Aus aktuellem persönlichen Anlass...
Es gibt ja viele Paare in einer Fernbeziehung.
Meine Frage geht an diejenigen, die eine solche führen - wie kam es bei Euch dazu?
War Eure Beziehung schon immer eine "ferne" oder ist sie erst dazu geworden, berufsbedingt oder durch andere Gründe?
Ist es für Euch generell eine Übergangslösung?
Antworten
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13.03.2017, 11:44Inaktiver User
Fernbeziehung - wie kam es dazu, wie kamt Ihr dazu?
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13.03.2017, 12:13
AW: Fernbeziehung - wie kam es dazu, wie kamt Ihr dazu?
Hallo Wolkentier,
Ich führe jetzt seit 15 Monaten eine Fernbeziehung, und es klappt sehr gut, aber das mittelfristige Ziel ist schon, dass wir näher zusammenrücken.
Zu der Fernbeziehung gekommen, bin ich wie die Jungfrau zu dem Kinde
Ich hatte mich gerade von meinem Mann getrennt, nach sehr langer Ehe, und mir stand der Sinn so gar nicht nach neuer Beziehung, weder fern noch nah.
Meinen jetztigen Partner habe ich durch einen eher geschäftlichen Termin getroffen, unsere Heimatorte sind gut 500km voneinander entfernt, er war aber zu der Zeit alle paar Monaten für ein paar Tage in meiner Heimatstadt.
Bei dem Treffen sind wir uns näher gekommen, haben uns super verstanden und sehr gut unterhalten. Er musste dann für 3 Wochen nach Amerika, wir schrieben uns während der ganzen Zeit, verliebten uns immer mehr, und bei dem nächsten Treffen 5 Wochen später war für uns klar, dass wir zusammenbleiben wollen, trotz Entfernung, und trotz meiner noch sehr frischen Trennung. Und es war die absolut richtige Entscheidung
Im ersten Jahr sind wir jedes Wochenende abwechselnd hin und her gependelt. Dann hatte er ein Projekt in meiner Heimatstadt, und wir konnten 3 Monate zusammenwohnen. Im Moment hat er wieder ein längeres Projekt, das mit sich bringt, dass nun 800 km zwischen uns liegen, und wir wieder eine Wochenendbeziehung führen. Ab Ende des Jahres versucht er dann seinen Job hier in meiner Stadt auszuüben, und dann haben wir die Fernbeziehungsphase hoffentlich hinter uns.
Mein Fazit: es ist nicht ideal, aber machbar, aber am besten nur auf begrenzte absehbare Zeit.
Liebe Grüsse
CuriousCat
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13.03.2017, 12:15
AW: Fernbeziehung - wie kam es dazu, wie kamt Ihr dazu?
Immer schon und berufsbedingt. Kennengelernt haben wir uns mit 600 km Entfernung. Nach einiger Zeit konnten wir das auf 200 km verringern. So ist das bis heute.
In drei Jahren geht mein Mann in Rente. Das wird spannend
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13.03.2017, 12:26Inaktiver User
AW: Fernbeziehung - wie kam es dazu, wie kamt Ihr dazu?
Interessant ... also gibt es noch mehr, die sich beim Kennenlernen davon nicht schrecken lassen...
Wie ich schon schrieb, gibt es einen persönlichen Anlass für meine Frage - ich habe nämlich auch gerade jemanden kennen und lieben gelernt, der knappe 600 km entfernt wohnt.
Und mein Umfeld erklärt mich gerade für bescheuert, da an so etwas wie ein Beziehung überhaupt zu denken - Fernbeziehung wär eh nix und WENN, dann höchstens für eine bereits länger bestehende Beziehung übergangsweise denk- und machbar.
Also, Eure Beiträge lassen mich hoffen ...
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13.03.2017, 12:50Inaktiver User
AW: Fernbeziehung - wie kam es dazu, wie kamt Ihr dazu?
600 km ist schon 'ne Hausnummer, wobei es natürlich auch davon abhängig ist, wie gut der andere z.B. per Bahn oder mit Pkw zu erreichen ist.
Bei uns war es nur die Hälfte der Entfernung, von Beginn an (online über gemeinsames Hobby im Netz kennengelernt). Das erste Jahr war noch okay, dann hat es mich aber tierisch geschlaucht, weil es einfach viel zu viel Zeit, Energie und Nerven gekostet hat.
Es war aber relativ schnell klar, dass wir unsere Haushalte zusammenschmeißen würden. Ohne diese Perspektive hätte ich wahrscheinlich irgendwann auch die Reißleine gezogen.
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13.03.2017, 12:53
AW: Fernbeziehung - wie kam es dazu, wie kamt Ihr dazu?
Lass Dich von den anderen nicht verrückt machen.
Wichtig ist, wie Ihr dazu steht und Euch damit fühlt. Nähe gibt es auch in einer Fernbeziehung, die Tage die man zusammenverbringt, sind umso schöner. Vieles ist auch eine Sache der Organisation, wie gut und schnell man die Fahrtstrecke bewältigen kann, wie man sich seinen Alltag aufteilt, an den Tagen wo man alleine lebt und an den Tagen wo man sich sieht.
Ich wünsche Dir viel Glück und alles Gute
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13.03.2017, 13:15
AW: Fernbeziehung - wie kam es dazu, wie kamt Ihr dazu?
Ich kann mich CuriousCat nur anschließen.
Durch Auslandseinsätze meines Mannes haben wir uns zeitweise auch viele Wochen oder gar Monate gar nicht gesehen.
Es geht alles, wenn man will.
Ich drücke euch die Daumen!
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13.03.2017, 14:49
AW: Fernbeziehung - wie kam es dazu, wie kamt Ihr dazu?
Ahhhaaaaam, ich hab gewonnen!
Mein Liebster wohnt etwa 1000 km entfernt.
Wir sind seit fast 1,5 Jahren zusammen. Also erst einmal: lass dich nicht für bescheuert erklären, es IST machbar, aber:
- es muss ständig alles geplant werden, wie man sich treffen kann, und
- man muss Pläne haben, dass es nicht ewig bei einer FB bleibt.
Voraussetzung, wie eigentlich bei jeder Art von Beziehung, ist Vertrauen. Ohne geht es hierbei überhaupt nicht.
600 km sind ja noch etwas "freundlicher", da kann man sich auch mehrmals monatlich sehen. Wir treffen uns monatlich, mal für 1 Woche, mal für 3. Ich kann in seiner Stadt arbeiten (er in meiner nicht), daher bleibe ich länger, er im Urlaub für 2 Wochen.
Wir sind Kollegen, aber haben nicht viel arbeitsbedingt zu tun. Lernten uns auf meiner Geschäftsreise dorthin kennen, und waren monate lang befreundet (ich war sogar verheiratet damals, also es dauerte lange, bis wir zusammen kamen). Ich hatte meine Scheidung, und nach halben Jahr kamen wir zusammen. Ich habe mich vorher schon verliebt, aber brauchte halt meine Zeit, und er auch, denn: eine FB ist schon eine Verantwortung, die nicht jeder bereit ist zu tragen.
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14.03.2017, 13:59
AW: Fernbeziehung - wie kam es dazu, wie kamt Ihr dazu?
Bei uns waren es "nur" 400km. Aber ja, es war stressig, denn durch die Pendelei ist man plötzlich nirgends mehr richtig zu Hause. Alles bleibt irgendwie auf der Strecke; Freunde, Familie, Haushalt, Hobbies. Es hat auch Vorteile, klar, weil man zwangsläufig im Hormonrausch gelegentlich durchatmen kann
Aber alles in allem hätte ich das nur ungern über Jahre mitgemacht.
Denn: die eigentliche Beziehungs-Arbeit fängt erst an wenn man dann wirklich zusammen wohnt. Erst dann reibt man sich über banale Dinge aneinander und merkt inwieweit der Andere (und man selbst) auf die Befindlichkeiten des Anderen eingeht.
Für mich ist daher eine Fernbeziehung nur zeitlich begrenzt praktikabel - aber das ist meine ganz persönliche Meinung. Ich bin sicher in Gottes buntem Garten gibt es traumhafte Beziehungen auf Distanz die von Dauer und auf ihre Art ganz wunderbar sind.
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14.03.2017, 14:24
AW: Fernbeziehung - wie kam es dazu, wie kamt Ihr dazu?
Darf ich auch mitmachen? Ich habe mich mittlerweile mit meiner Fernbeziehung verheiratet. Bei uns war es auch sozusagen von Anfang an, Kennenlernen während eines Auslandsaufenthaltes, einige Monate zusammen gewesen, auch zusammen gewohnt. Distanz zwischen den regulären Wohnorten: 1700km (sorry louise8,
). Luftlinie.
Was soll ich sagen? Die Liebe war eben größer als die Ferne, will sagen, der Wunsch zusammen zu sein war immer da und stärker als der Frust der Fernbeziehung.
Es war uns aber in der Tat wichtig, eine konkrete gemeinsame Zukunft zu planen. Wir finden beide, dass eine FB das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels braucht. Sowohl kurzfristig, d.h. der Zeitraum zwischen Treffen sollte eine gewisse Länge nicht überschreiten (für uns waren das etwa 12 Wochen). Aber wir brauchten wie gesagt auch einen groben Plan für eine gemeinsame Zukunft. Der änderte sich natürlich hier und da, aber wir arbeiteten sozusagen stetig dran.
Dazu braucht es Liebe, Willen und eine große Portion Glück, aber ist das nicht bei jeder Beziehung so?
Bisher blicken wir auf ca. 6 Monate Auslandsromanze, knapp 7 Jahre Fernbeziehung, 2 Jahre Zusammenleben und 7 Jahre Ehe zurück.Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne
"Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".Maxi Gstettenbauer


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