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  1. Inaktiver User

    Haushalt in Elternzeit

    Hallo alle zusammen,

    angeregt durch einen Nachbarstrang würde ich gern mal meine Gedanken loswerden und um eure Einschätzung bitten.

    Ich bin schwanger und wir machen uns Gedanken darüber wie wir uns die Arbeit im Haushalt während der Elternzeit aufteilen wollen. Das ist unser erstes Kind.

    Momentan arbeiten wir beide und teilen uns die Aufgaben 50/50.

    Die ersten zwei Monate sind wir beide zu Hause. Da kann ja die Aufteilung beibehalten werden.

    Danach bin ich ein paar Monate mit dem Kind allein zu Hause und dann mein Mann ein paar Monate allein (soweit die momentane Planung).

    Während dieser Zeit weiß ich nicht ob es realistisch ist zu sagen, der, der zu Hause bleibt, schmeißt auch den kompletten Haushalt. Manche Kinder sind offenbar sehr pflegeleicht und da ist das durchaus machbar. Aber auch solche Kinder können einen schlechten Tag haben oder krank sein oder wie auch immer.

    Da wir noch keine Kinder haben, können wir leider nicht einschätzen was da auf uns zukommt.

    Was haltet ihr diesbezüglich für realistische und faire Regelungen?

  2. Inaktiver User

    AW: Haushalt in Elternzeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was haltet ihr diesbezüglich für realistische und faire Regelungen?
    Das kann dir keiner vorher sagen, je nach Kind. Mein 1. Kind schrie stundenlang und machte die Nacht zum Tag, da schaffte ich es nicht einmal zu duschen, geschweige denn den Haushalt.

    Mein Enkelkind schlief schon mit 1 Woche nachts 6 Stunden am Stück und auch viel am Tage. Wenn sie wach war, war sie ruhig. Also ganz unterschiedliche Voraussetzungen.

    Ich würde erstmal gucken, was es für ein Kind ist, wieviel Kraft dann noch für den Haushalt vorhanden ist und dann gemeinsam sehen, was zu tun ist.

  3. Inaktiver User

    AW: Haushalt in Elternzeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das kann dir keiner vorher sagen, je nach Kind.
    --------------
    Ich würde erstmal gucken, was es für ein Kind ist, wieviel Kraft dann noch für den Haushalt vorhanden ist und dann gemeinsam sehen, was zu tun ist.
    unterschreibt.

    und vorallem schaue erstmal wie es dir körperlich geht. und dann überlegt zusammen was unter umständen auch nicht nötig ist- beispiel: staubsaugen jeden tag.

    mit kindern relativieren sich oft die ansprüche an die haushaltsführung.

    alles gute für euch drei.

  4. User Info Menu

    AW: Haushalt in Elternzeit

    Ich finde es grundsätzlich gut, sich darüber vorab Gedanken zu machen.
    In der Praxis allerdings wird es dann abhängig sein vom Kind/Stillen usw.

    Daher meine Anregung:

    - überlegt doch mal, ob ihr euch eine Putzhilfe leisten könnt/wollt. Das entspannt einfach für alle Beteiligten und man keine die Zeit dann viel besser nutzen - ob als Familie oder alleine

    - bitte bedenkt neben Baby und Haushalt auch, was euch an privaten Hobbies wichtig ist und räumt euch dafür die Freiräume ein. Also z.B. (weiterhin) 2x wöchentlich abends joggen gehen, aber statt früher je 60 Minuten, dann eben nur noch 30 Min.

    - und bedenkt bitte auch, wie ihr beide auch als Paar weiterhin leben wollt - gemeinsames hält m.E. auch zusammen, also versucht nach Möglichkeit, auch eine stundenweise Fremdbetreuung eures Kindes, um mal gemeinsam etwas ohne Kind zu unternehmen.

    Gruß
    Schnurpsel

  5. Inaktiver User

    AW: Haushalt in Elternzeit

    Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Das hat mir sehr weitergeholfen.

    Vielleicht kann man so etwas wirklich nicht im Voraus besprechen. Aber besser genau mal das festzuhalten als das jeder da irgendwelche kruden Erwartungshaltungen entwickelt und dann hängt der Haussegen schief.

  6. Inaktiver User

    AW: Haushalt in Elternzeit

    @Schnurpsel: Über diese Punkte haben wir tatsächlich schon gesprochen - welche Hobbies bleiben, wie viel Zeit hat jeder nur für sich und wie bekommen wir Zeit für uns zu Zweit. Wir hoffen das unsere Schwiegermutter das Kind lieben wird und uns da alle ein bis zwei Wochen einen Abend als Paar "schenken" kann.

  7. Inaktiver User

    AW: Haushalt in Elternzeit

    Die 100:0-Regelung bezieht die Beschäftigung mit dem Kind nicht in die Rechnung ein, deshalb ist sie m.E. auch bei "pflegeleichten" Kindern fehlerhaft; auch "pflegeleichte" Kinder zu versorgen (Stillen/Füttern, Wickeln, An- und Ausziehen, Baden, mit dem Kind an die frische Luft, altersgemäß beschäftigen, Pekip/Krabbelgruppe o.ä., Arztbesuche etc.) bedeutet Zeitaufwand und ist nicht Hobby oder Erholung. Weiterhin berücksichtigt die Regelung nicht, dass der Elternteil, der zu Hause bleibt, in der Regel auch die "Nachtschichten" übernimmt und deshalb tagsüber meist einen gewissen Nachholbedarf an Ruhe oder auch Schlaf hat.

    Wie es dann tatsächlich ist, hängt vom Kind und auch davon ab, wie der betreuende Elternteil die zeitliche und körperliche Belastung durch das Kind empfindet; weiterhin natürlich davon, wie groß Euer Haushalt ist. Unser Garten z.B. bekam zu Säuglingszeiten kaum Aufmerksamkeit.

  8. Inaktiver User

    AW: Haushalt in Elternzeit

    Die 100:0-Regelung bezieht die Beschäftigung mit dem Kind nicht in die Rechnung ein, deshalb ist sie m.E. auch bei "pflegeleichten" Kindern fehlerhaft; auch "pflegeleichte" Kinder zu versorgen (Stillen/Füttern, Wickeln, An- und Ausziehen, Baden, mit dem Kind an die frische Luft, altersgemäß beschäftigen, Pekip/Krabbelgruppe o.ä., Arztbesuche etc.) bedeutet Zeitaufwand und ist nicht Hobby oder Erholung. Weiterhin berücksichtigt die Regelung nicht, dass der Elternteil, der zu Hause bleibt, in der Regel auch die "Nachtschichten" übernimmt und deshalb tagsüber meist einen gewissen Nachholbedarf an Ruhe oder auch Schlaf hat.

    Wie es dann tatsächlich ist, hängt vom Kind und auch davon ab, wie der betreuende Elternteil die zeitliche und körperliche Belastung durch das Kind empfindet; weiterhin natürlich davon, wie groß Euer Haushalt ist. Unser Garten z.B. bekam zu Säuglingszeiten kaum Aufmerksamkeit.

  9. Inaktiver User

    AW: Haushalt in Elternzeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die ersten zwei Monate sind wir beide zu Hause. Da kann ja die Aufteilung beibehalten werden.
    Nein, die Aufteilung kann nicht beibehalten werden, das sollte vor allem Dein Mann wissen. Du bist durch die Entbindung geschwächt, dann wirst Du wahrscheinlich stillen, dazu brauchst Du Ruhe.
    Du solltest jede Minute, die Du zu Anfang möglich machen kannst, zum Schlafen und Füße hochlegen nutzen.
    Dein Mann sollte den Haushalt übernehmen und Dich pflegen, so gut er kann.
    Danach bin ich ein paar Monate mit dem Kind allein zu Hause
    Wenn Du Dich gut erholt hast und Dein Kind es gelernt hat, selbst einzuschlafen und sich auch allein zu beschäftigen, kannst Du den Haushalt meistern.
    Wenn es aber nur auf Deinem Arm schlafen und leben kann, wirst Du es nicht schaffen, dann wird Dein Mann weiterhin den Haushalt übernehmen müssen.
    Es hängt nicht nur von dem Temperament des Kindes ab, sondern auch von Eurer Einstellung und den Gewohnheiten, die ihr in der ersten Zeit eingeführt habt.
    und dann mein Mann ein paar Monate allein (soweit die momentane Planung).
    In dieser Zeit wird er ebenfalls den Haushalt machen können, denn Männer gehen mit ihren Kinder meistens sehr pragmatisch um.
    Was haltet ihr diesbezüglich für realistische und faire Regelungen?
    Das wäre meine realistische Einschätzung, ob sie fair ist, steht auf einem anderen Blatt.

  10. User Info Menu

    AW: Haushalt in Elternzeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du bist durch die Entbindung geschwächt, dann wirst Du wahrscheinlich stillen, dazu brauchst Du Ruhe.
    Du solltest jede Minute, die Du zu Anfang möglich machen kannst, zum Schlafen und Füße hochlegen nutzen.

    und Dein Kind es gelernt hat, selbst einzuschlafen
    Wenn es aber nur auf Deinem Arm schlafen und leben kann,
    Wenn das eine ganz normale Geburt ohne Schnitte ist, kann man danach ganz normal weiter leben.
    Also ehrlich, "geschwächt".... muss man nicht sein. Ist eher so, wie Marathon laufen - ein paar Tage Erholung und gut ist.

    Und ein "kann nur auf dem Arm leben" - nee, auch das muss nicht sein und sollte man von Anfang vermeiden.
    Bzw. das Schreikind dann eben Papa auf den Arm drücken.

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