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  1. User Info Menu

    Arbeitsaufteilung

    Hallo miteinander,

    ich weiß gar nicht, ob ich in diesem Unterforum richtig bin, poste aber mal hier. Vielleicht könnte zur Not ja ein Moderator verschieben? Danke!

    Kurz zu meiner Situation:
    Ich bin Mitte 30, mein Mann fast Mitte 40. Wir haben zwei Kinder (2 und ein paar Monate, also noch ein Baby).
    Die Große war in meinen Augen sehr pflegeleicht oder ich war einfach weniger gestresst, da es eben nur ein Kind war. Mein Mann hatte also kaum was zu tun. Seine Arbeit war eben sein Job, das Kind und der Haushalt war mein Job. Für mich war das normal und völlig in Ordnung. Bis die Große etwa 6 Monate alt war, schliefen wir auch in getrennten Zimmern, da sie nachts häufig wach wurde und ich wollte, dass mein Mann in Ruhe schlafen konnte, um fit für die Arbeit zu sein.
    Jetzt ist der Kleine da und ich bin viel genervter. Er ist einfach anstrengender bzw ich gestresster, da ich ja jetzt zwei Kinder habe und ich kaum Zeit habe, mich auszuruhen.
    Die Große ist zwar in Betreuung, aber das auch nicht täglich.

    Unsere Arbeitsaufteilung sieht so aus:
    Wir schlafen momentan wieder getrennt. Mein Mann kümmert sich dann morgens um die Große (wird gegen 6.30h Uhr wach). Unter der Woche stehe ich dann um 7.00h auf, weil mein Mann um 7.30h zur Arbeit muss. Um 9.00h bringe ich dann die Große an drei Tagen die Woche in die Betreuung. Um 14.30h hole ich sie wieder ab. Gegen 18h bereite ich Abendessen vor. Zwischen 18.30-19.00h kommt mein Mann nach Hause. Dann essen wir. Mein Mann macht im Anschluss die Große fürs Bett fertig, ich kümmere mich um den Kleinen, räume den Tisch ab und die Küche auf. Dann lese ich mit der Großen und bringe sie ins Bett.
    Danach bringe ich den Kleinen ins Bett. Bis er endlich schläft, dauert es oft sehr lange. Oft bleibe ich eine halbe bis Dreiviertel Stunde mit ihm im Bett. Dann beginnt der "gemütliche" Teil des Abends. Mein Mann und ich lesen oder schauen einen Film an. Meist wird der Kleine mehrmals wach und ich bringe ihn wieder zum Schlafen.
    Am Wochenende ist es abends genauso. Mittags, wenn die Große schläft, hält mein Mann mit ihr Mittagsruhe und ich mit dem Kleinen, der natürlich auch da permanent aufwacht.
    Morgens steht mein Mann mit der Großen um 6.30-7.00 Uhr auf.
    Ich wache mit dem Kleinen gegen 5.30h auf (nachdem ich ihn meist 3x nachts gestillt habe) und döse mit ihm dann bis etwa 8.00 Uhr (ab 5.30h schläft er nicht mehr richtig) und stehe dann auf.
    Meist bin ich einigermaßen fit, aber an Tagen wie heute, an denen komisches Wetter ist oder an Tagen, an denen das Wetter ganz plötzlich wechselt, bin ich ko und knatschig, fühle mich überfordert und kann nicht mehr.

    Mein Mann vermisst überdies Nähe und Zärtlichkeit. Ich bin aber einfach nur noch müde und habe darauf momentan keine Lust, fühle mich aber dadurch noch zusätzlich gestresst, weil er mir irgendwie leid tut und er ja auch irgendwie das Recht auf mich als Frau hat.
    Wie kann ich mich selbst mehr entlasten?
    Oder ist das halt einfach im Moment so?
    Liebe Grüße

  2. Inaktiver User

    AW: Arbeitsaufteilung

    Also ich an Deiner Stelle würde die Große täglich in Betreuung bringen, den Mann zumindest die meisten Tage die Große ins Bett bringen lassen (dann habt Ihr beide vielleicht etwas eher frei), mir wegen der Bedürfnisse des Mannes vorerst keine Sorgen machen (wenn ich selbst ständig überfordert und gereizt bin), mit dem Kleinen zu Treffen mit anderen Müttern gehen und mindestens 1x die Woche etwas ganz allein für mich planen: Sport, Sauna oder was auch immer Dir gefällt, allein oder mit Freundinnen... Für uns war mit dem 2. Kind ganz klar eine Zeit, in der wir begonnen haben zu verhandeln, wer welche Tätigkeit am liebsten macht und wie das Ganze das aufgeteilt werden kann, damit es beiden gut geht. Fest stand auch immer: mein Mann hat einen Abend die Woche für sich, und ich einen für mich. Außerdem war ich mit dem Jüngsten oft mehrere Stunden täglich spazieren, das hat mich entspannt...oft hab ich auch mit ihm gemeinsam geschlafen.... vielleicht ist es sogar möglich, dass Dein Mann die Große mal in die Betreuung bringt, dann hättest Du mehr Freiraum für einen Termin, falls es da feste Zeiten gibt...

  3. Inaktiver User

    AW: Arbeitsaufteilung

    ...Dein Mann könnte Elternzeit nehmen.

  4. User Info Menu

    AW: Arbeitsaufteilung

    Danke für eure Antworten.
    Elternzeit wäre super. Leider geht das in unserem Fall nicht.
    Programm mache ich. Ich treffe mich mit anderen Müttern und gehe mit dem Kleinen in zwei Kurse. Allerdings versuche ich immer, mir die Zeit, die ich nur mit ihm habe, nicht so zu verplanen, weil ich ja auch Exklusivzeit mit ihm verbringen will. Er bekommt eh viel weniger Aufmerksamkeit als die Große in dem Alter und genießt es sichtlich, wenn ich mich mit ihm beschäftige, mit ihm singe und spreche oder ihn massiere. Danach ist er auch immer viel ruhiger.
    Da ich noch voll stille, kann ich auch derzeit abends nicht wirklich weg.
    Betreuungszeit für die Große aufstocken geht nicht. Da müssten wir die Einrichtung wechseln, sie aus dem vertrauten Umfeld reißen usw.

    Aber mein Mann und ich müssen auf jeden Fall über die Arbeitsaufteilung sprechen. Das stimmt. Ich weiß da nur Gegenteil nie, was gerecht ist und was nicht.
    Wie einigt man sich, sodass es für jeden ok ist?

  5. Moderation

    User Info Menu

    AW: Arbeitsaufteilung

    Geht es um gerecht oder geht es darum, gemeinsam als Paar zu sehen, wie man die Familie und die Arbeit in ihr handhabt?

    Es gibt zwei Eltern mit unterschiedlichen Aufgaben und Kräftehaushalten, es gibt Arbeit und Aufgaben, es gibt gemeinsame Zeit, es gibt Grenzen der Kräfte. In diesem Rahmen bewegt ihr euch und müsst gemeinsam Lösungen finden - die sich mit dem Wachsen der Kinder immer wieder verändern werden.

    Bei uns haben das beide so gesehen, dass während des Tages, als mein Mann im Beruf gearbeitet hat und ich mit Kind und Baby Zuhause war, die Hauptaufgabe die Kinder waren und ich parallel so viel Haushalt erledigt habe, wie gut möglich war. Wenn er nach Hause kam, waren wir ab da beide zuständig. Und am Wochenende auch.

    Wir hatten also eine Arbeitsteilung am Tag, sein Arbeitsplatz im Job, meiner Zuhause, aber grundsätzlich gemeinsame Zuständigkeit.


    Analog haben wir in der Zeit den Überstand vom Gehalt nach Abzug der Festkosten auf uns beide aufgeteilt.


    Wir haben die Zeit mit den kleinen Kindern als gemeinsame Aufgabe gesehen und waren im Gefühl immer auch ein Paar. Wir hatten auch nicht wenig Sex, aber wenn ich keine Lust hatte, dann war das so. Und als ich abgestillt hatte, schlief ich öfter mal alleine im Gästezimmer, um für mich zu sein - das fand mein Mann schade, weil er es gerne anders gehabt hätte, aber ich brauchte den Abstand.

    Daß wir uns als Paar "hatten" und daß man auch seine Grenzen kommunizieren konnte, hat uns eher zusammengeschweißt.

  6. User Info Menu

    AW: Arbeitsaufteilung

    Irgendwie -dachte ich -geht es schon auch um "gerecht". Oder um Fairness. Keine Ahnung.
    Ich sehe das wie du, Mary! Unter der Woche sind die Kinder "meine Arbeit", sein Beruf seine. Am WE teilen wir uns die Aufgaben.
    Und dennoch frage ich mich: kann ich ihm morgens um 6 ohne schlechtes Gewissen den Kleinen bringen (wo er sich doch ab etwa 6.30h um die Große kümmert), damit ich ausschlafen kann? Ist das fair? Er hat ja dann quasi "doppelte Arbeit", während ich mich ausruhe?
    Klar, wenn er am WE mal arbeiten muss, nehme ich auch beide. Aber da geht es ja um seine Arbeit und nicht um Erholung.
    Hmmm

  7. Moderation

    User Info Menu

    AW: Arbeitsaufteilung

    Zitat Zitat von Colline Beitrag anzeigen
    Ich sehe das wie du, Mary! Unter der Woche sind die Kinder "meine Arbeit", sein Beruf seine.
    Neenee, 8-17.00 Aufgabenteilung, danach gemeinsam.


    Am Wochenende haben wir uns meistens gemeinsam aus dem Bett gewuchtet, wenn die Kinder früh antrabten und nicht mehr aus der Horizontalen zu händeln waren. Aber da kann man ja auch abwechselnd länger schlafen, wenn man das bevorzugt.

    Was heißt gerecht - es geht doch darum, wie man es gemeinsam hinbekommt. Was nutzt es denn, wenn einem von beiden gerecht die Puste ausgeht?

  8. Inaktiver User

    AW: Arbeitsaufteilung

    Colline:reden!Du musst das mit Deinem Mann besprechen,nicht mit uns hier.Was nützt es Dir,wenn wir hier x vorschlagen,Dein Mann aber z möchte?
    Aus dem Alter Deiner Kinder werde ich nicht ganz schlau-kannst Du nicht Deinen Säugling abends mit etwas mehr füttern,damit kommt eher Ruhe in die Nacht.
    Die beiden grösseren werden betüttelt mit vorlesen und danach ist gut,danach wird geschlafen!Nachts wird ganz ruhig geredet und wenig,da gibts kein Scheiaweia.(Erlebe das in unmittelbarer Nachbarschaft-ein Getobe nachts wenn der Lütte aufwacht)

  9. User Info Menu

    AW: Arbeitsaufteilung

    Hallo Coline,

    ich verstehe, dass du müde und gestresst bist - zwei so kleine Kinder sind gewiss nicht ohne und der wenige Schlaf und das Stillen saugen dir buchstäblich die Kraft aus.

    ABER: dein Mann geht den ganzen Tag arbeiten, ich unterstelle mal bei der Frage nach Elternzeit und der ARbeitszeit, dass es ein eher anspruchsvoller Job ist, so dass er auch dort gestresst ist. er steht extra früh auf, um sich um die Große zu kümmern vor der Arbeit und sobald er abends heimkommt, kümmert sich sich wieder - ohne für sich selbst durchzuschnaufen oder den Stress von der Arbeit "auszpacken". am Wochenende scheint ihr euch die Arbeit zu teilen.

    Das finde ich ehrlich gesagt ganz klasse von deinem Mann, denn er kümmert sich buchstäblich in jeder freien Minute um die Zwerge (derzeit wohl eher um die Große, da du kleinen noch stillst, könnte ich mir vorstellen?!). Das ist deutlich mehr, als die meisten arbeitenden Väter tun. und es ist auch für ihn sehr anstrengend - denn wie du weißt ist diese Zeit mit den Kindern zwar sehr schön, aber auch des öfteren Kräfteraubend.

    Ich denke, die Frage nach der ARbeitsaufteilung ist nicht wirklich euer Kernproblem - sondern eher die GEsamtsituation. zwei so kleine Kinder sind SEHR anstrengend. für beide. aber da müsst ihr wohl durch und ihr müsst aufpassen, dass ihr vier das gut "überlebt". das wird gewiss besser, so in 1-2 Jahren - aber ich fürchte, vorher wird das wohl nicht klappen.

    evtl. könnt euch weitere Entlastung suchen (Omas oder so?), um diese Zeit zu überstehen?

  10. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Arbeitsaufteilung

    Zitat Zitat von Colline Beitrag anzeigen
    Danke für eure Antworten.
    Elternzeit wäre super. Leider geht das in unserem Fall nicht.
    Programm mache ich. Ich treffe mich mit anderen Müttern und gehe mit dem Kleinen in zwei Kurse. Allerdings versuche ich immer, mir die Zeit, die ich nur mit ihm habe, nicht so zu verplanen, weil ich ja auch Exklusivzeit mit ihm verbringen will. Er bekommt eh viel weniger Aufmerksamkeit als die Große in dem Alter und genießt es sichtlich, wenn ich mich mit ihm beschäftige, mit ihm singe und spreche oder ihn massiere. Danach ist er auch immer viel ruhiger.
    Da ich noch voll stille, kann ich auch derzeit abends nicht wirklich weg.
    Betreuungszeit für die Große aufstocken geht nicht. Da müssten wir die Einrichtung wechseln, sie aus dem vertrauten Umfeld reißen usw.

    Aber mein Mann und ich müssen auf jeden Fall über die Arbeitsaufteilung sprechen. Das stimmt. Ich weiß da nur Gegenteil nie, was gerecht ist und was nicht.
    Wie einigt man sich, sodass es für jeden ok ist?
    weil dein mann es nicht will ?
    rein rechtlich darf ihm diese nicht verwehrt werden

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