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    Soll ich für ihn alles aufgeben?

    Ihr Lieben,
    ich bin ein wenig mit meinem Latein am Ende und bräuchte euren Rat.
    Ich bin seit 7 Monaten mit einem Mann zusammen, den ich sehr liebe. Wir kennen uns schon länger, aber es hat sich erst im letzten Jahr für uns ergeben, ein Leben zusammen aufzubauen. Wir haben eine wunderschöne Beziehung, ich verstehe mich auch super mit seinem Kind. Momentan sehen wir uns leider nur am Wochenende und im Urlaub, er wohnt ca. 80 km von meiner Heimatstadt entfernt.
    Er wohnt sehr ländlich, hat ein Haus mit Grundstück in einem Dorf mit ca. 600 Einwohnern. Zur nächsten kleineren Stadt sind es ca. 5 Minuten Fahrtweg, zu den nächsten Kreisstädten ca. eine halbe Stunde Fahrtzeit. Heißt, man ist immer auf das Auto angewiesen, was ich so aus meiner Stadt (allerdings auch nur eine große Kreisstadt) nicht kenne.
    Ich möchte gerne mit diesem Mann den Alltag erproben und mit ihm zusammen sein - aber ich müsste wirklich alles aufgeben. Meine schöne kleine Wohnung, die Nähe zu meinen Eltern und - was mir sehr wehtut - meinen Job. Ich bin seit 10 Jahren in der Firma und mir fehlt es hier an nichts, ein Jobwechsel ist immer riskant... ich würde also mein komplettes bisheriges Leben "aufgeben", um mit ihm zu wohnen.
    Ich habe Angst, dass ich mich irgendwann auf dem Dorf eingeengt fühle, das ich vielleicht mit dem Job nicht zufrieden bin. Wenn es nicht funktioniert, stehe ich ohne alles da.
    Des weiteren finde ich es gefährlich, da er so gut wie keine Kompromisse eingehen muss. Für ihn bleibt alles beim Alten, eventuell bauliche Veränderungen am Haus (die ich gerne möchte, um mich wohler zu fühlen), für mich ändert sich hingegen alles. Ich finde dieses Ungleichgewicht nicht gut.
    Um es vorweg zu nehmen - er wird seine Heimat nicht verlassen, sein Kind ist erst 5 Jahre und er ist natürlich in der Pflicht ihm gegenüber, was ich auch verstehe. Ich verlange von ihm auch nicht, dass er sein Haus aufgibt etc. - nur ich bin mir so furchtbar unsicher, ob das alles gut gehen kann, wenn ein Part soviel aufgibt, um beim anderen zu sein.
    Liebe ist mehr als genug vorhanden...

    Danke schon jetzt für eure Antworten

  2. Inaktiver User

    AW: Soll ich für ihn alles aufgeben?

    80km....?
    Das ist durchaus eine Strecke, die man pendeln kann - machen viele jahrelang.
    Versuch es doch erstmal so, dann habt ihr immerhin mal den täglichen Alltag und seht Euch nicht nur am Wochenende.

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    AW: Soll ich für ihn alles aufgeben?

    Ich bin ehrlich - 160 km möchte ich bei meinem Verdienst nicht pendeln. 1,5 Stunden eine Strecke, da eben nur ein kleines Stück Autobahn und der Rest Landstraße und Durchfahrtsorte.
    Zumal ich 45 Minuten benötige, um überhaupt erst einmal auf der Autobahn zu sein.

  4. Inaktiver User

    AW: Soll ich für ihn alles aufgeben?

    Das soll ja auch kein Dauerzustand werden ... aber zunächst mal eine Zeitlang, damit ihr wirklich mal den gemeinsamen Alltag (!) kennenlernt.
    Und dann - entscheiden.

    Oder macht es so, dass ihr mal nicht gemeinsam Urlaub macht, sondern dass Du einfach mal dort bist, während er arbeitet. Oder umgekehrt, er bei Dir.
    Auch das wär schon mal ein "probieren, ob Alltag funktioniert" (wenn einen morgens der Wecker rausschmeißt und man los muss zur Arbeit, statt gemeinsam gemütlich in den Tag zu starten).

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    AW: Soll ich für ihn alles aufgeben?

    Nein, ich würde definitiv nicht alles aufgeben für einen Mann,
    den ich gerade mal sieben Monate kenne.

    Du könntest zB erstmal Deinen Jahresurlaub bei ihm verbringen,
    damit Du ein Gespür für sein Umfeld bekommst.

  6. User Info Menu

    AW: Soll ich für ihn alles aufgeben?

    Was spricht denn gegen vorübergehend pendeln? 80 km Entfernung zum Arbeitsplatz sind täglich zwar eine Belastung, vorübergehend aber machbar. Dann hättest Du nur den Verlust der Wohnung, die vielleicht auch vorübergehend untervermietet werden kann. Wenn das gut klappt, kannst Du ja immer noch eine andere Arbeit suchen.

    Nach so kurzer Zeit und ohne Test der Alltagstauglichkeit finde ich das Abbrechen aller Brücken schon recht mutig.

  7. User Info Menu

    AW: Soll ich für ihn alles aufgeben?

    Wir kennen uns schon 3 Jahre - das habe ich vergessen zu erwähnen und hatten auch durchaus schon die Situation, dass der Wecker klingelte und ich auf Arbeit musste, statt gemütlich am Wochenende in den Tag zu starten. Ein Gespür für sein Umfeld habe ich auch bereits gut entwickelt, da ich fast jedes Wochenende mit und bei ihm verbringe- eben mal mit und mal ohne Kind. Eine Untervermietung der Wohnung ist keine Option.
    Hätte ich ein Gehalt wie ein Topmanager würden mir die Spritkosten für 160 km täglich sicher nichts ausmachen - so würde es aber eine echte Herausforderung werden.

  8. Inaktiver User

    AW: Soll ich für ihn alles aufgeben?

    Zitat Zitat von Pusteblume33 Beitrag anzeigen
    Wir kennen uns schon 3 Jahre - das habe ich vergessen zu erwähnen und hatten auch durchaus schon die Situation, dass der Wecker klingelte und ich auf Arbeit musste, statt gemütlich am Wochenende in den Tag zu starten. Ein Gespür für sein Umfeld habe ich auch bereits gut entwickelt, da ich fast jedes Wochenende mit und bei ihm verbringe- eben mal mit und mal ohne Kind. Eine Untervermietung der Wohnung ist keine Option.
    Hätte ich ein Gehalt wie ein Topmanager würden mir die Spritkosten für 160 km täglich sicher nichts ausmachen - so würde es aber eine echte Herausforderung werden.
    Du hast dich doch schon entschieden.
    Bei 80 km einfach könntest du dir einen Steuerfreibetrag auf der Steuerkarte eintragen lassen.

    Drei Jahre "kennen" und seit 8 Monaten eine Beziehung haben, das sind für mich zwei Paar Stiefel.
    Dafür einen sicheren und seit 10 Jahren festen Job aufzugeben halte ich für ziemlich blauäugig, aber ... jedem Narr sei Kapp.

  9. Inaktiver User

    AW: Soll ich für ihn alles aufgeben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Drei Jahre "kennen" und seit 8 Monaten eine Beziehung haben, das sind für mich zwei Paar Stiefel.
    Dafür einen sicheren und seit 10 Jahren festen Job aufzugeben halte ich für ziemlich blauäugig, aber ... jedem Narr sei Kapp.
    Absolute Zustimmung.
    Ihr kennt Euch seit Jahren, warum hast Du es jetzt so eilig? Er läuft doch nicht weg.

  10. User Info Menu

    AW: Soll ich für ihn alles aufgeben?

    An alle, die hier vom Ausprobieren in seinem Umfeld sprechen:

    Wo ist ER denn bereit, zurückzustecken? Er ist, so wie ich das aus dem Eingangsbeitrag herauslese, doch seinerseits gar nicht zu Kompromissen bereit. Auch nicht dort, wo es möglich wäre.

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