willst du das noch mal lesen????Liebe alle,
Leider hat er eine cholerische Natur, er hat seine Emotionen, wenn er sich veletzt fühlt nicht unter Kontrolle.
Es folgten viele Wutanfälle, Weinen meist von mir, endlose Diskussionen wegen unterschiedlich interpretierten Situationen, die er in meinen Augen wie durch einen negativen Filter verzerrt u. glaubt man würde ihn provozieren oder als Mann erniedrigen.
Hier Notize zu einigen Vorfällen in der Vergangenheit die ich gemacht habe:
Bedrohliches Aufgebaren vor mir und Androhungen mich nachts aus seiner Wohnung in YX zu werfen-> Mehrmals schon vorgekommen.
Lautstarke Auseinandersetzungen, die in den Hausgang hallen. Ich habe Angst vor ihm, er akzeptiert kein Bitten, er solle aufhören und mich in Ruhe lassen, Ich bin müde, ich kann nicht mehr.
Zieht mir die Bettdecke weg, macht das Deckenlicht nachts an, richtet sich vor mir auf und ist feindselig nah an meinem Gesicht und will mich zwingen ihn anzusehen.
Fühlt sich schon provoziert wenn ich die Sätze mit seinem Vornamen beginne, obwohl ich ihm beteuere dies nicht absichtlich zu machen, ich bin einfach nur durcheinander. Er meint ich würde grinsen, frech sein, ->was aber von meiner Seite aus nicht der Fall war.
Lässt erst ab von seinem Wüten, wenn ich mich so ohnmächtig und schlecht fühle, dass ich beginne zu weinen. Ich weine normalerweise meistens im Streit, da ich mich von ihm so sehr an die Ecke gedrängt fühle und er mich zwingt, weiter mit ihm zu sprechen, obwohl ich nur noch durcheinander und ängstlich bin um überhaupt noch etwas konstruktives zu sagen.
Regelmäßige stundenlange heftige Diskussionen und verbale Auseinandersetzungen seit mehr als einem Jahr.
Beispiele:
-Oft über politische Einstellungen.->Vorwurf von ihm, ich sei links-radikal und durch linksgerichtete Propaganda von Medien gesteuert. Kann dies mit Argumenten für ihn nicht entkräften.
Verharrt auf seiner Position. Sieht mich in diesen Streitsituationen als seinen Feind.
-Unterstellt mir, ich sei „missbräuchlerisch“. Benutzt Bezeichnungen für mich wie:
Psychopathin, zigeunerisch, faul, frech.
->Streit endet über 50% mit Androhungen von Auszug/Wohnungskündigung, wirft mich aus gemeinsamen Schlafzimmer. Stört meinen Schlaf im Nachbarzimmer auf Couch (am nächsten Tag früh Uni um halb 9!!) indem er mich zwingt weiter ihm „Rede und Antwort“ zu stehen. Akzeptiert nicht meine Weigerung, aus der Diskussion/dem Streitgespräch auszusteigen. Akzeptiert dies erst, wenn ich weine!
Negative Spiralbewegung, lautstark-> Mich Mürbemachen, ich kann am Ende keinen klaren Gedanken mehr fassen, hilflos, verzweifelt->Weinen, innerliches Zusammenbrechen. Keine Kraft mehr, eigene Position zu verteidigen.
Fluchtgedanken, sehr starkes Bedürfnis die Beziehung zu beenden!
Diese Problematik ist für mich kräftezehrend, zeitintensiv und wiederholt sich immer wieder, trotz Versuchen sich gegenseitig zu verstehen.
Er ist für mich wie ein „Minenfeld“:
Unbeabsichtigt!! verursache ich durch mein Verhalten und durch meine Äußerungen bei ihm „Explosionen“,
also Wutausbrüche.
Gefühl des „Funktionieren müssens“ um des „lieben Friedens“ willen.
Eigene Meinung wird von mir oft nicht mehr offengelegt um Diskussionen aus dem Weg zu gehen.
Kann Ich noch Ich sein?
Befürchtung, meine eigenen Einstellungen, Sichtweisen werden nicht respektiert/akzeptiert.
Befürchtung mich aufgeben zu müssen.
Um alles muss ich kämpfen, mich verteidigen.
Wo bleibt das die Lebensfreude, der Spaß in der Beziehung, das Lachen, die Unbeschwertheit? „
(Anmerkung, diese Notizen habe ich ihm geschickt)
Besondere Probleme hat er mit einigen emanzipierten Single-Freundinnen von mir, die einen etwas derb-sexuellen Humor an den Tag legten. Ich vermisse bei ihm die Souverännität und das Selbstbewusstsein mit Humor darüber zu stehen u. frage mich, wie die Zukunft sein soll, wenn er in so vielen sozialen Situationen wieder etwas "in den falschen Hals" bekommt.
Leider beschwert er sich erst hinterher, nämlich dann bei mir u. flippt aus, wenn ich ihm erklären will, dass ich Aussage YYX anders interpretiere als er.
Er ist auch der Meinung, dass ich mein Verhalten ändern würde, wenn bestimmte Personengruppen sich neben uns setzten würden. Er unterstellt mir, ich wäre dann unecht u. aufgesetzt. Selbst wenn er damit Recht haben könnte, bin ich bereit darüber nachzudenken und lege nicht so eine starke Abwehrhaltung bei Kritik an den Tag wie er.
Momentan haben wir eine große Krise, die wieder begann damit, dass er glaubt ich würde nicht hinter ihm stehen, wenn er sexuell peinlich provoziert wird durch harmlose Witzeleien von meinen Freundinnen. Er lässt immer wieder die Aussage fallen, ich wäre eine "linke Bolschewistin" und hat dann zuletzt mich über mehrere Tage per sms stark beschimpft:
[editiert]
Nach all diesen Beschimpfungen hatten wir großen Streit und uns nicht mehr gesehen. Ich habe ihm mitgeteilt, dass ich sehr verletzt sei und ich das als emotionale und verbale Gewalt ansehe.
Ich habe ihm eine e-mail geschickt mit allen Situationen, in denen ich dies ihm belegen wollte. Ausserdem habe ich ihm mitgeteilt, dass ich unsere Beziehung am Ende sehe.
Eine Chance wäre noch, dass er sich überlegt mit mir eine Paartherapie zu machen und wir jetzt erstmal eine Beziehungspause einlegen.
Er hat zugegeben, dass er überreagiert hat. Auch hat er einen ganzen Tag geweint, als wir in dieser Streitwoche Funkstille hatten, aufgrund von der Ausnahmesituation(trotz Nichtraucherdasein seit vielen Jahren) eine ganze Packung Zugaretten aufgeraucht.
Ich kann einerseits erkennen, dass er etwas Einsicht zeigt und sagt er hätte überreagiert und sich wie ein Tier verhalten. Jedoch wiederholten sich kleinere Beschimpfungen am nächsten Tag schon wieder als er sich über meine e-mail aufregte, in dem ich ihm unterstellte, er zeigte Anzeichen eines Narzissmusses. Er schoss zurück verbal mit den Worten:" Ich sei eine Lügenfresse." Er fühlte sich durch solche Aussagen von mir erniedrigt, meinte er und sieht dies wohl gerechtfertigt mich so zu nennen?!
Ich ernte eigentlich Unverständnis von ihm, er machte bis jetzt keinen Termin aus bei einem Paartherapiegespräch, sondern wollte mich jetzt zu einem Wochenendurlaub einladen, den er mir bezahlen wolle.
Bis jetzt bin ich nicht darauf eingegangen. Ich denke tief in mir drin, dass die Probleme tiefer liegen und sich nicht durch ein schön verbrachtes WE lösen lassen. Bei meiner Recherche bin ich stutzig geworden, denn viele Symptome einer paranoiden Persönlichkeitsstörung treffen auf ihn zu...
ich habe einen Leidensdruck und zweifle selber ob ich weiterhin mit ihm zusammenbleiben will. Irgendeine Hoffnung hege ich wohl noch...
Dass ich noch an dieser Beziehung bis jetzt festgehalten habe, aus folgenden Gründen:
Ich denke, dass mein Alter und Kinderwunsch eine Rolle spielt, den ich gerne in den kommenden Jahren verwirklichen werden würde. Meine biologische Uhr tickt, will ich mal so sagen.
Ich habe mit ihm Zeit und Mühe in unsere Beziehung und Wohnung investiert. Ich will nicht alles hinwerfen und wollte BIS JETZT kämpfen, dass es besser wird.
Er hat eine sehr schwierige Vater-Sohn Beziehung. Seit einigen JAhren Kontaktabbruch, aufgrund von Tyrranei und seelischen Missbrauchs an meinem Freund. Mein Freund hat sehr darunter gelitten. Ich denke, dass ist die Wurzel seiner von mir beschriebenen Verhaltensweisen.
Ich befürworte eine psychotherapeutische Behandlung auf jeden Fall! Aber er regiert ja schon so verletzt wenn ich ihm nur diverse Verhaltensmuster aufzähle, die ich als ungesund empfinde. Er versucht sich ständig zu verteidigen und genannte Beispiele zu entkräften. Er fühlt sich von mir erniedrigt, meinte er.
Eine Paartherapie habe ich ihm als letzte Chance aufgezeigt.
Er hat ambivalent darauf reagiert. Hat sich anfänglich erkundigt, wie man sich darauf vorbereiten solle. Aber er empfindet es auch als Drohung von mir und will sich nicht erpressen lassen.
[editiert]
Momentan haben wir seit knapp 2 Tagen keinen Kontakt mehr.
Was denkt ihr??
Wie sinnvoll ist es dieser Beziehung noch eine Chance zu lassen?
Ich habe in einem Monat wichtige Prüfungen und
weiss nicht ob mir nicht die Kraft und Zeit bleibt,
nun so eine wichtige Entscheidung, Trennung ja oder nein-
inklusive der damit verbundenen Wohnungsauflösung/Auszug zu treffen...
Ich kann aber auch nicht mehr so weiter machen wie bisher.
Antworten
Ergebnis 81 bis 85 von 85
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15.09.2016, 14:14Inaktiver User
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15.09.2016, 14:28
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15.09.2016, 17:44Inaktiver User
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15.09.2016, 18:55Inaktiver User
AW: Trennung oder letzte Chance geben? Viele Probleme! Bitte um Einschätzung ...
Liebe Laura,
das klingt doch super! Du hast eine Wohnung! Damit ist definitiv der wichtigste Schritt getan.
Jetzt konzentriere dich erst auf deine Prüfungen. Toi, toi, toi dafür!
Und danach kannst du alles weitere angehen. So lange du ihn nicht informierst und weiterhin auf Abstand halten kannst, scheint mir das ein sehr guter Weg.
LG
LuL
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15.09.2016, 19:08
AW: Trennung oder letzte Chance geben? Viele Probleme! Bitte um Einschätzung ...
Nö, finde ich nicht.
Ich fände es auch wirklich nicht schlimm, wenn sie noch x Runden dreht.
Jeder Mensch geht letztlich seinen eigenen Weg, in seinem eigenen Tempo und inklusive der eigenen Abkürzungen und Umwege.
Ich wüsste zum Beispiel nicht, was dagegen spräche, jetzt erst mal auszuziehen und sich auf komplett eigene Beine zu stellen und danach zu gucken, ob und wenn, wie (oft, lange) man es versucht, diese ungute Partnerschaft zu reparieren.
Erst mal erkennen, dass man in einem ungesunden System lebt....Interessanter wäre zu wissen, welche Ansätze du hast zu dem Thema "aus einem ungesunden System aussteigen". Es gibt viel Literatur, aber ich finde persönliche Erfahrungen immer hilfreicher, sei es auch nur weil alles interaktiv verläuft
Dann erkennen, was dieses System ausmacht, was daran so ungesund ist.
Das halte ich für das Schwierigste - hier ist beides aber bereits geschehen.
Dann muss man eigentlich nur noch aufstehen, losgehen und sich nicht bei jedem Pieps wieder umdrehen.
Und sich schlussendlich gelegentlich mal ganz intensiv damit befassen, welchen tatsächlichen oder vermeintlichen Nutzen man daraus hatte, sich in so ein System zu bringen und darin zu verharren.




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