Was haltet Ihr davon:
Ehemann fährt zu Mami am 24.12. - bzw. bereits am 22.12. - und kommt nachmittags am 25.12. wieder zurück zum heimischen Eheherd.
Begründung:
Wir haben keinen weihnachtsbaum
und vor allem keine Kinder
Ich möchte das Grab meines Vaters und Grossvaters am 24.
besuchen.
Auf meinen Vorschlag, am 24. den Heiligabend mit mir zu Hause zu Zweit zu verbringen und am 25. zu seiner supermami zu fahren geht er nicht ein, das wäre so üblich, den 24. mit seiner familie zu verbringen.
Ich hätte ihn das ganze Jahr und ich soll den 24.nicht überbewerten.
Anscheinend ist eine Ehefrau keine Familie, vor allem nicht, wenn keine Kinder da sind.
Ich habe letztes Weihnachten einen Versöhnungsversuch mit seiner Mutter gestartet, mit dem Ergebnis, dass ich nach 3 Std. hohes Fieber und eine Virusgrippe bekommen habe, die dann 2 1/2 Monate angedauert hat. Der Arzt meinte, es wäre auch psychisch ausgelöst worden.
Auf jeden Fall habe ich mich nach einem weiteren Versöhnugnsversuch im Frühjahr komplett von seiner Mutter abgegrenzt, um nicht nochmals in Schwierigk. zu geraten.
Aber den 24. nicht mit der Ehefrau zu verbringen, die das ganze Jahr wie eine Eiche hinter dem Mann steht und macht und tut, das finde ich schon den Hammer.
Oder bin ich einfach zu konservativ und sentimental ?
Liebe Grüsse
Antworten
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17.12.2006, 08:51
Weihnachten ohne Ehemann - er fährt zu Mami
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17.12.2006, 09:11
AW: Weihnachten ohne Ehemann - er fährt zu Mami
Zitat von Contessina
Vielleicht ist es gerade das, ich meine, dass du ZU present bist. Aber, ehrlich gesagt, ohne irgendwelche Hintergründe kann ich da nicht viel dazu sagen. Man müsste z. B. wissen, wie alt die Mutter ist, ob sie krank ist, warum du zu ihr keinen Draht findest, wie lange ihr schon verheiratet seid, wer noch dabei ist usw.
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17.12.2006, 09:35Inaktiver User
AW: Weihnachten ohne Ehemann - er fährt zu Mami
In Eurer Situation (verheiratet, keine Kinder) würde ich Weihnachten gemeinsam bei meinen Eltern oder den Eltern meiner Frau verbringen. Ich empfinde (aus meiner Erinnerung als Kind) Weihnachten als ein Fest der Familie-mit-Kindern, und solange ich keine eigenen Kinder habe, gehe ich eben zu meinen Eltern - nur eben jetzt mit Partnerin. Dort treffe ich dann eventuell noch auf andere Geschwister, so dass wirklich ein feiernswertes Fest rauskommt. Zu zweit rumhocken finde ich unweihnachtlich, und Leute um mich zu haben, die sonst nicht da sind, finde ich auch festlicher.
Soviel dazu.
Das Problem bei Euch ist ja aber offensichtlich nicht Weihnachten, sondern Dein Verhältnis zu Deiner Schwiegermutter - wo Dein Mann dann dazwischensteht und sich entscheiden muß, wer ihm wichtiger ist (und jeweils die andere beleidigt). Und dass man die eigenen Eltern liebt, wichtig findet und um sich haben mag, finde ich gut, richtig und erstrebenswert.
Ich habe so natürlich keine Ahnung, ob es an Dir oder der Schwiegermutter oder an etwas anderem liegt, dass Ihr nicht miteinander zurechtkommt. Aber zwei Monate krank werden, weil man Weihnachten mit jemandem verbringen muß, den man nicht mag, erscheint mir extrem krass. Entweder ist sie die Hölle in Person, dann kannst Du sie natürlich nur meiden. Oder Du bist das personifizierte Selbstmitleid, dann würde ich Dir eine Psychotherapie nahelegen. Oder in Deiner Ehe findet ein extremer Machtkampf statt, den Du mit Krankwerden kämpfst, dann kann eine Paartherapie helfen.
Ich kann nur sagen: Nichts und niemand kann mich so umhauen, dass ich deswegen so krank werde. Und ich hatte schon eine psychisch kranke Schwiegerfamilie (mit Eßstörungen, Borderline und religiösem Wahn), so dass ich weiß, wovon ich rede. Wenn Du so sensibel reagierst, dann gibt es etwas in Dir oder in der Beziehung zu Deinem Mann, dem Du nachgehen könntest. Eine zweimonatige Krankheit kann der kurze Besuch bei der Schwiegermutter allein gar nicht auslösen.
Ansonsten kann ich nur sagen: Man heiratet eine Familie und sollte tunlichst dafür sorgen, dass man die auch kennenlernt, bevor man sich bindet. Eine Partnerin mit kranken Eltern würde ich nie, nie, nie heiraten - da erlischt meine Liebe zu ihr von ganz alleine. Die oben erwähnte Familie ist inzwischen aus meinem Leben verschwunden.
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17.12.2006, 10:26
AW: Weihnachten ohne Ehemann - er fährt zu Mami
Ja, wunderbar, dann bist Du also zuvor auch in eine Ehe hineingestolpert, ohne die dahinterstehenden Eltern "geprüft" zu haben. Ist also total menschlich, sich zu verlieben, zu heiraten, ohne die Familie total abzuchecken und dann erst zu entscheiden, ob man den Mann seines Herzens heiratet oder nicht.
Und übrigens: ich bin nicht einfach so krank geworden, sondern hatte bereits 6-7 Jahre Martyrium durch die Schwiegermutter hinter mir, von sensibel kann also keine Rede sein, da 6 Jahre eine lange Zeit sind, aus Liebe zu meinem Mann habe ich das durchgestanden, immer und immer wieder.
Und irgendwann ist halt Schluss mit lustig - auch körperlich. Nicht nur psychisch.
Anscheinend hast DU ein Problem damit, meiner geschilderten Lage mal etwas mehr Weitblick zuzufügen, sonst würde mir Deine Antwort nicht so kurzentschlossen aggressiv vorkommen.
Solange Du nicht weisst, wie meine Schwiegermutter sich verhalten hat udn wieviel Kampf und Leid und Konkurrenz ich ertragen musste, solange wäre ich an Deiner Stelle etwas vorsichtiger damit, die Ehefrau und Schwiegertochter zu verdammen.
Andere in meiner Lage hätten nämlich schon längst das Handtuch geworfen, aus Liebe tue ich das aber nicht.
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17.12.2006, 10:39
AW: Weihnachten ohne Ehemann - er fährt zu Mami
Liebe Contessina
Mir geht es ähnlich wir, dir, nur nicht ganz so zugespitzt.
Wir sind seit 3,5 Jahren zusammen, verlobt, keine Kinder, und meine Schwiegermutter verseht sich nicht mit mir, und ich muss zugeben, auch umgekehrt.
Wie Weihnachten verläuft ist meist eine Organisatiossache mit meinen Eltern, und weil bei meinen Eltern die Feier am 25. ist, wegen meinen Geschwistern, die ja auch jeweils noch Schwie-eltern haben, muss ich also am 24. zu meiner Schwiemu, wenn ich Weihnachten mit meinem Schatz verbringen will.
Ich war noch nie am Heilig Abend an einem Ort, an dem ich nicht erwünscht war, aber dieses Jahr wird es dann wohl so, nur gut fühl ich mich damit nicht. Mein Schatz hat mir zwar vorgeschlagen, nicht zu ihr zu gehen, nur Abends zu seiner Tante, und Oma, aber ich find es falsch, ihn von seiner Mutter fernzuhalten, da sie ausser ihm nur noch seinen Bruder hat.
keine Ahnung, ich kann ja berichten, ob ichs überlebt hab.
ich versteh dich aber gut, aber könntest du nicht auch am 25. auf den Friedhof gehen, weil zu zweit feiern, find ich auch komisch.Ich geh jetzt in mich, und wenn ich wieder rauskomm bin ich außer mir,
und bei dir
noch heute Abend und, dann den Rest unsres Lebens
mediomelo - Dota die Kleingeldprinzessin und die Stadtpiraten
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17.12.2006, 10:52Inaktiver User
AW: Weihnachten ohne Ehemann - er fährt zu Mami
liebe contessina,
ich kann dich gut verstehen und dein problem nachvollziehen. der mann ist einfach noch nicht abgenabelt und weiss nicht, zu wem er nun gehört, wer nun seine familie ist. nämlich du.
er weiss wohl, ihr versteht euch nicht, also müsste er zu DIR halten und hinter dir stheen, also loyal sein. so fällt er dir in den rücken auch nicht der fadenscheinigen begründung keine kinder zu haben. ich kann dir versichern, auch mit kindern würde er das machen. ich habe das selbst erlebt. wie mein noch-gatte mit den kindern an weihnachten zu seiner mami gefahren ist.
natürlich bin ich geschieden. nicht nur deswegen klar. aber seine grundsätzliche haltung zeigt sich wohl auch bei anderen gelegenheiten?
ich kann dir nur empfehlen, bei dir selber genau zu prüfen ob du so und mit ihm und unter solchen umständen, die sich auch verschärfen könnten, weiterleben eillst oder ob du auch anders elben könntest. das kann dir leider niemand abnehmen.
alles gute
und kopf hoch
sei selbstbewusst und sag íhm ganz genau wie du dich fühlst
p.
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17.12.2006, 10:53Inaktiver User
AW: Weihnachten ohne Ehemann - er fährt zu Mami
sorry schreibfehler
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17.12.2006, 11:11
AW: Weihnachten ohne Ehemann - er fährt zu Mami
Herzlichen Dank, Ihr 2 :) für Eure Antworten.
Ich kann nur sagen: mit SO einer Schwiegermutter weihnachten zu verbringen ist die Hölle, dann doch lieber allein.
Originalzitat:
Du liebst ihn nicht, hast ihn nie geliebt, wirst ihn nie lieben, denn die WAHRE Liebe kommt, kam und wird immer nur von MIR (=seiner mutter) kommen
Originalzitat:
Eigentlich hast Du mir ja den Sohn weggenommen, früher hat er mich alle 3 Wochen besucht (Entfernung München-Garmisch: 120 km - seine Mutter wohnt in Garmisch), jetzt kann ich froh sein, wenn er alle 6 Wochen zu mir kommt (er hat mich mit 45 !!!! geheiratet, hatte davor nur eine 10 j. ältere Freundin, die leider an Hirnhautentzündung starb und sonst nur rein platonische Frauenbeziehungen)
Originalzitat seiner Mutter:
weisst Du, ich bin froh, dass er nie Liebeskummer hatte, denn dann wäre ich zu der Frau hingefahren, na, die hätte was erlebt,
das kann ich nicht zulassen, dass eine frau meinem Sohn weh tut (soll heissen, jeder liebeskummer geht immer vom Bösen der Frau aus, er braucht keinen Liebeskummer, soll immer geschont sein).
"
"Er ist mein Gott, nein, ich korrigiere mich: mein Abgott"
Szene im Supermarkt:
"Was wollen wir morgenMittag kochen ? (ich)
"Was duuuuu essen willst, ist mir VÖLLIG egal, hauptsache MEIN Jocki hat was zu essen, das ist das EINZIGE was zählt"
"Ich wünschte, Du wärst bei Deiner Geburt gestorben"
"Ich werde Deine Eltern auf meine Seite ziehen und dann mit denen befreudnet sein und sie werden den kontakt zu dir abbrechen"
"Ja, du hast recht, ich goenne Dir deinen Gesang nicht"
(ich bin semi-prof. klass. Sängerin)
"Ja, jetzt habe ich mal hingehört, du hast ja ein nettes , kleines Stimmchen" (ich werde von Fachleuten als in Richtung dramatischer Sopran eingestuft, also nix kleines Stimmchen
Mir wird ranzige Butter hingestellt, er bekommt neue.
Die mieseste Person einer tägl. Serie wird mir so hingestellt, dass es mein Lieblingscharakter innerhalb dieser Serie sei
Usw. usw.
Sie sagt die schlimmsten Dinge und wenn ich es dann erwähne, sagt sie zu ihrem Sohn "Aber Jocki, sowas würde ich doch nieeeeeeeeeee sagen"
Mein Mann steht unerwarteterweise plötzlich im Raum und sie schluckt erschrocken und schaut verängstigt, weil sie nicht damit gerechnet hatte, dass er alles angehört hat, was sie böses zu mir gesagt hat.....
"Juden sind IMMER alle so und so"
(Mein Vater ist Jude und ich bin Halbjüdischer Herkunft
"Ja, ja , die Juden, die sind immer so raffgierig. Der Hitler hat schon gewusst, warum er so gegen sie war"
Und das in meiner Gegenwart, mein Vater war im arbeitslager damals etc. etc. etc.
Da fällt Euch nichts mehr ein, oder ?
Danke fürs "Zuhören"
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17.12.2006, 11:18Inaktiver User
AW: Weihnachten ohne Ehemann - er fährt zu Mami
Nein, dazu fällt mir nichts mehr ein. Das Weihnachtsfest würde ich ganz bestimmt nicht mit ihr verbringen wollen. Und wenn Dein Mann auch nur den Hauch einer Ahnung hat, was seine Mutter alles so an Sprüchen loslässt, sollte er auch mal ein deutliches Wort dazu sagen
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17.12.2006, 11:47
AW: Weihnachten ohne Ehemann - er fährt zu Mami
Ich kann darauf nicht antworten, ohne deinen Mann zu bleidigen.......
Aber genau da liegt das Problem und nicht bei deiner Schwiegermutter.


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