Hallo ihr Lieben!
Seit 6 Monaten bin ich (25) nun mit meinem Freund (29) zusammen und wir führen seit Anfang an eine Fernbeziehung über 790 km. Wir sehen uns fast jedes Wochenende, nur manchmal erst alle zwei Wochen. Wenn einer von uns frei hat, verbringen wir mehrere Wochen zusammen und es ist immer sehr schön, wenn wir zusammen sind.
Ich habe nur das Problem, dass ich unsicher werde, wenn wir uns nicht sehen. Das ist vor allem so, wenn wir uns ein Wochenende gar nicht sehen. Ich mache mir dann sehr viele Gedanken, kann mich manchmal nicht richtig konzentrieren (v.a. wenn unangenehme Aufgaben wie Putzen oder einen Essay schreiben anstehen, mache ich mir stattdessen stundenlang Gedanken über meine Beziehung und lese in verschiedenen Foren, wie andere Leute mit Fernbeziehungen zurechtkommen).
Vor allem Situationen, denen ich bisher keine große Bedeutung zugemessen habe, wälze ich dann tagelang hin und her. Zum Beispiel ein Telefonat meines Freundes mit seiner Ex-Freundin, nachdem er mir von sich aus sagte, sie hätten nicht über neue Beziehungen gesprochen. Oder dass mein Freund mir erzählt, dass er in der neuen Stadt (ist weit weg gezogen, kurz nachdem wir zusammenkamen) manchmal das Gefühl hat, dass er nicht richtig angenommen wird, weil die neuen Leute (in der Arbeit, im Sportverein, beim Ausgehen) denken könnte, er bleibt eh nicht lange, sondern geht zurück zu mir. Aus diesem Grund hat er mich bereits einmal "verschwiegen". Naja, also er wurde wohl von einer Frau gefragt, ob er der Liebe wegen dorthin gezogen ist, und er hat einfach "Nein" geantwortet. Im Prinzip ist das ja richtig, aber ich hätte mir gewünscht, dass er vielleicht in dem Zusammenhang erwähnt, dass das Gegenteil der Fall ist und er in einer Fernbeziehung lebt. Ich bin auch umgezogen, nachdem wir zusammenkamen und wurde auch schon gefragt, ob ich der Liebe wegen hergezogen bin. Meine Antwort war: "Nein", aber dann habe ich kurz dazu gesagt, dass meine Liebe leider noch viel weiter weg ist.
Wie würdet ihr das bewerten, wenn euer Partner sich so verhält? Ist es eine Überreaktion, zu befürchten, dass er sich auf diese Weise alle Türen offenhalten möchte und das als Verletzung der Loyalität zu sehen?
Ein Problem ist für mich wahrscheinlich auch meine neue Stadt. Ich kenne noch nicht soviele Leute und daher hab ich wahrscheinlich auch einfach zu viel Zeit zum Grübeln.
Wenn wir uns nicht sehen, telefonieren oder skypen wir eigentlich jeden Tag. Am Anfang hatten wir zwar mal darüber gesprochen und er meinte, er muss nicht jeden Tag telefonieren, hat sich dann aber doch immer gemeldet und meinte, er kann das selbst nicht verstehen und dass er sich irgendwie süchtig nach mir fühlt. Naja, wenn wir jetzt mal einen Tag vielleicht nur mal 1-2 SMSen hin und herschicken, denke ich sofort, irgendwas ist nicht in Ordnung. Mit meinem Verstand kann ich schon nachvollziehen, dass auch andere Dinge mal wichtig sind und das nicht sofort etwas Negatives bedeuten muss. Aber es kränkt mich wirklich und ich frage mich dann auch, ob seine "Sucht" nach mir schon nachlässt. Und stelle dann sogar die Beziehung manchmal in Frage.
Was auch etwas erschwerend hinzukommt, ist, dass mein Freund verrückt nach Sex ist. Ich genieße das natürlich, aber wenn wir soweit voneinander entfernt sind, befürchte ich auch manchmal, dass er sich nach einer anderen umschauen könnte ohne mir davon zu erzählen. Ich habe selbst die Einstellung, dass vollkommene Monogamie selten ist und kann mir vorstellen, auch innerhalb der Beziehung Sex mit anderen zu haben, aber in meiner Vorstellung funktioniert sowas nur im Einvernehmen und wenn der Partner Bescheid weiß und im besten Fall auch dabei ist. Eine offene Beziehung, in der jeder in seiner Stadt alleine andere trifft, wäre für mich nichts. Dafür bin ich zu eifersüchtig, was ich zwar nicht gut finde, aber auch nicht einfach abstellen kann.
Wir führen trotz der Entfernung eine sehr enge Beziehung. Wir haben gegenseitig unsere Familie und Freunde schon kennengelernt und planen auch, Familienfeste im Frühling gemeinsam zu besuchen. Ich bin meistens glücklich - nur in diesen Trennungsphasen geht es mir nach einer Weile überhaupt nicht mehr gut.
Da ich immer dachte, ich bin ein freiheitsliebender Mensch und zu Beginn der Beziehung auch eher die Chancen einer Fernbeziehung gesehen habe, kann ich das gar nicht so richtig glauben. Ich bekomme dann Eifersuchtsgefühle, Verlassensängste und bin bekümmert, auch wenn es keinen "richtigen Auslöser" gibt. Was kann ich dagegen tun, habt ihr vielleicht Tipps für mich? Hättet ihr auch Probleme damit, dass euer Freund euch nicht explizit erwähnt? Ich versuche, ihn möglichst jedes Wochenende zu sehen, um mir das Gedankenkreisen zu ersparen, aber manchmal geht es einfach nicht anders wegen Arbeit oder Studium. Vor allem Studienarbeiten fallen mir auch superschwer, mit diesem Wirrwarr im Kopf. Wenn ich mich wenigstens mit lauter schönen Aktivitäten ablenken könnte.
Jetzt sehen wir uns (ich glaube, das erste Mal) sogar zwei Wochenenden hintereinander nicht, weil ich am letzten arbeiten muss und dieses WE meine Freunde treffen möchte (wohnen noch in meiner Heimatstadt und ich habe das Gefühl, dadurch dass ich fast jedes Wochenende zu meinem Freund fahre, sehen wir uns so gut wie gar nicht mehr). Am Montag fahr ich dann für längere Zeit zu ihm, zum Glück.
Danke schonmal für's Lesen und ich freue mich über Antworten :-)
Liebste Grüße
labellevie
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 22
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26.02.2016, 12:12
Unsicherheit in Fernbeziehung
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26.02.2016, 12:27Inaktiver User
AW: Unsicherheit in Fernbeziehung
Mir fallen zwei Dinge auf:
Ihr habt für eine Beziehung, die ein halbes Jahr dauert zu häufigen Kontakt und seht Euch auch zu oft, da kommt ja gar keine Luft mehr dran.
Und außerdem, dass es mir schwerfällt, Deinen Gedankengängen zu folgen - z. B. dass er Dich in einem Gespräch, in dem es um eine ganz andere Fragestellung ging erwähnen soll?
Denkst Du immer so kompliziert?
Dieses ständige Kontakthabenmüssen - auch von seiner Seite aus, Stichwort "süchtig sein", das klingt ungesund.
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26.02.2016, 12:52
AW: Unsicherheit in Fernbeziehung
Danke für Deine Antwort morcheeba-66!
Ja, meistens denke ich so kompliziert. Ziemlich anstrengend ist das, ehrlich gesagt. :-D
Deine Sicht, dass wir uns zuviel sehen und zu viel Kontakt haben, kann ich nicht ganz verstehen. Wenn wir in derselben Stadt wohnen würden, würden wir uns auf jeden Fall öfter sehen. Nicht unbedingt jeden Tag, aber bestimmt öfter als 2 Tage pro Woche.
Der tägliche Kontakt (am liebsten telefonieren, wenn auch nur kurz) ist mir mittlerweile wichtig, um irgendwie auch Teil seines Alltags sein zu können. Hatte mein Nähe-Bedürfnis wie bereits beschrieben zu Beginn ganz anders eingeschätzt, aber jetzt ist es so. Ich werte das auch eher als Zeichen der gegenseitigen Zuneigung, als als ungesund. Es ist ja nicht so, dass wir 24/7 im Kontakt sind. Wir schreiben auch nicht ständig, sondern telefonieren oder skypen wie gesagt meistens abends.
Die Fragestellung, die Du ansprichst, sehe ich schon im Zusammenhang mit mir. Wenn eine Frau einen Mann fragt, ob er wegen der Liebe hergezogen sei, dann kann das doch auch eine Art Herantasten sein. Aber aus Deiner Sicht ist meine Sichtweise da wohl übertrieben. Das hilft mir schonmal, zu sehen, dass es einfach unterschiedliche Perspektiven gibt.
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26.02.2016, 13:08Inaktiver User
AW: Unsicherheit in Fernbeziehung
Zu dem "ungesund", das ich ins Spiel gebracht habe:
Man kann auch miteinander in Kontakt sein, ohne ständig Kontakt zu haben. Wenn Ihr Euch nicht spürt, wenn ihr keinen Kontakt habt, hat das andere Ursachen.
Du schreibst, Du wolltest über die täglichen Telefonate Anteil an seinem Alltag nehmen - da das über Telefonate kaum möglich ist, sind die täglichen Telefonate nur um des Telefonieren willens doch irgendwie unsinnig.
Auch in einer Fernbeziehung geht das Leben weiter - man hat Freunde, die man nur am Wochenende treffen kann, andere Verpflichtungen, für die das Wochenende eine gute Gelegenheit ist, sich Zeit dafür zu nehmen.
Man hat doch nicht plötzlich, nur weil man in einer Fernbeziehung lebt, mehr Zeit als zuvor. Im Gegenteil.
Lass Luft dran. Und lass auch Luft in Deine Gedanken.
Ob die Dame, die gefragt hat, sich nun herangetastet hat oder nicht, Dein Freund antwortet, wie er antwortet und wie er antworten will. Sich über die Antworten anderer an andere den Kopf zu zerbrechen - das ist mir tatsächlich fremd.
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26.02.2016, 13:37
AW: Unsicherheit in Fernbeziehung
Ich denke ganz anders als morcheeba und finde das alles absolut normal und weder einengend noch ungesund was du da beschreibst. In einer Fernbeziehung bleiben einem eben nur begrenzte Mittel zum Kontakt. Wenn ihr euch beide wohlfühlt mit dem täglichen Telefonieren/Skypen/Schreiben ist doch alles gut. Scheint mir nicht so als würde das der eine mehr als der andere einfordern.
Ich würde vllt versuchen mir nicht so viele Gedanken oder Sorgen zu machen. Vielleicht zerbrichst du dir ja aus einem unterbewussten Grund so den Kopf? Meinst du, du kannst in eine ruhigen Minute mal mit ihm sprechen und ihm deine Gedanken/Ängste mitteilen? Eventuell hilft es auch schon, darüber zu reden und dann legt sich das alles ein bisschen.
Ich denke auch, dass so eine Frage "Bist du der Liebe wegen hierher gezogen" nicht ohne Hintergedanken gestellt wird. Sorry...vor allem nicht von einer Frau. Ohne Hintergendanken wäre vllt gewesen "Bist du aus beruflichen Gründen umgezogen" oder sogar ganz neutral "Aus welchem Grund bist du umgezogen".
Und ja, wahrscheinlich würde ich mir auch wünschen dass das dann erwähnt oder fallen gelassen wird, dass man sich in einer Beziehung befindet. Allerdings hatte ich selbst erst letztens eine ähnliche Situation.
"Heute handwerke ich ein wenig mit meiner Mutter"
"Ah, kein Mann im Haus?"
Und anstatt hier zu sagen "Doch, schon, aber..." habe ich geantwortet:
"Es gäbe keinen Mann in meiner Umgebung der das besser könnte als meine Mum"
Damit wollte ich weder meinen Partner verleugnen, noch irgendwelche Türen offen halten. Ist aber so rausgerutscht und im nachhinein dachte ich auch "ööööh hätte ich mal anders formulieren können".
Soll heißen: leg da erstmal nicht so viel Bedeutung rein...Warte noch ab und schau ob noch einmal Situationen auftreten die dir nicht so gut gefallen und sprich noch mal mit ihm!
LG
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26.02.2016, 14:32
AW: Unsicherheit in Fernbeziehung
Hallo labellevie,
dein Nick sagt es doch, das Leben ist schön
Ich kann ein paar Dinge und Gedanken von dir nachvollziehen.
Kurz zu mir: Ich lebe zwar nicht in einer Fernbeziehung, aber durch Hobbies, Beruf und Freunde sehe ich meinen Freund (sind jetzt 1 Jahr zusammen) auch fast nur am Wochenende. Und dann auch zu 90% 2 Tage, ab und zu mal das ganze WE, sehr selten mal nur 1 Tag. Wir gehen recht bewusst an einem Tag am WE getrennt weg, mit unserem jeweiligen Freundeskreis. Denn das wollten wir beide nicht aufgeben.
Wir whatsappen täglich mehrmals und telefonieren 2-3x unter der Woche miteinander.
Ich kenne seine Familie und seine Freunde, er meine. Es gibt ein paar Bekannte, die er vielleicht alle 4-5 Wochen beim Ausgehen (ohne sich zu verabreden) trifft, da kenne ich nicht alle (wird aber nach und nach). Da habe ich auch anfangs komisch gefühlt, als wir zufällig mal darüber sprachen und ich dann hörte, dass die z.T. gar nicht wissen, dass es mich gibt. Er ist nicht der Typ, der direkt groß und breit verbreitet "übrigens, ich habe jetzt eine Freundin" o.Ä. Allerdings hat er immer, wenn jemand aktiv gefragt hat, immer wahrheitsgemäß geantwortet.
Mein Rat: sieh die Taten, nicht die Worte allein. Er ruft dich an, er schreibt SMS, er möchte dich so oft es geht am WE sehen, er möchte dich länger am Stück sehen, wenn einer von euch frei hat. Wenn er dich verleugnen/verheimlichen wollte, würdet ihr euch nur bei dir treffen und auch nicht jedes WE.
Wenn er sich die Türen offen halten und "frei" sein wollte, dann wäre er die Beziehung nicht eingegangen oder hätte sie inzwischen beendet. Aber das tut er nicht.
Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede
Eigentlich bin ich ganz nett. Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen
Jeder Mensch von Kultur hat zwei Vaterländer: das seine - und Frankreich
Chaque homme de culture a deux patries: la sienne - et la France
Thomas Jefferson
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26.02.2016, 14:32
AW: Unsicherheit in Fernbeziehung
Hallo labellevie,
dein Nick sagt es doch, das Leben ist schön
Ich kann ein paar Dinge und Gedanken von dir nachvollziehen.
Kurz zu mir: Ich lebe zwar nicht in einer Fernbeziehung, aber durch Hobbies, Beruf und Freunde sehe ich meinen Freund (sind jetzt 1 Jahr zusammen) auch fast nur am Wochenende. Und dann auch zu 90% 2 Tage, ab und zu mal das ganze WE, sehr selten mal nur 1 Tag. Wir gehen recht bewusst an einem Tag am WE getrennt weg, mit unserem jeweiligen Freundeskreis. Denn das wollten wir beide nicht aufgeben.
Wir whatsappen täglich mehrmals und telefonieren 2-3x unter der Woche miteinander.
Ich kenne seine Familie und seine Freunde, er meine. Es gibt ein paar Bekannte, die er vielleicht alle 4-5 Wochen beim Ausgehen (ohne sich zu verabreden) trifft, da kenne ich nicht alle (wird aber nach und nach). Da habe ich auch anfangs komisch gefühlt, als wir zufällig mal darüber sprachen und ich dann hörte, dass die z.T. gar nicht wissen, dass es mich gibt. Er ist nicht der Typ, der direkt groß und breit verbreitet "übrigens, ich habe jetzt eine Freundin" o.Ä. Allerdings hat er immer, wenn jemand aktiv gefragt hat, immer wahrheitsgemäß geantwortet.
Mein Rat: sieh die Taten, nicht die Worte allein. Er ruft dich an, er schreibt SMS, er möchte dich so oft es geht am WE sehen, er möchte dich länger am Stück sehen, wenn einer von euch frei hat. Wenn er dich verleugnen/verheimlichen wollte, würdet ihr euch nur bei dir treffen und auch nicht jedes WE.
Wenn er sich die Türen offen halten und "frei" sein wollte, dann wäre er die Beziehung nicht eingegangen oder hätte sie inzwischen beendet. Aber das tut er nicht.
Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede
Eigentlich bin ich ganz nett. Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen
Jeder Mensch von Kultur hat zwei Vaterländer: das seine - und Frankreich
Chaque homme de culture a deux patries: la sienne - et la France
Thomas Jefferson
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26.02.2016, 14:46Inaktiver User
AW: Unsicherheit in Fernbeziehung
Ich sehe das wie Fazernatalie.
Dass man sich am Anfang einer Beziehung ständig sehen und hören möchte, finde ich ganz normal.
Als ich mit 16 meinen ersten Freund hatte, sagte meine Mutter auch immer... ihr seht euch viel zu oft.
Trotzdem waren wir 7 Jahre zusammen.
Liebe labellevie, mach dir nicht zu viele Gedanken, das kann auch schnell mal nach hinten los gehen.
Stell dir vor, dein Freund würde sich ständig solche Gedanken machen und du musst dich vielleicht für irgendetwas rechtfertigen, was nur in seinen Gedanken stattgefunden hat...
Bei einer Fernbeziehung ist Vertrauen Grundvoraussetzung.
Und wer nicht will, den kann man eh nicht halten.
Alles Gute!
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26.02.2016, 15:34
AW: Unsicherheit in Fernbeziehung
Ich denke eine Fernbeziehung ist nicht für jeden geeignet. Wenn man den täglichen Kontakt braucht, um sich zu spüren und sonst ins Grübeln gerät, der ist wahrscheinlich damit nicht glücklich. Du scheinst mir selbst etwas unsicher zu sein und hast auch noch nicht wirklich Vertrauen in deinem Partner. Da kann einem eine Fernbeziehung schon schlaflose Nächte bereiten...
Du bist, wie du bist und das ist voll in Ordnung so. Nur nicht so wirklich für eine Fernbeziehung geeignet...
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26.02.2016, 16:06
AW: Unsicherheit in Fernbeziehung
790 km sind schon eine Nummer. Die Fahrten sind teuer und zeitraubend, was eines Tages auch ein Gesprächspunkt werden wird. Habt ihr wenigstens ein Ziel, einen Zeitrahmen, diesen Fernzustand zu beenden? Du zu ihm oder beide zusammen woanders?
Eine Fernbeziehungen steht und fällt mit Vertrauen.
Leider sehe ich bei Deinem Freund nicht, dass er Dir die Sicherheit gibt/geben will/geben kann, dieses Vertrauen aufzubauen, bzw. aufrecht zu halten.
Dein Vertrauen bröckelt schon massiv und der ganze Zustand schadet Dir bereits.
Eifersucht, Angst, Kummer, Grübeln.
Ich sehe (wie Du) Hintergedanken bei der Frage der Frau, ob er aus Liebesgründen umgezogen ist.
Dieser Frau gegenüber hat er sich als Single dargestellt, wie ich es aus Deinem Posting herauslese.
Loyal ist das nicht. Es verunsichert Dich.
Dass er es Dir gegenüber überhaupt erwähnt, verunsichert ein weiteres Mal.
Warum hält er es für so wichtig, es Dir unter die Nase zu reiben?
Er sagt Dir damit, dass er nicht zu Dir zurück geht und belastet Dich zudem mit seiner Sorge, wie er neuen Bekanntschaften die Stabilität seines Bleibens überzeugend vermitteln kann.Oder dass mein Freund mir erzählt, dass er in der neuen Stadt manchmal das Gefühl hat, dass er nicht richtig angenommen wird, weil die neuen Leute (in der Arbeit, im Sportverein, beim Ausgehen) denken könnte, er bleibt eh nicht lange, sondern geht zurück zu mir.
Dich dort zu verschweigen ist nicht der Weg in eine vertrauensvolle Fernbeziehung.
Und wieder die Frage, warum er Dir das überhaupt erzählt.
Die Auslöser sind sein Verhalten, das Deinem Bauchgefühl subtil mitteilt, dass er dabei ist, sich von Dir abzunabeln (das sagt zumindest mein Bauchgefühl beim Lesen).auch wenn es keinen "richtigen Auslöser" gibt
Du bemühst Dich um regelmäßige Treffen:
Ein Grund für Treffen sollte sein, dass man sich darauf freut, gemeinsame Zeit mit dem anderen zu erleben und nicht, damit man nicht leidet.Ich versuche, ihn möglichst jedes Wochenende zu sehen, um mir das Gedankenkreisen zu ersparen
Ich sehe den Grund für Deine Unsicherheit nicht in Dir, sondern darin, dass er Dir durchaus Gründe zum Zweifeln liefert und das absichtlich. Hör auf Dein Bauchgefühl.
Fernbeziehungen können durchaus funktionieren, nur eben nicht mit jedem.


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