Liebe Community,
Ich bin am zweifeln und verzweifeln, ich verliere gerade mal wieder den Norden, ich meine, ich weiß nicht, wie ich was bewerten soll.
Mein Vater ist kürzlich verstorben, davor gab es einige Wochen, Monate, in denen er meine Hilfe brauchte. Ohne näher ins Detail gehen zu wollen, ist er fast Opfer von Erbschleicherei geworden, ich habe das bemerkt und bin eingeschritten. Es war die totale Krise, weil ich verhindern wollte, das mein Vater abgeschoben wird, dass man ihn an Schläuche anhängt und entmündigt. Es ist mir gelungen, aber es war ein schwerer Kampf. Wir haben dann einen Ort gefunden, um in Ruhe zu sterben, all das ist an sich schon sehr heftig, traurig, grenzwertig, etc
Ich habe vieles geschafft, seine Würde bewahrt und einen friedlichen, schmerzfreien und begleitetes Gehen ermöglicht.
Jetzt stellt sich raus, dass all meine Befürchtungen berechtigt waren, der andere Teil versucht mit offensichtlich gefälschten Dokumenten einige Immobilien an sich zu reißen, nun gut, ein Fall für den Staatsanwalt, dort liegt das ganze auch und ich finde es aus unserer Sicht, sieht es nicht schlecht aus.
Was mich aber neben diesen ganzen Sachen wirklich fertig macht, ist, dass mein Mann mir total in den Rücken gefallen ist, er hat mir nicht geglaubt, auch, wenn es Fakten sind, die da offensichtlich liegen, zweifeltcer ständig an meinem Handeln. Er war sauer, weil ich einige Monate kaum anwesend war, er wollte sich sogar scheiden lassen, weil er meinte, unsere Beziehung sei am Ende, ich war einfach wenig da und total mit meinem Papa beschäftigt. Schlimmer noch, er wollte mich rausschmeissen, gut, das habe ich abgewendet, weil ich ein Zugeständnis gemacht habe.
Nun ist mein Papa tot, es gab noch kao schlimme Diskussionej um den Beerdigungstermin, dervihm nicht passte,.... Unterirdisch. ABER er sieht es einfach nicht ein.
Und ja, das ganze ist nicht zu Ende, heute, z. B. ich bin traurig und wütend, weil ich eben erfahre, dass ich mit meinen schlimmsten Vermutungen Recht hatte. Meinem Papa ist Unrecht geschehen, ich wehre mich, und es sieht nicht schlecht aus,.... ABER, was macht mein Mann, er macht gar nichts, wenn ich völlig fertig nach Hause komme, dann sagt er, habe ich dir ja gleich gesagt, das hattest du anders machen sollen usw.
Dann gibt es andere komische Sachen, meistens geht es ums Thema Geld, und ja, ich verliere gerade total das Vertrauen, auch weil meinem Papa so etwas schlimmes passiert ist, und ja, ich werde auch erben, nun ja... Und frage mich plötzlich, bleibt er nur etwas diplomatisch, weil,....
Ich bin wirklich durcheinander, weil er in dem Moment, wo ich ihn gebraucht hätte, er nicht da war,
Unsere Beziehung war meistens gut, mit Ausnahmen, und die waren immer, wenn ich etwas für mich getan habe und ja, unsere grosste Krise haben wir nun, da ich einmal Hilfe bräuchte...
Das klingt alles krude, aber irgendwie geht mir gerade total das Vertrauen verloren, und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll,...
Hat jemand eine Idee?
Danke Z.
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Ergebnis 1 bis 10 von 29
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14.06.2018, 00:54Inaktiver User
Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise
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14.06.2018, 02:13
AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise
Hallo zweifelhaft, erst mal, das tut mir leid für Dich. Den Vater zu verlieren und dann auch noch nach allen Seiten kämpfen müssen.
Wie lange bist Du mit Deinem Mann verheiratet? Habt ihr Kinder? Wenn ja, wie viele und wie alt?
Wie kann das sein, dass sich Dein Mann in der Situation so verändert hat? Dass er Dich sogar rausschmeissen wollte? Wie geht denn das? Dass sich jemand mal auf's Sofa verzieht wenn man sich so garnicht versteht, das kann ich mir noch vorstellen, aber jemand rauszuschmeissen? Es ist doch auch Deine Wohnung oder Dein Haus?
Und dann hat ihm der Termin von der Beerdigung nicht gepasst? Wer kam denn alles, wenn die Verwandtschaft so verstritten ist? Und wer kam da an mit Immobilien, die ihnen angeblich gehören? So etwas klärt man doch lieber vor dem Tod eines Mitbesitzers.
Es hört sich alles etwas schräg an aber vielleicht kannst Du es noch etwas erklären. Also, keinen Streit mit Deinem Mann, so kurz vor der Krise? Und jetzt denkst Du, dass er vielleicht nur abwartet, ob Du vielleicht mehr erbst als erwartet? Nee, so alt hörst Du Dich nicht an und Dein Vater ist ja auch gerade gestorben. Vererbtes bekommt er nur, wenn Du stirbst.
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14.06.2018, 05:36Inaktiver User
AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise
Guten Morgen annakathrin und liebes Forum
Ja schräg klingt es, ich weiß, aber ich bin durch diese Erfahrung sehr misstrauisch geworden.
Bezogen auf meinen Vater, ja er wollte es ja klaeren, er war gerade dabei und hat besagte Person nicht bedacht, wenig später verunfallte er in ihrem Beisein und es passierte in der Folge merkwürdige Dinge im Kh usw., was ich nicht ausführen kann,...
Wir sind verheiratet, seit 10 Jahren, seit 12 Jahren zusammen, es gibt 2 Kinder, teenies, eines seines, das andere meines. Keine gemeinsamen.
Zur Beisetzung kam niemand von der anderen Familie.
Ich fürchte mein Mann ist krankhaft egoistisch, er fühlte sich in der Zeit stark vernachlässigt, konnte meinen Vater plötzlich nicht leiden, dachte vielleicht, ich würde ihn verlassen wollen. Hinzu kommen meine Schwiegereltern, die auch meinten, ich solle mich um meinen Mann mehr kümmern, das hat mich wahnsinnig gemacht, wir haben dann gestritten,..
Geld Probleme gibt es immer mal wieder, weil wir beide in freien Berufen arbeiten. Bei ihm läuft es schon länger nicht gut, ich bin auf auskoemmlichen Niveau stabil, habe es für mich positiv geregelt, die Balance zwischen Freiheit und Auskommen.
Beide Elternfamilien unterstützen, seine Familie immer lauter und für unsere Familie, wobei daran, die bedingung geknüpft scheint, dass sie Teil des Ganzen sind und aus meiner Sicht meine Herkunftsfamilie zurück drängen wollten. Es fiel auch mal die Forderung, dass ich mich um sie kümmere, wenn nötig, bzw., wenn einer von ihnen übrig bleibt. Ich habe das erst überhört und erst jetzt verstanden, die Bedeutung,...
Mein Vater hat immer uns unterstützt, mich vor allem, ohne viele Worte, und ohne jemals etwas einzufordern dafür, er hat sich immer extrem zurück gehalten, was mein Mann als Desinteresse gewertet hat. Als ich seine Not verstand, bin ich deshalb mit allem, was ich hatte und konnte eingesprungen. Ich hätte mit ihm ein neues zu Hause aufgebaut, da das nötig gwesen wäre, Geld hatte mein Vater, wir mussten es nur locker machen, das habe ich mit seinem Einverständnis begonnen zu machen, aber er hat es halt nicht geschafft, was sehr traurig ist, aber er war wirklich auch recht alt und dann doch recht krank. Wir haben aber bis zum Schluss Hoffnung gehabt, vor allem er, was, wie ich merkte, wohl einfach so ist. Ich habe alles für ihn getan, weil es mir ein Bedürfnis war.
Mein Mann ist damit nicht klar gekommen, weil ich eben nicht mehr so unbeschwert bin, vielleicht, extreme Belastungen hatte, oder was weiß ich,....
Ja, er wollte sich scheiden lassen, völlig durchgedreht, ich habe ihn dann bekniet, uns doch wenigstens eine Chance zu geben, weil ich diesem Moment, unfähig gewesen wäre, so etwas auch noch zu managen. Er lenkte dann ein,..
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Vier Tage später starb mein Vater, ,... Wie immer war nur ich bei ihm...
So gehts weiter.
Ich kann eigentlich nicht mehr. Mein Vertrauen ist dahin, er kann auch keinen Fehler zugeben und er beharrt darauf, dass ich für den Streit mit der LG meines Vaters verantwortlich bin, seiner Meinung nach hätte ich meinen Vater seine Probleme lösen lassen müssen, aber mein Vater konnte nicht mehr, am Ende hat mein Vater mir gesagt, dass seine Lg seine Hilflosigkeit ausgenutzt hat, weil sie vom Kuchen etwas haben wollte, mein Vater hat nur an seine leiblichen Kinder vererben wollen,...
Mich schmerzt sehr, was meinem Vater passiert ist und das fehlende Verständnis dafür durch meinen Mann macht mich ( fast) krank..
Von beiden Kindern hier habe ich nie Druck gespürt, sie leiden nur, besonders sein Kind, weil es Angst hat., das alles auseinanderfliegt und sehr an seinem Stiefgeschwisterkind und auch an mir hängt, ich habe tatsächlich mein Stiefkind mit groß gezogen, wie mein eigenes, das war mir wichtig, und würde das auch bei einer Trennung nicht in Frage stellen.
Nur merke ich gerade, dass ich wegen der Kinder das auch nicht will, und auch mich nicht sehe, hier auszusteigen, aber ich habe jedes Vertrauen verloren und denke Z. B. über Gütertrennung nach, mindedsens und merke, wie ich mich gerade verkrieche, und habe Angst, denselben Fehler wie mein Vater zu machen,...
Ziemlich schwer Alles,
Danke für die Anteilnahme
Z.Geändert von Inaktiver User (14.06.2018 um 06:22 Uhr)
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14.06.2018, 07:13
AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise
Das hört sich alles wirr an. Du musst erst einmal eine klare Linie in Dein Leben bringen.
Auf alle Fälle würde ich eine Gütertrennung machen. Dein Gefühl wird Dich nicht trügen
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14.06.2018, 07:15
AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise
Für sein Kind kannst Du trotz Scheidung auch da sein Auf alle Fälle musst Du handeln, was das Geld anbelangt. Ich weiss nicht wie das in einer Ehe ist, ob er darauf Zugriff haben könnte. Bei solchen Dingen muss man vorsichtig sein.
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14.06.2018, 08:26
AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise
Hallo Zweifelhaft,
natürlich will man immer die volle Unterstützung seines Partners, aber kann es sein, dass er da einfach auch ein wenig auf dich aufgepasst hat, damit du dich da nicht noch weiter reinsteigerst? Erbschleicherei, seltsame Unfälle und Sachen im KH klingt ja erstmal wirklich ziemlich Filmmäßig - und auch wenn man natürlich versteht, dass du um deinen Vater besorgt warst und für ihn da sein wolltest - du hattest ja trotzdem auch eine eigene Familie - wenn du so viel bei deinem Vater warst, ist wahrschienlich viel an deinen Mann hängengeblieben oder? Habt ihr da mal in Ruhe gesprochen? Vielleicht fühlt er sich ebenso alleingelassen?
Man sollte in Ausnahmesituationen keine längerfristigen Entscheidungen treffen und du trauerst noch und bist wahrscheinlich gerade gar nicht in der Lage, die Fakten objektiv zu beurteilen, weil du so viel durchgemacht hast - ich würde mir Zeit nehmen und schauen, ob es nur eine schlimme Phase war oder ob die Basis dadurch dauerhaft erschüttet wurde.Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists
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14.06.2018, 09:13Inaktiver User
AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise
Ich würde so schnell wie möglich jemanden Externen dazu holen. In München z.B. gäbe es da eine Organisation namens "Familiennothilfe", die dann beispielsweise durch Mediation helfen kann - die habe ich in meiner Scheidungssituation in Anspruch genommen. Gibt bestimmt Ähnliches auch da, wo Du wohnst.
Du fühlst Dich als Steuerfrau einer Truppe, in der jeder in eine andere Richtung läuft, so liest es sich. Aber vielleicht gibt es etliche Prozesse im Konglomerat, um die Du Dich gar nicht kümmern müsstest. Da sollte meiner Meinung nach mal jemand von außen draufschauen. Und Mediatoren können das meiner Erfahrung nach sehr gut.
Auch, damit Du Dein Misstrauen schmälern kannst.
Dein Mann sollte da mit hingehen. Wenn er sich weigert, mach alleine etwas.
Es gibt viele gute Beratungsstellen. Das wäre mein Weg.
Ich wünsche Dir alles Gute!
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14.06.2018, 09:22
AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise
Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
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14.06.2018, 09:45
AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise
A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
(George R. R. Martin)
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Alle Jahre wieder...
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14.06.2018, 10:44
AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise
Mediation schön und gut, davon halte ich sehr viel. Fakt ist aber, dass der Partner die TE nicht nur nicht unterstützt hat, sondern in dieser emotionalen und organisatorischen Extremsituation noch zusätzlich mit extremen Vorwürfen (Scheidung) belastet hat.
Liebe TE,
mein aufrichtiges Beileid.
ich sehe zwei Baustellen und zwei Wege:
Der erste: die Sicherung des eigenen Vermögens und der Ansprüche. Nicht nur aus materiellen Erwägungen, obwohl ich die natürlich für sehr wichtig halte, sondern auch, weil ein Verlust dich auch emotional sehr belasten würde: es geht um die Wünsche und das (gefühlsmäßige) Vermächtnis deines Vaters; die Dinge sollen in seinem Sinne geregelt werden, dann kannst du mit seinem Tod besser abschließen. Der nach deiner Schilderung auch noch Fragen offen lässt und ich bezweifle die bei aller natürlichen Parteilichkeit nicht. Solche Fälle gibt es (und ziemlich sicher weit öfter, als wir alle wahrnehmen)
Dann kannst du dich nochmal um die Beziehung zu deinem Partner kümmern, wobei ICH nach alledem mal warten würde, was ER dafür tut. Womit zeigt er, dass ihm an Dir und eurer Beziehung liegt (abgesehen von Deinem Erbe). Um das sauber zu trennen: nimm dir einen guten, spezialisierten Anwalt.
Die Beziehung zu deinem Stiefsohn ist eine andere Geschichte, seine Stief-Familie kannst du ihm erhalten.


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