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  1. Inaktiver User

    AW: Ehe vs eheähnliche Gemeinschaft

    Zitat Zitat von maerz32 Beitrag anzeigen
    Die Paare mit getrennten Wohnsitzen würde ich nicht als eheähnliche Gemeinschaften bezeichnen.
    Wieso das? Ich kenne Ehepaare, die zeitlebens zwei Wohnsitze haben - und die enger verbunden sind als manch andere die jede Nacht im gleichen Bett liegen.

  2. gesperrt

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    AW: Ehe vs eheähnliche Gemeinschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wieso das? Ich kenne Ehepaare, die zeitlebens zwei Wohnsitze haben - und die enger verbunden sind als manch andere die jede Nacht im gleichen Bett liegen.
    Weil das selbst für mich als Steuerzahler (😁) klar ist, dass da kein gemeinsamer Haushalt vorhanden ist und eine große wirtschaftliche Autonomie besteht.
    Problematisch finde ich persönlich es allerdings, wenn Menschen de facto zusammen leben, aber wo anders gemeldet sind oder sonst wie den Sachverhalt verschleiern, um ihre finanziellen Vorteile daraus zu ziehen. Irgendwie schäbig der Allgemeinheit gegenüber, sorry.
    Geändert von maerz32 (13.07.2015 um 14:30 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Ehe vs eheähnliche Gemeinschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wieso das? Ich kenne Ehepaare, die zeitlebens zwei Wohnsitze haben - und die enger verbunden sind als manch andere die jede Nacht im gleichen Bett liegen.
    Ich kenne etliche Ehepaare, die nicht mehr zusammenleben wollen und de facto getrennt sind, aber dennoch den Staat "bescheißen", indem sie die getrennten Wohnungen als zweiten Wohnsitz deklarieren. Vor allem sind das ältere Paare, denen die Scheidung teuer käme, weil noch nach altem Recht zu vollziehen. Da zahlt der Mann seiner Gattin lieber eine "Zweitwohnung".

    Letzten Endes ist das Motiv wohl sehr oft "Steuern sparen", und das könnte man durchaus anders aufziehen. Die Ehe bedeutet ja noch viel mehr als das, auch neben dem Spirituellen, zum Beispiel Entscheidungsbefugnisse und Auskunftsrechte, das ware mir als älterer Mensch vielleicht auch mal wichtig. Gerade wenn nicht Geschiedene dann in oben beschriebener Konstellation leben und längst neue Partner haben, aber am Ende die Ehefrau oder der Ehemann über Krankheit und Erbe verfügt. Habe gerade so einen Fall in der Bekanntschaft meiner Eltern, wo der solvente Ehemann verstarb und seine Geliebte nun auf Hartz IV landet. Ich bin sehr mitleidslos, weil die einfach jahrzehntelang den Staat beschissen haben mit dem "sie lebt ja nicht bei mir, da wohnt ja die Ehefrau"... Bei einer Familiensplittingstrategie ware diese junge Geliebte garantiert auch noch besser abgesichert bzw. gar nicht erst in so ein Konstrukt gegangen.

  4. gesperrt

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    AW: Ehe vs eheähnliche Gemeinschaft

    Verheiratet bleiben , um Steuern zu sparen , finde ich genauso schäbig

  5. Inaktiver User

    AW: Ehe vs eheähnliche Gemeinschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auf der einen Seite die Konstellationen mit minderjährigen kindern. Da bin ich bei dir. Die können nichts selbst zu ihrem Lebensstandard beitragen. Auf der anderen Seite, und das ist hier wohl Thema, die Elternteile die erwachsene Kinder noch durchfüttern.
    Meine Kinder sind gerade so noch nicht volljährig nach Schulende, wenn alles nach Plan läuft. Binnen Wochen sind sie es dann. Ich gehe davon aus, dass ich ihnen danach noch ein Studium mitfinanzieren muss. Das entscheidende ist die Silbe "mit", denn da sie beide Scheidungskinder sind, muss da noch jemand ran, zum einen, und zum anderen erwarte ich, dass sie sich Geld dazuverdienen und/oder zumindest erst mal noch zu Hause wohnen. Ein Ausbildungsgehalt wird sie hoffentlich von meinem "Gehaltszettel" entfernen.

    Allerdings, meine Eltern haben mich quasi immer noch drauf, weil sie ihr Geld lieber "in warme Hände" geben möchten. Diese Idee finde ich gar nicht schlecht, könnte ich mir bei passender Solvenz auch vorstellen, dass ich z.B. eine Immobilie mitfinanziere oder die Ausbildung eines Enkels oder so.

    Grundsätzlich höre ich von vielen Twens heute, dass die noch massiv auf dem elterlichen Portemonnaie liegen, das finde ich heftig. Da müssen sich aber vielleicht auch die Eltern an die Nase fassen, ob sie in der Spanne bis 18 nicht zu sehr ihr Kind gepampert haben. Der Übergang in die harte Realität wird da oft nicht so gewechselt... Erlebe ich zuhauf im Umfeld, erst wird das liebe Kind gefördert und gefahren und alles wird gerichtet, und dann ist es 18 und soll von selbst laufen. Meine Kinder beklagen sich oft, dass sie so viel allein machen müssen und ich ihnen nicht so viel kaufe (wir wohnen in einer "Reichengegend" und ich bin alleinerziehend, aber davon ab, ich WILL auch vieles einfach nicht und nicht meinen Kindern den Hintern hinterhertragen). Ich glaube, die können schon deutlich mehr als ihre Mitschüler, die zum großen Teil noch nie eine Waschmaschine bedient haben oder überhaupt eine Idee haben, was eine Waschmaschine wohl kostet und wie lange man dafür mit Mindestlohn schuften müsste... Mama kauft dann halt eine zum Auszug...

    Von daher: ja, ich kann das total verstehen, dass man erwachsene Kinder oder Stiefkinder nicht mehr finanzieren will. Dann sollte man aber MEINER Meinung nach auch den Splittingstatus verlieren. :-)

  6. gesperrt

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    AW: Ehe vs eheähnliche Gemeinschaft

    Zitat Zitat von Rocus Beitrag anzeigen
    hmm wieso ? es geht dabei doch in der Regel um die "Gleichstellung" der Kinder also, wegbringen einer "Zweiklassengesellschaft" von Kindern. Kinder von Verheirateten waren schon im "Vorteil".

    zB. recht auf Herkunft und gesetzliche Eltern.

    Ein Kind in einer Ehe geboren hat von Anfang an einen gesetzlichen Vater, ein Kind in einer "Eheähnlichen Gemeinschaft" geboren nicht......

    Ich sehe da kein Rosinen picken ich sehe hier eher "Gleichstellung" von Kindern.

    @ Visurgis
    wenn ein kind heute nicht-ehelich geboren wird und der vater von anfang an die vaterschaft anerkennt, welche nachteile hat dieses kind dadurch ? und wieso hat es keinen gesetzlichen vater ?
    das war vor 30 jahren auch nicht anders, außer das ein vater heute einfacher das sorgerecht fuer sein kind bekommen, kann wenn die eltern zum zeitpunkt der geburt nicht verheiratet sind

    verstehe ich nicht ganz deine zeilen...

  7. gesperrt

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    AW: Ehe vs eheähnliche Gemeinschaft

    Mich entsetzt bei der eheähnlichen Bedarfsgemeinschaft, dass der Zahlungskräftigere staatlich bevorzugt "abgezockt" wird. Plötzlich muss er die gesamten Lebenshaltungskosten tragen, dem anderen die Krankenversicherung bezahlen und kann nichts davon steuerlich geltend machen. Da sind dann plötzlich mal schnell 500 Euro und mehr monatlich weg.
    Wenn dagegen das Sozialamt z.B. einen geringeren Anteil an Lebensmitteln, Wohnen und den vollen Satz für die KV zahlt, bleibt dem Amt unterm Strich mehr, weil weniger Paare auseinanderziehen. Klar trägt man seinen Partner ein Stück mit und bezahlt das Essen ganz. Aber auch die KV und die komplette Wohnung?

    Warum nicht heiraten?
    Einige wollen nach einer gescheiterten Ehe nicht mehr heiraten, die anderen fürchten die Eheschließung vorher schon. Bei verwitweten Partnern stecken beide finanziell zurück, weil die Witwenrente erlischt. Das kann unter Umständen ein hübsches Sümmchen sein, was später z.B. einen niedrigeren Elternunterhalt bedingt. Außerdem müssten bei Kindern die Erbansprüche per Notarvertrag geregelt werden, damit jedes Kind das erbt, was sich die Eltern vorstellen.

    Es gibt gute Gründe zu heiraten. Und es gibt gute Gründe, nicht zu heiraten.

  8. Moderation

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    AW: Ehe vs eheähnliche Gemeinschaft

    Zitat Zitat von maerz32 Beitrag anzeigen
    In Deutschland ist man grundsätzlich sehr lange für die eigenen Kinder finanziell verantwortlich. Nach einer abgeschlossen Ausbildung haben sie nämlich noch Anspruch darauf, dass ihnen Eltern ein entsprechendes Studium finanzieren.
    Nein, haben sie nicht. Die Eltern müssen eine Ausbildung finanzieren. Nur werden viele Eltern ihre Kinder, wenn sie nach einer Ausbildung sich noch für ein Studium entscheiden, unterstützen.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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  9. gesperrt

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    AW: Ehe vs eheähnliche Gemeinschaft

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Nein, haben sie nicht. Die Eltern müssen eine Ausbildung finanzieren. Nur werden viele Eltern ihre Kinder, wenn sie nach einer Ausbildung sich noch für ein Studium entscheiden, unterstützen.
    @Skirbifax,
    Danke für den Hinweis . Mir hat mal ein Jurist(allerdings in einem eher privaten Gespräch) das eben als Pflicht genannt. Ich werde mich demnächst offiziell erkundigen.

  10. Inaktiver User

    AW: Ehe vs eheähnliche Gemeinschaft

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Nein, haben sie nicht. Die Eltern müssen eine Ausbildung finanzieren. Nur werden viele Eltern ihre Kinder, wenn sie nach einer Ausbildung sich noch für ein Studium entscheiden, unterstützen.
    Das ist nicht grundsätzlich so! Wenn Ausbildung 1 und Ausbildung 2 in engem Zusammenhang stehen, können Eltern da noch weiter zahlen müssen. Denn Du musst nach § 1610 BGB eine "angemessene Ausbildung" finanzieren. Wenn Dein Kind Abitur macht, geht der Gesetzgeber davon aus, dass es studieren wird. Macht es vor dem Studium noch eine Ausbildung und passt das Studium thematisch dazu, dann sind die Eltern weiterhin unterhaltspflichtig.

    War bei mir auch so, dass ich leider kein Bafög bekommen habe, weil ich nach dem Abi und meiner Kaufmännischen Ausbildung noch BWL studiert habe. Keine Chance, meine Eltern mussten in die Bütt, ich war nicht Bafög-berechtigt.

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