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  1. User Info Menu

    AW: Teilt ihr Hausarbeit auf?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Als Feministin habe ich mir angewöhnt, solche Problemfälle jeweils mit umgekehrtem Vorzeichen anzusehen: Sie im 50-Std-Job mit Eigentumswohnung, die sie für beide finanziert, er mit 20 Std plus 10 Std Freiberuflichkeit (wirft diese eigentlich Geld ab oder ist sie eher ein Hobby?) ohne zu betreuende Kinder, mietfrei lebend und der Weigerung, den Großteil der Hausarbeit zu erledigen? Dem Kerl würde ich etwas husten!
    Ich bin keine Feministin - aber diese Betrachtungsweise unter umgekehrten Vorzeichen finde ich sehr gut, und "augenöffnend".
    Natürlich wäre es ein Unding, würde es sich um einen Mann handeln.

    Deshalb finde ich es auch wichtig, die Hausarbeit hier nicht als diskriminierende Frauenarbeit abzutun, die total doof ist und nervig, sondern ganz sachlich hinzuschauen, wer wieviel in welchen Bereichen beiträgt. Keine Frau muss Hausarbeit machen, aber dann sollte sie entsprechende Ressourcen bereitstellen, die es möglich machen, diese zu delegieren.

  2. Inaktiver User

    AW: Teilt ihr Hausarbeit auf?

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Ich habe nicht den Eindruck, dass die Bedürfnisse von Catlady herabgesetzt werden, allerdings erscheint mir ihr Geschriebenes - bei allem Respekt- teilweise sehr trotzig, im Sinne von "ich mache es aber, wann ich es will", "er hat mir nichts zu sagen", usw.
    Grundsätzlich denke ich schon, dass derjenige, der die Arbeit macht, auch entscheiden sollte, wann und wie er sie erledigt. Aber das hier ist ja schon ein Ausnahmefall, weil sie die Arbeit im Grunde ja gar nicht erledigen will. Im unternehmerischen Kontext wäre diese Situation ein klarer Fall für den autoritären Führungsstil. Aber wir sind hier nun mal im Privatleben und da gibt's keine Weisungsbefugnisse. Und da tue ich mich schwer damit, dass der Mann bestimmen soll, wann/wie sie die Arbeit zu erledigen kann.

    Das ist bei den beiden 'ne verfahrene Kiste. Ich kann mir nicht vorstellen, wie sie zu einer Lösung kommen sollen. Alle Lösungen, die uns hier einfallen, kommen aus verschiedenen Gründen ja nicht infrage (dass sie ebenfalls mehr arbeitet, um ein Gleichgewicht zu schaffen, dass sie getrennt wohnen, dass sie 'ne Putzhilfe engagieren...). Also wird's wohl so weitergehen. So lange die beiden alleine wohnen, ist das ja auch nur deren Problem, aber ein Kind würde ich so nicht aufwachsen lassen wollen.

  3. User Info Menu

    AW: Teilt ihr Hausarbeit auf?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich denke ich schon, dass derjenige, der die Arbeit macht, auch entscheiden sollte, wann und wie er sie erledigt. Aber das hier ist ja schon ein Ausnahmefall, weil sie die Arbeit im Grunde ja gar nicht erledigen will. Im unternehmerischen Kontext wäre diese Situation ein klarer Fall für den autoritären Führungsstil. Aber wir sind hier nun mal im Privatleben und da gibt's keine Weisungsbefugnisse. Und da tue ich mich schwer damit, dass der Mann bestimmen soll, wann/wie sie die Arbeit zu erledigen kann.
    Ich bin nicht der Meinung dass der, der eine Arbeit ausführt per se entscheiden dürfen sollte, wann sie ausgeführt wird. Ich bin allerdings auch ein großer Freund des autoritären Führungsstils, durchaus auch im Privat/Familienleben.

    Im Haushalt ist es wichtig, dass Dinge zu bestimmten Zeiten erledigt werden - zumindest dann, wenn man ein Mindestmaß an Hygiene und Ordnung halten will. Zumal dies auch einen ganz pragmatischen Ansatz hat.

    Wer regelmässig sauber macht und Ordnung hält, hat schlichtweg weniger Arbeit (und somit, auch mehr Freizeit). Wer meint, um 22 Uhr abends noch das Haus sauber machen zu müssen, hat eben keine Qualitätszeit mit dem Partner/Familie. Wer nur alle 2 Wochen staubsaugt, wird länger brauchen und tagelang dreckige Böden haben. Das ist eine Zumutung für alle, die in einem Haus leben - insbesondere eben mit Haustieren (und gewiss auch für die Haustiere nicht schön).

    Für mein Empfinden hat das vielmehr mit einem gesunden Menschenverstand zu tun, die Haushaltsarbeit zu gewissen Zeiten und diszipliniert durchzuführen, und irgendwo ist das auch eine Frage des Respekts, seinen Anteil an Arbeit zu erledigen und zu signalisieren, dass einem das gemeinsame zu Hause wichtig ist, sowie dass beide sich in diesem Wohlfühlen. Es stellt doch auch niemand in Frage, dass man regelmässig Müll rausstellen muss?

    Hat das wirklich etwas mit "männlicher Autorität" zu tun, und nicht viel eher nur mit gesundem Menschenverstand und Respekt? Ich finde wie gesagt nicht, dass ihr Mann hier sonderlich bestimmend auftritt - eher im Gegenteil, da er das ganze Theater ansonsten gar nicht erst mitmachen würde.

    Das ist bei den beiden 'ne verfahrene Kiste. Ich kann mir nicht vorstellen, wie sie zu einer Lösung kommen sollen. Alle Lösungen, die uns hier einfallen, kommen aus verschiedenen Gründen ja nicht infrage (dass sie ebenfalls mehr arbeitet, um ein Gleichgewicht zu schaffen, dass sie getrennt wohnen, dass sie 'ne Putzhilfe engagieren...). Also wird's wohl so weitergehen. So lange die beiden alleine wohnen, ist das ja auch nur deren Problem, aber ein Kind würde ich so nicht aufwachsen lassen wollen.
    Ja, ich stimme zu.

  4. Inaktiver User

    AW: Teilt ihr Hausarbeit auf?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie viel Stunden Differenz es zwischen seiner und ihrer Beschäftigung gibt, darüber wurde bisher meines Wissens nur spekuliert.
    Nein, das wissen wir aus reichlich anderen Strängen, in wandelnden Inkarnationen.

  5. Inaktiver User

    AW: Teilt ihr Hausarbeit auf?

    Zitat Zitat von Sojourner Beitrag anzeigen
    Deshalb finde ich es auch wichtig, die Hausarbeit hier nicht als diskriminierende Frauenarbeit abzutun, die total doof ist und nervig, sondern ganz sachlich hinzuschauen, wer wieviel in welchen Bereichen beiträgt.
    Eben. Man geht doch eine Ehe aus Liebe ein, und weil sich viele Dinge zu zweit einfacher stemmen lassen als allein. Das funktioniert aber nur, wenn beide auch bereit sind, ihren jeweiligen Teil zu erledigen, damit das Zusammenleben läuft. Wenn der eine das Gefühl hat, dass er nur die ungeliebten "Drecksarbeiten" macht, muss man eine neue Lösung suchen. Es geht aber nicht an, dass einer für fast alles zuständig ist und der andere es sich so gemütlich wie möglich macht. Egal ob Mann oder Frau.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und da tue ich mich schwer damit, dass der Mann bestimmen soll, wann/wie sie die Arbeit zu erledigen kann.
    Ja, das würde mich auch nerven. Andererseits beschleicht mich hier beim Lesen das Gefühl, als ginge es nicht um ein erwachsenes Paar, sondern die Dynamik hat eher etwas von pubertierender Jugendlicher und nörgelndem Elternteil. Und das sollten die beiden dringend ändern, bevor sie eine Familie gründen und die Verteilungskämpfe wirklich anstrengend werden.

  6. Inaktiver User

    AW: Teilt ihr Hausarbeit auf?

    Ich denke, das Problem in dieser Ehe liegt tiefer – aus frühere Threads unserer Threaderöffnerin erinnere ich mich, daß sie durchaus eine Ehe mit traditioneller Rollenverteilung bewußt gewählt hat (gut verdienender Ehemann, der sie auch gut finanzieren kann, wenn sie sich – ganz traditionell – mal vollständig ihrem Plan widmet, sich ausschließlich den (noch nicht vorhandenen) Kindern zu widmen).

    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist der Partner zudem auch um einiges älter.

    Nun sieht es so aus, als ob sie das Pendant eines 50er-Jahre-Ehemanns bekommen hat – und es gibt in der Ehe den „Verdiener“ und die „bißchen Hinzu-Verdienerin“, die ihren Geld in Klamotten und Sport und Tralala investiert.

    Und das gefällt ihr ja auch ganz gut.

    Nur – er hat halt auch die Erwartungshaltung eines 50er-Jahre-Ehemanns: Ein Frauchen, das Heim und Hof hegt und pflegt und den Gatten mit dazu.

    Außerdem arbeiten beide in der gleichen Firma/Behörde – also weiß er vermutlich ganz gut über ihre Arbeit und ihre „Auslastung“ Bescheid.

    Altersbedingt scheint es auch noch einen großen Unterschied zu geben, was die „persönliche Reife“ angeht.

    Ich sehe da auch keine Augenhöhe. Aber ehrlich gesagt auch nicht den Wunsch bei Catlady, wirklich gleichwertig, gleichberechtigt, aber eben auch gleich engagiert sich einzubringen.
    Und wenn ihr Mann in ihr halt immer das unselbständige, lebensuntüchtige Mädchen sieht und nicht die Frau auf Augenhöhe…. Dann wird er halt versucht sein, sie „zu leiten und zu steuern“.

    It takes two to tango….

  7. Inaktiver User

    AW: Teilt ihr Hausarbeit auf?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist der Partner zudem auch um einiges älter.
    Das wusste ich nicht. Frage an die TE: Ist das mit den geplanten Kindern dann überhaupt realistisch? Von welchen Altersklassen reden wir hier?

  8. gesperrt

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    AW: Teilt ihr Hausarbeit auf?

    Antje, was du alles weisst.... Ich würde, wie gesagt, sehr gerne Vollzeit arbeiten, aber es war schwer überhaupt was zu finden. Ich habe trotz eines guten Abschlusses sehr lange nach einer Stelle suchen müssen. Ich habe mir meinen Mann NICHT nach dem verdienst ausgesucht. Wir waren schon während unseres Studiums zusammen, als seine und meine berufliche Zukunft noch nicht sicher waren. Ich gebe mein Geld nicht für "Klamotten, Sport und Tralala" aus. Ich spare auch einiges und kaufe für uns ein. Ich hoffe, das geht jetzt mal in die Köpfe von allen hier rein trotz Hitze.
    Der Putzplaner hört sich ganz gut an. das Problem ist nicht, dass ich nicht mehr machen würde, aber eben unsere unterschiedliche Auffassung zu Ordnung. Ich denke, eine Frau sollte nie den ganzen Haushalt führen. Allein aus Achtung könnte auch ein vielarbeitender Mann kleine Dinge erledigen... Wir halten unsere Arbeit so gering wie möglich. Gebügelt wird nie, weil wir knitterfreie oder gecrashte Sachen tragen. Wir meiden deshalb Blusen bzw Hemden.

  9. gesperrt

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    AW: Teilt ihr Hausarbeit auf?

    Er ist 3 Jahre älter. ich weiss nicht, wie man auf so etwas kommt. Kinder sind geplant, aber erst wenn ich entfristet bin. denn sonst kann ich nach Elternzeit wieder von vorn anfangen mit der Suche.

  10. Inaktiver User

    AW: Teilt ihr Hausarbeit auf?

    Zitat Zitat von Catlady83 Beitrag anzeigen
    Ich denke, eine Frau sollte nie den ganzen Haushalt führen. Allein aus Achtung könnte auch ein vielarbeitender Mann kleine Dinge erledigen...
    Das ist bei euch aber nicht das Problem, denn du schriebst doch, dass er durchaus auch was machen will, nur halt weniger als du? Oder sind das nur Lippenbekenntnisse, denen keine Taten folgen?

    Zitat Zitat von Catlady83 Beitrag anzeigen
    Er ist 3 Jahre älter.
    OK, dann hat sch meine Frage (inklusive Folgefragen - was machst du, wenn er in Rente geht/ein Pflegefall wird ) erledigt. Man sollte sich wohl wirklich auf die Infos beschränken, die hier im Thread stehen, damit es nicht zu solchen Missverständnissen kommt.

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