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  1. Registriert seit
    08.06.2013
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    AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise

    Liebe zweifelhaft,
    Als erstes möchte ich dir mein aufrichtiges Beileid zum Verlust deines Vaters aussprechen.

    Das war jerst eine schlimme Zeit für dich. Die Pflege deines Vaters nach dem Unfall, ihn beim sterben zu begleiten.
    Ihr standen euch sehr nah. Vollkommen ok das du ihn mit allem was du hast verteidigst. Aber vergiss darüber Bitte nicht das seine Lebensgefährtin auch um ihn trauert. Sie soll etwas fingierten haben damit sie erbt ? Warum sollte sie denn gar nichts kriegen ? Ist sie selbst vermögend ?

    Wg Gütertrennung : das was du erbst bleibt dir, selbst wenn du und dein mann auseinander gehen. Das musst du nicht teilen und kannst darüber verfügen wie du magst.

    Die Meditation ist wg des Erbes? Das ist gut so. Und wg deiner ehe ? Magst du da auch in eine Beratung gehen, mit ihm ? Mach es so wie du es jetzt verträgst. Vielleicht in kleinen Schritten. Sag deinem Mann was du jetzt von ihm brauchst: Nähe oder Distanz. Männer brauchen klaren Ansagen . Du siehst ja dann was er bereit ist zu geben.

    Habt ihr jetzt wieder ein halbwegs normales Familienleben ?
    Die Kinder merken ja auch das alles in Schieflage ist.
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)


  2. Registriert seit
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    AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise

    Ich denke mal, Du hast eine Art, dich (vielleicht nur im Augenblick) von Deinen Mitmenschen abzugrenzen, die vielleicht etwas mit dem Tod Deines Vaters zu tun hat.

    Sogar Deine Schwester oder Bruder gibst Du einen kleinen Tritt unterm Tisch, weil sie wegen Deiner Arbeit an dem Nachlass auch mehr erben werden ohne etwas zu tun. Es hört sich an, als ob Du sehr alleine bist.

    An Deiner Mutter scheinst Du nichts auszusetzen zu haben. Warum setzt Du Dich nicht mal mit ihr zusammen und beredest Die Situation. Sie hat vielleicht mehr Einblick, weil sie Dich, Deinen Vater und Dein Geschwisterkind am Besten kennt.

    Und was heisst es, dass die Einstellung Deines Mannes Dir zu kapitalistisch ist? Das verstehe ich nicht ganz. Ist er ein Angeber oder jemand, der immer am Rande seines Kredits lebt? Und Du lebst lieber bescheiden von dem was Du verdienst?

    Das sind gute Fragen für eine Paartherapie, die ihr gerade gut gebrauchen könnt. Aber vielleicht erst einmal in einem Monat. Solange dauert die Wartezeit vielleicht sowiso.

    Alles Gute für Dich! So ein Verlust, das dauert eben seine Zeit. Das kann man nicht beschleunigen, da muss man durch. Aber da sollten Dir liebe Menschen wie Deine Mutter oder Dein Kind zur Seite stehen

    Hier bestimmt einige auch.


  3. Registriert seit
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    AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise

    Guten Abend in die Runde,

    Die Mediation haben wir nicht wegen des Erbes, sondern, die mache ich mit meinem Mann schon länger, weil wir die größte Krise in unserer Beziehung hatten.
    Ja, es ist möglich, dass er sich zurückgesetzt fühlte, weil ich jetzt mal nicht für ihn zur Verfügung stand. Mich hat das sehr sauervgemacht, weil bisher, er mehr mich brauchte als umgekehrt, aus Gründen, die ich hier nicht aufführen möchte, ist es so, dass er viel Unterstützung von mir bekommen hat, nicht Geld, sondern Rücken frei halten, etc, und dass es das erste Mal so war, dass ich ein dickes, fettes Problem hatte, ich war enttäuscht über seine Reaktion, aber wir stehen darüber ja nun im Austausch.


  4. Registriert seit
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    AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise

    @farfalle,
    Ja ich habe viel und lange und oft über die Lg nachgedacht und auch versucht, da etwas ins Lot zu bringen. Aber es ist vergebene Liebesmüh. Ich wusste nicht, habe es auch nicht für möglich gehalten und mein Vater auch nicht, aber es sieht so aus, als ob sie ihn tatsächlich in eine beschissene Situation gberacht hat, um da etwas zu ändern an der Hinterlassenschaft, das liegt nun bei den Stellen, wo es zu liegen hat.
    Eine Userin schrieb es, auch, wenn es unglaublich erscheint, es gibt so etwas öfter als man denkt.
    Mehr kann ich dazu nicht sagen.
    Wie mein Vater was, warum geregelt hat, liegt auch nicht in meinem Ermessen. Es kann sogar tatsächlich ungerecht sein, trotzdem hat sie kein Recht ihm wehzutun, sage ich mal so generell,... Was da war, werde ich hier nicht diskutieren.

    Bg
    Z.


  5. Registriert seit
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    AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise

    Zitat Zitat von gorod Beitrag anzeigen
    @zweifelhaft, habe ich dich richtig verstanden, dass dein Vater und du die ganze Zeit eure wirkliche finanzielle Situation von deinem Ehemann verborgen hielten, weil seine Einstellung zum Geld dir "zu kapitalistisch" erscheint? Wenn dem so ist finde ich deine Klagen über das verlorene Vertrauen nicht angemessen. Du selbst vertraust deinem Ehemann offensichtlich genauso wenig.
    Ne,... Nichts wurde verheimlicht. Es wurde vielmehr nicht Ernst genommen. Mein Mann hat viel an meinem Vater gemeckert,...
    Das Wort "kapitalistisch" war falsch gewählt. Finde kein Besseres. Es gibt einen anderen Umgang mit Geld, sagen wir mal so. Ich gebe Geld aus, wenn ich es habe, kann mit wenig leben und fühle mich schnell reich, weil viel anderes da ist, alles,.... Mein Mann tickt da komplett anders, was ich lange nicht geschnallt habe, man könnte sagen, er ist vorsichtiger, aber auch egoistischer, da wird nichts offengelegt. Er sagt er hat nichts und hat nicht mehr so viel wie vor einem Jahr. Ich sage erst, dass ich nichts mehr habe, wenn ich unter Null bin.
    Führt schnell zu Ungerechtigkeiten,... Da habe ich gemerkt, dass ich aufpassen muss. Wir sind da einfach anders. Und kommen aus sehr verschiedenen Familien,
    Manchmal finde ich auch, er ist korrumpierbarer,
    Hauptsache Geld. Ich bin eher im Innern ein Hippie, vielleicht.
    Nun ja, Unterschiede sind ja auch nicht nur schlecht.


  6. Registriert seit
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    AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Ich denke mal, Du hast eine Art, dich (vielleicht nur im Augenblick) von Deinen Mitmenschen abzugrenzen, die vielleicht etwas mit dem Tod Deines Vaters zu tun hat.

    Sogar Deine Schwester oder Bruder gibst Du einen kleinen Tritt unterm Tisch, weil sie wegen Deiner Arbeit an dem Nachlass auch mehr erben werden ohne etwas zu tun. Es hört sich an, als ob Du sehr alleine bist.

    An Deiner Mutter scheinst Du nichts auszusetzen zu haben. Warum setzt Du Dich nicht mal mit ihr zusammen und beredest Die Situation. Sie hat vielleicht mehr Einblick, weil sie Dich, Deinen Vater und Dein Geschwisterkind am Besten kennt... .
    Das klingt in meinen Ohren ein wenig abfällig. ...

    Gerät man in eine solche Situation ist es tatsächlich krass, das genau die naehesten einen hängen lassen und dann noch krass von der Seite anmachen, dadurch Alles noch schwerer machen und vielleicht aus Verzweiflung, außern, dass sie den Druck erhöhen werden, um das ganze anzuheizen, solche Sachen sind hier passiert. Und ja, das war mein Mann und meine Schwester, das hat mich tatsächlich fast in den Wahnsinn getrieben, da ich meinen Vater gepflegt habe und beim Sterben begleitet habe. Dass das nicht alle Menschen können, ist mir klar und okay für mich, aber warum müssen sie es mir zusätzlich schwer machen?
    Natürlich gab es andere, die mich sehr unterstützt haben, vorne weg meine Mutter, aber auch andere, die ferner standen, auf der Arbeit zum Beispiel hatte ich richtig viel Support und Toleranz, weil man dann nämlich nicht mehr richtig funktioniert.

    ...einsam bin ich normaler Weise überhaupt nicht, aber in dieser Zeit habe ich mich schon verlassen gefühlt von einigen meiner mir liebsten Menschen und ja, das ist etwas, was ich erstmal verarbeiten muss.

    Mit meiner Mutter stehe uch in ständigen Kontakt, wir setzen uns stark auseinander, auch da fliegen die Fetzen, aber wir finden immer wieder eine Richtung, und sie hat meine Enttäuschung verstanden....

    Ums mes hr tun oder nicht geht es nicht, aber ums Steine in den Weg legen, in einer eh schwierigen Situation,...
    BG


  7. Registriert seit
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    AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise

    Es war nicht abfällig gemeint. Ich versteh die Situation nur einfach nicht. Dein Mann und Deine Schwester waren dagegen, dass Du Dich so gut um Deinen Vater gekümmert hast. Das kann doch nicht sein?

    Also, wenn Dein Mann sich vernachlässigt gefühlt hat, das kann ich gerade noch verstehen aber warum ist er dann nicht mit in's Krankenhaus gekommen? Das Gleiche bei Deiner Schwester. Was hatten sie an Deinem Verhalten auszusetzen.

    Man kann manchmal nur noch nachfragen als Leser. Ich versteh' Deine Situation nicht und würde sie aber gerne verstehen.

    Wenn Du z.B. kriminelles Vorgehen der LG vermutest und der Sache nachgehst, ist es das, was Dein Mann und Deine Schwester nicht verstehen?
    Geändert von annakathrin (16.06.2018 um 19:22 Uhr) Grund: Fehler!


  8. Registriert seit
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    AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise

    Liebe zweifelhaft,

    deine Zeilen klingen für mich als ob du ein Mensch bist, der mit einem gewissen Selbstverständnis durch die Welt läuft- ein Mensch, der mit dem "Vertrauen und Sicherheit in das Leben" und innerer Stabilität durch das Leben geht.
    In diesem Selbstverständnis war auch enthalten, dass du dich in diesem Maße um deinen Vater kümmerst.

    In diesem Lebensgefühl unterscheidest du dich ganz sicher von vielen Menschen und damit auch- nicht verwunderlich- von deinem Mann und dem Rest der Familie.
    Dazu kommt, dass du offenbar als einzige DIESE innige Beziehung zu deinem Vater hattest.
    Du warst dir doch immer sicher, dass DU es bist, stimmts? nicht die Mutter, nicht die Schwester- euer Verhältnis, eure Beziehung war (und ist) unantastbar.

    Das bringt dich in eine besondere Situation, die du jetzt erlebt hast.
    Aus deiner Weltsicht - aus deinem Gefühl zu deinem Vater- war jedes Tun selbstverständlich.
    Wie all das- all die Jahrzehnte- auf die anderen gewirkt hat, wird dir im Ausmaß verborgen geblieben sein......allerdings hättest du das auch niemals aufgegeben, wenn es dazu hätte kommen können, stimmts? (was die Wichtigkeit deutlich macht).

    Ich glaube, dass du auf deine Mitmenschen stark und belastbar wirkst und stimmt das nicht auch?
    Du bleibst dir treu, selbst wenn alle was anderes sagen- selbst, wenn andere was anderes tun- deine innere Haltung bleibt bestehen (selbst wenn du äußerlich mitgehst).
    Oder wie zäh bist du an der Unterstützung für deinen Vater dran geblieben- gegen allen Gegenwind, der ankam?

    Ist das Ausmaß der Reaktionen vielleicht nachvollziehbarer, wenn man deine Zähigkeit dagegen sieht?

    Jeder lebt in seiner Welt und wie es für dich selbstverständlich war, alles für deinen Vater zu tun- so war es das für die anderen nicht in diesem Maße.
    Das enttäuscht und verletzt- gibt das Gefühl von Einsamkeit und Enttäuschung.

    Ob der Verlust deines Vaters noch weitere Kreise für dein Leben ziehen wird, ist ungewiss (aber gut möglich).
    Du HAST die Fähigkeit kraftvoll durch die Welt zu gehen- ob du aber weiterhin so leben möchtest, wirst du sehen.
    ich glaube, du musst nun einen Weg finden, all die guten Eigenschaften auch ohne deinen Vater zu leben- das Vertrauen, was er dir gab- auch ohne sein direktes Dasein in dir zu spüren und ihnen zu folgen.
    Das ist sicher nicht leicht- eine neue Zeit ist angebrochen.

    Dass du deinen Mann immer mehr unterstützt hast als er dich- bedeutet nur, dass ihr euch als Team genau so eingerichtet habt (du hast das ja mitgetragen).
    DU hast dann die Regeln geändert oder besser dein Vater- und dein Mann hat nicht zugestimmt.
    Daraus einen Vorwurf ableiten ist nicht stimmig (ganz rational betrachtet).

    Ich glaube, dass dieses besondere Verhältnis zwischen dir und deinem Vater ein immenses Geschenk für dich ist.
    Der Preis für diese Zwei-samkeit zeigt sich jetzt in diesen REaktionen- wie fühlt sich ein Mensch, der immer nur in der zweiten Reihe stehen muss (und wer hätte nicht gerne deine Position gehabt??).

    Die Frage ist doch nur, was wirst du mit diesem Geschenk nun machen?
    Dein Vater hat dir soviel mitgegeben und du kannst jederzeit darauf zurück greifen.
    Eventuell wirst du nun neue Wege gehen - du bist nun auf dich gestellt und das ist sicherlich eine Herausforderung des Lebens, in die du erst einmal hinein wachsen musst.

    Ich sehe in dir eine Frau, die sehr viel Stärke und Sicherheit in sich trägt und die nun den vielleicht größten Verlust ihres Lebens verarbeiten muss.
    Das ist eine schwierige Zeit und helfen wird dir ZEIT......wenn sich die Gefühle im Laufe der Zeit trennen lassen- was an Trauer, Wut, Verzweiflung und OHnmacht gehört zum Vater- was zum Mann.
    Die Kraft der Sicherheit wieder aus dir nehmen.
    Und ob du eine neue Verbindung zu den Menschen finden kannst, die bisher für dich in der "zweiten Reihe" standen.
    Alles ist eine große Chance für dich


    alles Gute für dich
    kenzia
    Geändert von kenzia (16.06.2018 um 08:51 Uhr)


  9. Registriert seit
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    AW: Vertrauen geht verloren, kein Rückhalt in der totalen Krise

    Danke Kenzia,
    Deine Worte sind sehr lieb und wichtiger, diese Perspektivwechsel helfen mir, und ich verstehe meinen Mann, ich sehe Liebe bei ihm, die ist anders als die von meinem Vater, was ja nur logisch ist und richtig.
    Meine Schwester verstehe ich auch besser, ich möchte milder sein, ich bin manchmal fordernd, was ich früher an mir selbst nicht wahrgenommen habe.
    Und das andere, der Tod, ja damit muss ich leben, rein rational verstehe ich und kann es akzeptieren, ich hatte ja auch die Chance, so intensiv und so weiter mich zu verabschieden,...
    aber es gibt Dinge, die sehr schmerzen, die nichts mit meinen liebsten zu tun haben, sondern mit dem, was meinem Vater in hohem Alter passierte, das kommt noch zusätzlich zu diesem Verlust hinzu. Und ich frage kich, ob ich nicht hätte früher einschreiten müssen, aber da waren Zweifel....
    Bei diesen quälenden Gedanken kann mir niemand meiner nächsten helfen, da muss ich irgendwie anders durch, aber da ist dieses sortieren wichtg, was gehört wohin.
    Danke, mir hat das hier sehr geholfen.
    Jetzt muss ich wieder weitermachen, mit Kopf und Herz und ja, ich denke, prinzipiell war es Zeit, dass ich auf meine Stärke vertraue. In diesem ganzen Prozess habe ich ja das Ruder übernommen, sehr bewusst und auchcausgesprochen, mein Vater konnte einfach nicht mehr,..., Ich finde das relativ natürlich und letztendlich bin ich auch dankbar, dass ich ihm auch zeigen konnte, ich schaffe das,... Neben dem ganzen Begleiten steht da noch ein anderer Brocken vor uns, aber gut, es ist halb so wichtig oder wenige, und auch weniger zeitintensiv, und so kann ich zurück in mein Leben und kann schauen, was nun dabei rauskommt,
    beste Grüße und herzlichen Dank,Z.

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