Hallo,
mich würde mal interessieren, wer von euch die erfahrung mit einem mann gemacht hat, der anfangs immer mal wieder sagte, er wolle sich gar nicht binden, er habe angst, seine freiheit aufzugeben und es dann irgendwann aber doch zu der erhofften beziehung kam... und vor allem WIE habt ihr euch in der situation verhalten?
das ist ein wechselbad der gefühle, mal innige zweisamkeit, dann wieder distanz, liebevolle zeiten zusammen, dann wieder nichts konkretes usw...
ich glaube, mich zu erinnern, hier mal irgendwo von leuten gelesen zu haben, deren beziehung genau so "hoffnungslos" begonnen hat und es dann aber doch noch in die andere richtung lief....
findet ihr grundsätzlich, dass jemand mit einem grossen freiheitsdrang sich wohl nie binden wird oder wenn dann nur an jemanden, der genau gleich gestrickt ist wie er? oder gibt es eben auch fälle, wo er diese diffuse angst irgendwann abgebaut hat??
Wie habt ihr euch bei so einem mann verhalten? habt ihr euch davon abschrecken lassen? habt ihr euch zurückgezogen oder eher das gegenteil gemacht: noch mehr um ihn gekämpft???
liebe grüsse
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Ergebnis 1 bis 10 von 98
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11.02.2007, 15:39
er will keine beziehung - oder doch...?!?
stellino
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11.02.2007, 16:21
AW: er will keine beziehung - oder doch...?!?
Hallo Stellino,
ich war vier Jahre mit einem wie von Dir beschriebenem Mann zusammen. Er hatte ein großes Freiheitsbedürfnis, das er für unsere Beziehung nicht eingeschränkt hat. Es gab auch viele innige Momente und insgesamt war er trotz seiner Freiheitsliebe immer verbindlich mir gegenüber.
Diese Verbindlichkeit ist im Laufe der Beziehung weiter gewachsen. Wenn ich gemerkt habe, dass dieser Freiheitstrieb gerade wieder besonders stark war, habe ich mich zurück genommen, wobei aber wichtig ist zu betonen, dass Freiheit bei ihm nicht hieß, andere Frauen zu haben o.ä. . Es war mehr das Wissen, ein freier Mann zu sein, der nicht von einer Frau "in Ketten" gelegt wurde, um das nun mal überspitzt darzustellen.
Es gab Phasen, in denen ich das besser aushalten konnte, doch gegen Ende der Beziehung war ich völlig unzufrieden, da ich mehr und mehr das Gefühl hatte, dass gemeinsam mit diesem Mann keine Weiterentwicklung möglich ist. Ich sah keine Perspektive, da durch diesen Freiheitsdrang z.B. eine gemeinsame Wohnung für ihn undenkbar war.
Die Frage ist wohl, welches Beziehungsmodell für einen selbst das richtige ist und mit welcher Freiheitstoleranz dem Partner gegenüber trotzdem die eigenen Bedürfnisse zu stillen sind.
Ich habe mich dann letztendlich getrennt, da ich einen Partner möchte, mit dem "gemeinsames" lebbar ist und eine Beziehung nicht gleich mit unfrei sein einhergeht.
Meiner Meinung nach sind diese freiheitsliebenden Männer sehr wohl bindungsfähig, allerdings auf einer anderen Ebene, als sich der Großteil der (mir bekannten) Frauen wünscht.
Zitat von Stellino
Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. (Kierkegaard)
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11.02.2007, 18:24Inaktiver User
AW: er will keine beziehung - oder doch...?!?
hallo,
meine persönliche Ansicht:
damit verhält es sich, wie mit dem berühmten Tellerwäscher, der in Amerika zum Millionär wurde: wichtiger als die Frage, ob es klappen kann, ist es für mich (mittlerweile!), wie hoch das Verhältnis zwischen Erfolg und Scheitern ist.ich glaube, mich zu erinnern, hier mal irgendwo von leuten gelesen zu haben, deren beziehung genau so "hoffnungslos" begonnen hat und es dann aber doch noch in die andere richtung lief....
Außerdem: welche Richtung ist gemeint? mit der "Feststellung", dass es nun eine Beziehung ist das Spiel m.E. seltenst beendet...
ich finde, dass in 9 von 10 Fällen die "diffuse Angst" nichts anderes heißt, als "Du bist es nicht". Insofern bauen die meisten sog. "bindungsscheuen" ihre vermeintliche Angst dann ab, wenn ihnen jemand begegnet, der sie wirklich interessiert.findet ihr grundsätzlich, dass jemand mit einem grossen freiheitsdrang sich wohl nie binden wird oder wenn dann nur an jemanden, der genau gleich gestrickt ist wie er? oder gibt es eben auch fälle, wo er diese diffuse angst irgendwann abgebaut hat??
Wie habt ihr euch bei so einem mann verhalten? habt ihr euch davon abschrecken lassen? habt ihr euch zurückgezogen oder eher das gegenteil gemacht: noch mehr um ihn gekämpft???
Geändert von Inaktiver User (11.02.2007 um 19:11 Uhr)
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11.02.2007, 19:13
AW: er will keine beziehung - oder doch...?!?
Hei!
Nu hab ich mich extra angemeldet - um hier auch was dazu sagen zu können. Aktuell gehts auch bei mir darum...
....also: meine Beziehungsgeschichte: wir lernten uns vor zwei Jahren über eine Single-Börse im Internet kennen. Anfangs war ich mir nicht so sicher ob ich eine Beziehung wollte - aber nachdem er doch lang um mich warb - und ich mich mit meinen eigenen Beziehungsängsten auseinandersetzte - sagte ich JA.
Dann kam der "Knall" - er, der am Anfang Sprüche klopfte, wie "lass Dich nur auf mich ein, wenn Du WIRKLICH Interesse an einer langfristigen Bindung hast - ich spiele nicht" kam auf einmal mit "er sei nicht mehr verliebt" - hätte sich wohl "geirrt" und wir könnten ja "gute Freunde" bleiben....aber ansonsten wäre ich einfach eben nicht die Richtige, seine Traumfrau sähe ganz anders aus, bla bla blub. Und ausserdem würde es ihm Angst machen, wie gut ich mit seinen Kindern klar käme (er hat 3, ist geschieden, die Kids sind oft bei uns und ich liebe sie heiss und innig).....damals war ich geschockt und zog mich zurück.
Tja...blöderweise landeten wir dann zwei Monate wieder zusammen im Bett. Alles ging von vorn los, unter veränderten Bedingungen. Will sagen, wir hatten die beste Beziehung, inclusive Treue etc. (er ist definitiv kein Fremdgänger) - solange es nicht offiziell als Beziehung definiert wurde. Irgendwann wollte ich Gewissheit und stellte ihn vor die Wahl - entweder Ende oder "richtig" Beziehung. Ab da waren wir wieder auch "offiziell" zusammen. Das hielt ein halbes Jahr....dann wieder ein "Knall" - er machte erneut Schluss - nicht weil er keine Gefühle für mich hätte, aber "es würde halt nicht reichen" bla bla bla. Dabei merkte ich sehr wohl, was er für mich empfand (Liebe zeigt sich eh in Taten, weniger in Worten, finde ich) - aber es war eben "die Beziehungsdefinition", die ihm Probleme machte.
2 Monate Funkstille. Dann "selbes Spiel" von vorn. Allerdings mit dem veränderten Vorzeichen, dass ich sehr genau auf meine Grenzen und meine Bedürfnisse achtete, ihm den "Freiraum" liess, unsere Beziehung eben nicht als Beziehung zu bezeichnen (ansonsten lebten wir eine Beziehung mit allem was dazu gehört. Auf Treue legt ER ganz besonders grossen Wert. War eifersüchtig udn alles, wenn ich mich mit anderen traf - und es wäre - Originalton "sofort vorbei" wenn ich mit nem anderen in die Kiste springen würde....verkehrte Welt. Okay, ich liess ihm die Freiheit - denn er gab mir zu der Zeit alles was ich brauchte. Und ich hatte mit mir selbst den "Deal" gemacht, dass ich Schluss machen würde, wenn ich mehr Verbindlichkeit brauchen würde.
******kleiner Gedanklicher Einschub zum Thema Verbindlichkeit:
was bedeutet das eigentlich, frage ich mich? Ist nicht, das was man tatsächlich miteinander LEBT verbindlicher als alle "rhetorisch festgelegten Verbindlichkeiten" ??? *****************
Dieser Punkt kam dann, als ein Freund von ihm Interesse an mir hatte und er sich hervortat mit Sprüchen wie "ja mach nur (seinem Freund gegenüber) "schliesslich haben wir ja keine Beziehung". Das ging so weit, dass er, als wir bei seinem Freund nach einer Party übernachteten, diesen zu mir ins Bett schickte. Da tickte ich dann völlig aus. Zur Strafe für meinen ignoranten Freund blieb ich im Schlafzimmer, wir machten die Tür zu und ich...
....redete einfach nur die ganze Nacht mit seinem Freund. Der ist ziemlich nett, sehr einfühlsam und er verstand das Problem. Hätte natürlich mit mir "was angefangen", wenn ich das gewollt hätte.
Morgens raffte ich dann meine Sachen zusammen und ging, mir war scheissegal wie mein Freund/Nichtfreund nach Hause kam.
Der lief dann Amok, erging sich in Phantasien darüber, was und ob ich mit seinem Freund angestellt hatte (mit dem hatte ich ausgemacht, über die Nacht zu schweigen).
Nach 3 Tagen war ich dann so gnädig, doch noch mal einen Telefonanruf von meinem Liebsten entgegenzunehmen. Aber während er schon anfing mit Sprüchen wie "so geht das nicht weiter" - überlegte ich mir schon in Gedanken, wie ich es jetzt formulieren würde, dass ich genug hätte. Dann kamen zwei Sätze:
"Ich war ein Idiot. Ich liebe Dich und ich will mit Dir zusammen sein".
Ich war total von der Rolle. Nun gut.....nach Zögern liess ich mich ein und wir hatten eine supertolle Zeit. Wirklich. Bis er den Vorschlag machte, zusammenzuziehen.
Jetzt? Wir sind zwei Jahre zusammen, aber er kommt - nach eigenen Worten - mit der "ständigen Nähe" nicht zurecht. Zum Glück hab ich ja sowas geahnt und bin nicht direkt zu ihm gezogen, sondern hab mir ein Appartement im selben Haus genommen.
Tja - und heute bin ich gerade aus dem gemeinsamen Schlafzimmer (in seiner Wohnung) ausgezogen und hab mir in meiner Wohnung ein Bett aufgebaut. Ist das das Ende der Beziehung? Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass seine und meine Bedürfnisse und Vorstellungen von räumlicher und emotionaler Nähe eben auseinanderliegen.
Ich liebe ihn und ich weiss, dass er mich auch liebt.
Aber ob ich auf Dauer mit seiner anderen Art - seinem Freiheitsbedürfnis - nicht in sexueller Hinsicht gesehen - klarkommen kann - und dass ich mir erneut die Frage stellen muss ,was ich will, brauche und unter diesen Bedinungen auch geben kann - auf Dauer - das ist mir beim Beantworten Deiner Frage - und beim Lesen der ersten Antwort darauf klar geworden.
Fakt ist: oftmals wird unter dem Deckmantel der "das ist mir zu eng" eigentlich etwas anderes verborgen. Nämlich "Du bist nicht die Richtige". Das zum einen. Dann gibt es aber auch die Fälle, wo die Männer treu sind, ansonsten eigentlich alles gut läuft, sie aber eben "eine lange Leine" und viel räumlichen Freiraum brauchen. Das kann auch gut laufen. Aber nur dann, wenn Du Dich "auch so" geliebt und geborgen fühlst. Es kommt darauf an, woran Du den Begriff "Beziehung" fest machst.
Und es kommt drauf an, ob "Dein" Männe wirklich nur ein Nähe-Distanz-Problem hat, oder ob er wirklich Bindungsunfähig ist. Dann nimm die Beine in die Hand und renn. Das zu beurteilen ist von Ferne allerdings schwierig.
Und eines solltest Du nicht vergessen: die Hoffnung stirbt nun mal zuletzt. Wir Frauen betrügen uns da oftmals und lange selbst und reiten in Gedanken jede Menge "tote Pferde" ums mal sinnbildlich auf eigentlich schon tote Beziehungen zu übertragen.
Setz Dir einen Zeitrahmen. Nur für Dich. Achte darauf, wie er mit Dir umgeht. Ob die sonstigen "äusseren" Bedingungen stimmen.
Und achte vor allen Dingen darauf, was Du wirklich brauchst. Wenn er Dir das nicht geben kann - dann kann er es eben nicht, aber es enstpringt nicht seiner "Böswilligkeit" oder Deiner "Nicht-Liebenswertigkeit" - nein - es liegt dann schlicht und ergreifend daran, dass ihr nicht die Richtigen füreinander seid.
Alles Liebe von der Mondsteinfrau
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15.02.2007, 14:04
AW: er will keine beziehung - oder doch...?!?
hallo, sorry, konnte mich nicht früher melden.
da habt ihr wohl recht, dieses hin und her hat wohl seinen ursprung in seinen mangelnden gefühlen..... obwohl, etwas muss aber auch da sein, wieso kommt er denn immer wieder zurück, respektive lässt mich nicht "in Ruhe"????
klar, bin ich ihm nicht egal, aber seine heissgeliebte freiheit würde er so schnell für keine frau der welt aufgeben wollen....
leider auch nicht für mich......
manchmal ist es aber auch ein spiel, habe ich das gefühl, denn immer, wenn er das gefühl bekommt oder ich mich auch dementsprechend verhalten habe, ich könnte mich von ihm distanzieren, steht er wieder auf der matte.... fakt ist wohl: ihm gefällts so wie's ist (mich zu haben und auch diese unverbindlichkeit, die ihm die komplette narrenfreiheit garantiert), aber für mich ist es ehrlich gesagt zu brutal, wenn nach dieser wunderschönen zeit zusammen, dann wieder diese distanz folgt, immer bis monsieur sich spontan wieder entschliesst, mein leben auf den kopf zu stellen....
er ist ein grosses kind (von 40 jahren....
), verwöhnt von zu hause, vom leben und von seinem sozialen umfeld und zu schwach, sich (wenigstens etwas) von den vergnügungen des lebens zu distanzieren, wenn man so will (um für eine beziehung fähig zu sein). er kann in gewissen momenten den verlockungen des lebens einfach nicht wiederstehen (da geht es auch nicht nur um frauen, sondern um alles, was "spass" macht.)
komisch, ich kann das einerseits sogar sehr gut nachvollziehen, denn auch ich bin manchmal so, dass mich das abenteuer lockt oder gewisse dinge im leben reizen. wie gesagt, er hat halt das glück, diesen dingen nachzugehen, während unsereins brav arbeiten gehen muss und sich tagtäglich (wie millionen andere auch) um diversen langweiligen alltagskram kümmern muss.
es regt mich aber auch auf und macht auch weh, dass er ignoriert, dass ich unglaublich gerne mit ihm zusammen gewisse dinge erleben würde (weil es eben nicht mit jedem dasselbe ist), und er aber in der regel lieber mit seinen freunden auf die pauke haut.
er ist einfach eines der seltenen exemplare, die das leben voll auskosten und das fasziniert mich nicht nur, sondern das liebe ich gerade auch an ihm. abgesehen davon, dass er auch eine sehr liebenswürdige art hat (ausser, wenn er mal wieder seine "Phase" hat...)
aber eben: wir könnten so sicherlich jahrelang weitermachen, denn das was uns verbindet, das bleibt wohl auch so und wird immer wieder von neuem so schön sein, umso schlimmer für mich die erkenntnis, dass es SO nicht weitergehen kann. denn was ich möchte ist mehr.
mist!!!!!!!!!!!!
liebe grüssestellino
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16.02.2007, 08:25
AW: er will keine beziehung - oder doch...?!?
Ach, der Stefan! Den kenne ich auch. Ein netter, lustiger Freund, eine echte Bereicherung unseres Freundeskreises. Ein Mann für's Leben? Niemals!
Zitat von Stellino
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16.02.2007, 13:56
AW: er will keine beziehung - oder doch...?!?
@laufrad:
ja die stefans dieser welt sollen bleiben wo der pfeffer wächst!!
stellino
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17.02.2007, 10:22
AW: er will keine beziehung - oder doch...?!?
a propos: mir ist irgendwie klar geworden, was das problem ist: es geht hier nicht direkt darum "die richtige" oder nicht zu sein:
ich habe glaube ich verstanden, worums geht: er als freiheitsfanatiker ist nicht grundsätzlich abgeneigt, eine person in seinem leben zu haben, ABER diese person darf/sollte ihm NIE das gefühl geben, gebunden zu sein....
sprich, eine frau, die unabhängig genug ist, sich nicht an ihn zu "klammern" (ist zwar nicht das richtige wort, was mich betrifft, denn klammern tu ich ganz bestimmt nicht), aber ein solcher typus merkt sofort, die krise, die frau kriegt (auch nonverbal), wenn nach grosser nähe wieder distanz folgen soll.... ich glaube, dass es das ist, womit er wiederum nicht gut umgehen kann.
ich glaube, mit einer frau, die damit keine probleme hat und er das auch merkt, würde eine solche verbindung funktionieren. denn wie gesagt, interesse und mehr noch, gewisse gefühle sind sicherlich vorhanden (kein mann kommt immer wieder zurück, wenn dem nicht so wäre).
insofern ist das ganze auch ein thema, das mich selber betrifft: ich weiss, dass ich nicht ganz frei bin, von diesem nähebedürfnis. objektiv gesehen, ist das sicher teilweise auch übertrieben und würde man in der vergangenheit graben, würde man auch den Ursprung dieser problematik finden...
ich hätte ernsthaftes interesse daran, mich tatsächlich wenigstens teilweise von diesen (letztenendes eben doch) klammergefühlen zu lösen. kann man das, wenn man wirklich will???
einige werden wahrscheinlich jetzt denken, oh gott, jetzt will sie sich für ihn sogar verbiegen, nein, das meine ich nicht. die grundsätzlich andere art des umgangs mit nähe und distanz bleibt und das könnte man wahrscheinlich nur mit viel frustrationstoleranz überwinden. aber ich denke, dass was meinen teil betrifft, ich mich auch mehr auf mich und meine bedürfnisse konzentrieren sollte. DAS finde ich nicht immer einfach, ich gehöre wohl auch zu denen, die, wenn sie nicht aufpassen, zu leicht abheben und verschmelzen in dieser zweisamkeit.
ist wohl besser immer mit den füssen auf dem boden zu bleiben......
geht es jemandem von euch da ähnlich??
l.g.stellino
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17.02.2007, 11:36Inaktiver User
AW: er will keine beziehung - oder doch...?!?
Hallo,
ich denke, Du machst Dir zu viele Gedanken. Die Überlegung, ob und unter welchen Umständen und was ihn wohl dazu treibt dass...hat den Hintergrund den "Grund" zu finden und es doch irgendwie mehr in der Hand zu haben (m.E.).
Aber die Überlegung läuft in die falsche Richtung: es ist einfach menschlich Bindung zu suchen und auf Verbindlichkeit zu bestehen. Da kann man die Evolution und die Soziologie oder wen auch immer befragen: es macht einfach Sinn, dass es so ist. Und daher ist es zwar gut, sich zu fragen, wie man drauf ist, aber es macht keinen, sich wegen normaler Gefühle in Frage zu stellen (m.E.)...
eine Frau, die es hinnehmen kann, dass er auf sie keine Rücksicht nimmt trifft es wohl eher. Aber Freiheit hin oder her: entweder er ist grundsätzlich nicht in der Lage eine Bindung herzustellen oder er kann es und dann wird sie ihm so wichtig sein, dass er diese auch nicht für "Freiheit" aufs Spiel setzen wird. Das scheint er bei Dir nicht zu zeigen, nicht?sprich, eine frau, die unabhängig genug ist, sich nicht an ihn zu "klammern" (ist zwar nicht das richtige wort, was mich betrifft, denn klammern tu ich ganz bestimmt nicht), aber ein solcher typus merkt sofort, die krise, die frau kriegt (auch nonverbal), wenn nach grosser nähe wieder distanz folgen soll....
klar sind Gefühle vorhanden, fragt sich nur welcheich glaube, mit einer frau, die damit keine probleme hat und er das auch merkt, würde eine solche verbindung funktionieren. denn wie gesagt, interesse und mehr noch, gewisse gefühle sind sicherlich vorhanden (kein mann kommt immer wieder zurück, wenn dem nicht so wäre).
wie weit das geht, kann ich nicht beurteilen. Aber auf den Satz kann man nur antworten: sicher hast Du das. Du bist ein Mensch. Wieso solltest Du "frei" sein von menschlichen Bedürfnissen?insofern ist das ganze auch ein thema, das mich selber betrifft: ich weiss, dass ich nicht ganz frei bin, von diesem nähebedürfnis.
wenn es "klammern" ist ja, wenn es normale Suche nach Bindung ist: nein. wozu auch?ich hätte ernsthaftes interesse daran, mich tatsächlich wenigstens teilweise von diesen (letztenendes eben doch) klammergefühlen zu lösen. kann man das, wenn man wirklich will???
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17.02.2007, 11:47
AW: er will keine beziehung - oder doch...?!?
ich bin in mich gegangen und mir klar darüber geworden, dass ich mir etwas anderes unter einer beziehung vorstelle, als immer auf die wechselhaften verhaltensweisen eines partners rücksicht zu nehmen, zu reagieren. und mich nicht geliebt und angenommen zu fühlen.
Zitat von Stellino
zudem war ich es leid, mich auf einen anderen menschen zu fokussieren, denn mir ist bewusst geworden, dass ich vor mir, meinen wünschen und bedürfnissen weggelaufen bin, indem ich mich auf solch einen menschen eingelassen habe.
ich habe mich selbst wichtiger und ernst genommen, als meine reaktion auf diesen menschen, und so war mir relativ schnell klar, dass ich mit solch einem unverbindlichen charakter niemals die beziehug haben kann, die ich mir vorstelle, sondern mich permanent veletzen lassen muss.
vor dieser erkenntnis war es nichtschwer, die qunintessenz daraus zu formulieren: es passt nicht und er passt nicht. ich hatte keine schwierigkeiten mehr, auf wiedersehen zu sagen.
und ich habe mich hinterher besser gefühlt, definitiv, weil ich meine integrität wieder gewonnen hatte.
und - was soll ich dir sagen? DEN habe ich dann längere zeit später wiedergetroffen. ich habe dann mal die augen aufgemacht und hinter die fassade seiner - zugegebenermassen mir gefallenden optik - gesehen. ich habe ihmd ZUgehört und musste mich ernsthaft fragen, wie ich mich damals für diesen menschen erwärmen konnte.Geändert von Chrissiebabe234 (17.02.2007 um 11:53 Uhr)


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