aussage von Don Draper in der Serie Mad Men "was du als Liebe bezeichnest, wurde von Typen wie mir erfunden, um Strumpfhosen zu verkaufen".
Und könnte das der Grund sein, warum du keine echte körperliche Zuneigung spürst? Weil es alles zu schnell ging?
Und warum bist du bei einem Psychologen? Was läuft bei dir nicht rund?
Wie weit geht das körperliche bei euch? Weil Sex ist viel mehr als Geschlechtsverkehr.
Ich finde, dass eine sexlose Beziehung in Ordnung ist, wenn beide (!!!!) damit einverstanden sind. Die Frage ist, ob das bei euch der Fall ist.
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14.07.2018, 23:58
AW: ambivalente Gefühle in der PArtnerschaft
Und es ist ja nicht nur der Sex der Dir fehlt sondern "das männliche Gegenüber". Und das kann man schon vermissen, wenn man das Gefühl hat, oft den Männerpart zu übernehmen.
Das sind so feine kleine Sachen, man sieht sie oft am Anfang nicht. Es kann eine gewisse Hilflosigkeit von ihm sein (vielleicht auch, weil er jünger ist?) und auch eine bestimmte Art der Abhängigkeit, die auch nicht gerade männlich wirkt.
Wenn Du Dich sexuell nicht zu ihm hingezogen fühlst, dann solltest Du ihm das sagen. Auch wenn Dir die Beziehung so gefällt wie sie ist. Du weisst nicht, wie er sie sieht.
Ich hatte mal so etwas Halbes und nichts Ganzes aber es war mir mehr egal als Dir. Ich habe ihn getroffen, wenn ich Lust hatte und ansonsten habe ich mein eigenes Ding gemacht. Einmal habe ich mich zusammen gerissen und ihn gefragt und er ist mir ausgewichen. Danach hatte ich wenigstens das Gefühl, ok, ich habe es angesprochen. Dass er immer so tut als wären wir zusammen aber dass wir noch nie Sex hatten oder irgendetwas in die Richtung.
Am Ende habe ich ihm sehr weh getan, weil er mir auf den Zeiger ging. Ich habe eine Beziehung zu einem anderen Mann angefangen und ihm nichts davon erzählt. Ich war sauer auf ihn. Ich dachte: ok, er will nicht reden und nichts ändern, dann bin ich ihm auch zu nichts verpflichtet. Aber es hat ihm sehr weh getan und wir haben auch keinen Kontakt mehr. Ich hätte klar Schluss machen sollen, so seltsam die Beziehung auch war.
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15.07.2018, 08:49Inaktiver User
AW: ambivalente Gefühle in der PArtnerschaft
Hab ich das richtig verstanden? Ihr seid „zusammen“, habt euch aber noch nicht mal geküsst, von Sex ganz zu schweigen? Nur „ganz fest drücken“?
Das ist Geschwisterliebe, aber keine Liebesbeziehung.
Wenn du ihn körperlich nicht anziehend findest, dann beende eure „Beziehung“ und bleibt gute Freunde.
Ohne Sex ist das doch von Haus aus zum Scheitern verurteilt. Stell dir mal vor, einer von euch möchte irgendwann mal Kinder. Wie soll das denn dann stattfinden? Im Labor? Nee wirklich. Das was du da mit ihm beschreibst, das hab ich mit meinem Bruder.
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15.07.2018, 09:12Inaktiver User
AW: ambivalente Gefühle in der PArtnerschaft
Da lese ich leider schon nicht mehr weiter. Jeder Datingratgeber wird da gebetsmühlenartig sagen, dass wenn etwas so großartig, traumhaft und so seelenverwandt anfängt, dann stimmt da etwas nicht.
Gefällt er Dir überhaupt? Wenn nein, dann beende das ganz einfach. Lass Dich nicht in etwas hineinziehen, was ein Luftschloss sein wird. Normale Beziehungen fangen anders an. Ruhiger, ja, mit Klärungsbedarf, klar auch mit vielen Gesprächen aber auch hinterfragen und Kompromissen, aber eben doch auch mit körperlicher Anziehung.
Konntest Du real überprüfen, ob er stimmig ist? Und für was solltest Du weiterhin überprüfen, wenn Du ihn nicht anziehend findest? Damit ist das Thema Beziehung durch. Warum machst Du da weiter? Was erwartest Du davon? Dass Du Dich damit arrangierst, weil er so toll ist und die Beziehung der Himmel auf Erden werden könnte wie mit keinem sonst? Sogar sehr wahrscheinlich wird das real eben nicht dazu kommen.Geändert von Inaktiver User (15.07.2018 um 09:17 Uhr)
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15.07.2018, 09:33Inaktiver User
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15.07.2018, 11:42
AW: ambivalente Gefühle in der PArtnerschaft
see you on be friends online!
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23.07.2018, 11:06
AW: ambivalente Gefühle in der PArtnerschaft
Hey zusammen,
danke für eurer Feedback.
Ich hatte in wenig Stress die letzten Tage, Geburtstagsparty vorbereiten, family da und so :D.
vloubout und alle:
Also: Was die Therapie angeht, oh man, das hätte ich wohl besser nicht erwähnen sollten, nun wird 1 und 1 zusammen gezählt und ich hab nen Stempel ;D.
Natürlich gibt es ein großes emotionales Paket - wer trägt so etwas nicht von uns? Abgestumpfte oberflächliche, matrialistische Menschen - nein, das bin ich nicht.
Die Therapie mache ich, weil ich seit Jahren unter chronischer Sinusitis leider, wollte mal abklären, ob es psychosomatisch ist, da ich schulmedizinisch austherapiert scheine. Selbst eine OP hat nicht geholfen und mittlerweile belastet mich das alles sehr, weil es mich phasenweise auch sehr in meiner Lebensqualität einschränkt.....ein Teufelskreis.
ABER: der Therapeut sagt, ich klinge und rede zu abgeklärt, als dass da Altlasten noch unverarbeitet eine Rolle spielen könnten. Natürlich bin ich wegen der Sinusitis dort in Therapie, ABER zwischenmenschliche Beziehungen werden auch thematisiert und tragen ja einen wesentlichen Teil zum Allgemein-, Wohlbefinden dar.
Und natürlich spielt Vergangenheit immer eine Rolle, sie prägt uns und macht uns zu den Menschen, die wir sind. Aber deshalb gleich davon reden, dass etwas nicht normal oder falsch ist????
Zu eurer Frage, ob das Alte wirklich abgeschlossen ist: Partnerschaftlich und emotional definitiv JA. Ich war lange genug allein und habe auf Partnerschaften und Sex verzichtet, eben WEIL ich gespürt habe, dass es NICHT angeschlossen war. Nun nach drei Jahren merke ich, dass ich offen für eine neue Liebe bin. Eine neue Liebe, die er mir definitiv gibt und die ich auch verspüre.
Und zu voreilig war ich mit meinen Geständnissen denke ich nicht. Es war ein emotionales Chaos in meinem Bauch, 5 Monate lang - Schmetterlinge
Er ist einfach anders, etwas „freakig“ wie ich immer (liebevoll) sage :). Daher spielt vielleicht auch mein Kopf eine zu große Rolle, dass ich denke, „passt der überhaupt in meinen Kreis, wird er von denen akzeptiert werden?“ Vielleicht ist auch ein wenig "fremdschämen" dabei....Aber ICH muss mich mit ihm wohl fühlen und muss mich nicht dafür rechtfertigen, mit WEM es mir gut geht. DARAN habe ich vielleicht noch zu knabbern….
Ich mache mir Gedanken darüber: Affären sind gesellschaftlich akteptiert, Freundschaft plus - gesellschaftlich akzeptiert, selbst Polyamie wird mittlerweile immer häufiger.
In einer völlig übersexualisierten Gesellschaft - wieso sollten wir es dann nicht genau anders herum leben? Wir fühlen uns emotional, mental, seelisch total zueinander hingezogen. Es ist nicht dieses "Wow, ich will ihn spüren - ich will Sex“ Aber ich weiß und kann mir vorstellen, dass Intimität mit ihm mehr als nur Sex sein wird. Es wird etwas Spirituelles sein. Muss und kann hier wahrscheinlich niemand verstehen und nachvollziehen.
WAS ist wirklich wichtig in unserer heutigen übersexualisierten und matrialistischen Welt? Normen, Werte, Tiefgründigkeit, Treue, Loyalität, Beständigkeit....ich sehe sowas kaum noch in Partnerschaften. DAS ist mir wichtig! und wird eine Beziehung tragen.
Körperlich, das ist es ja, läuft halt noch nichts - und ich weiß, dass Sex nicht gleich Geschlechtsverkehr ist. Bloßer Sex wird für mich eben doch überbewertet, falls du damit stumpfes „rein raus“ meinst, weil man einfach geil aufeinander ist. Geschlechtsverkehr ist so viel mehr als das…..eben auf emotionaler, spiritueller Art und Weise. Und ich weiß, dass er mit mir GENAU DAS leben kann und wird.
Momentan haben wir halt die Definition: „Wir gehen einen Weg, gemeinsam. Wir wissen nicht, wohin er führt. Aber er tut uns gut und wir wollen ihn so lange wie möglich zusammen gehen. Es ist schön, wie es ist und was dazu kommt, das kommt, und das werden wir gemeinsam leben und genießen.“
Können uns alles miteinander vorstellen. Haben gleiche Ziele und Vorstellungen vom Leben. Spüren die Liebe und Aufrichtigkeit und Loyalität. Mich verwirrt nur, dass ich mich sexuell nicht (immer) zu ihm hingezogen fühle. Weil ich in der Vergangenheit halt schon sehr körperliche Beziehungen hatte….und wieso haben DIE nicht gehalten???? Fehlte wohl genau das, was ich jetzt lebe. Eine grundlegende Basis, Menschlichkeit und Verbundenheit?
Es ist nur mein Kopf, der mir im Weg steht, der mir versucht zu sagen: „So und so MUSS etwas sein“……und genau so erlebe ich hier gerade das Feedback.
Wer sagt, was normal ist?
„Es ist normal, verschieden zu sein“
Also warum sollen WIR nicht etwas anderes haben?
Solange es jedem damit gut geht?!?!
Und glaubt mir, bevor es zu mehr Körperlichkeit kommt, werde ich das sicher genau so mit ihm (versuchen) zu thematisieren…..
Ich kann es halt manchmal selbst kaum (be)greifen, was das alles ist. Und ob es ok ist. Aber ihr habt Recht!
Es muss für beide ok sein!!!
Und er sagt: "Ich will mit dir zusammen sein, egal wie!" Er weiß halt, dass ich noch zweifle, und ich habe ihm gesagt, dass ich nicht weiß, ob alles für eine Beziehung reicht...
Das ist arschig von mir, ich weiß, aber mein Therapeut hat gesagt. ICH kann nicht die Verantwortung dafür übernehmen, ob wir trotzdem so weiter machen. Er ist alt genug und muss selbst entscheiden, Wichtig ist nur, dass jeder mit offenen Karten spielt und dem anderen nichts vormacht oder vorlügt.
TT333
es ist mehr als Geschwisterliebe und Freundschaft. Ich wusste, dass niemand wirklich verstehen kann, was ich meine….es geht einfach tiefer. Emotional gesehen viel, viel tiefer. Und ja, ich kann das beurteilen, ich habe eine sehr liebevolle Beziehung zu Freunden und Geschiwstern.
Und ich sagte nicht, dass ich mir Sex mit ihm gar nicht vorstellen kann.
Kinder, mal sehen, auch da haben wir gleiche Haltungen…..ich bin 35 und bis wir so weit sind, überhaupt mal über Kinder als Eltern nachzudenken, bin ich vielleicht eh schon zu alt. Also kann ich mir gut vorstellen, Kinder zu adoptieren, dafür bedarf es nichtmal Sex :D….sorry, ein wenig Humor muss sein =)
hasimausi No1:
Danke, ich brauche keine Erziehungsratgeber. Ich ziehe es vor, eigene Erfahrungen zu machen.
Wer sagt, was normal und was nicht normal ist?
Dass unsere Beziehung nicht von sexueller Anziehung geprägt und getragen wird, wird er wohl wissen und spüren :D. Weil wir es eben nicht leben.
Früher, da wurden Menschen einfach verheiratet, ob es passte oder nicht. Sie haben sich lieben GELERNT. Und das sind oft Beziehungen, die halten. Komisch. Eben WEIL sie sich nicht nach erotischen Merkmalen selbst ausgesucht haben.
Rotweinliebhaberin:
Er will ein anderes Modell? Wie meinst du das?
Ich glaube einfach nicht, dass es nur Freundschaft ist. Ich habe Freundschaft zu vielen Männern, aber bei keinem habe ich das Gefühl einer so enormen emotionalen tiefen Verbundenheit
Und nocheinmal:
Es ist nicht so, dass ich mich GARNICHT zu ihm hingezogen fühle. Es sind mehr so Momente, in denen ich diese tiefe emotionale Verbundenheit spüre. In diesen Momenten möchte ich ihn gern och mehr spüren als nur feste Umarmungen.
Aber es ist nicht so, dass ich ihn sehe und denke: „Geil, hab Lust auf Sex“
Achso und:
Ich weiß, dass diese Liebe Bestand hat. Dass wenn es mal schwierig wird, dass wir auch DANN zueinander stehen und ALLES dafür tun würden, diesen Konflikt und diese Kriese zu durchstehen und zu bearbeiten. DAS gibt so viel Sicherheit und Vertrauen. Ich spüre das einfach.
Mein Exfreund hat immer gesagt "Lass uns einfach eine schöne Zeit haben"- und genau SO war es. Nach 5 Jahren wurde es sehr schwer und er war nicht bereit, mit mir daran zu arbeiten, dass wir wieder eine liebevolle harmonische Beziehung führen können.
DAS hat mich so enorm geprägt und ist sicher ein Teil des Pakets, was ich mit mir trage. Und GENAU DAS ist auch der Grund, warum ich ihn definitiv nicht zurück haben will. Ich brauche keinen Mann an meiner Seite, der mir Loyalität, Sicherheit, Aufrichtigkeit und Beständigkeit nicht geben kann
Und ich weiß, dass ER mir GENAU DAS geben wird! Loyalität, Beständigkeit, Zusammenhalt, durch dick und dünn gehen - in guten wie in schweren Zeiten.
DAVON wird eine Beziehung in erster Linie getragen.
Das ist ein so unbeschreiblich schönes Gefühl - Sicherheit!!Geändert von Julivee (23.07.2018 um 11:49 Uhr)
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23.07.2018, 13:03
AW: ambivalente Gefühle in der PArtnerschaft
Weiß ER davon?
Und will er mit dir körperlich werden?
Gibt es außer Umarmungen andere körperliche Annäherungen wie Küsse, Streicheln, Händchenhalten etc.?
Ich kann mir momentan noch nicht so richtig vorstellen, wie das zwischen euch so abläuft.
Wo bei mir immer alle Warnlampen angehen, ist, wenn einer sich selbst die Situation mit dem Nichtmithaltenwollen angeblicher gesellschaftlicher Vorgaben (hier: übersexualisierte Gesellschaft z.B.) erklärt.
Ich muss keine gesellschaftlichen „Normen“ einhalten, wenn sie mir nicht guttun. Ich tue, was für mich gut ist. Das brauche ich dann aber weder mir selber zu bestätigen noch von einem Forum bestätigen lassen. Da bleibe ich bei mir, ganz ohne großes Tamtam.
Warum also, wenn es doch stimmig ist für dich, brauchst du dafür allgemeine Akzeptanz?
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23.07.2018, 14:21Inaktiver User
AW: ambivalente Gefühle in der PArtnerschaft
Juli,
Du redest es dir schön. Aber sowas von.
Du fühlst dich sexuell nicht zu ihm hingezogen, und das seit fünf Monaten. Das kommt wohl auch nicht mehr.
Und weil das so ist, meinst du, dass du es jetzt der bösen Gesellschaft mal so richtig heimzahlst? Das ist doch Unfug. Der Gesellschaft, mir, allen anderen außer euch beiden ist es ziemlich wumpe, ob ihr es treibt wie die Karnickel oder hübsch keusch bis zur Hochzeit oder zum Grabe bleibt.
Muss halt für euch BEIDE passen.
Und wie er die Sache sieht, hab ich noch nicht verstanden...
Wozu war nochmal der Strang? Was war deine Frage?


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