Hallo ihr lieben,
ich bin ganz neu hier und hoffe, dass Ihr mir weiterhelfen könnt.
Kurz zu meiner Situation: ich bin 24, seit 5 Jahren in einer festen Beziehung und momentan im letzten Semester meines Studiums.
Wie gesagt, mein Freund und ich sind seit Langem zusammen, seit 2,5 Jahren wohnen wir zusammen. Er war mein erster fester Freund, wir haben also einige erste Male zusammen verbracht...
kurzum liegt das Problem darin, dass wir weniger eine Beziehung als Paar haben, sondern wie eine Mutter Kind Beziehung. Ich erinnere mich permanent eine meine eigene Mutter und ihre Ermahnungen als ich 16 war.
Er räumt seine Wäsche nicht weg, hinterlässt mir ständig seinen Müll und kümmert sich kurz gesagt um nichts außer sich selbst.
Auf der anderen Seite sind wir natürlich nur so lange zusammen, weil er auch gute Seiten hat.
Ich kann mich immer blind auf ihn verlassen, er würde mich niemals betrügen, er steht immer hundertprozentig zu mir.
Aber das ist halt alles so oberflächlich. Eigentlich hat er gar keine Ahnung, was ich in meinem Studium überhaupt mache und es interessiert ihn auch nicht.
Ich bin in drei Monaten fertige Gymansiallehrerin und kann mir dann auch eine eigene Wohnung leisten.
Die Gründe die dafür sprechen auszusiehen sind also, dass er der faulste Mensch der Welt ist und wir über kein Problem in unserer Beziehung reden können. Er sagt einfach immer nur "keine Ahnung" "weiß ich nicht" etc... aber ich fühle mich nur wie ein schlecht bezahltes Hausmädchen.
Manchmal denke ich aber auch, dass es bescheuert ist. Ich habe das, wonach andere ewig suchen. Und das gebe ich auf wegen liegengebliebener Wäsche? Aber es hat für mich einfach etwas mit Respekt zu tun dem anderen nicht die benutzten Unterhosen mitten in der Wohnung liegen zu lassen.
Noch dazu kommt, dass wir uns seit diesem 2,5 Jahren immer und immer wieder über die genau selben Sachen streiten. Alles bleibt beim alten, nichts verändert sich.
Und wenn mich das so frustriert, will ich darüber reden, aber das ist mit ihm nicht möglich.
Wie gesagt, das ist quasi meine erste beziehung, daher fehlen mir vergleiche.
Tut mir leid, dass es so lange geworden ist, aber vielleicht habt ihr ähnlich Erfahrungen oder einen Rat?
Danke :)
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 17
Thema: Freundin oder Mutter?
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07.04.2018, 21:58
Freundin oder Mutter?
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07.04.2018, 22:07
AW: Freundin oder Mutter?
Willkommen in der BriCom!
auch wenn der Anlass nicht so schön ist...
Eine Frage: kannst Du Dir vorstellen, den Rest Deines Lebens (uff) oder auch nur 5 oder 10 Jahre lang dem Faulpelz den Dreck hinterher zu räumen? Respektlos behandelt zu werden? Sein mangelndes Interesse an einer guten Beziehung zu spüren?
Die schlechte Nachricht: der junge Mann wird sich vermutlich nicht ändern.
Die gute Nachricht: Dein Leben liegt noch vor Dir, mit ganz vielen Möglichkeiten. Nutze sie.
Mit dem Ende des Studiums beginnt ein neuer Lebensabschnitt, auf zu neuen Ufern!life is all about
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CRAZY
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07.04.2018, 22:19
AW: Freundin oder Mutter?
Genau das ist es ja, ich weiß nicht, ob ich mir das vorstellen kann
Auf der einen Seite will ich keine Sekunde mehr weiter so behandelt werden aber auf der anderen Seite ist er meine engste Bezugsperson.
Ich habe keine Freunde, wohne in einem winzig kleinen Dorf und ich traue mich einfach nicht. Hab Angst alleine dazustehen.
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07.04.2018, 22:22Inaktiver User
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07.04.2018, 22:23Inaktiver User
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07.04.2018, 22:25Inaktiver User
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07.04.2018, 22:29
AW: Freundin oder Mutter?
Bedenke einfach nur, dass sich sicherlich nichts ändern wird.
Enge Bezugspersonen wechseln im Laufe des Lebens.Auf der einen Seite will ich keine Sekunde mehr weiter so behandelt werden aber auf der anderen Seite ist er meine engste Bezugsperson.
Bleibe nicht aus Angst vor dem Unbekannten bei einem Mann! Und irgendwann würdest Du Dich fragen, was Du alles versäumt hast im Leben.
Das Gymnasium, das Dich demnächst als neue Lehrerin bekommt, ist in dem kleinen Dorf?Ich habe keine Freunde, wohne in einem winzig kleinen Dorf und ich traue mich einfach nicht.
Nein?
Was hindert Dich, den Mut zu entwickeln, das Dorf zu verlassen? Neue Kollegen, neue Nachbarn, neue Reize, neue Bekannte...
Trau dich und vor allem: freue Dich auf die Zukunft!
Angst ist nie ein guter Ratgeber.Hab Angst alleine dazustehen.life is all about
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CRAZY
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07.04.2018, 22:40
AW: Freundin oder Mutter?
Die wichtigste Bezugsperson solltest Du selbst für Dich sein, mal ein bisschen plakativ ausgedrückt.
Erzähl doch ein wenig über Euer Zusammenleben. Ist es wirklich so, dass Ihr fast symbiotisch aufeinanderhockt?
Wie kommt es mit dem kleinen Dorf, studiert kannst Du da ja nicht haben.Moderatorin in
*Gesundheit* und *Frauengesundheit*
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*Haushalt - Tipps und Tricks*
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07.04.2018, 22:48
AW: Freundin oder Mutter?
Hast du das wonach andere ewig suchen?
Natürlich, solche Beziehungen haben das Potenzial für bestand. Zwischen Mutter und Kind besteht eine enge Bindung. Doch das ist keine Beziehung zwischen einen Liebespaar. Irgendwann "kastriert" das.
Such dir einen Mann.
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07.04.2018, 22:59
AW: Freundin oder Mutter?
Auszug muss ja nicht Trennung bedeuten. Nur mal so. Vielleicht hilft dir das über deine Gefühle klar zu werden und ihm selbstständiger zu werden. Und dann könnt ihr immer noch schauen wo ihr hinwollt und ob der Weg dahin noch ein gemeinsamer ist.
Das tolle an Beziehungen ist ja, dass man zusammen vier Mittelfinger hat.


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Er räumt seine Wäsche nicht weg, hinterlässt mir ständig seinen Müll ...
wer bitte sucht ewig nach einem mann, der seinen kram nicht wegräumt und sich nicht dafür interessiert, was seine freundin arbeitet/studiert?
