Wie ist denn das zu verstehen? Ärgert er sich über die Unordnung oder darüber, dass es nicht sauber genug ist? Oder über beides?
Ich hatte mal ein Ehepaar im Haus wohnen, bei denen war er auch super ordentlich und sauber. Sie eher weniger. Sie wußte aber, dass er sich sehr freut, wenn er nach Hause kommt und alles ist schön sauber und ordentlich. Also hat sie aufgeräumt und geputzt. Sie hat es gehasst. Aber sie hat es getan. Einfach ihrem Mann zuliebe. Damit er sich wohlfühlt und sich freut.
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Thema: Teilt ihr Hausarbeit auf?
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07.07.2015, 10:37Inaktiver User
AW: Teilt ihr Hausarbeit auf?
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07.07.2015, 10:50
AW: Teilt ihr Hausarbeit auf?
Eine Frau in traditioneller Rollenverteilung muss weder unselbstständig, noch lebensuntüchtig sein. Ich lebe selbst in einer solchen Beziehung, und bin keins von beidem.
Aber ja, "It takes two to tango". Ich finde das gelebte Modell aber nicht wirklich traditionell, eben weil Catlady diese Rolle abzulehnen scheint und ihr Ehemann ja nicht wirklich führt. Was auch völlig in Ordnung ist.
Mein Eindruck ist abgesehen von einer ganz anderen Baustelle, die die beiden haben dürften auch, dass Catlady grundsätzlich frustriert ist. Allein schon die Aussagen, wieviel besser sie als Unverheiratete dran wäre, sowie ihr Frust über ihre Karriere, die nicht wie gewünscht läuft.
Ressentisments sind immer schlecht, ganz egal, welches Paarmodell gelebt wird.
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07.07.2015, 10:52
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07.07.2015, 10:54Inaktiver User
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07.07.2015, 11:00
AW: Teilt ihr Hausarbeit auf?
Das habe ich geschrieben, weil behauptet wurde, dass ich einen höheren Lebensstandard durch meinen Mann hätte. Deshalb habe ich erklärt, dass das nicht so ist und ich theoretisch auch unverheiratet als Single ganz passabel leben könnte. Ich hätte wahrscheinlich nicht den Lebensstandard, den ich jetzt hätte, aber über die Runden kommen würde ich allemal (Suche nach Vollzeitstelle, mehr freiberuflich, 400 Euro Job zusätzlich, weniger Steuern).
Sicher bin ich in gewisser Weise manchmal frustriert.
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07.07.2015, 11:06Inaktiver User
AW: Teilt ihr Hausarbeit auf?
Ich habe deinen Sarkasmus natürlich zur Kenntnis genommen
, aber ich möchte trotzdem ernsthaft darauf antworten: Für mich ist es ein Unterschied, ob ich mal über meinen Schatten springe und irgendwas mache, was ich nicht mag, um meinem Partner einen Gefallen zu tun oder ob diese ungeliebten Tätigkeiten dem Partner "zuliebe" in einen Teilzeitjob ausarten. Zur Vorzeigehausfrau zu mutieren, damit der Mann es bequem hat, obwohl man gar nicht der Typ dafür ist... wie soll man auf diese Weise glücklich werden? Wahrscheinlich ist es eine Typfrage, ich würde in so einer Konstellation mehr und mehr eingehen.
Wesentlich sinnvoller finde ich, das Leben zu leben, das zu mir passt und (sofern ich das möchte) mit einem Partner zusammen zu sein, der ebenfalls zu mir passt. Dann muss man sich auch nicht verbiegen, um den Vorstellungen des Partners zu entsprechen.
Ich schrieb ja schon, dass die Hausarbeit auch nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählt (jedenfalls nicht das Aufräumen und Putzen), aber ich bin viel motivierter, wenn alle an einem Strang ziehen und sich einbringen. Außerdem macht's viel mehr Spaß, wenn alle anpacken und schneller geht's natürlich auch. Wenn ich alleine dafür zuständig wäre, würde ich's wohl auch schleifen lassen, weil ich nicht einsehen würde, wieso ich anderer Leute Dreck wegräumen soll.
Nun wäre die Frage: Was will die TE eigentlich und was kann sie tun, um das zu erreichen? Nicht in Problemen, sondern in Lösungen denken.
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07.07.2015, 11:08
AW: Teilt ihr Hausarbeit auf?
Ich finde es nicht schlimm, durch einen Mann einen höheren Lebensstandard zu haben. Sowie ich es im Übrigen auch nicht schlimm finde, einen Mann (unter anderem) auch aufgrund seines Verdienstes zu wählen.
Schlimm finde ich hingegen, wenn man die erworbenen Vorteile unter den Teppich kehrt und keine Dankbarkeit empfindet und ganz nüchtern anzuerkennen, dass man vielleicht auch seinen Anteil leisten könnte.
Ja, das merkt man. Ich denke, wenn das "klassische" Modell nichts für dich ist, du selbstverständlich frustriert über die Rollenaufteilung sein dürftest, selbst wenn dein Mann nicht einmal sonderlich traditionell sein dürfte. Manche Rollenaufteilungen ergeben sich schlichtweg aus Pragmatismus, im Sinne von: einer arbeitet wenig, ergo hat er mehr Zeit für den Haushalt.Sicher bin ich in gewisser Weise manchmal frustriert.
Kann es also sein, dass ihr eher unfreiwillig in dieses Modell geschlittert seid? Wenn dem so ist, finde ich es eben nicht verwunderlich, dass viel Frust herrscht.
Dann ist aber wie gesagt nicht per se der Haushalt die Baustelle, sondern nur ein Symptom dafür, dass du grundsätzlich unzufrieden bist. Daran würde ich arbeiten, weil es sonst zu mehr Konflikten führt, desto unzufriedener du wirst.
Man muss so eine klassische Rollenaufteilung schon wollen, um mit ihr glücklich zu werden. Es wäre also sinnvoller den Fokus darauf zu setzen, wie du deine Situation verbessern kannst, und deinen Mann langsam mit der Idee anzufreunden, dass ihr eines Tages gemeinsam eine Haushaltshilfe engagieren werden müsst.
Es gibt Frauen, die können und wollen das einfach nicht. Ist auch völlig in Ordnung, nur sollte dann eben der Fokus darauf gelegt werden, eine Haushaltshilfe finanzieren.
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07.07.2015, 11:09Inaktiver User
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07.07.2015, 11:09Inaktiver User
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07.07.2015, 11:15
AW: Teilt ihr Hausarbeit auf?
Ich stimme zu und bin auch nicht der Meinung, dass jemand ein Modell leben sollte, das ihm nicht gefällt. Gilt für Männer und Frauen.
Aber in diesem Fall geht es doch um eher "normale" Dinge im Haushalt, für die man sich meines Erachtens selbst als Putzmuffel überwinden könnte, um z.B. abend Zeit für den Partner zu haben, statt um 22 Uhr unbedingt putzen zu müssen.
Absolute Zustimmung - nur vermute ich, dass auch ihr Partner nicht absolut traditionell sein dürfte. Weil er zum einen das Theater wohl kaum mitgemacht hätte, zum anderen von ihr ja nicht fordert, dass sie komplett zu Hause bleibt, oder Sonstiges. Ich finde eher, er fordert ganz "normale" Dinge, z.B. eben, etwas öfters als alle 2 Wochen zu staubsaugen.Wesentlich sinnvoller finde ich, das Leben zu leben, das zu mir passt und (sofern ich das möchte) mit einem Partner zusammen zu sein, der ebenfalls zu mir passt. Dann muss man sich auch nicht verbiegen, um den Vorstellungen des Partners zu entsprechen.
Ich kenne dich ja ein bisschen, und es verwundert mich nicht :) Allerdings bist du ja auch eine Frau, die in allen Bereichen gerne anpackt und auch viel "regulär" arbeiten geht.Ich schrieb ja schon, dass die Hausarbeit auch nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählt (jedenfalls nicht das Aufräumen und Putzen), aber ich bin viel motivierter, wenn alle an einem Strang ziehen und sich einbringen. Außerdem macht's viel mehr Spaß, wenn alle anpacken und schneller geht's natürlich auch. Wenn ich alleine dafür zuständig wäre, würde ich's wohl auch schleifen lassen, weil ich nicht einsehen würde, wieso ich anderer Leute Dreck wegräumen soll.
So wie ich das verstehe, will sie keinen Haushalt machen. Ist in Ordnung, nur sollte sie dann (meines Erachtens) eben eine Vollzeittätigkeit ausführen, die es ermöglicht, eine Haushaltshilfe zu engagieren. Ihr Mann wird sicher verstehen, dass sie dann bei einer 50 h Woche (die auch er hat) keine Zeit hierfür haben wird. Also werden sie gezwungen sein, es zu delegieren.Nun wäre die Frage: Was will die TE eigentlich und was kann sie tun, um das zu erreichen? Nicht in Problemen, sondern in Lösungen denken.
Vielleicht ist mein Ansatz aber auch zu simpel.



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