Wir haben Freunde, die in Andalusien ein großes Appartment haben und die wir erst vor kurzem besucht haben. Sie wohnen aber nicht dort, sondern nutzen es eher als Feriendomizil und verbringen vllt. so ca. 2-3 Monate im Jahr in ihrem Appartment.
Als wir dort waren, haben wir auch darüber einfach mal so phantasiert, wie es so wäre, ganz dort zu wohnen. In den Wintermonaten soll es dort sehr einsam sein, weil in dieser Appartmentanlage wenige Menschen immer dort leben. Im Sommer fällt das weniger auf, in den dunkleren Monaten schon.
In so einer Anlage würde mich auch stören, dass dort gar keine Spanier sind. Auch kein Leben in dem Sinne stattfindet. Die Anlage hat aber den Vorteil, dass Wachpersonal da ist und man unbesorgt das Haus/das Appartment auch für längere Zeit alleine stehen lassen kann. Wäre man in einem Ort, dann wäre man zwar mehr unter "normalen" Menschen, aber eine verlassene Wohnung über einen längeren Zeitraum birgt halt auch Gefahren.
Wir sind dann zu dem Ergebnis gekommen, dass das für uns nix wäre. Weder als festes Urlaubsdomizil, noch zum Auswandern. Die Sonne und das schöne Wetter ist zwar verlockend, aber dann doch nicht alles. Bei uns kommt allerdings noch dazu, dass wir unsere Familien, sprich Kinder hier in D haben, zu denen wir den Kontakt nicht verlieren möchten. Für meinen Mann wäre es einfacher, aber ich habe gute Freundinnen hier, gute Kontakte und das alles würde ich für das schönste Wetter nicht aufgeben wollen.
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Thema: Zusammen Auswandern
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27.10.2016, 11:38
AW: Zusammen Auswandern
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Werde, die du bist

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27.10.2016, 12:12
AW: Zusammen Auswandern
Das kann gut sein, dass sie sich vielleicht auch so getrennt hätten, obwohl sie vor der Auswanderung schon über 10 Jahre zusammengelebt hatten. Das passt auch zu meinem Satz vorher, dass im Ausland die Probleme, die man eh schon hat, schwerwiegender sein können. In Deutschland kann auch Einiges an Unterschieden und Macken durch einen etablierten Freundeskreis aufgefangen werden. Im Ausland ist man gerade in der Anfangszeit erstmal auf sich gestellt.
Die beiden haben aber auch nicht in so einer typischen Rentneranlage gelebt, sondern auf dem Dorf in den Bergen, mit wenig Touristen.
Eine Hauptgefahr für eine Beziehung in so einer Postkartenidylle ist meiner Meinung nach der nicht strukturierte Alltag mit Aufgaben.
Regelmässig nach Hause fliegen verhindert oder erschwert meiner Meinung nach auch das Einleben in der neuen Heimat.
Aber da ist auch wieder die Frage – sieht man den Auslandsaufenthalt nur als Langzeiturlaub in der Zweitwohnung (denn man hat ja noch das Sicherheitsnetz Deutschland) oder ist es eine feste Entscheidung, woanders eine neue Heimat aufzubauen?
Verschieben kann ich dich eh nicht, ich bin hier in diesem Forum keine Moderatorin
"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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27.10.2016, 14:02
AW: Zusammen Auswandern
@donnamobile, solche Ghettos, die oft auch noch in touristischen Hochburgen liegen, sind jetzt nicht so sehr mein Traum. Aber auch nicht die ländliche Idylle nur unter Spaniern.
Es gibt ja aber auch was dazwischen: Orte, wo sich durchaus viele Deutsche angesiedelt haben( die Wahrscheinlichkeit dort Kontakte zu finden, empfinde ich auch als realistischer als spanische Kontakte zu knüpfen), aber wo keine Hotels sind und das ganze Jahr über Supermärkte und Restaurants geöffnet sind.
Und vermutlich ist das Hin- und Herswitchen zwischen D und S eine gute Lösung, wobei ich es schon wichtig finde, einen Lebensmittelpunkt zu haben.
Und ich finde einen Flug von 2h manchmal eine überbrückbarere Distanz als den Aufenthalt auf deutschen Autobahnen, die aufgrund der gängigen Staus eine relativ kurze km- Distanz zum stundenlangen Desaster werden lassen können. Das zum Thema Besuch von Verwandtschaft.
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27.10.2016, 14:08
AW: Zusammen Auswandern
Das war kein Ghetto, sondern eine schicke Ansammlung von kleinen Häusern in spanischem Stil. Die Anlage machte sich lediglich dadurch bemerkbar, dass es eben einen Eingang mit Wachposten gab. Das durchaus sinnvoll sein kann, denn die Kriminalität ist mehr ausgeprägt als hier in D.
Es gibt dort unten tolle Orte. Malaga, Granada, Marbella, Estepona, in denen man sicher nett leben kann. Aber in der Stadt selbst wird es teuer, außerhalb ist es dann schon wieder ziemlich öde. Es gibt übrigens unheimlich viele Engländer, die sich dort unten ein zweites Zuhause geschaffen haben. Aber halt alle schon etwas älter.
Beim Hin- und Herswitchen muss dir bewusst sein, dass spontan gar nix geht oder wenn, dann nur teuer. 2 h ist reine Flugzeit, insgesamt ist man wesentlich länger unterwegs.
Alles nur meine Gedanken. Ist sicher aufregend solche Pläne zu haben
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Werde, die du bist

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27.10.2016, 14:09
AW: Zusammen Auswandern
doppelt
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27.10.2016, 14:26
AW: Zusammen Auswandern
Naja, ich bin hier mit öffentlichen Verkehrsmitteln in 20 min am Flughafen, checke vorher online ein, kann mit meinem Handgepäck dann direkt durch den Sicherheitsbereich, boarde durch Reservierung von vordersten Sitzplätzen mit als Letzte ein und habe also einen Vorlauf von 2 h bevor der Flieger abhebt ( das geht, weil das hier ein kleiner, überschaubarer Flughafen ist).
Das finde ich ziemlich gut machbar und das habe ich schon oft so praktiziert. Man kann trotz Switchen die Flüge 4-6 Wochen vorher buchen, meiner Erfahrung nach die günstigste Buchzeit.
Probleme sehe ich viel eher in den fehlenden Inputs, wenn man dort längere Zeit lebt. Davor habe ich Respekt.
Freunde, die wir zurücklassen würden, sind auch nicht unser Problem. Wir haben keine und werden dort auch keine haben. Von daher auch keine vermissen. Bekannte sind ein anderes Thema, aber die kann man hier und dort haben, die findet man überall.
Und ich habe Respekt vor einer größeren finanziellen Investition in Spanien und dem dortigen Erbrecht für Nicht- Residenten ( wurde zwar gerade wegen EU- Beanstandungen revidiert, aber ich traue den spanischen Behörden dort nicht). Da klaut einem mal eben der spanische Staat alles unter den Fingern weg, egal wer von wem erbt. Und da kann dann mal der zurückgebliebene Ehepartner ganz schön in die Röhre schauen.
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27.10.2016, 15:18
AW: Zusammen Auswandern
Ich war gleich Feuer und Flamme als ich deinen ersten Eintrag las, so von wegen "ja klar, nix wie los", allerdings kamen mir mehr und mehr Bedenken im Verlauf des Stranges.
Zu mir, ich lebe seit 15 Jahren in einem nördlichen EU Land, und das ganz sicher nicht wegen Sonne und Wärme
So direkt lässt sich mein Fall mit euren Plänen nicht vergleichen da ich 30 war und alleine ausgewandert bin, wegen dem Jobb und der Abenteuerlust (ich hatte nichts zu verlieren, war gerade Single und arbeitslos geworden. Das hab ich bis heute nicht bereut.
Allerdings habe ich lange gebraucht bis ich das wirklich als endgültig betrachtet habe, will heissen, ich hab erstmal ein halbes Jahr geplant, dann nochmal 6 Monate drangehängt usw. Erst nach etwa 5 Jahren hab ich das neue Land als meine Heimat bezeichnet. Und nun nach 15 Jahren kann ich mir ein zurück nach D nicht mehr vorstellen.
In eurem Fall würde ich genau überlegen was die Vorzüge sind und ob es nicht besser wäre eine Ferienwohnung zu kaufen wo man immer mal länger sein kann. Oder ob man sich ein Hintertürchen offen halten kann und im Fall der Fälle eben auch zurück kann.....
Als Rentner kommt man sicher schwer rein in die Kultur und das Alltagsleben eines neuen Landes. Bei mir har die Arbeit vom ersten Tag an dazu geführt das ich die Sprache ruck zuck gelernt habe, und auch ein riesen Freudeskreis - und Netzwerk habe. Bei euch sehe ich da ein Problem: du eventuell mit Arbeit und vielen neuen Leuten, er zuhause als Rentner..... hört sich für mich sehr schwierig an.
Und klar man vermisst Familie und Freunde in Deutschland, aber mit den Flügen heute ist das ja keine weltreise mehr.... und würde ich in Hamburg leben, meine Familie dagegen ist im Süden verstreut, würde ich sie kaum öfter sehen.
ABER ich vermisse Bäcker und Brezeln. Seufz. Also überlegt euch das gut
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27.10.2016, 15:24
AW: Zusammen Auswandern
Vielleicht könnt ihr erst einmal eine Wohnung mieten, und dort schauen - gefällt uns das miteinander, so eng?
Mieten kann (!) auch auf längere Sicht das vernünftigere, flexiblere (!!) sein.
Wozu eigentlich etwas kaufen, wenn ich ebensogut mieten kann.
Frag mal Dieter Bohlen, der mietet alles, was er braucht (auch Motorrad, Boot, Pferde). Damit er keinen Ballast am Hacken hat, und keine Last mit Unterhaltsproblemen, weil dafür der Vermieter zuständig ist. Als er das mal erwähnt, dachte ich: Wie schlau! So wenig Belastung durch Eigentum wie möglich.
Keine unvorher gesehenen Kosten. Keine komischen Erbstreitigkeiten.
Mit dieser Prämisse könnt ihr auch mal hier, mal da leben!
Das ist doch viel interessanter, als die nächsten 20 Jahre am selben Ort, oder?The original Karla
est. 2006











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27.10.2016, 15:25
AW: Zusammen Auswandern
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Geändert von Karla48 (27.10.2016 um 15:26 Uhr) Grund: doppelt! bitte löschen,wenn möglich.
The original Karla
est. 2006











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27.10.2016, 15:49
AW: Zusammen Auswandern
MEin Mann hat versucht, sich zu integrieren, hatte Kontakt zu Einheimischen, wenn auch nur sporadisch. Es war für mich nach vier Jahren tödlich langweilig.Ausserdem hat man mal das Gefühl kennengelernt, wie es ist als Ausländer zu leben. Wir hatten keinen Wohnsitz mehr in Deutschland, aber ich war mindestens viermal jährlich hier bei meiner Familie und hatte immer weniger Lust auf eine Rückkehr....



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