Ich sehe das nicht so extrem. Vermutlich tut dir dein Partner nicht gut. Denn er verhält sich, was dein ureigenstes Problem angeht, destruktiv. Vielleicht weiß er sich auch nicht anders zu helfen, als zu versuchen, seine Wünsche mit Dominanz durchzusetzen. Eine Käfighaltung sehe ich aber nicht. Er lässt dich ja, nur weißt du, dass es ihm eigentlich so nicht gefällt und fühlst dich nicht gut dabei.
Dass man gute Freunde des langjährigen Partners nicht kennt bzw. denen den Partner nicht vorstellt und sei es nur mal zwischen Tür und Angel, finde ich schon merkwürdig und ich sehe da auch fehlendes Vertrauen bzw. dass du eigentlich nur mit einem Fuß in der Beziehung stehst und mit dem anderen noch oder schon draußen.
Aber schon ganz objektiv betrachtet: Wenn er gerne Familie und Kinder hätte und Zusammenleben und gemeinsamer Urlaub, du aber eine lockere Beziehung mit getrennten Wohnungen möchtest, mit Singlefreundinnen ausgehen und lieber alleine in Urlaub würdest, passt ihr vielleicht einfach nicht zusammen. Ihr seid Anfang 30, da sollte man sich schon irgendwie einig sein.
Vielleicht kannst du dir das aber auch nur nicht mit IHM vorstellen und mit dem nächsten schon, weil du dich da auch innerhalb der Beziehung und Zusammenleben gesehen und frei fühlst.
Ich hatte auch mal einen Partner, meinen ersten Freund, bei dem ich immer ein Unterlegenheitsgefühl hatte. Von außen gesehen gab es keinen Grund. Es lag sicher zum Teil auch in mir begründet, aber auch an der Art, wie er geredet hat, eben belehrend und keine andere Meinung wirklich tolerierend, ich glaube aber, das war ihm garnicht so bewusst. Ich habe ihn geliebt, mich aber getrennt und das war sicher die richtige Entscheidung, für beide. Es hat eben nicht gepasst, wir waren zu unterschiedlich, ich habe mich ausgebremst gefühlt. (Auch da war es übrigens so, dass ich gerne mit meinen Singlefreundinnen alleine ausging und dieses Gefühl von Freiheit genoss. Ich war da 4 Monate im Ausland und habe ihn garnicht großartig vermisst, ich konnte ihn mit mir zusammen garnicht dort "sehen". In der nächsten Beziehung bin ich super gerne mit meinem Freund zusammen ausgegangen, es war nie langweilig und als ich mal in einer tollen Stadt in der Ferne war, war ich traurig, dass er das nicht erleben konnte, weil ich wusste, ihm hätte es da gefallen - so unterschiedlich kann das sein).
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25.08.2017, 13:19
AW: sich abhängig fühlen in der Beziehung
Don't let them dictate to you the definition of yourself.
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25.08.2017, 13:25Inaktiver User
AW: sich abhängig fühlen in der Beziehung
sie will nur alleine in urlaub weil sie meint ihre comfort zone verlassen zu müssen, findet aber ganz ohne zutun des freundes schon genug gründe es nciht durchzuziehen.
was das zusammen wohnen angeht will sie nur nicht in sein haus ziehen weil sie keine mitsprache bei der hauswahl hatte. sie fühlt sich eh schon abhängig und schwach und sieht deshalb das haus als denkmal ihres eigenen versagens vor ihren eigenen erwartungen. daher will sie dort nicht wohnen.
das mit kinder ja/nein ist ein punkt. da sollte schon einigkeit herrschen.
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25.08.2017, 14:13
AW: sich abhängig fühlen in der Beziehung
Tz arbeite ich, weil es leider in meinem Bereich oft nur so Stellen gibt und ich eben nichts anderes gefunden hab. Wird sich sicher ändern. Ist eh ein befristeter Vertrag.
Ihr seht das schon recht richtig.
@Shingen: Ich möchte in das Haus unter anderem nicht einziehen, weil es nicht 'meins' ist und eben genau, weil ich ihn dann immer als den 'Herrscher' quasi vor mir sehe und ich als die Blöde, die sich untergeordnet hat. Und das Gefühl bekomme ich nicht weg. Leider.
Und in den Single Urlaub will ich natürlich auch, weil es außerhalb meiner Komfortzone liegt. Gerne würde ich auch mal mit einer Freundin verreisen. Mit ihm war ich natürlich auch im Urlaub und würde eben beides wollen.
@TellMeWhy:
Das kann ich mir auch vorstellen, dass ich es nur mit ihm nicht will. Aber allein die Vorstellung tut schon weh. Er ist kein schlechter Mensch oder so und ich hänge sehr an ihm. So wie du damals. Es gibt immer noch und immer wieder diese kleine Hoffnung, dass es wieder wird mit uns.
Dieses 'der Welt begegnen', da sie doch so viel bietet. Ich schaffs nicht. Und ich hänge einfach fest. Komm nicht weiter, weil ich nichts tu. Ich mecker lieber, dass ich mit meinem Leben unzufrieden bin, als irgendwo etwas zu ändern.
Ich wüsste aber auch gar nicht, wo ich da ansetzen soll. Wo gibt es kleine Veränderungsmöglichkeiten, bzw. Erkundungsmöglichkeiten, die machen kann und auch schaffe?! Selbst mich aufs Fahrrad schwingen und einfach mal losfahren, fällt mir schwer, obwohl ich früher mal Spaß daran hatte und es letztes auch probiert hatte und es gut war. Solche kleinen MINI-Steps in Richtung 'Dinge, die mir vielleicht Spaß machen könnten'...
ich mag mich selbst überhaupt nicht
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25.08.2017, 14:21Inaktiver User
AW: sich abhängig fühlen in der Beziehung
hast du eine konkrete oder wenigsten unscharfe vorstellung wie du sein müsstest um dich zu mögen?
das wär die eine seite von der du angreifen kannst.
wo sind deine stärken, was findest du und wenn nciht du dann andere an dir gut? das ist die 2. front die du aufmachen kannst um dich dem kern zu nähern.
das was schon positives da ist verstärkt wahrnehmen, wertschätzen, in den vordergrund schieben und aufpumpen und sich genaue vorstellungen machen wo man hin will um sich dem ziel bestmöglich auf direktem wege anzunähern.
solange dein freund dir nicht in irgeneiner weise aktiv selbstwert nimmt ist er völlig irrelevant für dein eigentliches problem.Geändert von Inaktiver User (25.08.2017 um 14:26 Uhr)
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25.08.2017, 17:56Inaktiver User
AW: sich abhängig fühlen in der Beziehung
Also irrelevant finde ich ihn keinesfalls. Wenn mir jemand immer wieder Grenzen setzt, meine Wünsche in Frage stellt oder Rumnörgelt, finde ich das ziemlich zehrend, besonders dann, wenn einem nicht der Ärger darüber auf die Sprünge hilft. Dass dann der Antrieb schwindet, finde ich jetzt nicht überraschend. Die Erfahrung macht ja auch jeder Angestellte bei entsprechender Führungskraft.
soll aber natürlich nicht heißen, dass sich mit alternativen Verhaltensweisen nichts verändern lässt. Nur vermutlich wird das nicht ganz ohne Konsequenzen gehen.
In Anbetracht dessen, dass Du von Parallelen zu Deiner Mutter sprachst, ist es auch recht wahrscheinlich, dass Du Dich auch gerade zu einem ähnlichen Partner besonders hingezogen fühlst und er Deine Schwierigkeiten nicht unwesentlich fördert, auch, wenn Du ihn hier so in Schutz nimmst.
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25.08.2017, 18:08Inaktiver User
AW: sich abhängig fühlen in der Beziehung
Sag mal, willst du Kinder, liebe TE?
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25.08.2017, 18:27Inaktiver User
AW: sich abhängig fühlen in der Beziehung
Ich kenne das auch, Männer mit Eigenheimen, die ihnen gehören, Möbel inbegriffen. Ich würde da nie einziehen wollen, auch wenn der Mann noch so toll ist. Warum? Ich habe auch meinen Geschmack und das Bedürfnis, etwas mit entscheiden zu können. Ein spezielles Erlebnis war, der Mann hatte seine Ex-Frau mit nichts in der Hand weggeschickt, als die Ehe in die Brüche ging. Er kaufte ihr die Möbel ab für einen Appel und ein Ei und nahm ihr sogar den Ring ab!

Das Haus gehörte ihm!
So möchte ich mich niemals fühlen müssen....
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25.08.2017, 19:43Inaktiver User
AW: sich abhängig fühlen in der Beziehung
dein Gefühl der enge verstehe ich besonders nach deinen Beschreibungen sehr gut. ich finde das nicht "normal", wenn man sich nicht auf Augenhöhe begegnet. deine Bemerkung zum Thema sex finde ich ganz schlimm. sicher kann ein partner mehr sex wünschen, aber nicht in dieser weise. sex ist etwas so intimes und persönliches, da möchte ich nicht zu gedrängt werden und mich schuldig fühlen müssen.
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26.08.2017, 03:55
AW: sich abhängig fühlen in der Beziehung
Fahrrad ist ja in erster Linie ein Fortbewegungsmittel und in anderer Verwendung zur körperlichen Fitness geeignet. Selbst beim Fahrradfahren braucht man irgendwie ein Ziel. oder zumindest eine Absicht. Um zu wissen was man tut. Entweder du benutzt es nur als erleichterte Fortbewegung um die Einkaufstaschen trasnportieren zu können. Benzin zu sparen.
Oder in der Absicht körperliche Bewegung durchzuführen. Muskelaufbau usw. Bewegung machen freie Gedanken. Dafür eignet es sich schon ziemlich gut. Gedanken, die blockieren, sortieren sich von selbst aus, zumindest für diese Zeit. Gedanken die blockieren, für weitere Aktivitäten. Sofern man kann, sollte man wirklich jede Art von Bewegungsmöglichkeiten nutzen. Es ist ein Dilemma, dass man für manches eigentlich nur die richtige Einstellung (Motivation) braucht.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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26.08.2017, 06:10


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