Hallo zusammen!
Ich schreib mal hier bei Beziehungen obwohl unsere Liebe noch sehr jung ist ( 2 Monate) aber sehr schnell und sehr intensiv und sehr groß - also bei Kennen lernen passt es jetzt auch nicht mehr
Wie der Titel schon sagt, ich krieg im Moment das große Zittern, ich erklär mal:
Wir beide haben uns vor zwei Monaten als blind date, arrangiert von einem guten Freund, kennen gelernt und heftigst ineinander verliebt.
Die äußeren Umstände sind so:
Beide 50 Jahre alt, beide vor drei Jahren Ehe ( jeweils länger als 20 Jahre) beendet, beide eine Beziehung nach der Ehe gehabt jeweils etwas über zwei Jahre, zusammen 5 Kinderim besten Teenageralter ( seine sind die halbe Woche bei ihm, meine wohnen bei mir und sind ab und zu beim Vater), wir wohnen 40km voneinander entfernt.
Heftigst verliebt heißt dass wir beide uns von Anfang an völlig eingelassen haben, nach unserem ersten Treffen hat er drei Tage später bei mir übernachtet, zwei Wochen später waren wir uns einig dass wir jetzt zusammen sind.
Wir sind uns der Tatsache bewusst dass wir keine 16 mehr sind, wir haben beide ein ausgefülltes Leben und hätten niemals mit einer solchen Erfahrung gerechnet, uns war beiden nicht klar dass es sowas überhaupt gibt.
Zwischen uns ist alles , selbst wenn es mal kompliziert wird, unkompliziert und einfach.
Alles fühlt sich völlig anders an als in früheren Beziehungen, wir sind so extrem liebevoll und aufmerksam miteinander , so als hätten wir einen Schatz gefunden, den wir hegen und pflegen und beschützen.
Aber wir schweben eben nicht nur, wir landen auch und können über alles reden, sind beide auch praktisch veranlagt, machen Sport zusammen usw.
Mien Problem nun ist dass ich jetzt manchmal eine solche Panik bekomme dass ich das so nicht weiter kann..SO VIEL Gefühl und eben NICHT zusammen leben ( also ich meine nicht JETZT , sondern in absehbarer Zeit) sondern eben so wie ich es mir eigentlich auch immer vorgestellt habe: getrennte Wohnungen, sich sehen so oft man eben will und kann, aber eben auch ein eigenes Leben haben ( was man selbstverständlich auch kann wenn man zusammen lebt).
Es ist mir ein Rätsel was im Moment mit mir los ist, manchmal stehe ich morgens auf und dann vermisse ich ihn so sehr dass ich weinen mussDas kann doch jetzt echt nicht sein, ich dreh ja völlig durch!!
Im Moment überfordert mich das alles ein bißchen, hatte jetzt zwei Tage morgendliches Heulen und tagsüber blöd fühlen hintereinander, ich muss da irgendwie von runter.
Danke fürs Lesen, vielleicht hat einer ne Idee, oder auch nen Tritt in den Hintern für mich, egal was, ich komm mir so extrem albern vor...
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 12
-
02.12.2016, 13:00
Angst vor der eigenen Courage
-
02.12.2016, 13:21
AW: Angst vor der eigenen Courage
Ich verstehe kein Wort.
Du strebst getrennt wohnen, einander besuchen, eigenes Leben leben etc. an, aber kommst damit nicht klar, dass Du genau das jetzt hast?
Sprich, Du willst jetzt gefühlt gar nicht mehr "getrennt wohnen, einander besuchen etc.", sondern wegen "SO VIEL GEFÜHL" unbedingt zusammenwohnen, "nicht jetzt, aber in absehbarer Zeit"?
Tja.
Meinungen, Vorlieben und Wünsche ändern sich eben.
Was gibt's da zu heulen, bevor der Mann das nicht klipp und klar abgelehnt hat?
Dass Deine momentanen Gefühle nach zwei Monaten glücklichem Verliebtsein nicht gerade den Normalfall abbilden, dürfte wohl klar sein. Also geniess den Wunsch und das Verliebtsein doch einfach. Wer weiss, was in 6 Monaten ist?
Und selbst wenn ihr jetzt "total behämmerterweise" zusammen ziehen wolltet, dann würde es allerdings schon rein praktisch ziemlich schwierig, ein Haus für fünf Teenager und zwei Erwachsene zu finden.
Selbst wenn ihr sehr wohlhabend seid.
Geldverschwendung wäre es zudem, weil die Teenager ja balde erwachsen sind und womöglich sonstwo hingehen, um zu lernen oder zu studieren. Dann sässet ihr da in eurem Palast.
-
02.12.2016, 13:22Inaktiver User
AW: Angst vor der eigenen Courage
Liebe alles_und_mehr,
mach langsam... Lass Dich doch nicht erschlagen vom Verliebtsein. Das klingt irgendwie alles total gehetzt und als ob Du überhaupt keine Zeit hättest, mal allein zu sein, um Dich zu sortieren. Nimm Dir mal ein oder zwei Tage frei, wenn Deine Kids beim Vater sind und mach was Schönes nur für Dich. So eine Verschmelzung mit einem anderen ist nie gesund. Nimm Dir mal eine Auszeit. Und dann macht es nicht so Angst, wenn Du weißt, dass Du noch DU bist...
-
02.12.2016, 13:33
AW: Angst vor der eigenen Courage
Hallo Alles-und-mehr (ambitionierter Name ☺),
Ich weiß nicht, ob es vergleichbar ist, aber ich habe mich auch einmal sehr tief verliebt, wo uns beiden schnell klar war, dass es sich, egal wie die Zukunft werden würde, um etwas für uns sehr Großes und Wichtiges handelt.
Beide hatten wir sowas vorher noch nicht erlebt, beide waren wir eher skeptisch, ob eine beglückende und innige Liebe überhaupt über die Zeit lebbar wäre. Es fühlte sich so an, als sei es zu gut, um wahr zu sein. Und das Verletzungsrisiko war enorm, weil wir so viel von uns offenbarten und gaben. Also war auch die Angst groß. Zumal eine vielmonatige geographische Trennung anstand.
Aber was wäre die Alternative gewesen? -es zu lassen? - das War unmöglich. Also haben wir bebenden Herzens weitergemacht...
...bis heute, einundzwanzig Jahre später, inzwischen schon lange ohne Angst, mal mit Beben, mal mit Rumpeln, aber immer noch glücklich. Und vielleicht ja auch noch länger? -wer weiß, gegeben ist nichts.
Niemand weiß, was aus euch wird. Ehrlichkeit und Mut, und dann sehen, was sich entwickelt. Aber die Angst, die gehört wohl dazu. Lies vielleicht mal Gibran, "von der Liebe". (Ist aber nichts für nüchterne Realisten.)that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
-
02.12.2016, 13:36
AW: Angst vor der eigenen Courage
Stand das das eben schon?
Egal, das verstehe ich und ja, das ist zwar albern, aber so albern ist mensch eben auch mal, wenn er verliebt ist.
Ob Abstand da hilft, weiss ich nicht.
Ich würde diese Sehnsucht einfach als Teil des Großen Ganzen geniessen und mir nicht noch Vorwürfe dafür machen, "doof und kindisch" zu sein.
Was heisst denn "durchdrehen", was passiert denn dann?
Wieso "kann" das nicht sein? Kann es doch, merkste ja.
Wieso darf das nicht sein? Was befürchtest Du?
Du bist relativ frisch und offenbar glücklich verliebt und würdest am liebsten 24/7 mit Deinem Herzbuben zusammen sein.
Geht aber nicht.
Such is life.
Was meinste denn, wo diese ganzen herrlichen Sehnsuchtsschnulzen herkommen?
Die beschreiben und bedienen genau diesen wunderbaren Schwachsinn.
-
02.12.2016, 13:39
-
02.12.2016, 14:20
AW: Angst vor der eigenen Courage
Alles was du schreibst hört sich so gut an und eben nach "schwer verliebt", das geht auch noch mit
50 !
Diese Gefühle der Sehnsucht sind ein wichtiges Symptom sozusagen- gehören einfach dazu
finde ich. Das alles ist völlig "normal", auch wenn böse Zungen behaupten: das legt sich wieder,
genieße diese Gefühle des Anfangs, den Zauber, die Magie und baue ihnen ein schönes, festes
stabiles Haus, das dem stand hält was das Leben so mit sich bringt. Das "Haus" kann längerfristig
auch ein sehr großes sein, für andere die mit einziehen-aber es sollte immer ein Zimmer nur für
euch zwei beinhalten.
Ich wünsche euch ganz viel Liebes !
Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
-
02.12.2016, 14:56Inaktiver User
AW: Angst vor der eigenen Courage
Hallo alles_und_mehr, hach das erinnert mich an unsere Anfangszeiten.

Wir haben auch 5 Kinder, die damals zwischen 16 und 22 waren. Und sind ganz bewusst erst nach 3 Jahren zusammengezogen, um Patchworkärger zu vermeiden (denn es dann doch noch gab). Genieß die Zeit und überstürze nichts! Lies dich hier durch die Stränge bei "Der gebrauchte Mann". Ich glaube, dass Patchwork mit Kindern in dem Alter ohne Probleme nicht möglich ist. Das wäre schade, eure Beziehung wegen eines zu frühen Zusammenziehens aufs Spiel zu setzen.
-
02.12.2016, 17:42
AW: Angst vor der eigenen Courage
@all
ich danke Euch
Zum Thema zusammen ziehen: NEIN, wir machen keinesfalls Patchwork, da ginge nun echt nicht, das würde aus diversen Gründen nicht funktionieren und das können wir uns beim besten Willen nicht vorstellen.
Das ist also überhaupt keine Option, außerdem sind wir zwar verliebt, aber noch so ein kleines bißchen bei Verstand
Ihr habt ja alle Recht mit geniessen und so, aber es gibt halt so Tage da ist einfach der Wurm drin, man ist mutlos, der andere mit Alltagskram beschäftigt, meldet sich nicht bzw ist eben eher mal nüchtern drauf - das zieht mich dann aber so extrem runter, ich bin dann in so einer Traurigkeitsblase gefangen und dann komm ich da nur noch ganz schlecht raus...
-
08.12.2016, 13:43Inaktiver User
AW: Angst vor der eigenen Courage
Glücklichsein kann auch weh tun.
Diese intensiven Gefühle hast du bestimmt - selbst wenn du lange in einer Beziehung warst - schon lange nicht mehr gehabt.
Ich würde das sogar als Stress bezeichnen.
Mir geht das manchmal so in meinem neuen Kreis. Es ist alles so wie ich es mir erträumte.
Alles Gute für dich.



Das kann doch jetzt echt nicht sein, ich dreh ja völlig durch!!
Zitieren

