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07.07.2015, 14:59Inaktiver User
AW: Was tun? Zahle alles und komme mir benachteiligt vor
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07.07.2015, 15:00
AW: Was tun? Zahle alles und komme mir benachteiligt vor
Eigentlich der einzige Rät, den man ihm geben kann.
In seiner Lage - zwei unterhaltspflichtife Kinder, eine Exfrau mit eventuellem Unterhaltsanspruch, einer laufenden Scheidung und Schulden - auch noch davon zu reden Vermögen und Eigentum zu schaffen ist doch etwas an der Realität vorbei.
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07.07.2015, 15:16
AW: Was tun? Zahle alles und komme mir benachteiligt vor
Das ist eine interessante Frage, ob die Scheidung durch ist oder noch läuft. Die zweite: Wie alt ist das erste Kind und wie hoch soll der Betreuungsunterhalt sein? Das kann insgesamt recht günstig sein, es könnte ihm gleichzeitig auch finanziell die Luft abschnüren, wenn er beiden Kindern gerecht werden will.
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07.07.2015, 15:16
AW: Was tun? Zahle alles und komme mir benachteiligt vor
Ich kann den Themenstarter irgendwie verstehen.
Klar, objektiv betrachtet haben ja alle Recht, die sagen, dass er nicht benachteiligt wird.
Aber wenn man die Vernunft und die Logik mal außen vor läßt und sich auf eine rein emotionale Ebene begibt, verstehe ich ihn.
Da wohnen 4 Erwachsene Menschen unter einem Dach, 2 davon sind Eigentümer, 1 ist Tochter der Eigentümer.
Also 3 Menschen die gefühlsmäßig mehr Rechte haben, als der junge Mann.
Also egal, wie er sich reinkniet, ob er seinem Schwiegervater beim Renovieren unterstützt etc. er bleibt der "Mieter", der den Anderen nur hilft, ihr Eigentum (bzw. zukünftiges Eigentum) zu mehren.
Ja, ich habe schon verstanden, dass es zunächst mal nur um ein normales Mietverhältnis geht.
Aber als im gleichen Haus lebender "Schwiegersohn" wird er sich vielleicht doch mehr reinknien, das kann man ja auch schlecht trennen.
Und wenn es sich um ein 2-Familienhaus handelt, hat ein Mieter ja eh schon keinen echten Kündigungsschutz und in so einer Situation hat er ja nicht gerade die besten Karten.
Wenn er morgen alleine ausziehen würde, dann hätte er seinen Selbstbehalt und würde Unterhalt an seine 2 Kinder zahlen.
Evtl. bliebe noch ein kleines Almosen über, um das sich die beiden Mütter streiten könnten.
Wer würde denn dann die Miete für eine geräumige 1000 Euro Wohnung zahlen?
Würden die Eltern der Tochter dann die Wohnung kündigen?
Oder auf einen Teil der Miete verzichten?
Oder würde die Tochter dann doch wieder früher arbeiten?
Anders ausgedrückt: Gibt es noch irgendwo Potential, das aktiviert würde, wenn er sich zurück zieht und dass jetzt eben nicht genutzt wird, weil er ja zahlt?
Muss er an seine Ersparnisse, weil die Anderen eben ihre Schäfchen im Trockenen halten?
Es ist für die Eltern ja auch ein Vorteil, nicht an Fremde vermieten zu müssen und den Enkel im Haus aufwachsen zu sehen.
Mal ein anderer Blickwinkel:
Wenn die "Schwiegereltern" kein eigenes Haus hätten, hätte sich das junge Paar in dieser finanziellen Situation auch für eine Wohnung auf diesem Preislevel entschieden oder hätte man dann vielleicht doch das Limit bei 750 Euro gesetzt?
Empfindest du, Themenstarter, das jetzt als "ungerecht", dass alle ihre Lebenswünsche verwirklichen und glücklich mit Eltern, bzw. Tochter und Enkel zusammen leben, während du dafür von deinen Ersparnissen zahlst, weil eben diese "vergünstigte" Miete noch deutlich über dem zur Verfügung stehenden Budget liegt?
Sprich mit deinen 3 Mitbewohnern und erkläre ihnen, dass diese Situation für dich nicht in Ordnung ist. Dass du auch das Bedürfnis nach Sicherheit und Rücklagen hast.
Dass du dir bewusst bist, dass der Mietnachlass sehr großzügig ist, aber für dich in deiner Situation die Miete eben dennoch zu hoch ist.
Und dann muss eine Entscheidung her:
Entweder können die Eltern euch nicht weiter entgegenkommen, dann müsst ihr euch eben ein bescheideneres Heim suchen oder deine Lebenspartnerin geht mehr arbeiten und beteiligt sich dann an der Miete...
Ich finde es etwas schwierig meine Gefühle auszudrücken, sich an Fakten zu halten ist da einfacher, ich hoffe, ihr versteht trotzdem, was ich meine.
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07.07.2015, 15:25
AW: Was tun? Zahle alles und komme mir benachteiligt vor
Ich finde, du hast das ganz wunderbar erklärt :)
Andererseits denke ich mir (und ja, ich bin hier altmodisch), dass die Eltern womöglich auch daran denken, die Tochter samt Kind zu schützen. Die beiden sind ja nicht verheiratet, er hat zudem Schulden und ein weiteres Kind aus erster Ehe. Nicht gerade ein "Traumkandidat", den man an Familienkapital beteiligen möchte.
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07.07.2015, 15:33
AW: Was tun? Zahle alles und komme mir benachteiligt vor
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07.07.2015, 15:36Inaktiver User
AW: Was tun? Zahle alles und komme mir benachteiligt vor
Nirgendwo steht, dass die Eltern auch im Haus leben. Wo steht, dass er Arbeiten am Haus durchführt?
Der TE könnte jederzeit ausziehen und anderen Vermietern mehr als die 1.000 Euro zahlen. Hätte er da auch ein schlechtes Gefühl, dass die ihr Vermögen mehren? Sollte er sich nicht eher freuen, dass er weniger als die ortsübliche Miete zahlt?
Wenn die Eltern weniger als die 66% der ortsüblichen Miete kassieren, dann können sie z.B. keine Reparaturkosten in der Wohnung steuerlich geltend machen. Wer würde das tun?
Dass die Eltern keine Miete mehr nähmen, wenn der Mann auszöge, ist Spekulation. Zur Not würde die Tochter vermutlich ganztags arbeiten und evt. die Großeltern das Kind betreuen. Das ist aber kein Grund, warum ein gesunder Mann nicht 1,5 Jahre die Miete allein schultern kann, wenn seine Frau ein Kind bekommen hat.
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07.07.2015, 15:39
AW: Was tun? Zahle alles und komme mir benachteiligt vor
Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
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07.07.2015, 15:40Inaktiver User
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07.07.2015, 15:43
AW: Was tun? Zahle alles und komme mir benachteiligt vor
Das ist auch Spekulation: Bei einigen Eltern dürfen Tochter und Enkelkind für lau in der ETW wohnen, andere müssen fast die ortsübliche Miete bezahlen, dafür betreuen die Großeltern das Kind. Unterm Strich ist die Tochter samt Enkelkind finanziell von den Großeltern abhängig. Aber das ist ein anderes Thema.



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