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    Schwere Beziehungskrise wegen Auffassung über moderne Medizin

    Aus aktuellem Anlass möchte ich mir gerne etwas von der Seele schreiben…
    Ich bin im 7. Monat schwanger. Das Baby war nicht geplant…aber nach anfänglicher Verwirrung, haben mein Freund und ich uns sehr gefreut…..die letzten Monate waren jedoch nicht einfach.
    Ich hatte massive Übelkeit in den ersten 3 Monaten, was er sehr nervig fand.
    Dann starb Ende März mein heissgeliebter Hund, die 11 Jahre an meiner Seite gewesen war, an Krebs…ich vermisse sie jeden Tag. Sie war fast wie ein Kind für mich…

    Mein Freund und ich versuchen, möglichst gesund zu leben…d.h. fast vegane Ernährung…viel Biowaren….viel Natur im Leben etc….er ist definitiv jedoch extremer als ich..er arbeitet auch in der Natur. Kauft nur in Bioläden ein , trägt am liebsten
    Naturfaserklamotten etc.pp.

    Es ist nun so , dass vor 3 Wochen ein Knoten in meiner linken Brust entdeckt wurde. Ich hatte mir anfänglich keine Gedanken gemacht. Denn in meiner Familie gibt es keinen Brustkrebs..und ich dachte, die Veränderung hinge mit der Schwangerschaft zusammen….meine Frauenärztin war
    Jedoch sehr besorgt…ich ging zur Stanzbiopsie und letzten Endes wurde der Knoten letzte Woche sicherheitshalber entfernt in einer OP. Alles verlief gut. Dem Baby geht es super. Ich fühle mich schon wieder sehr fit. Leider ergab jedoch der Befund, dass der Knoten nicht gutartig war….
    Es ist noch kein Karzinom, aber eine Vorstufe mit hohem Risiko (es gibt da diverse Grade) und die Ärzte rieten mir, nächste Woche nochmal „nachzuschneiden“, da das Risiko rel. Hoch sei, dass sich ein Krebs daraus entwickelt.

    Mein Vater starb vor ein paar Jahren qualvoll an Krebs…und ich kenne einige Frauen, die gegen Brustkrebs gekämpft haben. D.h. habe Angst davor.

    Nun kommts: mein Freund hasst Ärzte, Krankenhäuser und die Schulmedizin. Er war von Anfang an dagegen, dass ich die OP machen lasse…er meinte, es sei eh gutartig und die beste Art, Knoten zu lösen sei durch eine gesunde Lebensweise ohne Chemie und OP…also gesunde
    Lebensweise, mentale Arbeit etc…..Ich bin grundsätzlich offen für alternative Heilmethoden wie Reiki, Akupunktur etc….aber ich würde im Ernstfall nie die Schulmedizin ablehnen…für mich ist dies ein Ernstfall…

    Wir diskutierten bis kurz vor der OP. Ich erklärte ihm immer wieder meinen Standpunkt……die Nacht davor war ein Terror….ich hatte uns einen schönen Abend machen wollen…er war allerdings entsetzt, dass ich die OP wirklich machen lassen wollte und versuchte mich, gewaltsam dran zu hindern: versteckte meine Autoschlüssel….versuchte das Auto zu verstecken…etc.pp…ich ging um 1h erst schlafen auf dem Sofa….und musste um 5h wieder aufstehen wegen der OP. Ich war mental erschöpft…verabschiedete mich dennoch liebevoll von ihm am Morgen.

    Die OP verlief dann gut…er rief an dem Tag 6x an…machte sich offensichtlich Sorgen…..mir ging es aber bis zum nächsten Tag schlecht, ich hatte Wundschmerzen und wollte niemanden sehen im Krankenhaus…zwischendurch kamen von ihm per SMS immer wieder Vorwürfe und Beschimpfungen.
    Wie unnötig, egoistisch (Gefahr für das Baby) und dumm diese Entscheidung für die OP von mir gewesen sei…..er wollte mich dann am Tag nach der OP abends „raus holen“ aus dem „schrecklichen“ Krankenhaus…ich weigerte mich, denn ich fühlte mich viel zu schwach, hatte ihm aber immer mitgeteilt, dass alles gut gelaufen war in der OP und es dem Baby gut geht (was ja stimmte)…ich hatte Angst, dass er mich besucht
    Und gewaltsam rausschleppt…zwischendurch immer wieder vorwürfe etc….ich war mental am ende…mir ging es körperlich nicht gut, weil ich noch geschwächt war von der OP; und ich hatte natürlich auch gewisse Sorgen um das Baby gehabt….und hätte Unterstützung von ihm gebraucht, nicht die anhaltenden Vorwürfe…ich hab ihm dies alles so auch mitgeteilt…

    Am 2. Tag nach der OP konnte ich dann entlassen werden…ich entschied mich, es war Freitag, zu einer Freundin zu fahren, da ich mental so erschöpft war…mein Freund hatte eh gemeint, dass er keine Zeit hätte am Freitag abend. (wir wohnen nicht zusammen). Er war am WE sehr beleidigt, dass ich das WE
    Nicht mit ihm verbringen wollte…mir tat das WE bei meiner Freundin aber extrem gut…ich war einfach nur körperlich und mental erschöpft…und brauchte Ruhe und Zuspruch…währenddessen kamen von ihm weiterhin Tiraden der Vorwürfe….bis ich Sonntag abend dann schrieb, dass es mir reicht und ich
    Keinen Sinn in weiteren Diskussionen sehe…seither ist Funkstille…

    Ich bin einfach nur entsetzt über das Geschehene. Maßlos enttäuscht von ihm… ich bin geschockt und weiss nicht mehr weiter…
    .was denkt ihr…

  2. Inaktiver User

    AW: Schwere Beziehungskrise wegen Auffassung über moderne Medizin

    Darf ich nachfragen: hast du ein DCIS?

  3. Inaktiver User

    AW: Schwere Beziehungskrise wegen Auffassung über moderne Medizin

    Welche Art von Hilfe erhoffst Du Dir hier? Ich könnte mit so einem Menschen nicht zusammen sein.

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    AW: Schwere Beziehungskrise wegen Auffassung über moderne Medizin

    Ich wäre genauso entsetzt. Mir wäre es zu belastend und auch zu gefährlich, zu diesem Mann zurückzugehen. Gerade jetzt, wo du alle Unterstützung brauchst,legt er dir auch noch Steine in den Weg und spielt mit deinem Leben.

    Ich meine, mit diesen fundamental unterschiedlichen Ansichten passt ihr einfach gar nicht zusammen. Du hast mein Mitgefühl, ich hoffe, du findest eine Lösung, kannst du für länger bei jemandem unterkommen?

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    AW: Schwere Beziehungskrise wegen Auffassung über moderne Medizin

    Für Deinen Körper bist Du verantwortlich , was Dein Freund macht ist massiv übergriffiig.
    Lass Dich nachoperieren, wenn die Ärzte es für sinnvoll halten.
    Konflikte sehe ich auch hinsichtlich des Kindes, Diskussionen wegen Impfungen, würde er zB zulassen, das es Cortison bei Asthma bekommt als Beispiel.
    Eine so extreme Haltung darf er für sich haben aber sie nicht Dir oder dem Kind aufzwingen.

  6. Inaktiver User

    AW: Schwere Beziehungskrise wegen Auffassung über moderne Medizin

    Die unterschiedlichen Ansichten sind aus meiner Sicht weniger das Problem, sondern die Nicht-Akzeptanz und sein Umgang damit.

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    AW: Schwere Beziehungskrise wegen Auffassung über moderne Medizin

    Ich würde mit dem Knaben ehrlich gesagt gar nicht diskutieren. wenn ich so was schon lese, dass es eh gutartig ist und man mit gesunder Lebensweise so etwas weg bekommt. Ha ne, is klar -> Nachtigall, ich hör Dir trapsen. Zum Glück wohnt Ihr nicht zusammen.

    Allein das mit dem Auto finde ich 'ne Hausnummer, wo Ende im Gelände wäre.
    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

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    AW: Schwere Beziehungskrise wegen Auffassung über moderne Medizin

    Der Typ hat definitiv einen Lattenschuss!!! Vielleicht hat Dir die Schwangerschaft einen fiesen Krebs erspart und was damit zusammen hängt. Das Ding war böse und musste raus, keine Frage, keine Diskussion.

    Klar hat man Angst um sein Baby und allem zipp und zapp, klar denkt man warten oder lassen bis nach der Geburt, 1000ende Gedanken und Ängst!!!

    Du hast alles richtig gemacht und der Typ macht Dir Stress der wesentlich schädlicher für eine schwangere sein kann als eine OP.

    Er kann ja eine andere Meinung als Du haben, aber er hätte Deine Meinung einfach in Kauf nehmen müssen, es ging nur um Dich dabei und nicht um ihn.

    Sein Benehmen ist desaströs und nicht entschuldbar, oder nimmt er Drogen?
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  9. Inaktiver User

    AW: Schwere Beziehungskrise wegen Auffassung über moderne Medizin

    Mit dem wollte ich kein Kind....

    Geht's dem gut?

    Nach dem Theater wäre er mein Exfreund. Unfassbar!

  10. gesperrt

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    AW: Schwere Beziehungskrise wegen Auffassung über moderne Medizin

    Vegan und naturnah leben und dennoch aufs Auto, dieses Sinnbild der Umweltzerstörung nicht zu verzichten? So konsequent ist dein Freund offensichtlich gar nicht, wenn's um seine Bequemlichkeit geht.
    Was willst du hören? MMn ist er ein intoleranter radikaler, mit dem man keine Beziehung führen kann. Ich empfehle dir, ihn nicht als Vater anzugeben, denn Diskussionen ums Kind sind da vorprogrammiert.

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