Hallo Omri,
Danke dir, liebe Omri. Das hast du alles nochmal sehr gut zusammengefasst. Tat gut, dass jetzt nochmal so zu lesen, auch wenn ich jetzt schon besser drauf bin und es klarer sehen kann, dass meine Entscheidung, diese Situation zu schaffen, dass er es beendet, richtig war. Ich war in dem Sinne auch nur authentisch und stand zu mir.
Er hatte in der Situation nicht damit gerechnet, dass ich sage, ich ziehe nicht mehr ein. Er hätte erwartet/sich gewünscht, dass ich jetzt sage 'In ein, zwei Monaten..'. Von daher hat ihn das schon überrascht und ich habe es ausgelöst, die Trennung. Dennoch ist er einfach sehr viel weniger emotional, sehr rational. Und nun ist es eben seine Art, sich eine neue anzulächeln und mit ihr quasi abzuschließen. So sehe ich das. Nicht dass es nicht auch gut laufen kann, wenn eine Beziehung auf so etwas aufbaut. Vielleicht hat er auch schon abgeschlossen, obwohl er mal sagte, dass ich ihm wichtig sei und dass er mit mir zusammen kommen würde mit 40 zb, wenn wir dann beide keinen habenNaja, kann auch nur sein, weil er mich eben nicht verletzten wollte. Er fühlte sich auch schuldig, dass er mich zum Sex und Treffen überredet hat. Hab ihm dann nur gesagt, dass da zwei zugehören, woraufhin er meinte, dass er seine 'Argumente' ja kennt. Stimmt schon. Bin da dann schwach geworden.
Wie dem auch sei. Ich gehe jetzt meinen Weg, habe auch keinen Kontakt zu ihm und will das auch nicht. Auch wenn dann immer noch die 'normale' Trennungsangst da ist, dass ich ihn nicht mehr interessiere. Es schwankt nur ziemlich, mein Zustand. Mal ok, dann wieder am Boden.
Aber dadurch dass er nun die Neue hat, hat er mich leider noch verletzen können, aber auch klar gemacht: Ich will so jemanden nicht, der sich so schnell die nächste sucht. Das war bei der ersten Trennung so. Und das war auch bei der Situation so, als er sich entscheiden musste, ob er das Haus kauft oder mit mir weitersucht. Da hat er sich auch eine andere angelacht und es ist 'mehr' gelaufen. Hab ich ihm verziehen, ja fast habe ich mich schuldig gefühlt, weil ich ihm das Leben so schwer mache und das Haus nicht einfach akzeptiere. Naja, so oder so zeigt es, wie er seine schwierigen Situationen löst.
LG
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09.11.2017, 13:04
AW: sich abhängig fühlen in der Beziehung
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09.11.2017, 13:15
AW: sich abhängig fühlen in der Beziehung
Hallo Alina61 und jaws,
gerechnet habe ich damit irgendwo, klar, aber es verdrängt. Es lief ja einfach so weiter, auch wenn er deswegen jetzt Schuldgefühle hat. Also dass er mich quasi zum Sex etc. überredet hat. Naja...
Aber das schrieb ich auch schon Omri. Dadurch wird mir klar, dass ich mit so jemandem, der so damit umgeht, auch nicht mehr zusammen sein will. Klar, kann er es schon verdaut haben, aber ich denke, er will sich jetzt ablenken und ja, vielleicht geht es gut mit ihr. Nur war das immer seine 'Lösungsstrategie' von schwierigen Situationen: Eine Neue und das schnell. Mich noch warm halten und dann die Neue klar machen. Auch als er das Haus kaufte bzw. sich entscheiden musste, ob 'ich' - im Sinne von er sucht mit mir weiter - oder das Haus. Da hatte er auch etwas mit einer anderen. Hätte es mir noch nicht mal erzählt, wenn sie mich nicht angeschrieben hätte über Facebook. All so etwas...Ne, will ich nicht mehr, auch weil es nicht passt. Dennoch schwankt es schon immer mal wieder, wie ich leide. Muss wohl Zeit vergehen. Kontakt habe ich jetzt auch nicht. Will ich auch nicht. Nur muss ich dann auch damit zurecht kommen, dass er gar kein Interesse mehr an mir haben wird.
LG
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11.11.2017, 14:52
AW: sich abhängig fühlen in der Beziehung
Hallo Freiheitsliebende.. ich bin erst vor Kurzem wieder auf deinen Strang gestoßen.. habe deine Antwort deshalb erst jetzt lesen können... ich erkenn mich in deinen Schilderungen echt doll wieder, daher möcht ich dir antworten..
als ich schrieb, dass er offenbar nicht weiß, was er will, meint ich, dass er wirkt wie jemand, der nach ner Schablone lebt.. ich meine das oft zu sehen... Menschen leben eine Art Leben, weil sie eben meinen, dass "man" das macht.. dein Exfreund scheint einen starken Zug in Richtung "Haus und Kinder" zu haben.. was ja okay ist, wenn man es echt will und sich jemanden sucht, der das gleiche Ziel verfolgt.. nur scheint das dein Ex ja eher aus Prinzip zu wollen.. dich einbezogen hat er nicht.. was ich irgendwie für das Gelingen dieses Lebensplans essentiell fände.. oder was meinst du?
Das erinnert mich an meinen Ex... irgendwie hatte ich bei dem nie das Gefühl, dass es um mich ging.. ich glaub auch, er hat mich nie richtig geliebt, er wollte eher den Platz neben sich mit mir füllen.. das kann man natürlich machen.. nur fühlt es sich eben auch genauso an.. so hohl und unlebendig...
ich hab auch Probleme, meine eigene Frau zu stehen in Beziehungen.. ich bin an und für sich echt gern in einer Beziehung.. ich mag das Warme.. nur leider waren meine beiden ersten Beziehungen eher kühl.. eher bestimmt von den Wünschen meines partners.. ich hatte viel zu viel Angst allein zu sein, um meine wünsche mal auszusprechen... ich war dann allein, nachdem ich meinen zweiten Freund verlassen habe und war damit wirklich happy... ich hab gemerkt, dass selber-leben zwar irgendwie anstrengend, aber auch echt schön sein kann..
Ich bin mittlerweile wieder mit jemandem zusammen.. und ja, das ist echt schön.. wir sind sehr liebevoll miteinander... ich merk aber trotzdem, dass ich mich immer wieder etwas abgrenzen muss .. auch sehr bewusst.. das läuft bei mir nicht so automatisch... ich gerate irgendwie schnell in die Denke, dass er das ruhig entscheiden kann und ich mich ja auch gern nach ihm richte.. dann mach ich wieder ne Kehrtwende und brauch Zeit für mich, weil ich vergesse, was mir eigentlich wichtig ist.. das ist irgendwie anstrengend.. deshalb sträub ich mich auch vorm Zusammenziehen.. das ist so eng und ich verlier mich dann irgendwie...
will wohl heißen.. dass es schwierig bleibt... ich hab irgendwie immer wieder Angst, in der Art Beziehung zu landen, die ich schon hatte.. und da hab ich irgendwie fast gar nicht gelebt... eher leben lassen.. kennst du das?
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13.11.2017, 13:23
AW: sich abhängig fühlen in der Beziehung
Hallo BunterMensch,
Das kann sogar sein, dass er es so will, weil er es auch nicht anders kennt. Sein Vater hat es genauso gemacht und seine Frau wie eine Mutter, die den Haushalt machen muss etc., behandelt. So wie ich das rausgehört habe. Naja..
Sicher muss der Partner einen mit einbeziehen und er wollte mich in diese Schablone mit hineinstecken. Ich passte nur nicht
Aber dieses Nicht passen musste ich mir auch eingestehen. Ich wollte mich so gerne passend machen, weil ich Angst vor einer Trennung hatte. Und ja, Trennung jetzt fühlt sich echt bescheiden an.
Das kenn ich soooo gut. Ich hab mich teilweise auch echt wenig 'gesehen' gefühlt. Geliebt hat er mich vielleicht, auf seine Weise. Ich ihn eben auch auf diese Weise. Es war zumindest nie so inniglich.
Kenn ich auch. Es ist ja auch eng und ich hätte zumindest jetzt null Lust darauf. Es muss ja auch nicht sein. Es hängt sicherlich auch damit zusammen, wie gut du dich abgrenzen kannst und wie er darauf reagiert. Wird er unfreundlich oder beleidigt, macht es das uns zumindest schwerer. Wie ist er denn da so drauf? Wie alt bist du und wie lange seid ihr zusammen? Würdest du - du persönlich - denn zusammen wohnen wollen?
LG
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13.11.2017, 14:11Inaktiver User
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13.11.2017, 21:17
AW: sich abhängig fühlen in der Beziehung
Ja, stimmt... ich denk auch, genau daran liegt es.. ich wohne erst seit einem Jahr wirklich allein und genieße noch total das Alleinsein, Alleingestalten.. ich kann entscheiden, wie es aussieht, wann geputzt wird, was neu gekauft wird oder eben nicht.. ich fühl mich dadurch sehr frei... in einer gemeinsamen Wohnung müsst ich wissen, was ich brauche, um mich wohlzufühlen.. das weiß ich irgendwie noch nicht so richtig..
ich bin 32 und mit ihm seit etwa 1 1/2 Jahren zusammen... er ist ein wirklich toller Mann, voll ausgeglichen und sehr nähefähig... das find ich toll.. ich würd irgendwann schon gern wieder eine gemeinsame wohnung haben... hat ja schöne seiten.. nur irgendwie mag ich es auch sehr, zu Gast zu sein.. er bei mir und ich bei ihm.. das ist irgendwie respektvoller.. weiß auch nicht....




Naja, kann auch nur sein, weil er mich eben nicht verletzten wollte. Er fühlte sich auch schuldig, dass er mich zum Sex und Treffen überredet hat. Hab ihm dann nur gesagt, dass da zwei zugehören, woraufhin er meinte, dass er seine 'Argumente' ja kennt. Stimmt schon. Bin da dann schwach geworden.
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